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Warteliste nach Einstellungsempfehlung

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Warteliste nach Einstellungsempfehlung

Beitragvon Karola1 am 03.12.2017, 19:44

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mich für ein ziviles Studium bei einer Bundesbehörde beworben. Nach dem Durchlaufen von schriftlichen und mündlichen Auswahlverfahren habe ich die Einstellungsempfehlung erhalten.

Nach einem Telefonat wurde mir nun mitgeteilt, dass ich auf der Warteliste für den nächsten Studienstarttermin im nächsten Jahr stehe. Mir wurde jedoch kein Platz mitgeteilt und ob ich noch Hoffnung haben kann oder nicht.

Leider sind weder die Bewerberzahlen, noch die Einstellungszahlen bekannt und ich frage mich wie groß wohl die Liste der Wartenden ist und ob es überhaupt die Möglichkeit geben wird, nachzurücken.

Meine Hoffnung ist, dass hier jemand etwas zu diesem Procedere sagen kann und wie die Erfahrung der letzten Jahre aussieht, was sicher auch von Bundesbehörde zu Bundesbehörde verschieden sein wird.

Ist die Warteliste ebenso lang wie die Einstellungsliste, sodass im Falle des Falles für jeden einzustellenden ein Ersatz vorhanden ist, oder wird diese Liste nur auf eine wahrscheinlich nachzurückende Personenanzahl bemessen?

Ich könnte mir von meinem jetzigen Standpunkt nicht vorstellen, dass jemand die Chance auf ein solches Studium verstreichen lässt und absagt. Jedoch zeigen Erfahrungsberichte aus dem Internet, dass es immer wieder Nachrücker gab.

Ich würde mich über eine Antwort freuen und vielleicht könnt ihr mir ja noch etwas Mut machen. Eine Beamtentauglichkeitsuntersuchung soll zumindestens in absehbarer Zeit noch stattfinden.
Karola1
 
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Warteliste nach Einstellungsempfehlung

Beitragvon Nr.3 am 04.12.2017, 10:22

Karola1 hat geschrieben:Nach einem Telefonat wurde mir nun mitgeteilt, dass ich auf der Warteliste für den nächsten Studienstarttermin im nächsten Jahr stehe. Mir wurde jedoch kein Platz mitgeteilt und ob ich noch Hoffnung haben kann oder nicht.


Das ist normales Prozedere. Als Ergebnis des Auswahlverfahrens steht eine Rangliste, in welcher die geeigneten Bewerber nach Eignung und Befähigung einsortiert wurden. Die Liste ist so lang, wie es geeignete Bewerber gab. Wenn also am Auswahlverfahren 500 Bewerber teilgenommen haben und hiervon 300 als geeignet angesehen wurden, ist die Liste auch 300 Personen lang. Anhand dieser Rangliste fängt die Behörde nun an, die Einstellungen vorzunehmen. Wenn es also z.B. 50 Einstellungsplätze gibt, erhalten die ersten 50 Personen auf der Liste eine Zusage und die 250 restlichen Personen bilden die "Nachrücker". Springt nun unter den ersten 50 jemand ab, erhält Nummer 51 (damit Nr. 1 auf der Nachrückerliste) eine Zusage und so weiter bis alle 50 Plätze besetzt sind.

Karola1 hat geschrieben:Leider sind weder die Bewerberzahlen, noch die Einstellungszahlen bekannt und ich frage mich wie groß wohl die Liste der Wartenden ist und ob es überhaupt die Möglichkeit geben wird, nachzurücken.


Siehe oben. Wenn dir die Behörde deinen Nachrückerlistenplatz nicht mitteilen will, kannst du nur abwarten. Die Möglichkeit des Nachrückens besteht aber auf jeden Fall. Die Fluktuation ist höher, als oftmals viele denken. Heutzutage steht der Öffentliche Dienst in zunehmender Konkurrenz zu der Privatwirtschaft um die wenigen fähigen bzw. geeigneten Nachwuchskräfte am Markt. Aus meiner Erfahrung (Bereich der HS Bund) ist mittlerweile eine Zahl von "Abspringenden" nach Erhalt der Zusage von 40 bis 50 % - je nach Fachgebiet - fast als normal anzusehen. Insbesondere die Privatwirtschaft macht für junge Nachwuchskräfte mittlerweile auch recht attraktive Angebote (duale Studiengänge, etc.). Um bei dem Beispiel zu bleiben, eine Abspringerzahl von bis zu 25 von 50 Erstplatzierten ist durchaus nicht unüblich.

Karola1 hat geschrieben:Meine Hoffnung ist, dass hier jemand etwas zu diesem Procedere sagen kann und wie die Erfahrung der letzten Jahre aussieht, was sicher auch von Bundesbehörde zu Bundesbehörde verschieden sein wird.

Ist die Warteliste ebenso lang wie die Einstellungsliste, sodass im Falle des Falles für jeden einzustellenden ein Ersatz vorhanden ist, oder wird diese Liste nur auf eine wahrscheinlich nachzurückende Personenanzahl bemessen?


Siehe oben. Die Warteliste/Nachrückerliste ist so lang, wie es geeignete Bewerber gibt.

Karola1 hat geschrieben:Ich könnte mir von meinem jetzigen Standpunkt nicht vorstellen, dass jemand die Chance auf ein solches Studium verstreichen lässt und absagt. Jedoch zeigen Erfahrungsberichte aus dem Internet, dass es immer wieder Nachrücker gab.


Oh doch. Ein Studium im Öffentlichen Dienst ist schon lange nicht mehr so attraktiv, wie es vor ein paar Jahren einmal war. Generell ist es so, dass der Öffentliche Dienst in wirtschaftlich schlechten Zeiten wegen der Arbeitsplatzsicherheit hochattraktiv ist, auch für junge Berufsanfänger, aber in wirtschaftlich vergleichsweise guten Zeiten, wie aktuell, Probleme hat, den tatsächlichen Bedarf zu decken, da man insbesondere im Bereich der Bezahlung, wenn es darauf ankommt, selten mit der Privatwirtschaft mithalten kann. Und über den Geldfaktor lassen sich insbesondere Berufsanfänger schnell locken. Da spielen andere Punkte, wie geregelte Arbeitszeiten, bessere Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben, etc. zunächst ein untergeordnete Rolle.
Nr.3
 
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Re: Warteliste nach Einstellungsempfehlung

Beitragvon PrinzP. am 04.12.2017, 20:53

Nachrücker wird es zudem auch immer deshalb geben, weil es viele gibt, die sich bei mehreren Behörden gleichzeitig bewerben. So hat jemand, der gut geeignet ist, auch gerne mal drei, vier oder fünf Zusagen und kann logischerweise nur eine dieser Stellen antreten.
PrinzP.
 
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