Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 126445 times)

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #210 am: 01.12.2018 14:41 »
.. ich denke...

... wie so häufig ; gut gemeint-aber schlecht gemacht

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #211 am: 01.12.2018 14:54 »
Womit Du also deutlich machst, daß Du entweder für Deine menschenverachtende Ideologie bewußt über die Leichen von Millionen politischer Gegner zu gehen bereit bist oder aus der Geschichte nichts gelernt hast. Also, was ist es: Menschenverachtung oder Ignoranz?

Iunius

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #212 am: 01.12.2018 15:58 »
Jawoll, die Toten durch marktwirtschaftlichen Kapitalismus und durch Konzerne gestützte Diktatoren wollen wir in diesem Zusammenhang nicht erwähnen. Hat ja auch wenig mit dem Topic zu tun.  ;)

Bleibt noch zu sagen, dass die Gewerkschaften schon lange nur noch die Interessen ihrer größten Mitgliedergruppen vertreten, wenn überhaupt. Für "normale Tarifbeschäftigte" gibt es in den Verhandlungen kaum Interessenvertreter.
Und wenn von langen und schweren Verhandlungen gesprochen wird unterschlagen sie die 5 Gänge Menüs, die vielen Liter Kaffee, Wein, Bier und natürlich die Kuchenbuffes - naja die liegen halt schwer im Magen :)


5% auf 24 Monate, mit einer Wiedereinführung des Urlaubsgeldes (15€ pro Urlaubstag), und einer Einmalzahung von 150€ für jeden. Das ist kein Wunschdenken, sondern harte Realität am oberen Rand.

Mehr wirds nicht, dafür sind die Interessenvertreter der Beamten zu stark - und für die Angestellten wäre nur mehr möglich wenn der Abschluss nicht auf eben jene übertragen werden würde, aber dafür haben sie überall genug Agenten in den Gewerkschaften.

Grüße

BeamterBR

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #213 am: 01.12.2018 16:02 »
„verdienen zu viel“

Wohl kaum. Eher, dass diese Personengruppen adäquat bis sehr gut im Vergleich zur PW bezahlt werden.
Auch bei weitem nicht alle. Die Tarifverträge sind einfach nicht mehr Zeitgemäß,  da relativ starr nach Tätigkeit bezahlt wird,  ungeachtet des Marktwertes der benötigten Personen.

Dem AG und AN steht es frei, einen AT-Vertrag zu schließen. Ebenso gibt es schon einige Zulagemöglichkeiten. Und das Thema, dass EGs zu niedrig für manch wertvollen Mitarbeiter sind, lässt sich über die EGO doch regeln. ITler von 11 nach 14 -> EGO entsprechend ändern und fertig.

Wo wäre da das Problem mit dem TV an sich und überhaupt, wie sollen hunderttausende Beschäftigte ohne TV verwaltet werden?

Im kommunalen Bereich ist dies faktisch in vielen Bundesländern nicht möglich aufgrund gesetzlicher Regelungen(Grundsatzdiskussion). Sicherlich geht es wenn man die entsprechenden Bereiche ausgliedert, aber wer macht das schon wegen einzelnen Angestellten?

Wie das ganze auf Landesebene geregelt ist?  Das weiß ich nicht.

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #214 am: 01.12.2018 17:58 »
Also, was ist es: Menschenverachtung oder Ignoranz?

Bei Ihnen- leider beides

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #215 am: 01.12.2018 18:11 »
Der Versuch ist süß - aber ich bin ja kein kleiner Sozi. Also?

marco.berlin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #216 am: 01.12.2018 19:02 »
Also wenn hier der mangelnde Grad der gewerkschaftlichen Organisierung für schlechte Verhandlungsergebnisse ins Feld geführt wird, dann frage ich mich, wie jedesmal vor den Tarifrunden, warum lernt denn verdi nicht dazu? Wo war denn in den letzen 2 Jahren die Gewerkschaft und hat um Mitglieder geworben? Wo sehe ich denn aktuell, dass die Gewerkschaft mit ihren Forderungen zeigt, dass sie für die AN tatsächlich in der Breite verhandeln will? Wie alle zwei Jahre werden wahrscheinlich Forderungen nach dem Gießkannen-Prinzip aufgestellt. Für alle +6 Prozent. Ich will gleich klarstellen, ich gönne auch den unteren Entgeltgruppen die Bezahlung, aber ich sehe nicht mehr hinreichend die oberen Entgeltgruppen „gewürdigt“. Ja, es wird gleich wieder der Spruch kommen: „Augen auf bei der Berufswahl!“ So falsch ist das ja auch nicht. Ich mache meinen Job aber doch weitestgehend gerne, würde aber meine Verantwortung als FK doch auch im Vergleich zu „normalen“ SB monetär mehr honoriert sehen. Und da geben sich, will ich nicht anders behaupten, letztlich Gewerkschaft und AG nicht wirklich was. Gewerkschaft sagt, nicht genug Mitglieder (warum nur?), AG sagt, Gewerkschaft lässt uns nicht... Irgendwer muss da mal den Mut zu einem größeren Schritt aufbringen und ich vermute, es müsste die Gewerkschaft sein, die eben mal die Gleichmacherei aufgeben müsste. Finden nur die Mitglieder nicht toll.... Teufelskreis... Es muss aber was passieren, wenn sich auf bestimmte Stellen kaum noch wer bewirbt, weil die Bezahlung nicht im entsprechenden Verhältnis zur Tätigkeit und Verantwortung steht. Thema war ja bereits etwas weiter oben, wo man durchaus auch sagen könnte: „Man gar nicht so schlecht arbeiten, wie man bezahlt wird.“

CK7985

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #217 am: 02.12.2018 00:20 »
Jawoll, die Toten durch marktwirtschaftlichen Kapitalismus und durch Konzerne gestützte Diktatoren wollen wir in diesem Zusammenhang nicht erwähnen. Hat ja auch wenig mit dem Topic zu tun.  ;)

Bleibt noch zu sagen, dass die Gewerkschaften schon lange nur noch die Interessen ihrer größten Mitgliedergruppen vertreten, wenn überhaupt. Für "normale Tarifbeschäftigte" gibt es in den Verhandlungen kaum Interessenvertreter.
Und wenn von langen und schweren Verhandlungen gesprochen wird unterschlagen sie die 5 Gänge Menüs, die vielen Liter Kaffee, Wein, Bier und natürlich die Kuchenbuffes - naja die liegen halt schwer im Magen :)


5% auf 24 Monate, mit einer Wiedereinführung des Urlaubsgeldes (15€ pro Urlaubstag), und einer Einmalzahung von 150€ für jeden. Das ist kein Wunschdenken, sondern harte Realität am oberen Rand.

Mehr wirds nicht, dafür sind die Interessenvertreter der Beamten zu stark - und für die Angestellten wäre nur mehr möglich wenn der Abschluss nicht auf eben jene übertragen werden würde, aber dafür haben sie überall genug Agenten in den Gewerkschaften.

Grüße

Ach Gottchen. Ob der Neid der (vermeintlich besitzlosen) Tarifbeschäftigten denn jemals endet?
Sparen Sie sich doch Ihr Bashing. Keiner kann etwas dafür, dass Sie die Voraussetzungen einer Verbeamtung nicht erfüllt bzw. Ihnen eine solche nicht in Aussicht gestellt wird.

Im Übrigen entscheiden die jeweiligen Landesparlamente, ob und falls ja, in welcher Höhe die Ergebnisse der Tarifverhandlungen auf die Landesbeamte übertragen werden. Das hat überhaupt nichts mit den Verhandlungen und den vor Ort verhandelnden Personen zu tun.

Und ja, in der Mehrzahl der Fälle werden die Ergebnisse auf die Beamten übertragen, da die laufende Rechtsprechung zum Thema "angemessene Besoldung" den Dienstherrn ein enges Korsett anlegt und willkürliche, an der Kassen- bzw. Haushaltslage orientierte Entscheidungen künftig ausschließt. In der Tendenz und Konsequenz sind einige Länder (wie Berlin) sogar dazu gezwungen, die Besoldung in einem Ausmaß anzuheben, dass über die Tarifabschlüsse der Länder hinaus geht. Damit werden früher verordnete Nullrunden kompensiert und Besoldungsrückstände aufgeholt. Allzu große Divergenzen zwischen den Ländern werden damit zukünftig vermieden.

« Last Edit: 02.12.2018 00:21 von CK7985 »

Iunius

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #218 am: 02.12.2018 00:53 »
Jawoll, die Toten durch marktwirtschaftlichen Kapitalismus und durch Konzerne gestützte Diktatoren wollen wir in diesem Zusammenhang nicht erwähnen. Hat ja auch wenig mit dem Topic zu tun.  ;)

Bleibt noch zu sagen, dass die Gewerkschaften schon lange nur noch die Interessen ihrer größten Mitgliedergruppen vertreten, wenn überhaupt. Für "normale Tarifbeschäftigte" gibt es in den Verhandlungen kaum Interessenvertreter.
Und wenn von langen und schweren Verhandlungen gesprochen wird unterschlagen sie die 5 Gänge Menüs, die vielen Liter Kaffee, Wein, Bier und natürlich die Kuchenbuffes - naja die liegen halt schwer im Magen :)


5% auf 24 Monate, mit einer Wiedereinführung des Urlaubsgeldes (15€ pro Urlaubstag), und einer Einmalzahung von 150€ für jeden. Das ist kein Wunschdenken, sondern harte Realität am oberen Rand.

Mehr wirds nicht, dafür sind die Interessenvertreter der Beamten zu stark - und für die Angestellten wäre nur mehr möglich wenn der Abschluss nicht auf eben jene übertragen werden würde, aber dafür haben sie überall genug Agenten in den Gewerkschaften.

Grüße

Ach Gottchen. Ob der Neid der (vermeintlich besitzlosen) Tarifbeschäftigten denn jemals endet?
Sparen Sie sich doch Ihr Bashing. Keiner kann etwas dafür, dass Sie die Voraussetzungen einer Verbeamtung nicht erfüllt bzw. Ihnen eine solche nicht in Aussicht gestellt wird.

Im Übrigen entscheiden die jeweiligen Landesparlamente, ob und falls ja, in welcher Höhe die Ergebnisse der Tarifverhandlungen auf die Landesbeamte übertragen werden. Das hat überhaupt nichts mit den Verhandlungen und den vor Ort verhandelnden Personen zu tun.

Und ja, in der Mehrzahl der Fälle werden die Ergebnisse auf die Beamten übertragen, da die laufende Rechtsprechung zum Thema "angemessene Besoldung" den Dienstherrn ein enges Korsett anlegt und willkürliche, an der Kassen- bzw. Haushaltslage orientierte Entscheidungen künftig ausschließt. In der Tendenz und Konsequenz sind einige Länder (wie Berlin) sogar dazu gezwungen, die Besoldung in einem Ausmaß anzuheben, dass über die Tarifabschlüsse der Länder hinaus geht. Damit werden früher verordnete Nullrunden kompensiert und Besoldungsrückstände aufgeholt. Allzu große Divergenzen zwischen den Ländern werden damit zukünftig vermieden.

Da reagieren sie aber sehr Dünnhäutig, was aber an der Realität nichts ändert. Die Bewertung der vorliegenden Tatsachen überlasse ich gerne Ihnen und Ihrer subjektiv erlebten Beamtenschelte.
Selbstverständlich ließe sich argumentieren, dass die Beamten ebenfalls gute Tarifabschlüsse brauchen - und die Streikenden ihnen eben solche verschaffen - aber das fällt in den Bereich der Sozialromantik.
Nur so viel: In den Verhandlungen 2017 wurde von den Verhandlungsführern der GEWgleich zwei Mal folgender Sachverhalt festgestellt: "Wir müssen die Ergebnisse so halten, dass sie für die Landesbeamten und Versorgungsempfänger später umsetzbar sind, sind ja die größten Beitragszahler, sonst können wir einpacken."

Und somit bleibt verbunden und verglichen was nicht verglichen werden kann. Ob Beamte nun die besseren Vorraussetzungen mitbringen und ob sich Arbeitnehmer als besitzlos empfinden dazu treffe ich keine Aussage. Und gleich anzunehmen ich sei über meinen Status mit mir selbst im unreinen... sagt mehr über Sie, denn über mich aus.

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #219 am: 02.12.2018 11:27 »
Also wenn hier der mangelnde Grad der gewerkschaftlichen Organisierung für schlechte Verhandlungsergebnisse ins Feld geführt wird, dann frage ich mich, wie jedesmal vor den Tarifrunden, warum lernt denn verdi nicht dazu? Wo war denn in den letzen 2 Jahren die Gewerkschaft und hat um Mitglieder geworben? Wo sehe ich denn aktuell, dass die Gewerkschaft mit ihren Forderungen zeigt, dass sie für die AN tatsächlich in der Breite verhandeln will? Wie alle zwei Jahre werden wahrscheinlich Forderungen nach dem Gießkannen-Prinzip aufgestellt. Für alle +6 Prozent.

Womit sollen die Gewerkschaften denn "werben", wenn alle Beschäftigen -unabhängig der Mitgliedschaft - von den Tarifergebnissen profitieren ?

Und die bemängelte unzureichende Ausdifferzierung der Forderungen ist natürlich auch dem sehr, sehr geringen Organisationsgrad der Fach- und Führungskräfte geschuldet.

Was (also) tun, wie Lenin schon 1902 fragte:
;)
Variante 1: Bei nur noch 3% Organisierten in den Ländern müßte es doch möglich sein, eine der drei verhandelnden Gewerkschaften zu kapern, damit Fach- und Führungskräfte und alle anderen Unzufriedenen aufgrund eigener Mehrheiten entsprechende Forderungen aufstellen.

Variante 2: Die Fach-und Führungskräfte engagieren sich bei den Arbeitgebern und setzen sich dort für Ihre Forderungen ein. Nach den "Erfahrungsberichten" einiger Foristen scheint dies sowieso der erfolgreichere Weg zu sein.

Variante 3:Sie hoffen- wie einige Foristen hier- darauf, dass die Gewerkschaften bald in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und die Arbeitgber dann das Füllhorn der Lohnerhöhungen- vorallem für Fach-und Führungskräfte -mal so richtig aussschütten. Dafür müßte man natürlich nichts tun

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #220 am: 02.12.2018 12:34 »
Was heißt denn „bald“? Ist das die kühne Behauptung einer Relevanz der Gewerkschaften im öD zu diesem Zeitpunkt jenseits der Tatsache, daß man sie zum Abschluß von Tarifverträgen nunmal braucht?

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #221 am: 02.12.2018 14:04 »
Was heißt denn „bald“? Ist das die kühne Behauptung einer Relevanz der Gewerkschaften im öD zu diesem Zeitpunkt jenseits der Tatsache, daß man sie zum Abschluß von Tarifverträgen nunmal braucht?

... dann gibt es ja noch die christlichen Arbeitnehmervertretungen, die sich leider auch Gewerkschaften nennen dürfen. Und deren sehr gute Abschlüsse z.B. für den Bereich Arbeitnehmerüberlassung sind ja mithin bekannt.

Einziger Nachteil:Wenn man von diesen Tarifverträgen erfasst ist, kann es passieren, dass man durch Arbeitsvertrag Zwangsmitglied wird. Bei diesen exorbitanten Lohnerhöhungen hat sich die Beitragszahlung aber schnell amortisiert. Wenn man aber trotzdem sehr hohen Wert auf die Koalitionsfreiheit legt, kann man sicherlich dagegen klagen- natürlich mit Unterstützung der Gewerkschaft.

Und wenn gar nichts mehr geht, gibt´s ja noch die AUBs, die direkt von den Arbeitgebern finanziert werden; hier besteht auch keinerlei Interessenkollision. Ganz im Gegenteil;  was sollen die Arbeitgber denn machen, wenn sich einfach niemand - trotz Fürsprache und Motivierung durch den Arbeitgeber - findet, einen Betriebsrat zu gründen. In den heutigen Zeiten muß man dies sicherlich als Zeichen zur Stärkung der Demokratie werten.


Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #222 am: 02.12.2018 14:11 »
Wirklich? Tarifabschlüsse zur Arbeitnehmerüberlassung im öD? Waren mir bislang nicht bekannt, gibt es da nen Link zu? Oder war das einfach nur mal wieder eine völlig unbeachtliche Vorbringung?

tomk

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #223 am: 03.12.2018 04:16 »
... dann gibt es ja noch die christlichen Arbeitnehmervertretungen, die sich leider auch Gewerkschaften nennen dürfen. Und deren sehr gute Abschlüsse z.B. für den Bereich Arbeitnehmerüberlassung sind ja mithin bekannt.

Wo haben Sie denn die letzten sieben Jahre gelebt? Den "christlichen" Gewerkschaften wurde die Tariffähigkeit vom BAG schon 2010 aberkannt. Seitdem verhandeln die Arbeitgeberverbände übrigens ziemlich exklusiv mit einer hier gut bekannten Gewerkschaft des Dienstleistungssektor.

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #224 am: 03.12.2018 08:40 »
Wenn - wie ich hier lesen durfte - nur noch 3% in den Ländern gewerkschaftlich organisiert sind, wären 4,95 %auf 2 Jahre ein Superergebnis.Es sei denn, man behauptet wie einige Foristen hier, dass die Gewerkschaften bessere Ergebnisse für alle verhindern.
Auch wenn es verwunderlich klingt, aber in meinem privatem Umfeld gibt es private Unternehmen, die freiwillig, ohne Gewerkschaftsgedöns jährlich eine Gehaltserhöhung durchführen, die oberhalb der Inflationsrate sind. Und ebenfalls weit über das was ich die letzen 20 Jahre im öD sehe.
(Vom jährlichen Bonus mal abesehen ::) )