Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, Gestern um 09:31

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seberus

Zitat von: Rheini in Heute um 17:27Dennoch könnte es als Ausrede dienen, dass trotz 2. Verhandlungen, das Ergebnis nicht verbessert werden konnte.

einen Versuch wäre es aber wert.
Und wie schon geschrieben, wenn es dann immer noch nicht besser wird, dann lösen wir die Gewerkschaften besser auf ;-)

MasterNoname89

Zitat von: Länderknecht in Heute um 17:06Ich möchte auch einmal ungefragt meinen Senf in Form meiner Sichtweise hinzugeben:
Für mich stellt sich gerade als eher junger Mensch ein gesamtgesellschaftliches Problem mit dem Abschluss dar, wobei ich mir bei der Darstellung sicher wieder wenig Freunde machen werde: Seit ich 2018 richtig angefangen habe zu arbeiten, kam bei mir tendenziell immer mehr Kaufkraftverlust hinzu, getrieben durch die hohe Inflation und die Steigerung der Sozialversicherungsbeiträge. Insgesamt scheinen die fetten Jahre vorbei und ich kann froh sein, wenn ich mit meinem Hauptberuf meinen Lebensstandard erhalten kann und keinen Reallohnverlust hinnehmen muss. Von einer Steigerung scheine ich weit entfernt zu sein.
Was mich dabei aber wirklich gesamtgesellschaftlich nervt, ist, dass unsere Generationen somit die Verfehlungen der Politik der letzten Jahrzehnte zu spüren bekommt. Dabei rede ich vor allem über den demographischen Wandel einhergehend mit der Rentenpolitik. Für mich stellt es sich nämlich so dar, dass ich Wohlstandsverluste vor allem wegen der ganzen Pensionen, Renten und auch Zinszahlungen aufgrund von Schulden hinnehmen muss. Deutlich wird dies daran, wenn man sich bspw. die Rentenerhöhungen der letzten Jahre anschaut, die an die durchschnittliche Bruttolohnentwicklung gekoppelt ist:
2020 3,45%
2021 0,00%
2022 5,35%
2023 4,39%
2024 4,57%
Man setze diese Entwicklungen in den Vergleich der Tarifabschlüsse der letzten Jahre und wird merken, dass dort eine ordentliche Diskrepanz vorhanden ist. Möchte ich damit sagen, dass Renter kein Geld bekommen sollten? Sicher nicht. Aber ich denke, dass es ungerecht ist, wenn ich als junger Mensch Reallohnverluste hinnehmen muss, um damit am Ende Pensionäre und Rentner zu finanzieren, die auch nicht alle so arm sind, wie immer dargestellt wird. Schließlich konnten sich diese Generationen zu einem größeren Teil als heute noch Eigenheime als Altersvorsorge leisten.
Zum Glück mecker ich mit meiner E14 auf hohem Niveau und ich habe auch die Möglichkeit durch das Schreiben von Gutachten mir einen besseren Hauptverdienst zu ermöglichen. Dies ist aber im öffentlichen Dienst keine Selbstverständlichkeit und somit wird dieses Problem auch gerade für untere Gehaltsgruppen relevanter.

Dass der Immobilienerwerb schwieriger als damals ist, ist so nicht richtig. Hierzu gibt es auch eine recht frische Erhebung die ich leider gerade nicht finden kann. Das Problem ist, dass heute sehr viele andere Möglichkeiten bestehen, sein Geld auszugeben und damit muss man seine Ziele priorisieren. Außerdem waren die Bedingungen in den Jahren 2015-2021 sehr gut wodurch er Immobilienerwerb sogar viel einfacher als jemals zuvor war. Wer diese Zeit verpasst hat und es jetzt damit vergleicht, für den erscheint es natürlich so, als dass es unmöglich ist. Es gehört eben auch Verzicht dazu.

Mit E14 stehst du aber im Vergleich zum Durchschnitt bzw. besser noch Median gar nicht so schlecht da.

Das Problem der Rente ist, dass sie auf einem Generationenvertrag beruht und durch die demografische Entwicklung dieser nicht mehr aufgeht. Viele haben aufgrund von Karriere auf das Kinder kriegen verzichtet oder beschränkten sich auf lediglich ein Kind. Dies verschärft diese Entwicklung.

Die Pension beruht auf einem anderen System und ist 100 % Steuerfinanziert wobei hier ein Anteil bei der Besoldung eingekürzt wird. Wenn die Dienstherren, wie eigentlich auch mit der Besoldungskürzung vorgesehen, Rücklagen dafür gebildet hätten, würden die Pensionslasten gar nicht ins Gewicht fallen. Man hat diese Töpfe aber immer wieder für irgendwelche anderen Dinge mit herangezogen.

Die aktuelle Debatte mit Einzahlung der Beamten ins Rentensystem ist dabei völliger Quatsch. Wie bereits geschrieben, beruht die Pension auf einem anderen System und Beamte erhalten auch nichts aus der Rentenkasse. Müssten sie aber, wenn sie darin einzahlen würden -> damit keine Entlastung. Außerdem sichert das Grundgesetz dem Beamten auch über den aktiven Dienst hinaus eine 'Amtsangemessene Alimentation' zu. Das Rentenniveau würde dies nicht gewährleisten, wodurch auch hier noch erhebliche Zuschüsse auflaufen würden. Unterm Strich wäre eine solche Maßnahme deutlich teurer als das jetzige System.

Auch bei Selbstständigen bin ich skeptisch, da die Mehrheit dieser Personengruppe auch später hohe Rentenansprüche erwerben würde. Diese sind aber mit privater Vorsorge effizienter abgesichert und belasten damit auch nicht das Rentensystem.


HinzKunz

Zitat von: Rheini in Heute um 17:17Oder man bemängelt wieder den niedrigen Gewerkschaftsanteil bei den Beschäftigten.

Vielleicht sollten sich die Gewerkschaften, insbesondere die ver.di einfach mal fragen, warum sie für so viele Angestellte so unattraktiv sind.


Unbefristet streiken wäre wohl das einzige was die Arbeitgeberseite versteht.

Rheini

Wobei ich finde, dass jeder der arbeitet (auch Selbstständige) verpflichtet sein sollten, in irgendeiner Form für die Rente vorgesorgt haben müssen. Ansonsten kann man dies vernachlässigen und auf die Allgemeinheit zurückgreifen.

Länderknecht

Zitat von: Rheini in Heute um 17:42Warum angegriffen?

Ich erzähle Dir nur meine Erfahrungen und die waren halt, dass viele Käufer jahrelang nich in Urlaub gefahren sind, Stullen von Zuhause mittags gegessen haben und erst nach Jahrzehnten man für 2 Wochen die Eifel gesehen hat

Es unterstellt leider immer im Unterton, dass unsere Generationen nicht bereit zu Verzicht sind und jeden Tag auswärts essen gehen wollen und sowieso nur Coffee To Go trinken. Wenn man mal die ganzen medialen Negativbeispiele weglässt, die einfach nicht dem Gesamtbild gerecht werden, sind viele von uns zu Verzicht bereit. Und dennoch ist es schlicht nicht mehr erreichbar. Ich rede bei mir von E14. Nehmen Sie jetzt einmal E9. Dann sind wir noch weiter weg. Was sollen denn diese Menschen dann machen?
Und grundsätzlich möchte ich auch niemandem die Leistung absprechen. Die älteren Generationen hatten sicher auch Ihre Probleme. Dennoch möchte ich eben nicht immer weiter steigende Sozialversicherungsbeiträge haben einhergehend mit vergleichsweise niedrigen  Lohnzuwächsen. Oder finden Sie es etwa fair, dass die Rentenerhöhungen der letzten drei Jahre in etwa um die 4% bis 5% betragen? Wohlgemerkt pro Jahr. Man stelle sich vor, die Ver.di hätte verkündet, dass die Erhöhung 14% in drei Stufen beträgt.
Meine Kernaussage ist also, dass das Tarifergebnis im Vergleich mit vielen andere Gesellschaftsgruppen recht dürftig ist, was aber ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt.
Und um es nochmal zu betonen: Ich mecker auf hohem Niveu. Ich habe die Möglichkeit andere Einnahmequellen zu generieren, welcher lukrativer sind. Das haben viele andere nicht.

Oliver1976

Ich kann "Länderknecht" gut verstehen. In meinem Dorf im Nordschwarzwald kostet die Durchschittsimmobilie mittlerweile knapp 700.000 €. Das ist nicht einmal mehr mit 2 Gehältern finanzierbar wenn man Kinder hat. Zu unserer Kaufzeit vor knapp 15 Jahren hat ein vergleichbares Objekt die Hälfte gekostet. Zinsen waren mit knapp 4 % damals ähnlich. Zu der Zeit meiner Eltern Mitte der 70er waren es 235.000 DM bei einer 12 % Finanzierung. Wir waren aber trotzdem jeden Sommer in Italien im Urlaub und das mit einem einfach Job bei der Post von meinem Vater und meine Ma war halbtags als Arzthelferin arbeiten. Das würde heutzutage nicht einmal mehr auf dem Land in BaWü mit einer Immobilie, wie schon bei den Preisen erwähnt, funktionieren.

Rheini

Zitat von: Länderknecht in Heute um 18:07Es unterstellt leider immer im Unterton, dass unsere Generationen nicht bereit zu Verzicht sind und jeden Tag auswärts essen gehen wollen und sowieso nur Coffee To Go trinken. Wenn man mal die ganzen medialen Negativbeispiele weglässt, die einfach nicht dem Gesamtbild gerecht werden, sind viele von uns zu Verzicht bereit. Und dennoch ist es schlicht nicht mehr erreichbar. Ich rede bei mir von E14. Nehmen Sie jetzt einmal E9. Dann sind wir noch weiter weg. Was sollen denn diese Menschen dann machen?
Und grundsätzlich möchte ich auch niemandem die Leistung absprechen. Die älteren Generationen hatten sicher auch Ihre Probleme. Dennoch möchte ich eben nicht immer weiter steigende Sozialversicherungsbeiträge haben einhergehend mit vergleichsweise niedrigen  Lohnzuwächsen. Oder finden Sie es etwa fair, dass die Rentenerhöhungen der letzten drei Jahre in etwa um die 4% bis 5% betragen? Wohlgemerkt pro Jahr. Man stelle sich vor, die Ver.di hätte verkündet, dass die Erhöhung 14% in drei Stufen beträgt.
Meine Kernaussage ist also, dass das Tarifergebnis im Vergleich mit vielen andere Gesellschaftsgruppen recht dürftig ist, was aber ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt.
Und um es nochmal zu betonen: Ich mecker auf hohem Niveu. Ich habe die Möglichkeit andere Einnahmequellen zu generieren, welcher lukrativer sind. Das haben viele andere nicht.

Ich habe jetzt das Gefühl, dass Du angepisst bist, wenn man Dir nicht zustimmt. Warum idt das so?

Rheini

Ich finde eher z. B. die Erbschaftssteue, den Tarifabschluss, die aA usw. problematisch. Aber man lässt lieber die AN gegen die Rentner und umgekehrt aufeinander los.

Und evtl. beruhigt dich ja die Aussicht, dass nach den vielen Rentnern und Pensionären, die danach kommenden Rentner sowenig im Vergleich zu den Beschäftigten sind, dass es zu einer Immobilie in de Karibik reichen sollte. Es sei den es liegt gar nicht daran und auch dann wird es knapp  Aber dann sollte man sich erst zu Recht fragen, was die tatsächliche Ursache ist.

Länderknecht

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 17:57Dass der Immobilienerwerb schwieriger als damals ist, ist so nicht richtig. Hierzu gibt es auch eine recht frische Erhebung die ich leider gerade nicht finden kann. Das Problem ist, dass heute sehr viele andere Möglichkeiten bestehen, sein Geld auszugeben und damit muss man seine Ziele priorisieren. Außerdem waren die Bedingungen in den Jahren 2015-2021 sehr gut wodurch er Immobilienerwerb sogar viel einfacher als jemals zuvor war. Wer diese Zeit verpasst hat und es jetzt damit vergleicht, für den erscheint es natürlich so, als dass es unmöglich ist. Es gehört eben auch Verzicht dazu.

Mit E14 stehst du aber im Vergleich zum Durchschnitt bzw. besser noch Median gar nicht so schlecht da.

Das Problem der Rente ist, dass sie auf einem Generationenvertrag beruht und durch die demografische Entwicklung dieser nicht mehr aufgeht. Viele haben aufgrund von Karriere auf das Kinder kriegen verzichtet oder beschränkten sich auf lediglich ein Kind. Dies verschärft diese Entwicklung.

Die Pension beruht auf einem anderen System und ist 100 % Steuerfinanziert wobei hier ein Anteil bei der Besoldung eingekürzt wird. Wenn die Dienstherren, wie eigentlich auch mit der Besoldungskürzung vorgesehen, Rücklagen dafür gebildet hätten, würden die Pensionslasten gar nicht ins Gewicht fallen. Man hat diese Töpfe aber immer wieder für irgendwelche anderen Dinge mit herangezogen.

Die aktuelle Debatte mit Einzahlung der Beamten ins Rentensystem ist dabei völliger Quatsch. Wie bereits geschrieben, beruht die Pension auf einem anderen System und Beamte erhalten auch nichts aus der Rentenkasse. Müssten sie aber, wenn sie darin einzahlen würden -> damit keine Entlastung. Außerdem sichert das Grundgesetz dem Beamten auch über den aktiven Dienst hinaus eine 'Amtsangemessene Alimentation' zu. Das Rentenniveau würde dies nicht gewährleisten, wodurch auch hier noch erhebliche Zuschüsse auflaufen würden. Unterm Strich wäre eine solche Maßnahme deutlich teurer als das jetzige System.

Auch bei Selbstständigen bin ich skeptisch, da die Mehrheit dieser Personengruppe auch später hohe Rentenansprüche erwerben würde. Diese sind aber mit privater Vorsorge effizienter abgesichert und belasten damit auch nicht das Rentensystem.



Danke für deine Ansichten. Ich persönlich wüsste auch nicht, wie man dieses System gerecht reformieren könnte. Ich möchte ja grundsätzlich auch niemandem etwas wegnehmen oder aberkennen. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht, dass ich als Beschäftigter im TV-L immer weiter gesamtgesellschaftlich abgehängt werde. Und ich wiederholen mich an dieser Stelle: Ich gebe dir vollkommen recht, dass ich mit E14 noch ganz gut dastehe und auf hohem Niveau mecker.
Es ist für mich sehr verzwickt und mir macht es für die Zukunft große Sorgen, dass der Handlungsspielraum des Staates durch Rentenzahlungen (und Nein, damit möchte ich niemanden angreifen), Pensionszahlungen und Zinszahlungen immer weiter eingeschränkt wird und letztlich auch die weiteren Tarifergebnisse wahrscheinlich nicht besser werden, egal wie viele Leute sich an Streiks beteiligen.
Und wie gesagt, möchte ich niemandem etwas wegnehmen. Aber ich möchte auch nicht derjenige sein, auf dessen Rücken letztlich alles gespart wird.

daseinsvorsorge

Zitat von: HinzKunz in Heute um 18:02Vielleicht sollten sich die Gewerkschaften, insbesondere die ver.di einfach mal fragen, warum sie für so viele Angestellte so unattraktiv sind]
Na ja- solange die Tarifergebnisse auf alle übertragen werden, darf man erstaunt sein, warum überhaupt noch AN in Gewerkschaften eintreten/verbleiben.

Deshalb sollten alle austreten, weil sie sich ja auch die Beiträge sparen können. Ok- dann gibts ja auch keinen Tarifvertrag mehr- aber wer braucht schon einen Tarifvertrag?


Länderknecht

Zitat von: Rheini in Heute um 18:12Ich finde eher z. B. die Erbschaftssteue, den Tarifabschluss, die aA usw. problematisch. Aber man lässt lieber die AN gegen die Rentner und umgekehrt aufeinander los.

Und evtl. beruhigt dich ja die Aussicht, dass nach den vielen Rentnern und Pensionären, die danach kommenden Rentner sowenig im Vergleich zu den Beschäftigten sind, dass es zu einer Immobilie in de Karibik reichen sollte. Es sei den es liegt gar nicht daran und auch dann wird es knapp  Aber dann sollte man sich erst zu Recht fragen, was die tatsächliche Ursache ist.

Ich versuche es noch einmal im Guten, auch wenn ich mich nur wiederhole. Woher Ihr Gefühl kommt, kann ich nicht sagen, aber "angepisst" bin ich nicht, wenn man eine andere Ansicht hat als ich.
Ich wollte lediglich den Tarifabschluss in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext setzen und meinen Frust darüber ausdrücken, dass wir im TV-L scheinbar am untersten Ende der Nahrungskette stehen. Und um es noch zum fünften Mal zu wiederholen: Ich weiß, dass ich mit E14 auf hohem Niveau mecker.
Ich weiß leider auch nicht, warum Sie mir nun unterstellen und sich so einer Polemik bedienen, dass ich eine Immobilie in der Karibik haben möchte. Ich denke, ich habe mehrfach deutlich gemacht, dass ich nichts gegen Renter oder die ältere Generation an sich habe, sondern einfach nur dem gesamtgesellschaftlichen Kontext betrachten möchte, der mir nunmal Sorgen bereitet, auch für meine jüngeren Kollegen, die sich keine E14 erarbeitet haben / erarbeiten konnten. Dazu gehört aber auch, dass der TV-L so schlecht abschneidet, was uns scheinbar beide ärgert, weil gesamtgesellschaftlich das Geld nunmal woanders verteilt wird.

Rheini

Dann lass deinen nocht vorhandenen Frust, doch bei der Gewerkschaft, AG und oder der Welt aus.

Warum Du dir dafür unbedingt den Rentner ausgesucht hast der nichts dafür kann das zu seiner Zeit viele Kinder, bzw. danach weniger Kinder geboren wurden, erschliesst sich mir nicht.

Und vielleicht noch ein Trost für dich. Deine Generation wird ein vielfaches mehr erben, als die Generation der heutigen Rentner.

Länderknecht

Zitat von: Rheini in Heute um 18:28Dann lass deinen nocht vorhandenen Frust, doch bei der Gewerkschaft, AG und oder der Welt aus.

Warum Du dir dafür unbedingt den Rentner ausgesucht hast der nichts dafür kann das zu seiner Zeit viele Kinder, bzw. danach weniger Kinder geboren wurden, erschliesst sich mir nicht.

Und vielleicht noch ein Trost für dich. Deine Generation wird ein vielfaches mehr erben, als die Generation der heutigen Rentner.

Es tut mir leid. Aber ich weiß wirklich nicht, warum Sie sich von einer sachlichen Diskussion so angegriffen fühlen.

Faunus

Zitat von: Länderknecht in Heute um 18:07Oder finden Sie es etwa fair, dass die Rentenerhöhungen der letzten drei Jahre in etwa um die 4% bis 5% betragen? Wohlgemerkt pro Jahr.

Ja, es ist richtig so.
Denn wenn nicht so, dann müssen eben über Steuern die Zuschüsse für Grundsicherung, Wohngeld, Bettenzuschuss.... bei den Rentner geleistet werde. So fallen mehr durch das "soziale Raster". Zur Zeit erhalten  nur ca. 3,2 % Rentner mehr als 2400 EUR Bruttorente (also noch keine Sozialvers. & Steuer abgezogen). Das bedeutet aber auch, dass mit jeder größeren Erhöhung mehr Rentner in die Steuerpflicht kommen, d.h. sie haben nach der Erhöhung u.U. weniger zum Ausgeben, weil sie in die Steuerpflicht kommen.

Wenn man nicht versteht, warum die Rentenerhöhungen u.a. so "großzügig" sind, ist die Diskussion um die jährliche Rentenerhöhungen einfach nur unsinnig!