Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

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oeffiHansel

Zitat von: cyrix42 in Heute um 12:30Ja, und? Durch einen höheren Durchschnittslohn steigt auch der Rentenwert und damit gibt es brutto wieder genauso viel Geld wie vorher (jedenfalls, wenn man den Nachhaltigkeitsfaktor u.Ä. außer Acht lässt, der aber sowieso entsprechend auch im anderen Fall genauso zur Entwertung bisheriger Ansprüche führt, für die hier diskutierte Frage also irrelevant ist...)

Merke: Man selbst bekommt nicht weniger Rente, weil andere mehr Gehalt bekommen. Zwar bekommen die dann auch mehr Rente, aber was ist hier das Problem? Dass man sich nicht so sehr über die Leute, die sonst in Altersarmut landen würden, erheben kann?

Wer will sich denn hier über wen lustig machen? Ich zumindest mache ich mich über niemanden lustig. Auch habe ich weder gedacht noch geschrieben, dass ich z.B. den Mindestlohnanstieg für zu hoch halte. Sollte das so interpretiert werden, so möchte ich das explizit ausschließen.

Meine Interpretation ist eher, dass man "weniger mehr" Rente bekommt, um das mal korrekt zu formuöieren, nachdem man ebenfalls "weniger mehr" Gehalt bekommen hat und das insbesondere in den hohen Gruppen. Also wenn man es auf Stammtischniveau runter brechen möchte, sich Ausbildung und (Weiter)-Qualifikation im öffentlichen Dienst nicht oder weniger lohnt.

Ein weiteres nettes Beispiel am untersten Gehaltsniveau aus meinem persönlichen Leben ist folgende interessante Tatsache aus der freien Wirtschaft: Mindestlohn ist gestiegen, die Aushilfen eine bekannten Firma bekommen mehr Geld, den Bestandsangestellten der Filiale sagt man, dass Gehaltserhöhungen nicht möglich sind. Das führt dann dazu, dass die ausgebildete Fachkraft für Brutto 1 Euro mehr die Stunde Filial- und Personalverantwortung aufgebürdet bekommt. Und mich bitte nicht falsch verstehen, ich sage nicht das die Mindestlohnerhöhung das Problem ist, sondern das Stauchen.

Aber damit lasse ich jedem mit seiner persönlichen Interpretation alleine. Ich für meine Person habe meine und habe gar kein Problem damit, dass jeder seine eigene hat.