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Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Bundesbeamte und Soldaten
Beamte der ehemaligen Staatsunternehmen (Post, Bahn)

Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Beitragvon Dunhill49 am 15.01.2018, 11:51

Seit 2005 bin ich Beamter (Jg 1975) und bei der Debeka versichert. Mein Tarif P30, Z30, BE/S1, TK13, PVB
Nachdem nun ein Kind den gemeinsamen Haushalt verlassen hat, sinkt mein Beihilfesatz von 70% auf 50%. Nach einem Gespräch mit der Debeka gibt es nun 2 Möglichkeiten.
1. Aufstockung des bestehenden Versicherungsschutzes im Bisex Tarif
oder
2. Wechsel ohne Gesundheitsprüfung in den seit 2012 bestehenden Unisex Tarif für ca. 40 EURO mehr im Monat.
Der Mitarbeiter der Debeka meinte, dass mein Versicherungsschutz bereits sehr gut wäre und sich der Wechsel auf Grund der höheren Beiträge nicht lohnen würde.
Wie im Netz zu lesen ist, soll es ja im Unisex Tarif zahlreiche Verbesserungen geben.
Spekuliert wird auch, ob viele „gesunde“ Versicherungsnehmer bei Einführung des neuen Tarifs in diesen gewechselt sind andere mit Vorerkranken im bisex Tarif bleiben mussten, da Risikoaufschläge zu hoch gewesen wären.

Für mich stellen sich nun folgende Fragen:

Sind die Verbesserungen wirklich wesentlich und gibt es für bestimmte Behandlungen im alten Tarif trotz Beihilfeergänzungstarif wirklich Abdeckungslücken?
Sind viele von Euch in den neuen Unisex Tarif gewechselt und wie sind die Erfahrungen hinsichtlich Beitragsstabilität?
Sind nur Frauen gewechselt oder auch Männer?
Da es wohl keine (oder kaum)Neuversicherungen in meinem Alter (42) im Beamtentarif B geben wird, stellt meine Altersgruppe doch sicherlich eine sehr kleine Kohorte dar, die wahrscheinlich einen sehr hohen Frauenanteil haben wird oder? Würde sich dies negativ auf die Beitragsentwicklung auswirken?

Da auf ‚Grund der Änderung des Beihilfesatzes nun für mich die einmalige Möglichkeit des Wechsels in den Unisex Tarif ohne Gesundheitsprüfung besteht, will ich diese Option möglichst genau prüfen und möchte um Eure Einschätzungen und Erfahrungen bitten, bevor ich evtl noch einen Versicherungsberater einschalte.
Kennt jemand einen unabhängigen Versicherungsberater der sich speziell bei privaten Krankenversicherungen für Beamte auskennt?
Dunhill49
 
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Wechsel Debeka von bisex nach unisex

Beitragvon Dunhill49 am 15.01.2018, 11:57

Seit 2005 bin ich Beamter (Jg 1975) in NRW und bei der Debeka versichert. Mein Tarif P30, Z30, BE/S1, TK13, PVB
Nachdem ein Kind den gemeinsamen Haushalt verlassen hat, sinkt mein Beihilfesatz von 70% auf 50%. Nach einem Gespräch mit der Debeka gibt es nun 2 Möglichkeiten.
1. Aufstockung des bestehenden Versicherungsschutzes im Bisex Tarif
oder
2. Wechsel ohne Gesundheitsprüfung in den seit 2012 bestehenden Unisex Tarif für ca. 40 EURO mehr im Monat.
Der Mitarbeiter der Debeka meinte, dass mein Versicherungsschutz bereits sehr gut wäre und sich der Wechsel auf Grund der höheren Beiträge nicht lohnen würde.
Wie im Netz zu lesen ist, soll es ja im Unisex Tarif zahlreiche Verbesserungen geben.
Spekuliert wird auch, ob viele „gesunde“ Versicherungsnehmer bei Einführung des neuen Tarifs in diesen gewechselt sind andere mit Vorerkranken im bisex Tarif bleiben mussten, da Risikoaufschläge zu hoch gewesen wären.

Für mich stellen sich nun folgende Fragen:

Sind die Verbesserungen wirklich wesentlich und gibt es für bestimmte Behandlungen im alten Tarif trotz Beihilfeergänzungstarif wirklich Abdeckungslücken?
Sind viele von Euch in den neuen Unisex Tarif gewechselt und wie sind die Erfahrungen hinsichtlich Beitragsstabilität?
Sind nur Frauen gewechselt oder auch Männer?
Da es wohl keine (oder kaum)Neuversicherungen in meinem Alter (42) im Beamtentarif B geben wird, stellt meine Altersgruppe doch sicherlich eine sehr kleine Kohorte dar, die wahrscheinlich einen sehr hohen Frauenanteil haben wird oder? Würde sich dies negativ auf die Beitragsentwicklung auswirken?

Da auf ‚Grund der Änderung des Beihilfesatzes nun für mich die einmalige Möglichkeit des Wechsels in den Unisex Tarif ohne Gesundheitsprüfung besteht will ich diese Option möglichst genau prüfen und möchte um Eure Einschätzungen und Erfahrungen bitten, bevor ich evtl noch einen Versicherungsberater einschalte.
Kennt jemand einen unabhängigen Versicherungsberater der sich speziell bei privaten Krankenversicherungen für Beamte auskennt?
Dunhill49
 
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Re: Wechsel Debeka von bisex nach unisex

Beitragvon Karsten am 15.01.2018, 14:21

Hallo Dunhill49,

lassen Sie sich bitte in jedem Fall eine Übersicht der Debeka zusenden, in welchen alle Leistungsunterschiede des Bisex- und Unisextarifes aufgezeigt werden. Sie werden sehen, dass die Aussage - "...ein Wechsel lohne nicht, da der bisherige Versicherungsschutz schon gut sei..." nicht gerade vertrauenswürdig ist.

Sie sollten es sich sehr gut überlegen, ob sie als Mann in einem Bisextarif verbleiben wollen. Gerade bei der Debeka haben die alten Bisex Tarife eklatante_ Leistungslücken und funktionieren nur auf Kulanz.

Beispiele:
- Bisex zahlt keinen Blindenhund
- Hilfsmittel wie Krankenfahrstühle sind nur nur bis 620€ abgedeckt
diese kosten aber ein Vielfaches.
- kein Anspruch auf bzw. nur wenig vorgesehene ambulante Psychotherapiestunden

Meiner persönlichen Meinung nach ist Bisex dort unverantwortlich und man sollte - solange man gesundheitlich kann - unbedingt in den Unisextarif wechseln.

________________________________________________________________
Habe sie schriftlich einen Verzicht auf die Gesundheitsprüfung erhalten? Die Debeka ist nach § 12 (1) VAG nämlich verpflichtet eine Gesundheitsprüfung für den Zugang zu dem Unisextarif durchzuführen, da der Unisextarif deutliche Mehrleistungen ausweist.

Ich vermute daher, man hat Ihnen ein Wechselangebot unter Verzicht auf die Mehrleistungen aufgezeigt, da hierfür ausdrücklich keine Gesundheitsprüfung nötig wäre. In diesem Fall würden die 40,00 € Mehrbetrag in der Tat "sinnlos" sein, da es die gleichen Leistungen in Bi- und Unisex wären.

Hinweis:

Durch die erhöhten Leistungen im Unisex werden momentan nicht nur Frauen vom Wechsel abgehalten, sondern auch Kranke. Da all diese Personen eine neue Gesundheitsprüfung machen müssten. Das ist ein langfristiges Problem, denn: die Kranken verbleiben in den Bisex Tarifen, die Gesunden können wechseln (und ein Teil hat dies längst getan). Die Entmischung hat längst begonnen und zur Folge, dass die Bisextarife teurer werden. Dies wiederum animiert mehr Versicherte zum Wechseln usw. Es folgt eine Kettenreaktion...

Der Effekt ist bisher noch nicht so stark spürbar, da die Bisextarife ggü. den Unisextarifen mit momentan immer noch höheren AUZ (aktuarieller Unternehmenszinsen) schön gerechnet sind. So sind die Beiträge im Unsixtarif durchgehend mit 2,75% AUZ kalkuliert, die Bisextarife alle noch mit 3,25%. Bereits in 2016 schaffte die Debeka intern nicht mehr die kalkulierten 3,5% AUZ zu erwirtschaften. In Folge dessen kam es zum 01.01.2017 zu Beitragsanpassungen, vor allem im Bisexbereich. Normalerweise hätte die Debeka ebenfalls auf 2,75% absenken können, die hätte aber o.g. Wechselbewegung noch beschleunigt.
Karsten
 
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Re: Wechsel Debeka von bisex nach unisex

Beitragvon Schlumpf am 15.01.2018, 14:45

Ich bin bei der letzten Beihilfeänderung in Hessen von Bisex in Unisex gewechselt, da ging das nämlich durch die Beihilfeänderung auch ohne Gesundheitsprüfung.
Mein Debeka-Vertreter hatte mir dazu geraten und es gab auch so ein Faltblatt mit den wichtigsten Verbesserungen.
Was mich überzeugt hat und den Ausschlag gab: Deutlich bessere Absicherung bei Brillen und im Bereich Zahnersatz. Da habe ich seitdem auch schon gut von profitiert.
Klar, ob auf die Jahre gerechnet der monatliche Mehrbetrag rausgeholt wird weiß ich nicht, aber bereut habe ich es nicht.
Schlumpf
 
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Re: Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Beitragvon vapgtdu am 15.01.2018, 18:09

Moin, Bin kein experte und vor weg, ich schreibe mobil also nicht über groß und klein Schreibung usw. Wundern....
Also wechseln bei einer Versicherung (bei dir debeka) geht in der Regel immer ohne gesundheitsprüfung. Du wirst nur nur mehr zurück in den bisex Tarif kommen, sondern kannst nur in aktuelle Tarife wechseln. Und die Entscheidung ist immer individuell was auch lohnt. Aber ich kenne in meinem Umfeld keinen der freiwillig in den neuen Tarif gewechselt ist. Der ist in der regel teurer für sehr ähnliche Leistungen (bei mir ist als Mann Schwangerschaft halt nicht mit versichert :D wofür auch ;)
Vg
vapgtdu
 
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Re: Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Beitragvon burnerle am 16.01.2018, 08:08

Erstens, Doppelpost. Bitte zusammenführen. Zweitens, "geht in der Regel immer ohne gesundheitsprüfung" halte ich pauschal für nicht korrekt.

Grüße
burnerle
 
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Re: Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Beitragvon Slider26 am 16.01.2018, 12:29

Dunhill49 hat geschrieben:Seit 2005 bin ich Beamter (Jg 1975) und bei der Debeka versichert. Mein Tarif P30, Z30, BE/S1, TK13, PVB
Nachdem nun ein Kind den gemeinsamen Haushalt verlassen hat, sinkt mein Beihilfesatz von 70% auf 50%. Nach einem Gespräch mit der Debeka gibt es nun 2 Möglichkeiten.
1. Aufstockung des bestehenden Versicherungsschutzes im Bisex Tarif
oder
2. Wechsel ohne Gesundheitsprüfung in den seit 2012 bestehenden Unisex Tarif für ca. 40 EURO mehr im Monat.
Der Mitarbeiter der Debeka meinte, dass mein Versicherungsschutz bereits sehr gut wäre und sich der Wechsel auf Grund der höheren Beiträge nicht lohnen würde.
Wie im Netz zu lesen ist, soll es ja im Unisex Tarif zahlreiche Verbesserungen geben.
Spekuliert wird auch, ob viele „gesunde“ Versicherungsnehmer bei Einführung des neuen Tarifs in diesen gewechselt sind andere mit Vorerkranken im bisex Tarif bleiben mussten, da Risikoaufschläge zu hoch gewesen wären.

Für mich stellen sich nun folgende Fragen:

Sind die Verbesserungen wirklich wesentlich und gibt es für bestimmte Behandlungen im alten Tarif trotz Beihilfeergänzungstarif wirklich Abdeckungslücken?
Sind viele von Euch in den neuen Unisex Tarif gewechselt und wie sind die Erfahrungen hinsichtlich Beitragsstabilität?
Sind nur Frauen gewechselt oder auch Männer?
Da es wohl keine (oder kaum)Neuversicherungen in meinem Alter (42) im Beamtentarif B geben wird, stellt meine Altersgruppe doch sicherlich eine sehr kleine Kohorte dar, die wahrscheinlich einen sehr hohen Frauenanteil haben wird oder? Würde sich dies negativ auf die Beitragsentwicklung auswirken?

Da auf ‚Grund der Änderung des Beihilfesatzes nun für mich die einmalige Möglichkeit des Wechsels in den Unisex Tarif ohne Gesundheitsprüfung besteht, will ich diese Option möglichst genau prüfen und möchte um Eure Einschätzungen und Erfahrungen bitten, bevor ich evtl noch einen Versicherungsberater einschalte.
Kennt jemand einen unabhängigen Versicherungsberater der sich speziell bei privaten Krankenversicherungen für Beamte auskennt?



Ich habe den Thread gefunden, der wie ich finde, sehr anschaulich und verständlich viele Thematiken deiner Frage aufgreift.

http://forum.oeffentlicher-dienst.info/viewtopic.php?f=9&t=12531&hilit=Debeka

Man beachte vorallem die Beiträge von Karsten.
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Re: Wechsel Debeka von bisex nach unisex

Beitragvon neo_85 am 16.01.2018, 13:24

Mein Vertreter hat mir vor kurzem auch davon abgeraten zu wechseln, bzw. würde es keinen Sinn machen meinte er.
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Re: Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Beitragvon vapgtdu am 17.01.2018, 16:08

http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__204.html
Hier steht zwischen den Zeilen dass eine erneute gesundheitsprüfung grundsätzlich bei dem selben Versicherer nicht stattfindet....
vapgtdu
 
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Re: Wechsel Debeka Bisex zu Unisex Tarif

Beitragvon yamato am 18.01.2018, 06:34

Was da steht würde aber auch bedeuten, dass ich erst mal weiterhin die geringeren Beiträge des Bisextarifes nutzen kann und erst dann wechsle wenn der Unisextarif günstiger wird.
Einziges Risiko wäre, dass ich die evtl. Mehrleistungen des Unisextarifes nicht bekommen würde.

Oder habe ich das falsch verstanden ?
yamato
 
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