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Gehaltskürzung

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Gehaltskürzung

Beitragvon Silvikämpft am 17.04.2017, 16:58

Hallo zusammen,

hat jemand schon mal eine Gehaltskürzung aufgrund mangelnder Leistung dulden müssen?

Ich bin A9, geh. Dienst und habe eine neue Tätigkeit begonnen. Nach Ende der Einarbeitung ist mein direkter Vorgesetzter der Meinung, ich würde zu langsam arbeiten, mache zu viele Fehler und droht mit einer Gehaltskürzung.

Kann denn eine Gehaltskürzung so einfach durchgeführt werden?
Oder wird sie erst angedroht und nach einer gewissen Frist – sollte es nicht besser geworden sein – durchgeführt? Ist es denn überhaupt möglich, das Gehalt zu kürzen? Schließlich lasse ich mir nichts zu Schulden kommen. Ich bin nur noch nicht so schnell in der Fallbearbeitung, da ich noch nicht die Routine habe.
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon Casiopeia1981 am 17.04.2017, 20:06

wende dich bitte dezent an den Personalrat. Der Vorgesetzte scheint mit der Situation überfordert zu sein und hat keinerlei Verwaltungserfahrung oder er lügt dich an.

Eine Besoldungskürzung kommt nur als Disziplinarstrafe in Frage. Bei "dauerhafter" Schlechtleistungnist bestenfalls eine Stufenhemmung denkbar.

schreibe mir mal eine Privatnachricht, welche Bubdesbheörde es ist. Ich habe da so ein Bauchgefühl...
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon Miau! am 18.04.2017, 05:54

Silvikämpft hat geschrieben:Nach Ende der Einarbeitung ist mein direkter Vorgesetzter der Meinung, ich würde zu langsam arbeiten, mache zu viele Fehler und droht mit einer Gehaltskürzung.

Mal abgesehen davon, dass Beamte kein Gehalt beziehen, welches man kürzen könnte: Stimmt das mit den vielen Fehlern denn?
Dieser Beitrag wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon frodobeutlin100 am 18.04.2017, 06:13

Ich sage es mal so .. auch wenn eine Gehalts- bzw. Besoldungskürzung nicht so ohne weiteres möglich ist, auch Beamte müssen eine Leistung bringen, die der Besoldung entspricht .. ob hier wirklich zu langsam gearbeitet wird und dabei dann auch noch viele Fehler gemacht werden, kann man per Ferndiagnose nicht beurteilen, aber ich denke doch, dass der direkte Vorgesetzte Vergleichswerte von anderen Beschäftigten hat, die er heranzieht um zu dieser "Beurteilung" zu kommen ...

was kann man tun

1. um Verlängerung der Einarbeitung bitten
2. sorgfältiger und schneller arbeiten
3. um Versetzung in eine anderes Bearbeitungsteam bitten
4. komplett andere A9 Tätigkeit suchen
frodobeutlin100
 
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon Nisaaru am 18.04.2017, 09:53

Ohne Diszi keine Gehaltskürzung.
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon jemsor am 18.04.2017, 14:16

Den Vorgesetzten möchte ich mal gerne kennenlernen!!
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon ChrBY am 18.04.2017, 15:26

Miau! hat geschrieben:Mal abgesehen davon, dass Beamte kein Gehalt beziehen, welches man kürzen könnte: Stimmt das mit den vielen Fehlern denn?

Auch im Beamtenrecht existiert der Begriff »Gehalt«, z. B. »Grundgehalt«, »Ruhegehalt« usw.

Zur Sache: Eine Kürzung der Bezüge ist aufgrund bloßer Schlechtleistung nicht möglich. Die Schlechtleistung müßte so gravierend sein, daß daraus ein sogenanntes dienstrechtliches Vergehen konstruiert werden könnte, aufgrund dessen dann ein Disziplinarverfahren durchgeführt werden würde.

Für alle anderen Fälle gilt: Eine Schlechtleistung kann nur dazu führen, daß der Beamte die sogenannten »Mindestanforderungen« seines Amtes nicht mehr erfüllt, was dann in der dienstlichen Beurteilung auch so festzuhalten ist.
Dies führt aber zu keiner Kürzung der Bezüge, sondern nur zu einem sogenannten Stufenstopp, also einem vorübergehenden längeren Verbleib in der bislang erreichten Dienstalterstufe.
Ein Stufenstopp tangiert im übrigen die regelmäßigen Besoldungserhöhungen nicht. Werden die Grundgehälter beispielsweise um 2,35 % erhöht, wie dies im Februar der Fall gewesen ist, so kommen diese Erhöhungen auch denjenigen Beamten zugute, deren Stufenaufstieg gehemmt ist.
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon Silvikämpft am 18.04.2017, 16:41

Miau! hat geschrieben:Mal abgesehen davon, dass Beamte kein Gehalt beziehen, welches man kürzen könnte: Stimmt das mit den vielen Fehlern denn?

Schon klar mit dem "Gehalt", aber hier im Forum müssen wir doch nicht päpstlicher sein als der Papst.

Zu deiner Frage bzgl. der Fehler: Dem Vorgesetzten passt scheinbar meine Nase nicht, so werden so lange Fehler gesucht bis welche gefunden werden. Bei anderen Kollegen, die Fehler machen, werden diese eigenartigerweise übersehen...
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon Silvikämpft am 18.04.2017, 16:55

Vielen Dank für die Antworten. Dann sehe ich die Aussage des Vorgesetzten als leere Drohung an. Bei einem Vorgesetzten, der einen scheinbar auf dem Kieker hat, kann man sich abstrampeln wie man will - so jemand findet immer Gründe für angebliche "Schlechtleistung".
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Re: Gehaltskürzung

Beitragvon atatat am 18.04.2017, 19:06

Silvikämpft hat geschrieben: aber hier im Forum müssen wir doch nicht päpstlicher sein als der Papst.
Einige schon, und die stimmen dann in ein Katzenjammer ein.

Und einige Chefs haben halt auch nur Minderleistungen drauf was Mitarbeiterführung und -motivation angeht.
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