offene Foren > Beamte des Bundes und Soldaten

Verbeamtung von Tarifbeschäftigten

(1/3) > >>

Tyler-Durden:
Hallo Forum-Gemeinde,

bei uns in der Behörde werden in Kürze Tarifbeschäftigte verbeamtet. Es handelt sich um BUND und die Verbeamtungen werden im mD, im gD und im hD stattfinden.

Hat jemand hier Erfahrung damit und stieg eventuell auch erst im Laufe seines Tarifbeschäftigten-Daseins ins Beamtentum ein?

Wie seht ihr das? Welche Vor- und Nachteile hat es?
Rechnet sich das? vor allem für niedrige Laufbahnen....mD,?

Danke

Tyler-Durden

Elur:
Hallo,
in unserer Behörde wurde vor einigen Jahren auch plötzlich die Verbeamtungsmöglichkeit angeboten. Ich hatte dies angenommen (damals noch im mittleren Dienst). War damals bereits Ende 30 und war schon ca. 20 Jahre im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Der zunächst naheliegendste Vorteil war für mich, dass ich aufgrund meiner 3 Kinder (damals alle unter 18) ein wesentlich höheres Gehalt bekam, obwohl man im Eingangsamt verbeamtet wird.

Der zunächst naheliegenste Nachteil war die höhere Wochenarbeitszeit von 41 Stunden und die private Krankenversicherung, die mit Ende 30 ziemlich teuer war.

Ich hab es trotzdem gewagt und hatte im Laufe der Jahre noch einige weitere Vorteile, die ich als Angestellte nicht gehabt hätte, aber auch einige Nachteile.

Kurz nach meiner Verbeamtung bewarb ich mich auf einen anderen Dienstposten, der für Tarifbeschäftigte nach E9a bewertet war und für Beamte nach A9g/A10. Dennoch wurde ich einige Jahre weiterhin nach A6 besoldet, obwohl die Tarifbeschäftigten nach E9a vergütet wurden.

Ich bin dann aber ziemlich schnell durchbefördert worden und landete nach ca. 6 Jahren in A8.

Hab dann den Aufstieg gemacht und wurde dann stufengleich nach A9g besoldet. Während die Tarifbeschäftigten, die den Aufstieg gemacht hatten, bei A9g Stufe 1 oder 2 anfingen mussten, ich dagegen habe direkt die Stufe 8 bekommen.

Weiterer Vorteil war für mich, dass ich je nach Bedarf die Arbeitszeit aufstocken konnte und das sogar ziemlich flexibel, manchmal nur monatsweise. Als Angestellte hatte ich einen Vertrag über 50 % der Wochenarbeitszeit.

Rückblickend würde ich immer wieder die Verbeamtung wählen, wobei ich die private Krankenversicherung immer noch als gravierenden Nachteil ansehe. Dieses nervige Vorstrecken, nicht alles bezahlt bekommen, immer mit den Ärzten diskutieren, weil sie unnötig behandeln oder mir Sachen auf die Rechnung hauen, die nicht gemacht wurden etc. Da wünschte ich mir wieder die Versichertenkarte. Vorteile durch die PKV habe ich keine! Muss auch  4 - 5 Monate auf einen Facharzttermin warten.

Tyler-Durden:
Hallo Elur,

danke für die Infos und deine persönliche Sicht der Dinge.

Tyler-Durden

sLaughTer:
Ich hätte auch noch eine Frage, die zur Überschrift passt:

Braucht man zwingend eine Planstelle um verbeamtet werden zu können, oder kann man die Stelle einer Tarifbeschäftigten auch in eine Beamtenstelle umwandeln?

Wenn ja, wie funktioniert das?

Casiopeia1981:
Hi,

bzgl. der Planstellenfrage:

Bundesunmittelbare Verwaltung? Also ist deine Behörde im Bundeshaushalt?

Grundsätzlich gilt: Planstelle wird benötigt.

Um die Frage aber richtig beantworten zu können, müssen mehr Infos her.

Navigation

[0] Message Index

[#] Next page

Go to full version