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Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Bundesbeamte und Soldaten
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Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Acta am 26.12.2017, 14:34

Hallo miteinander,

wer von euch hat denn eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)?

Eine BU für Beamte lohnt sich lt. Internetrecherche nur, wenn die ‚Dienstunfähigkeitsklausel‘ dort explizit aufgeführt ist. Meine Versicherung hat diese nicht, verweist aber darauf, dass auch Beamte dort versichert sind.

Ist aber eine BU mit der vorgenannten Klausel für Beamte überhaupt sinnvoll, da der Beamte u.a. aufgrund der Alimentation durch den Dienstherrn (nach 5 Jahren seit Beginn des Beamtenseins) sowie über die Private Krankenversicherung (PKV) mit Pflegebausteinen ja optimal abgesichert ist, oder?

Wie schaut es bei euch aus?
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Mask am 26.12.2017, 21:24

Hab keine und denke auch das man diese nicht braucht. Als Beamte sind wir schon recht gut abgesichert für den Fall der Fälle und DDU wird man ja auch, gerade im Verwaltungsdienst, nicht von heute auf morgen.
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon DaHuaba am 28.12.2017, 09:13

Im Verwaltungsdienst sicher überflüssig, meine Frau als verbeamtete Realschullehrerin hat eine. Und für Lehrer wird sie auch ausdrücklich von unabhängiger Seite empfohlen.
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon drevil96 am 03.01.2018, 07:54

Moin und frohes neues Jahr!

Also ich habe aktuell eine BU(ebenfalls ohne DU-Klausel), allerdings ist diese quasi noch Altlast aus meiner Zeit als technischer Angestellter. Seit meiner Verbeamtung zum BaP 09/2016 bin ich am überlegen ob ich diese behalte oder nicht. 09/2017 wurde ich nun BaL und ich habe sie immernoch. Meine Tätigkeit ist im technischen Verwaltungsdienst und es wird wohl in die Richtung gehen, dass ich die BU demnächst kündigen werde.
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon ccb am 03.01.2018, 08:12

Sie ist je nach Lebensplanung sinnvoll, würde ich sagen.

ich habe ganz bewusst eine DU abgeschlossen. Wahrscheinlich ist die Versorgung bei Dienstunfähigkeit ausreichend zum Leben, aber so lange ich mein Haus abbezahle, solange benötige ich mehr Geld, als die Beamtenversorgung im Falle der Dienstunfähigkeit gewährt. Daher läuft meine DU auch lediglich bis zu meinem 60. Lebensjahr, abgesichert sind die Zins- und Tilugungsraten meiner Immobilie.
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Acta am 03.01.2018, 21:35

Ohne Werbung machen zu wollen, habe ich den folgenden Link beigefügt, der mir meine Entscheidung zur Kündigung der BU ohne DU-Klausel vereinfacht hat:

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigk ... bu-beamte/
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon MK1983 am 10.01.2018, 11:43

Acta hat geschrieben:Ist aber eine BU mit der vorgenannten Klausel für Beamte überhaupt sinnvoll, da der Beamte u.a. aufgrund der Alimentation durch den Dienstherrn (nach 5 Jahren seit Beginn des Beamtenseins) sowie über die Private Krankenversicherung (PKV) mit Pflegebausteinen ja optimal abgesichert ist, oder?


Hallo,

den Begriff der Dienstunfähigkeit gedanklich bitte weiter fassen als den Begriff der Pflegebedürftigkeit. Aus meiner Personalerzeit sind mir Versetzungen in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit auch aus Gründen z. B. von schweren Depressionen begegnet. Dafür bekommt man keinen Pflegegrad anerkannt.

Insofern lohnt sich eine echte DU m. E. auf jeden Fall. Ich selbst zahle für eine Absicherung von 1.000 € monatlich einen monatlichen Beitrag von knapp 26 €.
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Muenchner82 am 12.01.2018, 09:36

Auch ich habe eine DU, allerdings auch nur bis zum 55. LJ. Finde ich durchaus für sinnvoll und die 30€ pro Monat für 1000€ DU sind es mir wert! Habe auch in meinem ehemaligen Arbeitsbereich schon Versetzungen in den vorzeitigen Ruhestand von zwei jungen Beamten (knapp 30 und Ende 30) wegen Dienstunfähigkeit erlebt.
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Acta am 14.01.2018, 11:49

Da man das Rad ja nicht neu erfinden muss, habe ich auf dem Internetauftritt des vbb Folgendes zur Mindestpension gefunden.

Link: https://www.dbb.de/lexikon/themenartike ... rgung.html

Viele Grüße

Acta
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Re: Beamte und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragvon Slider26 am 16.01.2018, 12:43

Muenchner82 hat geschrieben:Auch ich habe eine DU, allerdings auch nur bis zum 55. LJ. Finde ich durchaus für sinnvoll und die 30€ pro Monat für 1000€ DU sind es mir wert! Habe auch in meinem ehemaligen Arbeitsbereich schon Versetzungen in den vorzeitigen Ruhestand von zwei jungen Beamten (knapp 30 und Ende 30) wegen Dienstunfähigkeit erlebt.



Wobei man sagen muss, dass die Zahlen eindeutig dagegen sprechen, eine DU-Versicherung "nur" bis zum 55 Lj. abzuschließen. Und selbst unabhängige Analyseinstitute dagegen argumentieren.

Wenn man bedenkt, dass die beamtenr. Absicherung gleichbleibt oder sogar fällt, muss man sich 20XX schon etwas einfallen lassen, wie man ab dem 55 Lj. (ohne DU-Auszahlung) seinen Lebensstandard halten möchte.

Die Zahlen zeigen, dass vor allem unsere Berufsgruppe erhebliche Zahlen an Dienstunfähigen aufweist.

Allgemein, und dies gilt für Beamte die bis zum 67 Lj. arbeiten müssen, gilt, dass mindestens bis zum 63 Lj. versichert werden sollte, damit nicht eine zu hohe Lücke entsteht.
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