Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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TVLfan

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Gestern um 09:41Von der Netto-Pension wird auch noch 400€ PKV abgezogen. Dann ist der Unterschied zur Rente nur noch marginal. In diesem Forum wird leider überwiegend polemisch pauschalisiert.

Die Frage ist immer nur von wem oder welcher zugehörigen Gruppe, gell? ;)
Ist aber leider so....die meisten leben in ihrem Mikrokosmos.

IchLiebeBeamtentum

#571
Zitat von: TVLfan in Gestern um 19:44Die Frage ist immer nur von wem oder welcher zugehörigen Gruppe, gell? ;)
Ist aber leider so....die meisten leben in ihrem Mikrokosmos.

Was auch immer du damit meinst, hauptsache gesund.

NelsonMuntz

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Gestern um 21:27Was auch immer du damit meinst.

Der Kollege meint damit sicher, dass sowohl Beamte als auch TB mit ausgewählten Gegenüberstellungen höchst erfolgreich "herumopfern". Hat er Recht (und ich kann das auch)! ;)

Das Lustige daran ist, dass der Staat hier mit diesem dualen System eine Neid-Bühne erschaffen hat, auf der sich die Protagonisten gegenseitig die Butter auf dem Brot missgönnen. Das Drama wird oft dann erst deutlich, wenn der Vergleich zur pW gezogen wird. Da dem öD aber der Leistungsgedanke fehlt (ja, auch bei den Beamten), greift dieser Vergleich aber oft ins Leere. Das gilt für den Ingenieur in der E12 genauso wie für den Juristen in der A15.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass ein jeder für sich und sein Auskommen selbst verantwortlich ist. Niemand wird gezwungen, im öD zu wirken (wobei die Diskussion um eine Reaktivierung der Wehrpflicht da eine Ausnahme darstellt ;)).

Ein klein wenig mehr Eigenverantwortung täte uns wohl allen gut.

Iunius

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 10:15Natürlich nicht, es verdeutlicht nur das die beiden System ähnliche Ergebnisse bzgl. der Altersversorgung produzieren.
Und Ooh wunder, der Angestellte durchaus eine höhere Altersversorgung erhalten kann wenn er lebenslang im öD arbeitet und sich nicht von EG5 auf EG10 hocharbeiten muss, sondern gleich richtig einsteigt.

Vielen Dank für die Erläuterung, da wir hier einen Off-Topic Kontext haben drösel ich jetzt nicht alles auf, nur so viel:
Es fehlen deiner Rechnung zwar einige Inhalte aber deine Kernaussage stimmt natürlich: Wenn ein Beamter und ein Angestellter der Länder (außer Hessen) alleinstehend sind/waren und beide 45 Dienstjahre in der "selben" Lohn/Besoldungsgruppe sind: als z.B. E9b/A9, UND DER BEAMTE IN DIESER ZEIT NIEMALS EINE STEUERERKLÄRUNG MACHT (das muss bitte ganz groß rein), dann könnte der Angestellte bis zu seinem ca. 75/76 Lebensjahr tatsächlich statistisch mehr Rente bekommen als der Beamte Pension erhalten hat.
Progession, Inflationsvorbehalt und Lohnentwicklung stören deine Rechnung ebenfalls, also mehr als 63,9% (die Tabellenentgelte müssen bei den Angestellten ja über die 45 Beitragsjahre auch rückwirkend verringert werden) sind rechnerisch nicht möglich, es sei denn der Tarifbeschäftigte hatte unkonstante Zulagen wie: Feiertags- Nachtarbeits- oder Überstundenzuschläge (Vorteil der Angestellten gegenüber den Beamten).
Während jetzt also der Angestellte seine Rentenansprüche aus den Entgelten der jeweiligen Jahre durch Beiträge "erwirtschaftet" kann der Beamte auf 71+% seiner letzten Besoldung zurückgreifen (Stichwort Altersbeförderung) und das ist der springende Punkt.

Ich habe jetzt gerade auch eine Hauswirtschatsleitung die nach 46 Jahren in Rente geht: E9, angestellt noch zu BAT Zeiten, die jetzt mit über 3.000€ Rente rechnen kann (inkl. VBL). Verdient will ich meinen.
Wäre Sie Beamte, sie würde 3500€ Pension erhalten (nur am Rande).
Und die private Krankenversicherung verringert nicht progressiv die Steuerlast, sondern lässt sich mit 1.900€ pro Jahr von der Steuer absetzen (nur weil hier immer einer heult wegen den den Beiträgen).

Und ja, die Vergleiche mit 45% von der Bildzeitung sind immer nur eines: Stimmungsmache und größtenteils gelogen - weil Bezug auf das letzte Einkommen, so funktioniert Rente aber nicht-. Auflagen lassen sich durch Neiddebatten eben erhöhen und auf Beamte schimpft es sich immer gut.

Während man als Beamter eine Laufbahn vor sich hat liegt es beim Arbeitnehmer eben in der eigenen Hand wie gut sein Altersauskommen sein wird. Sehr viele sind damit unzufrieden weil sie mit den eigenen Entscheidungen unzufrieden sind, aber das ist weder die Aufgabe der Politik, noch der Gewerkschaften und erst recht nicht die Schuld der Beamten.
Freiheit bedeutet auch Verantwortung und der Staat ist eben kein vollumfänglicher Kaskoschutz sondern "nur" der Garant für zuvorderst genanntes.