Autor Thema: Verwaltungsfachwirt  (Read 2682 times)

MaxMustermann90

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #15 am: 10.01.2019 11:42 »
Ich habe 3 Jahre nach dem VFA den FL2/AL2 gemacht und konnte dadurch einen Sprung von einer E5 in die 9b machen. Rein vom Schwierigkeitsgrad her würde ich sagen, war der FL2 locker machbar, groß ein Bein ausreißen musste man sich. Da ich das Freitag/Samstag gemacht habe, haben die Wochenenden natürlich arg gelitten und im letzten halben/dreiviertel Jahr hatte ich auch echt die Faxen dicke, aber wenn man bereits so weit gekommen ist, hört man natürlich auch nicht mehr auf.

Zu dem Zeitpunkt, als ich den FL2 gemacht habe, gab es noch nicht 9a/b/c und die Kosten für den FL2 lagen mit knapp 4-5.000 Euro auch komplett im Rahmen. Mittlerweile kommt man mit dem VFA idR bis 9a und der FL2 kostet bei uns satte 10.000 Euro + Fahrtkosten + Lehrmittel und der AG beteiligt sich nur sehr widerwillig - wenn überhaupt. Es ist also wichtig vorab zu wissen, was einem der FL2 im eigenen Haus bringt, sofern man bleiben möchte. Liegt die Aussicht bei maximal 9b/c kann man sich das ganze bei den Kosten, wie das bei uns der Fall ist, eigentlich fast klemmen. Steht perspektivisch eine 10/11 oder gar 12 im Raum lohnt das schon eher.

Wichtig ist auch, wie bereits angesprochen, was du dann vor hast. Ich hatte nach Möglichkeiten geschaut noch eine Schippe drauf zu legen - keine Chance, mit dem FL2 ist quasi Schicht im Schacht. Als "Bachelor-Ersatz" wird das nirgendwo anerkannt. Strebst du dann also weitergehend ggf. einen Master an, würde ich dringend zum Bachelor raten. Möchtest du den FL2 zum Erlangen der EG 9b-11/12 und planst definitiv im öD zu bleiben, dann ist das der richtige Weg. Bist du dir unschüssig, ob dir das reicht dann würde ich zum Bachelor raten. Abend-/Fernstudium macht das möglich.

Kaiser80

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #16 am: 10.01.2019 13:48 »
Ich hake mich unverschämterweise mal an den Thread an.

Habt ihr ermöglicht/ihr in euren Behörden berufliche Aufsteigsfortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über keine abgeschlossene Verwaltungsausbildung verfügen (Erfahrungen? Dienstvereinbarungen?).

Da die Bewerberlage bei den ALI aber insb. bei den ALII immer immer dünner wird und auch die Qualität der Azubis (erheblich) nachlässt, würden mich hier mal Meinungen/Ideen interessieren.

Achso, es geht um NRW.

FGL

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #17 am: 10.01.2019 14:47 »
Habt ihr ermöglicht/ihr in euren Behörden berufliche Aufsteigsfortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über keine abgeschlossene Verwaltungsausbildung verfügen (Erfahrungen? Dienstvereinbarungen?).
Bei uns (ein Kreis in Schleswig-Holstein) gab es das zumindest früher einmal. Eine meiner Mitarbeiterinnen ist gelernte ReNo-Angestellte und hat nach der Einstellung den ALI absolviert. Auf der letzten Personalversammlung hat die Dienststelle verkündet, dieses Instrument künftig auch (wieder) stärker nutzen zu wollen. Schauen wir mal, ob es auch so kommt.

Kat

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #18 am: 10.01.2019 15:45 »
"Meine" Verwaltung schickt dieses Jahr das erste Mal seit vielen Jahren wieder Leute zum A I. Jahrelang hat sie das nicht gemacht (ca. 20 Jahre oder sowas).

Skedee Wedee

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #19 am: 10.01.2019 16:04 »
Beschäftigte werden von uns nahezu nicht mehr auf den A 1 entsendet. Entweder wir bilden Verwaltungsfachangestellte/mittlerer Dienst aus oder bekommen Verwaltungsfachangestellte/mittlerer Dienst bzw. kaufmännische Angestellte (für die Kasse etc.) durch externe Einstellung. Im Rahmen der Fortbildung bilden wir Beschäftigte auf dem A 2 (Fachwirt) fort, der von der Ausbildungsdauer bei uns in Ba-Wü nahezu identisch ist. Nur der zweite Teil (fünf Wochen) für AdA und Führungskompetenzen kommt noch hinzu.

Annika8394

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #20 am: 15.01.2019 09:21 »
Ich habe 3 Jahre nach dem VFA den FL2/AL2 gemacht und konnte dadurch einen Sprung von einer E5 in die 9b machen. Rein vom Schwierigkeitsgrad her würde ich sagen, war der FL2 locker machbar, groß ein Bein ausreißen musste man sich. Da ich das Freitag/Samstag gemacht habe, haben die Wochenenden natürlich arg gelitten und im letzten halben/dreiviertel Jahr hatte ich auch echt die Faxen dicke, aber wenn man bereits so weit gekommen ist, hört man natürlich auch nicht mehr auf.

Zu dem Zeitpunkt, als ich den FL2 gemacht habe, gab es noch nicht 9a/b/c und die Kosten für den FL2 lagen mit knapp 4-5.000 Euro auch komplett im Rahmen. Mittlerweile kommt man mit dem VFA idR bis 9a und der FL2 kostet bei uns satte 10.000 Euro + Fahrtkosten + Lehrmittel und der AG beteiligt sich nur sehr widerwillig - wenn überhaupt. Es ist also wichtig vorab zu wissen, was einem der FL2 im eigenen Haus bringt, sofern man bleiben möchte. Liegt die Aussicht bei maximal 9b/c kann man sich das ganze bei den Kosten, wie das bei uns der Fall ist, eigentlich fast klemmen. Steht perspektivisch eine 10/11 oder gar 12 im Raum lohnt das schon eher.

Wichtig ist auch, wie bereits angesprochen, was du dann vor hast. Ich hatte nach Möglichkeiten geschaut noch eine Schippe drauf zu legen - keine Chance, mit dem FL2 ist quasi Schicht im Schacht. Als "Bachelor-Ersatz" wird das nirgendwo anerkannt. Strebst du dann also weitergehend ggf. einen Master an, würde ich dringend zum Bachelor raten. Möchtest du den FL2 zum Erlangen der EG 9b-11/12 und planst definitiv im öD zu bleiben, dann ist das der richtige Weg. Bist du dir unschüssig, ob dir das reicht dann würde ich zum Bachelor raten. Abend-/Fernstudium macht das möglich.

Also bei uns dauert der Lehrgang "nur" insgesamt 5 Monate und kostet 3.500€, was je nach Abschlussnote gestaffelt vom Arbeitgeber bezahlt wird. Also bleibe ich quasi nur auf dem Lohnausfall sitzen + je nach Abschluss die Lehrgangsgebühren.

Und ich denke das rentiert sich dann relativ schnell, wenn man bedenkt, dass ich noch ein paar Arbeitsjahre vor mir habe ;-)

Skedee Wedee

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #21 am: 15.01.2019 09:36 »
Also bei uns dauert der Lehrgang "nur" insgesamt 5 Monate und kostet 3.500€, was je nach Abschlussnote gestaffelt vom Arbeitgeber bezahlt wird. Also bleibe ich quasi nur auf dem Lohnausfall sitzen + je nach Abschluss die Lehrgangsgebühren.

Und ich denke das rentiert sich dann relativ schnell, wenn man bedenkt, dass ich noch ein paar Arbeitsjahre vor mir habe ;-)

Dann mache doch die Fortbildung. Der Lohnausfall tut zwar weh, aber die Lehrgangsgebühren werden bei Dir anscheinend (anteilig) übernommen und können steuerlich geltend gemacht werden. Dein Berufsleben dauert noch etwas länger und möglicherweise rentiert sich (monetär) die Fortbildung nicht heute oder morgen, aber vielleicht in einigen Jahren.

Organisator

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #22 am: 15.01.2019 10:03 »

Also bei uns dauert der Lehrgang "nur" insgesamt 5 Monate und kostet 3.500€, was je nach Abschlussnote gestaffelt vom Arbeitgeber bezahlt wird. Also bleibe ich quasi nur auf dem Lohnausfall sitzen + je nach Abschluss die Lehrgangsgebühren.

Und ich denke das rentiert sich dann relativ schnell, wenn man bedenkt, dass ich noch ein paar Arbeitsjahre vor mir habe ;-)

Also wenn Du

- im öD bleiben willst und
- kein Interesse an einer Verbeamtung im g.D. hast,

dann würde ich auf jeden Fall den Lehrgang machen. 5 Monate ist überschaubar. Ein Bachelor-Fernstudium ist deutlich aufwändiger, dauert 3 Jahre und kostet eher mehr.

Viel Erfolg!

Kaiser80

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Antw:Verwaltungsfachwirt
« Antwort #23 am: 17.01.2019 08:34 »


Also bei uns dauert der Lehrgang "nur" insgesamt 5 Monate und kostet 3.500€, was je nach Abschlussnote gestaffelt vom Arbeitgeber bezahlt wird. Also bleibe ich quasi nur auf dem Lohnausfall sitzen + je nach Abschluss die Lehrgangsgebühren.

Und ich denke das rentiert sich dann relativ schnell, wenn man bedenkt, dass ich noch ein paar Arbeitsjahre vor mir habe ;-)
[/quote]

Unabhängig von der Qualität der faortbildung, die ich schlicht nicht beurteilen kann, scheint dies sehr attraktiv zu sein. 3.500 abzgl. Kostenbeteiligung und nur 5 Monate find ich Top, da ich im ÖD bleiben wollte würde ich da sofort "zuschlagen"