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[NI] Günstigkeitsprüfung nach §72 NBesG für Einstellung zw. 2011 und 2016

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_restore:

--- Zitat von: Studienrat am 07.10.2020 15:19 ---Restore, was sagt dein Anwalt hinsichtlich der Terminierung?
Hoffentlich dauert es nicht wieder 2 Jahre..?!

--- End quote ---

Nein, keine Ahnung, wie lange sowas dauern kann.

Die GEW hat sich gemeldet und lässt es prüfen. Mal schauen, zu welchem Ergebnis die kommen...

Studienrat:
Die Kompetenz der GEW ist beeindruckend!
Wie alt war eigentlich deine Richterin?

Studienrat:
Nicht verkehrt verstehen, Restore!
Ich versuche nur die Chancen zu antizipieren.

Meine Anwältin schiebt übrigens die lange Wartedauer auf Corona...

Hat die GEW schon etwas verlauten lassen?

_restore:
Die Richterin war tatsächlich relativ jung (um die 30 vielleicht?). Aber ich hoffe und glaube, dass das eigentlich keinen Einfluss haben darf. Die genaue Rechtslage ist ja sicher für alle Richterinnen und Richter neu zu bewerten...

Die GEW hat sich bedankt und hat meine Mail an die Rechtsabteilung weitergeleitet. Das ist über drei Wochen her. Seitdem nichts mehr. Genauso lange habe ich nichts von den Philologen gehört. Die haben nur geschrieben, dass bei denen auch schon Mitglieder auf sie zugekommen sind, sie die Ausführungen in der Urteilsbegründung aber nachvollziehen können. Im Einzelfall (Kollegin von mir) raten sie aber sehr wohl zu einem Widerruf. Der NBB hat gar nicht geantwortet. Was soll‘s.

Studienrat:
Wie gesagt, die GEW ist großartig. In Hamburg wurde vor 15 Jahren das Lehrerarbeitszeitmodell eingeführt. Man brauchte die Gewerkschaften. Die einzige Reaktion der GEW war, dass sie, ähnlich wie bei der SPD, sich aufgrund ihrer vielen unterschiedlichen Flügen in Debatten gegenseitig zerfleischte. Darüber hinaus brachte sie nichts zustande. Chapeau!

Auch vom Philologenverband habe ich mehr erwartet als: „Die Argumentation ist nachvollziehbar.“
Ist deine Argumentation nicht auch nachvollziehbar?
Ja, es haben sich mehrere bei Letzteren gemeldet.
Einer davon war ich. Keinerlei Rückmeldung!

Hochgelobte Institutionen, wie Gewerkschaften und Gerichte werden auch nur von Menschen gemacht.
Und wenn im Neoliberalismus die kulturelle Sonne so tief steht, dass selbst Zwerge große Schatten werfen, warum sollte es bei den genannten Institutionen anders sein?

Ich erinnere an die von unserer damaligen Kultusministerin angehobene Unterrichtszeit für Gymnasiallehrer.
Der Philologenverband klagte. Die erste Instanz des Verwaltungsgerichtes entschied für das Kultusministerium.
Das Oberverwaltungsgericht entschied schlussendlich gegen das Kultusministerium.

Was war damals das Motiv der ersten Instanz (vielleicht war die Richterin auch 30 Jahre alt und der Sachverhalt eine Nummer zu hoch) und können Parallelen zu unserer Situation gezogen werden?

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