Umfrage Tarifergebnis TV-L

Begonnen von Admin, 15.02.2026 15:59

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Sind Sie mit dem Tarifergebnis TV-L zufrieden?

ja
20 (6.8%)
nein
247 (83.7%)
unentschieden
28 (9.5%)

Stimmen insgesamt: 295

Umfrage geschlossen: 22.02.2026 15:59

Fakon

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-und-Presse/Presse/Meldungen/2026/260305-rentenanpassung-2026.html

Arbeit soll sich lohnen ..  derzeit lohnt sich eher ein Leben als Spekulant, Immobilienbesitzer oder Rentner.

Petaaaa

Kommt im übrigen einer Rentenkürzung für alle Arbeitnehmer, die keine Erhöhung hatten gleich.
Denn damit dürfte auch das nötige Jahresburutto um einen Rentenpunkt zu erarbeiten um 4,24 % steigen. Wenn man also bisher genau einen Rentenpunkt erarbeitet hat mit seinen Beiträgen, reicht es danach nur noch für ca. 0,96 Rentenpunkte.

2016 hat es ein Jahresbrutto von 36.187 € gebraucht für einen Rentenpunkt, jetzt braucht es aufgrund der durschnittlichen Lohnentwicklung im Land 50.493 € und wenn die 4,24 % drauf kommen für 2026 sind es ca. 52.634 €. Jetzt mal unsere Tabellen 2016 vs. 2026 Schätzung vergleichen und weinen ...

Warnstreik

Zitat von: Petaaaa in Gestern um 18:50Kommt im übrigen einer Rentenkürzung für alle Arbeitnehmer, die keine Erhöhung hatten gleich.

Nein, immer noch nicht. Für alle schon erarbeiteten Rentenpunkte bekommt man ja die voll Erhöhung. Und ansonsten bekommt man soviel raus wie man reintut - das ist der Gang der Dinge. Aber eine "Rentenkürzung" ist es natürlich mitnichten.

Guy Incognito

Das bezieht sich aber doch nur auf die bereits erarbeiteten Punkte. Zukünftige Punkte werden teurer, oder etwa nicht? Und wenn ich selbst nur eine Gehaltssteigerung von 2 oder 3 % bekomme, aber der nächste Rentenpunkt, den ich erarbeiten will, >4 % mehr "kostet", dann wirkt sich das am Ende eben sehr wohl negativ auf meine Rente aus. Ob man das jetzt Rentenkürzung oder sonst irgendwie nennt, wäre mir da im Grunde egal, der negative Effekt besteht unabhängig von der Bezeichnung so wie geschildert.

highperformer

Zitat von: Guy Incognito in Heute um 07:30dann wirkt sich das am Ende eben sehr wohl negativ auf meine Rente aus.
Ja, wenn man im öffentlichen Dienst arbeitet, dann schon.

Umlauf

Ja, es ist negativ. Aber es ist keine Rentenkürzung an sich. Man hält mit dem Durchschnitt leider nicht mit.

Warnstreik

Zitat von: Guy Incognito in Heute um 07:30Das bezieht sich aber doch nur auf die bereits erarbeiteten Punkte. Zukünftige Punkte werden teurer, oder etwa nicht? Und wenn ich selbst nur eine Gehaltssteigerung von 2 oder 3 % bekomme, aber der nächste Rentenpunkt, den ich erarbeiten will, >4 % mehr "kostet", dann wirkt sich das am Ende eben sehr wohl negativ auf meine Rente aus. Ob man das jetzt Rentenkürzung oder sonst irgendwie nennt, wäre mir da im Grunde egal, der negative Effekt besteht unabhängig von der Bezeichnung so wie geschildert.

Nein, es ist nicht egal wie man das nennt. Wer in Foren und sozialen Medien ein "...kommt einer Rentenkürzung gleich..." droppt, der will damit auch eine Emotion wecken. Das ist ok, so kommt man in die Diskussion - am Ende ist es aber nicht mal ansatzweise eine Rentenkürzung. Wir hatten das schon in einem anderen Thread - es ist am Ende ein auf und ab der Wertigkeiten von bezahlten Tätigkeiten, das ändert sich mit der Zeit. Es ist noch nicht lange her, da haben Frisöre und Handwerkerinnen echt armselig verdient. Das hat sich teilweise geändert. Genauso sind in den letzten Jahren technische Jobs aufgrund ihrer Gefragtheit deutlich besser bezahlt worden. So ist der Lauf der Dinge. Der Markt und auch die wirtschaftlichen Schweinezyklen werden hier (wie immer) auch wieder Ausgleich schaffen.

Aleksandra

Zitat von: highperformer in Heute um 08:59Ja, wenn man im öffentlichen Dienst arbeitet, dann schon.
Nein, es betrifft prinzipiell nahezu alle Erwerbstätigen. Ich habe dazu hier vor nem knappen Monat schon mal einen Thread zu erstellt:
https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,127657.0.html
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Aleksandra

Zitat von: Warnstreik in Heute um 09:19Nein, es ist nicht egal wie man das nennt. Wer in Foren und sozialen Medien ein "...kommt einer Rentenkürzung gleich..." droppt, der will damit auch eine Emotion wecken. Das ist ok, so kommt man in die Diskussion - am Ende ist es aber nicht mal ansatzweise eine Rentenkürzung.
Natürlich ist es eine Rentenkürzung. Ich habe eine sehr gute Transparenz über meine Finanzen, besonders was die Altersvorsorge angeht. Ich rechne alles selbst aus und verlasse mich nicht rein auf die Infos aus Renteninformation, Betriebsrenteninformation etc.
Meine Rente ist zwar erst in Jahrzehnten, aber ich kann problemlos jetzt schon ausrechnen wie hoch sie sein wird. Das ist der Vorteil an Tarifverträgen, da hat man Planungssicherheit (Gehaltssprünge lassen sich durch die Erfahrungsstufen sehr einfach kalkulieren). Dazu noch Lohnerhöhungen die sich am Nominallohnindex orientieren (fun fact: der TVÖD hat sich in meinem Betrachtungszeitraum erstaunlicherweise sogar leicht besser entwickelt als der Nominallohnindex, ich war selbst überrascht). Mit diesen Infos lässt sich die Rente leicht ausrechnen.
Aber dann kommt der Fakt, dass sich das Durchschnittsentgelt der RV immer stärker vom Nominallohnindex entkoppelt. Und das wird dazu führen, dass meine Rente in Zukunft geringer ausfallen wird als das was ich eigentlich erwarten darf. Natürlich ist das dann einer Kürzung meiner Rente. Was soll es denn sonst sein?


Die Sache ist recht einfach. Wer normale Lohnerhöhungen in Höhe des Nominallohnindex erhält, der erhält jedes Jahr weniger Rentenpunkte als das Jahr zuvor - und das trotz Lohnerhöhung. Das ist eine schleichende Enteignung zukünftiger Rentner. Und das ist nicht nur auf den ÖD begrenzt, sondern auf alle Erwerbstätigen mit normaler durchschnittlicher Lohnerhöhung.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Umlauf

Ich glaube du verwechselt jetzt etwas. Wenn die Rente in der Realität nicht deinem Planungsziel entspricht, dann ist das nur eine gefühlte Rentenkürzung. Rein formal ist es nur eine schwächer eingeplante Steigerung. Für die Zukunft wird nichts in der gesetzlichen Rente garantiert. Eine Kürzung findet dann statt, wenn vom Jetzt etwas weggenommen wird. Da sind aber sehr hoher Hürden davor.

Aber ich gebe dir Recht, dass es sich wie eine Kürzung anfühlt.

Die gesetzliche Renten kannst du übrigens nicht genau voraus ausrechen. Da fehlen einige Parameter für die Zukunft, die erst noch jährlich festgelegt werden müssen.

Ingenieur007

Verlasst euch keinesfalls auf die gesetzliche Rente. Jeder kann mit ETFs und Aktien vorsorgen. Auch Kleinbeträge machen sich längerfristig positiv bemerkbar. Einen Zahn sollte man mit Blick auf die Finanzen allgemein aber gleich ziehen: Das das Leben zum Beispiel mit PV, E-Auto und Wärmepumpe billiger wird.

Was viele nicht verstehen: Der Primärenergiebedarf in Deutschland wird weiterhin nur zu einem relativ kleinen Teil überhaupt durch Strom gedeckt. Strom macht rund 20–25% des gesamten Primärenergieverbrauchs aus. Auch wenn der Anteil erfreulicherweise wächst. Aber zu langsam. Wärme und Verkehr hängen immer noch stark an Öl und Gas. Industrieprozesse brauchen Hochtemperaturwärme, die sich nicht leicht elektrifizieren lässt. Strom ist zwar der sauberste Energieträger, aber sein Anteil am gesamten Energiebedarf ist eben noch klein. Ein Umbau über Jahrzehnte. Daher wird uns eine Teuerung der Fossilen alle als Verbraucher (Supermarkt, Produkte, Transport etc.) noch auf Jahre teuer zu stehen kommen. Auch der Netzausbau wird sehr teuer und Fachkräfte fehlen.

Mich würde auch nicht wundern, wenn es früher oder später eine Art neue Photovoltaik-Steuer gibt. Der Staat braucht Geld. Zumindest für die Erhöhung der Diäten der Abgeordneten ist offenbar gut Geld da.

Garfield

Zitat von: Ingenieur007 in Heute um 11:15Verlasst euch keinesfalls auf die gesetzliche Rente. Jeder kann mit ETFs und Aktien vorsorgen. Auch Kleinbeträge machen sich längerfristig positiv bemerkbar. Einen Zahn sollte man mit Blick auf die Finanzen allgemein aber gleich ziehen: Das das Leben zum Beispiel mit PV, E-Auto und Wärmepumpe billiger wird.

Was viele nicht verstehen: Der Primärenergiebedarf in Deutschland wird weiterhin nur zu einem relativ kleinen Teil überhaupt durch Strom gedeckt. Strom macht rund 20–25% des gesamten Primärenergieverbrauchs aus. Auch wenn der Anteil erfreulicherweise wächst. Aber zu langsam. Wärme und Verkehr hängen immer noch stark an Öl und Gas. Industrieprozesse brauchen Hochtemperaturwärme, die sich nicht leicht elektrifizieren lässt. Strom ist zwar der sauberste Energieträger, aber sein Anteil am gesamten Energiebedarf ist eben noch klein. Ein Umbau über Jahrzehnte. Daher wird uns eine Teuerung der Fossilen alle als Verbraucher (Supermarkt, Produkte, Transport etc.) noch auf Jahre teuer zu stehen kommen. Auch der Netzausbau wird sehr teuer und Fachkräfte fehlen.

Mich würde auch nicht wundern, wenn es früher oder später eine Art neue Photovoltaik-Steuer gibt. Der Staat braucht Geld. Zumindest für die Erhöhung der Diäten der Abgeordneten ist offenbar gut Geld da.

Zukünftig wird sicherlich auch das elektrische Leben teurer. Aber Betrieb eines E-Autos ist heute selbstverständlich schon deutlich billiger. Der Strom zuhause ist deutlich günstiger als das Benzin an der Tanke, selbst ohne eigene PV. Dazu keine KFZ Steuer die nächsten Jahre, Auszahlung der THG Quote etc.

Natürlich trifft die Teuerung der Fossilen einen an anderer Stelle trotzdem. Aber das mindert nicht die enorm schnelle Amortisation beim Umstieg auf ein E-Auto, vor allem wenn das so günstig ist wie zuletzt von mir gezeigt.

Aleksandra

Zitat von: Garfield in Heute um 12:20Zukünftig wird sicherlich auch das elektrische Leben teurer.
Darf ich fragen wie Du dazu kommst?
Der Anteil der erneuerbaren wird weltweit immer größer. Strom wird einem bald hinterhergeschmissen. Durch dynamische Stromtarife kann man auch heute schon deutlich günstiger Strom beziehen, indem man Speicherbatterien kauft und den Strom nachts kauf wenn der Marktpreis am günstigsten ist. Macht halt nur kaum einer, weil wir in DE weiterhin bei moderner Technologie hinterherhinken. Und die desaströse Energiepolitik der vergangenen Dekaden wird en Strom auch weiterhin überteuert halten in DE. Aber auf lange Sicht wird Strom immer billiger werden.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%

Ingenieur007

Der Strompreis wird politisch nie so billig werden, wie er technisch sein könnte. In D kommt der Preisverfall beim Endkunden kaum an, weil Steuern, Abgaben, Netzentgelte und politische Rahmenbedingungen den Preis künstlich hochhalten.

Wenn Mineralölsteuer & CO₂-Einnahmen wegbrechen, wird der Staat neue Quellen erschließen. Das bedeutet: höhere Stromsteuern, neue Abgaben oder Mautmodelle.

Unterm Strich: Strom könnte billig werden — aber politisch wird er es in Deutschland sehr wahrscheinlich nicht, weil der Staat seine Einnahmen sichern muss und der Netzausbau teuer bleibt. Wird auch PV Besitzer noch treffen. Staat ist erfinderisch wenn es um neue Steuern geht.

Garfield

Zitat von: Aleksandra in Heute um 14:16Darf ich fragen wie Du dazu kommst?
Der Anteil der erneuerbaren wird weltweit immer größer. Strom wird einem bald hinterhergeschmissen. Durch dynamische Stromtarife kann man auch heute schon deutlich günstiger Strom beziehen, indem man Speicherbatterien kauft und den Strom nachts kauf wenn der Marktpreis am günstigsten ist. Macht halt nur kaum einer, weil wir in DE weiterhin bei moderner Technologie hinterherhinken. Und die desaströse Energiepolitik der vergangenen Dekaden wird en Strom auch weiterhin überteuert halten in DE. Aber auf lange Sicht wird Strom immer billiger werden.

Weil du bestimmt Instrumente, die du zum Anschieben nutzt, wie z.B. die Befreiung von der KFZ Steuer nur ne Weile durchhalten kannst. Wenn ein gewisser Punkt überschritten ist müssen auch die E-Autos Steuern zahlen.

Die Einnahmen durch Co2 Preis und Energiesteuer wirst du schon auch ausgleichen müssen. Da mache ich mir keine Illusionen.

Ändert aber alles nichts daran, dass E-Auto Fahren schon heute billiger ist und auf Dauer sehr deutlich billiger sein wird.