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Eingruppierung beim Wechsel Behörde zu Behörde

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Maximus2584:
Hallo,

ich habe vor von einem unbefristeten Vertrag zu wechseln und zwar von Bezirksamt zu Bezirksamt. Ich hätte 5 Monate Arbeit hinter mir, was auch heißt, dass die Probezeit noch von einem Monat bestehen würde. Des Weiteren bin ich zur Zeit in 9 TV-L, Fallgruppe 3 eingruppiert und die neue Stelle wäre Fallgruppe zwei, was auch heißt von dem mittleren Dienst in den gehobenen Dienst zu wechseln.

Ich wollte natürlich sofort in einer höheren Stufe einsteigen und förderliche Berufszeit und einschlägige geltend machen. Zur Zeit habe ich die Antwort bekommen, dass die förderliche Zeit nicht anerkannt wird, denn ich habe unbefristeten Vertrag und wechsel  zu einem befristeten und laut "Absatz 4 zu § 16 T-VL scheidet  die Anwendung dieser Personalgewinnungsmaßnahme  (förderliche Zeiten) aus". Kann man ein Argument dagegen bringen?

Des Weiteren ist meine aktuelle Stelle, auch wenn ich "nur" bis zum Wechsel 5 Monate arbeite deutlich umfangreicher und ich komme in Berührung mit meinem neuen Gebiet und habe sogar teilweise damit zu tun (Berechnungen, Kaution zurück holen, abschließende Bearbeitung nach der Aktenabgabe, denn meistens wird es nicht abgeschlossen) und im Prinzip könnte ich innerhalb sehr kurzer Zeit(ca. 1-2 Monate) geplannt sind mindestens sechs Monate Anlernzeit) von meiner Seite selbstständig arbeiten und durch diesen Grund möchte ich auch sofort höhere Stufe haben.

Der Grund für die Stelle, welche besetzt wird, ist auch, dass ein MA in den Personalrat für 2 Jahre wechseln wird und ich weiß, dass es gravierenden Personalmangel gibt und die Stelle ansonsten länger unbesetzt wird.

Welche Argumente bzw. welche Paragraphen würde ich anbringen können aus dem TV-L um erstens höhere Stufe sofort zu erhalten und wie verhält sich die Sache mit der Probezeit, denn wenn 5 Monate vorbei sind, so müssen es nur 4 Wochen sein beim "neuen" Arbeitgeber?

Vielen Dank für die Informationen.

Pseudonym:
Hallo,

Du wirfst hier diverse Punkte durcheinander und unterliegst einigen Irrtümern. Fakt ist: entweder hast Du (mehrjährige) einschlägige Erfahrung und kannst diese nachweisen oder eben nicht. Einschlägig bedeutet nahezu unverändert fortzusetzende Arbeit.

Ebenso ist §16(4) nicht Dein Satz, sondern §16(5) und ist als Kann-Regelung auch eine freiwillige Leistung des AGs. Also entweder bist Du ein Hauptgewinn und er will Dich unbedingt, dann kann er den 5 ziehen oder Du bist es nicht, und es ist ihm herzlich egal, ob er Dich als AN hat. Dann zieht er ihn eben nicht.

So Du erheblich in der Leistung über dem Durchschnitt liegst, kann Deine Stufenlaufzeit auf die Hälfte verkürzt werden. Bedeutet im Umkehrschluss, regelmäßig erst nach der Hälfte der jeweiligen Stufe einen solchen Antrag stellen zu können. Die Leistungen in den vorherigen Stufen sind dafür unerheblich.


Ich konnte bisher Deinen Ausführungen nichts entnehmen, was mich einen §16(5) oder gar §17(2) für Dich in Betracht kommen lassen würde.

Kat:
Wechselst Du tatsächlich den Arbeitgeber? Für mich klingt das nach Berlin und TV-L ist ja das Land.  Wenn Du beim Land Berlin angestellt bist und das auch bleibst, wechselst Du ja nicht den Arbeitgeber sondern wirst nur in ein anderes Amt bzw. andere Dienststelle umgesetzt.

Maximus2584:

--- Zitat von: Pseudonym am 12.11.2018 20:41 ---Hallo,

Du wirfst hier diverse Punkte durcheinander und unterliegst einigen Irrtümern. Fakt ist: entweder hast Du (mehrjährige) einschlägige Erfahrung und kannst diese nachweisen oder eben nicht. Einschlägig bedeutet nahezu unverändert fortzusetzende Arbeit.

Ebenso ist §16(4) nicht Dein Satz, sondern §16(5) und ist als Kann-Regelung auch eine freiwillige Leistung des AGs. Also entweder bist Du ein Hauptgewinn und er will Dich unbedingt, dann kann er den 5 ziehen oder Du bist es nicht, und es ist ihm herzlich egal, ob er Dich als AN hat. Dann zieht er ihn eben nicht.

So Du erheblich in der Leistung über dem Durchschnitt liegst, kann Deine Stufenlaufzeit auf die Hälfte verkürzt werden. Bedeutet im Umkehrschluss, regelmäßig erst nach der Hälfte der jeweiligen Stufe einen solchen Antrag stellen zu können. Die Leistungen in den vorherigen Stufen sind dafür unerheblich.


Ich konnte bisher Deinen Ausführungen nichts entnehmen, was mich einen §16(5) oder gar §17(2) für Dich in Betracht kommen lassen würde.

--- End quote ---


Danke für die Antwort und §16(5) habe ich schon zur Anwendung gebracht und dieser wird zur Zeit überprüft, jedoch dauert ja das bekanntlich etwas länger. Wie ist es mit der Probezeit, wird diese 1 zu 1 übernommen?

Vielen Dank für die Antwort.

Lars73:
Was ist denn die aktuelle Stufe und welche Berufserfahrung liegt vor? Wird das bisherige unbefristete Arbeitsverhältnis beendet und du wechselst in ein neues befristetes oder bleibt das unbefristete Arbeitsverhältnis erhalten?

Normalerweise sollte es Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses sein. Stufe und Zeiten in der E9 bleiben erhalten. Probezeit wird vermutlich fortgesetzt.

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