Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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Zitat von: Jockel in 19.08.2026 12:00Lehre ist auch nicht hoheitlich. Darüber gibt es keinen Streit. Zensuren und Zeugnisse, Verweise, Strafen etc... sind hoheitlich. 

Oh... bei uns an der Uni habe ich mehrere Seminare bei Wissenschaftlichen Mitarbeitern gehabt und auch von diesen die Noten bekommen.
Die Klausuren haben auch nie die Professoren selbst korrigiert....

Die wissenschaftliche Mitarbeiter sind alle nicht verbeamtet, ich muss mein Zeugnis dann wohl zurückgeben.... scheint nicht rechtens zu sein...


Also wie du merkst, nein. Das kann nicht hoheitlich sein

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Zitat von: Scull in 19.08.2026 14:38Sicher wird die aA bei uns TB tiefe Spuren hinterlassen, natürlich auch neben der wirtschaftlichen Situation.


Geld ist dann noch weniger vorhandenn als sonst schon.
Und die Gewerkschaften juckt es auch null.... die fordern stattdessen trotzdem und dennoch die zeitgleiche und inhaltsgleiche Übertragung.

Dass die Nettounterschiede jetzt schon gewaltig sind, wird entweder nicht bemerkt oder gut ignoriert

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Zitat von: ignaz in 20.08.2026 10:03Bei den Beamten ist die volle Altersversorgung verfassungsrechtlich (Art. 33 Abs. 5 GG) garantiert und einklagbar – während man den Angestellten ein abgesenktes Renten-plus-Betriebsrenten-System gegeben und ihnen die Restlücke als ,,private Eigenverantwortung" überlassen hat.

Nicht zu vergessen ist, dass das "Renten-Plus-Betriebsrenten-System" zu 24,7 % aus eigenen Beiträgen finanziert wird! (Umlage 7,30 %, wovon der Angestellte 1,81 % trägt). Also so geschenkt ist es auch nicht. Da sind bei 5 k dann auch schonmal beim Netto unten aufm Gehaltszettel knappe 100 Euro weg...

Zitat von: ignaz in 20.08.2026 10:03Ich würde vorschlagen alle Angestellten im TV-L ab e9b geben 30% unseres Bruttos ab, damit wir die Beamten angemessen allimentieren können für 2021 bis heute.
Erwartet werden würde das wahrscheinlich schon, schließlich wurden die (obwohl netto schon immer mehr vorhanden war) im Gegensatz zu uns immer zu gering bezahlt.

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Zitat von: Aleksandra in 20.08.2026 16:28Wenn man lange genug dabei war, ist die VBL Rente sicher ne gute Sache.
Aber sie hat zwei wesentliche Nachteile:

1. Quasi voll inflationsanfällig. Sie steigt ab Renteneintrittsalter jährlich um nur 1%, also deutlich unter Inflation. Aber noch viel wichtiger: Alle Werte die ihr vorliegen habt sind Nominalwerte, die vollständig inflationsanfällig sind. Beispiel: Ihr wisst ihr bekommt in 35 Jahren 1.000 EUR Betriebsrente. Hört sich gut an, aber nach 35 Jahren (a 2,5% Inflation) sind diese 1.000 EUR effektiv nur noch 420 EUR in heutiger Kaufkraft wert.

2. Auf Betriebsrenten zahlt ihr doppelte GKV Beiträge. Ja, richtig gelesen. Ihr zahlt den AN-Teil wie immer, und dann noch mal zusätzlich den AG Anteil. Dazu dann noch die Pflegeversicherung und je nach Grenzsteuersatz habt ihr dann auf einmal deutlich mehr als 50% Abzüge.

Aus der beruhigenden Zahl 1.000 EUR Betriebsrente bleiben dann nach Inflation und Abzügen effektiv nur weniger als 200 EUR übrig.

Klingt nach nicht "amtsangemessen" verrentet. Sollte man direkt gegen klagen!!

achne.... sind ja die falsche Berufsgruppe dafür

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Zitat von: Rowhin in 21.08.2026 08:32Zu 1. gibt es zahlreiche Quellen, hier die VBL selbst dazu:

Auch in der netten jährlichen Übersicht, die man bekommt, steht klar drin:

Zu 2. müsste ich ehrlich gesagt auch erst recherchieren.



Teil 2 steht auch bei der Gesetzlichen Rente immer nett dabei ;).


Tja, bei der Betriebsrente hat man sich mit der Regelung auch richtig über den Tisch ziehen lassen. Seit Einführung des TVö war diese Regelung immerhin in 2009, 2015, 2016 und 2020 vorteilhaft. Dafür ging das in anderen Jahren aber ganz gehörig nach hinten los....

eine einfache Koppelung an die Inflation wäre ja schon eine Verbesserung

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Zitat von: ohjeee in 21.08.2026 09:02puh, also mir ist klar, dass im Gegensatz zur gesetzlichen Rente die "Betriebsrente" kapitalgedeckt und nicht umlagegedeckt ist.

Das mag bei einigen Betriebsrenten so sein, aber bei der VBL ist keine Kapitaldeckung vorhanden, sondern 100 % Umlagefinanzierung.
Nur im Gebiet Ost gibt es eine anteilige Kapitaldeckung.

Bonuspunkte wurden auch seit 15 Jahren nicht mehr ausgezahlt, die eine etwas höhere Rente bringen würden (Partizipieren an Kapitalgewinnen). Ja, auch Umlagefinanzierte Renten legen Geld an; die Deutsche Rentenversicherung tut dies auch.