Startseite

Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon atatat am 17.11.2017, 14:40

Yasper hat geschrieben:Dann muss ich, wie ich vermute die Abstriche hinnehmen, obwohl ich dann mit der Zeit in der Privatwirtschaft auf 40 Berufsjahre komme?
Das kommt drauf an, ob du mit 40 Berufsjahren auf die gleiche Auszahlungssumme wie mit 8 TB + 32 Beamte gekommen wärest.
KAnn sein, dass du als reiner TBler mehr Rente bekommen würdest, wahrscheinlicher ist jedoch, dass du mit 32 Jahre Beamte mehr hast.
atatat
 
Beiträge: 5529
Registriert: 13.11.2009, 10:44

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon MarioW am 19.11.2017, 02:06

Genau so ist es dann, in dem Beispiel würden dann die Pensionsansprüche so angepasst, dass man in der Summe nicht mehr als die maximale Pensionshöhe bekommt, die ein vergleichbarer Beamter erhalten würde, der nie was anderes gemacht, als öD.

Klingt lustig, ist aber so! ;-)

Die Wahrscheinlichkeit, dass man als Tarifbeschäftigter mehr Rente erhält, als im Beamtenverhältnis an Pension, ist eher unwahrscheinlich. Man darf halt nie vergessen, dass es für Beamte immer eine Mindestpension von etwa 1.700 € (oder sowas in der Preislage) gibt, die man in der gesetzlichen Rente zwar erreichen kann, aber dann schon viele Jahrzehnte sehr gut verdient haben muss.
Grüße aus RLP

MarioW
MarioW
 
Beiträge: 326
Registriert: 20.04.2009, 11:29
Wohnort: in RLP

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon yamato am 20.11.2017, 07:02

ThomBer hat geschrieben:Wäre folgende, sehr vereinfachte Beispielrechnung, korrekt?

Beamter geht in Pension und hätte theoretisch 3.000€ Pensionsanspruch erreichen können. Er war aber zuvor außerhalb öD tätig und deshalb seine Dienstjahre nicht vollbekommen. Tatsächliche Pension: 2.700€
Er hat zudem einen Rentenanspruch von 400€ erarbeitet.

Tatsächlich ausgezahlt werden nun 3.000€. (100€ fallen weg, weil er sonst über der max. Pension liegen würde), richtig?


Vereinfacht gesagt bekäme der Beamte dann 2600 € Pension und 400 € Rente.
Die Rente muss natürlich gesondert beantragt werden und dürfte m.E. erst ab 67 zustehen, weil andere Wartezeiten nicht mehr erfüllt werden. Sollte der Beamte also aus welchen Grund auch immer früher als 67 in Pension gehen, steht ihm die Rente erst später zu.
yamato
 
Beiträge: 446
Registriert: 18.01.2011, 10:29

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon gerzeb am 20.11.2017, 07:26

Die Rente würde aber brutto wie netto ausgezahlt werden oder? Würde durch die PKV nicht auch ein Anspruch auf Zuschuss zur PKV bestehen?
gerzeb
 
Beiträge: 126
Registriert: 14.11.2013, 18:38

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon atatat am 20.11.2017, 07:45

yamato hat geschrieben:Sollte der Beamte also aus welchen Grund auch immer früher als 67 in Pension gehen, steht ihm die Rente erst später zu.
Und er bekäme bis dahin die 2700€ Pension ausgezahlt.
atatat
 
Beiträge: 5529
Registriert: 13.11.2009, 10:44

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon Karsten am 20.11.2017, 10:59

atatat hat geschrieben:
Yasper hat geschrieben:Dann muss ich, wie ich vermute die Abstriche hinnehmen, obwohl ich dann mit der Zeit in der Privatwirtschaft auf 40 Berufsjahre komme?
Das kommt drauf an, ob du mit 40 Berufsjahren auf die gleiche Auszahlungssumme wie mit 8 TB + 32 Beamte gekommen wärest.
KAnn sein, dass du als reiner TBler mehr Rente bekommen würdest, wahrscheinlicher ist jedoch, dass du mit 32 Jahre Beamte mehr hast.


Da bin ich mir gar nicht mal mehr so sicher! Fakt ist, dass die Lohnentwicklung außerhalb des ö.D. durch die seit Jahren anhaltende "Boomphase" stärker ansteigt. Dies wiederum schlägt sich auf die gesetzliche Rente, dem Rentenwert nieder.

Durch die steigenden Löhne sind die Rentensteigerungen längst den Pensionen gleichwürdig.

Vergleich:
Jahr / GRV West / Pension Bund

2014 / +1,67% / +2,8%
2015 / +2,10% / +2,2%
2016 / +4,25% / +2,2%
2017 / +1,90% / +2,35%
2018 / +3,09% / +??? (hier müssen 3,46% kommen)

Die GRV ist durch Reformen (Nachhaltigkeitsfaktor) bereits besser als der Staatshaushalt auf das Demografieproblem vorbereitet. Ich sehe in den nächsten Jahren eher Pensionskürzungen/Beihilfekürzungen.

Allein der Bund hat Ende 2016 Kosten für Pensionen und Beihilfen von 647 Milliarden Euro. Dies ist gegenüber 2015 ein Anstieg von 63 Milliarden Euro. ( +10,8%!!!) Zurückgelegt hat der Bund seit 2007 ca. 14 Milliarden durch die 0,2% Besoldungskürzungen.
Karsten
 
Beiträge: 203
Registriert: 24.03.2015, 09:27

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon atatat am 20.11.2017, 11:29

Karsten hat geschrieben:Durch die steigenden Löhne sind die Rentensteigerungen längst den Pensionen gleichwürdig.

Vergleich:
Jahr / GRV West / Pension Bund

2014 / +1,67% / +2,8%
2015 / +2,10% / +2,2%
2016 / +4,25% / +2,2%
2017 / +1,90% / +2,35%
2018 / +3,09% / +???

Die Zahlen sagen mir, dass in 3 von 4 jahren die Pensionssteigerungen höher ausgefallen sind als die Rentensteigerungen. Klar der Peak 2016 gleicht aus wieder aus. Und ob die Lohnsteigerung im öD über/unterdurchschnittlich bezogen auf den Rest der Gesellschaft ist, steht auch im Raum.
Daher "längst der Pension gleichwertig" möchte ich bezweifeln. Ob und wieweit die Nettorente der einer vergleichbaren Pension sich (im öD) weiter anpasst bleibt abzuwarten und glaube auch, dass sich da der Gap zwischen den beiden sich eher verkleinert.
atatat
 
Beiträge: 5529
Registriert: 13.11.2009, 10:44

Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon Karsten am 20.11.2017, 11:58

atatat hat geschrieben:Die Zahlen sagen mir, dass in 3 von 4 jahren die Pensionssteigerungen höher ausgefallen sind als die Rentensteigerungen. Klar der Peak 2016 gleicht aus wieder aus. Und ob die Lohnsteigerung im öD über/unterdurchschnittlich bezogen auf den Rest der Gesellschaft ist, steht auch im Raum.
Daher "längst der Pension gleichwertig" möchte ich bezweifeln. Ob und wieweit die Nettorente der einer vergleichbaren Pension sich (im öD) weiter anpasst bleibt abzuwarten und glaube auch, dass sich da der Gap zwischen den beiden sich eher verkleinert.


Das stimmt. Alle Rentensteigerungen sind aber aufgrund des Nachhaltigkeitsfaktors bereits niedriger als sie gewesen wären und trotzdem in etwa gleich hoch. Die Pensionen sind noch nicht reformiert und sobald Kostendruck im Staatshaushalt kommt, wird man hier im Sinne der Gleichberechtigung ein Absenken der 71,75% in Richtung der 59% (GRV +Betriebsrente) vornehmen. Die Beihilfekosten sind bereits seit 2015 höher, als eine Arbeitgeberzuschuss zur GKV wäre.
Karsten
 
Beiträge: 203
Registriert: 24.03.2015, 09:27

Vorherige

Zurück zu Beamte des Bundes und Soldaten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast