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Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon Yasper am 15.11.2017, 11:00

Hallo liebe Forumsmitglieder,

mich würde die Berechnung der Pension (in %) interessieren.

Zu meinem Werdegang:

10 Monate Zivildienst
4 Jahre Studium (FH)
6,5 Jahre in der privaten Wirtschaft als Ingenieur Beschäftigt

vorraussichtlich 1 Jahr als Tarifbeschäftigter (danach Verbeamtung)
vorraussichtlich 32 Jahre Beamter bis zur Pension/Rente.

Wie würde sich der prozentuale Pensionsanspruch berechnen?
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon librarian31 am 17.11.2017, 08:30

Zitat:
"Nach derzeitiger Rechtslage steigert jedes volle Dienstjahr, in dem ein beamteter Beschäftigter zugleich Vollzeit gearbeitet hat, den individuellen Anspruch auf Ruhegehalt um den Wert 1,79375, so dass nach 40 Jahren der höchstmögliche Wert von 71,75 erreicht wird"

https://de.wikipedia.org/wiki/Pension_(Altersversorgung)

Vermutlich wird das Jahr als Tarifbeschäftigter als voll Ruhegehaltsfähig anerkannt, ebenso werden die Ausbildungszeiten gemäß der zum Zeitpunkt der Pensionierung geltenden Vorschriften anteilig berücksichtigt.

Die Zeiten in der Privatwirtschaft werden nicht berücksichtigt, hierfür gibt es eine Rentenzahlung. Diese wird nur auf die Pension angerechnet, wenn die Maximalpension erreicht ist - in diesem Fall kann das rechnerisch daher definitiv nicht eintreten.
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon was_guckst_du am 17.11.2017, 09:34

...es gibt Netz gute Pensionsrechner (auch bei den Landesämtern für Versorung)...

...deine Rentenansprüche werden bei der Pension bis zur Pensionhöchstgrenze von z.Zt. 71,xx % angerechnet...
was_guckst_du
 
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon ThomBer am 17.11.2017, 10:49

Grüße ins Forum!

Die Aussage
Diese wird nur auf die Pension angerechnet, wenn die Maximalpension erreicht ist
gefällt mir und bringt mich zu folgender Frage:

Wenn ein Beamter auf Grund eines Versorgungsausgleiches (bei Ehescheidung) x € an seine Ex-Frau abgibt und er dadurch ja nicht mehr die volle Pension erreichen wird, würde er dann also seine Rente voll bekommen, soweit diese PLUS Pension also nicht höher ist, als die volle Pension wäre?
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon atatat am 17.11.2017, 10:59

was_guckst_du hat geschrieben:...deine Rentenansprüche werden bei der Pension bis zur Pensionhöchstgrenze von z.Zt. 71,xx % angerechnet...
und ich dachte man erhält immer seine komplette Rentenansprüche ausgezahlt und die Pension wird dann reduziert, wenn man über die Pensionhöchstgrenze kommt. ;)
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon Yasper am 17.11.2017, 11:33

was_guckst_du hat geschrieben:...es gibt Netz gute Pensionsrechner (auch bei den Landesämtern für Versorung)...

...deine Rentenansprüche werden bei der Pension bis zur Pensionhöchstgrenze von z.Zt. 71,xx % angerechnet...



Nehmen wir an ich würde 64 % Pensionsansprüche generieren und meine Rentenansprüche reichen nicht aus um die Differenz zu den möglichen 71,75 aufzufüllen.

Dann muss ich, wie ich vermute die Abstriche hinnehmen, obwohl ich dann mit der Zeit in der Privatwirtschaft auf 40 Berufsjahre komme?

Vielen Dank für die Informationen
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon was_guckst_du am 17.11.2017, 11:38

...ja!
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon librarian31 am 17.11.2017, 11:47

ThomBer hat geschrieben:Die Aussage
Diese wird nur auf die Pension angerechnet, wenn die Maximalpension erreicht ist
gefällt mir und bringt mich zu folgender Frage:

Wenn ein Beamter auf Grund eines Versorgungsausgleiches (bei Ehescheidung) x € an seine Ex-Frau abgibt und er dadurch ja nicht mehr die volle Pension erreichen wird, würde er dann also seine Rente voll bekommen, soweit diese PLUS Pension also nicht höher ist, als die volle Pension wäre?


Meinem Verständnis nach ja. Das hat aber nichts mit dem Beamtenrecht, sondern mit den Grundsätzen des Versorgungsausgleichs zu tun. Denn an den Pensions- und Rentenansprüchen an sich ändert sich ja gar nichts, es hat "lediglich" der/die Ex-Partnerin einen Anspruch auf einen entsprechenden Anteil, soweit während der Ehe erworben. Bekommt der/die Ex-Partnerin also zusätzlich Geld aus anderen Quellen weil die Rentenansprüche z.B. aus der Zeit vor der Ehe stammen ist das sein/ihr Glück, da dann was abzuziehen wäre ja auch ungerecht.
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon librarian31 am 17.11.2017, 11:50

Yasper hat geschrieben:Dann muss ich, wie ich vermute die Abstriche hinnehmen, obwohl ich dann mit der Zeit in der Privatwirtschaft auf 40 Berufsjahre komme?


Die Berufsjahre in der Wirtschaft haben natürlich keine Relevanz für die Pension. Es geht ja um die ruhegehaltfähigen Dienstjahre als Beamter, ggf. mit Anrechnung von Zeiten als Tarifbeschäftigter, aber nicht um die Lebensarbeitszeit o.ä.
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Re: Pensionsberechnung Späteinsteiger in %

Beitragvon ThomBer am 17.11.2017, 12:53

Wäre folgende, sehr vereinfachte Beispielrechnung, korrekt?

Beamter geht in Pension und hätte theoretisch 3.000€ Pensionsanspruch erreichen können. Er war aber zuvor außerhalb öD tätig und deshalb seine Dienstjahre nicht vollbekommen. Tatsächliche Pension: 2.700€
Er hat zudem einen Rentenanspruch von 400€ erarbeitet.

Tatsächlich ausgezahlt werden nun 3.000€. (100€ fallen weg, weil er sonst über der max. Pension liegen würde), richtig?
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