Autor Thema: [Allg] Besoldungsrunde 2019 - allgemein  (Read 49155 times)

Gajus

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #150 am: 04.03.2019 10:19 »
Was gestern vielleicht nicht so rüber kam, weil es von Beamte gg. Angestellte geprägt war. Ich finde schon, dass man grundsätzlich als Beamter ein gutes Gehalt bekommt, aber dadurch, dass andere Bereichemeist stärker profitieren verschieben sich hier die Verhältnisse so langsam. Lokführer bekommen das auf 2 Jahre, was wir auf fast 3 bekommen. Von den Metallern über viele Jahre will ich gar nicht anfangen. Dazu noch, dass die unteren, geringer qualifizierten eben durch ständige Sozialkomponenten immer weiter ranrücken. Das Verhältnis passt da irgendwo nicht (mehr) so langsam. In Zeiten des Abschwungs muss man eh auf keine großen Steigerungen warten-da ist es jetzt ernüchternd, dass die Erhöhungen grade mal die Inflation decken und dies nicht mal jedes Jahr

Finanzer

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #151 am: 04.03.2019 10:24 »
Freue mich für alle Kollegen für die es eine Erhöhung gibt... gerade die Nachrichten aus Rheinland-Pfalz sind gut zu hören, auch wenn es nur eine Korrektur aufgrund der Rechtsprechung ist.

Wie es für uns Hessen weitergeht sehen wir dann Ende März, mir schwant übles...

Nordlicht

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #152 am: 04.03.2019 10:37 »
Eine Korrektur aufgrund der Rechtsprechung wäre in Niedersachsen auch mal ganz angebracht. 8)

Tja, oder halt einfach alles aussitzen, bis die Karlsruher ihre hochgeschätzte Meinung dazu gegeben haben.
Dann kann man ja immer noch weitersehen....

Gajus

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #153 am: 04.03.2019 10:38 »

Wie es für uns Hessen weitergeht sehen wir dann Ende März, mir schwant übles...

Wieso? Bisher ging das doch In Hessen immer ganz gut, oder? Glaube nicht, dass ihr weniger bekommen werdet. (Oder hab ich einen wichtigen Aspekt nicht auf dem Schirm?)

Finanzer

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #154 am: 04.03.2019 10:56 »
@Gajus: Die vergangene Nullrunde; Flatrate-Erhöhungen (1%) und die Beihilfeänderung (18,6 € weniger Gehalt p.Monat) haben da schon viel Vertrauen zerstört.

Gepart  mit der 41 Stundenwoche ist dies für ein wirtschaftlich durchaus erfolgreiches Bundesland mMn nicht vertretbar.
Einziges Schmankerl in Hessen ist das Landesticket.... für einige Beschäftigte ein Jackpot, für andere völlig nutzlos.

Gajus

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #155 am: 04.03.2019 11:01 »
@Gajus: Die vergangene Nullrunde; Flatrate-Erhöhungen (1%) und die Beihilfeänderung (18,6 € weniger Gehalt p.Monat) haben da schon viel Vertrauen zerstört.

Gepart  mit der 41 Stundenwoche ist dies für ein wirtschaftlich durchaus erfolgreiches Bundesland mMn nicht vertretbar.
Einziges Schmankerl in Hessen ist das Landesticket.... für einige Beschäftigte ein Jackpot, für andere völlig nutzlos.

Okay, das wusste ich so nicht, Danke für die Aufklärung. Ich wünsche euch, dass ihr in Hessen die Anerkennung bekommt, die ihr verdient. Ende März geht's da richtig los, oder? Gibt es nicht Überlegungen wieder in den Ländern zurückzukehren? (Wie sieht es da aktuell aus?)Sorry für die vielen Fragen, aber wenn grade schon Jemand da ist, der sich auskennt, nutz ich das mein Welltbild zu erweitern 

Finanzer

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #156 am: 04.03.2019 11:22 »
@ Gajus: Wir Hessen wollen halt bei allem eine Extrawurst :-)
Danke für deine netten Worte.

Eine Rückkehr in die TDL ist meines Wissens nach nicht geplant. Die nächsten Verhandlungen sind am 13.03. und dann am 28.03. Wenn es endlich mal ein paar Verlautbarungen von Verdi etc. zum Thema Hessen gibt würde ich einen Extra-Thread eröffnen.

Solitair

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #157 am: 04.03.2019 17:18 »
@Gajus: Die vergangene Nullrunde; Flatrate-Erhöhungen (1%) und die Beihilfeänderung (18,6 € weniger Gehalt p.Monat) haben da schon viel Vertrauen zerstört.

Gepart  mit der 41 Stundenwoche ist dies für ein wirtschaftlich durchaus erfolgreiches Bundesland mMn nicht vertretbar.
Einziges Schmankerl in Hessen ist das Landesticket.... für einige Beschäftigte ein Jackpot, für andere völlig nutzlos.
Nicht zu vergessen die Segnungen der Ära Roland Koch, die immer noch nachwirken. Dessen Beamtenpolitik ist mit seinem alten Adlatus Bouffier immer noch am Ruder. Die hessischen Grünen waren auch noch nie als sonderlich beamtenfreundlich bekannt. Das Landesticket wird ja aus irgendeinem Umwelttopf bezahlt. Wahrscheinlich gibt es da noch EU-Fördermittel. Allerdings heißt es ja auch, dass man das bei der Bemessung von Gehaltserhöhungen auch berücksichtigen müsse.
Aus den zuvor genannten Gründen liegt die Besoldung in Hessen ja auch hinter der allgemeinen Entwicklung zurück. Das Landesticket könnte da ein geschickter Schachzug sein, rechtlich konform zu werden, was die Besoldung angeht. Indem man es als geldwerten Vorteil umrechnet und in die Besoldung einberechnet. Auch wenn es Schätzungen gibt, dass max. 10-15% es überhaupt nutzen.

Daher glaube ich erstens, dass Hessen nichtmal den Witz-Abschluss der TV-L bekommt und zweitens schon gar keine Aufholung wie in RLP oder anderen BL.

Buccaneer

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #158 am: 04.03.2019 19:37 »
In Niedersachsen wartet man den Ausgang der anhängigen Verfahren beim BVerfG ab (da das BVerwG-Urteil in der Sache nicht so passte...)

Muenchner82

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #159 am: 04.03.2019 19:55 »
Richtig, da steht Aufwand und Bezahlung in keinem Verhältnis mehr. Ich bin relativ gut bezahlt, aber in Anbetracht anderer Bundesländer und vor allem auch der Arbeitszeit die ich investiere eben auch wieder nicht.

Das was sinnvoll wäre, wäre eine Bezahlung nach Engagement und Leistung. Egal ob angestellt oder verbeamtet (sollte auch da Unterschiede geben). Jemand der seinen Job auf einer Arschbacke absitzt darf nicht den gleichen Lohn bekommen, wie Jemand der sich den Hintern sprichwörtlich aufreisst.

Aber Gleichmacherei, Sozialkomponenten etc. versauen das System immer weiter, bis nachher die Putzfrau das gleiche verdient wie ein studierter Lehrer oder ein Polizist im Schichtdienst im höheren Dienst.

So sehr ich die Putzfrau respektiere-das kann nicht sein

Das ist ganz klassischer Sozialneid. Dir entsteht doch kein Nachteil, nur weil weniger Verdienende im Verhältnis etwas mehr bekommen...

Gajus

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #160 am: 04.03.2019 20:44 »
Richtig, da steht Aufwand und Bezahlung in keinem Verhältnis mehr. Ich bin relativ gut bezahlt, aber in Anbetracht anderer Bundesländer und vor allem auch der Arbeitszeit die ich investiere eben auch wieder nicht.

Das was sinnvoll wäre, wäre eine Bezahlung nach Engagement und Leistung. Egal ob angestellt oder verbeamtet (sollte auch da Unterschiede geben). Jemand der seinen Job auf einer Arschbacke absitzt darf nicht den gleichen Lohn bekommen, wie Jemand der sich den Hintern sprichwörtlich aufreisst.

Aber Gleichmacherei, Sozialkomponenten etc. versauen das System immer weiter, bis nachher die Putzfrau das gleiche verdient wie ein studierter Lehrer oder ein Polizist im Schichtdienst im höheren Dienst.

So sehr ich die Putzfrau respektiere-das kann nicht sein

Das ist ganz klassischer Sozialneid. Dir entsteht doch kein Nachteil, nur weil weniger Verdienende im Verhältnis etwas mehr bekommen...

Natürlich entsteht da ein Nachteil, weil das vorhandene Geld vermehrt auf die unteren Tarifgruppen verteilt wird. Diese Sozialkomponente in quasi jedem Tarifvertrag sorgt dafür, dass sich die Gehälter immer weiter angleichen und weniger für die besser qualifizieren Lohngruppen über bleibt.


Sorgt dafür, dass sich Studium und Fortbildungen etc nicht lohneb

Muenchner82

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« Antwort #161 am: 04.03.2019 20:55 »
Der nächste Neidhammel...

http://oeffentlicher-dienst.info/beamte/by/a/2018/a/kennzahlen.html

Bei dieser vertikalen Spreizung von 278% lohnt sich Studium bzw. Fortbildung wirklich garnicht mehr, da kann man einfach Ausbildung in der 2.QE machen und bis zur Pensionierung in A9Z bleiben...
Ich kenne Firmen in der freien Wirtschaft da kann man nicht nur mit Hochschulstudium was werden, sondern auch als langjähriger Mitarbeiter mit "nur" Ausbildung. Da ist das ja dann auch total nutzlos zu studieren...

Was denkst Du wäre für ein Ergebnis ohne soziale Komponente erreicht worden? 3,5%? 3,6%?, oder 3,3?

Gajus

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #162 am: 04.03.2019 22:21 »
Der nächste Neidhammel...

http://oeffentlicher-dienst.info/beamte/by/a/2018/a/kennzahlen.html

Bei dieser vertikalen Spreizung von 278% lohnt sich Studium bzw. Fortbildung wirklich garnicht mehr, da kann man einfach Ausbildung in der 2.QE machen und bis zur Pensionierung in A9Z bleiben...
Ich kenne Firmen in der freien Wirtschaft da kann man nicht nur mit Hochschulstudium was werden, sondern auch als langjähriger Mitarbeiter mit "nur" Ausbildung. Da ist das ja dann auch total nutzlos zu studieren...

Was denkst Du wäre für ein Ergebnis ohne soziale Komponente erreicht worden? 3,5%? 3,6%?, oder 3,3?

Mit dir kann man nicht sinnvoll diskutieren. Daher ist das für mich an der Stelle mit dir auch beendet. Am besten Grundrente für alle ohne Bedürftigkeitsprüfung, Hartz 4 auf A 13 Niveau und die Putzfrau bekommt soviel wie der OstD. Wir haben in Deutschland einen Fachkräftemangel, den mindern wir nicht, indem wir die weniger qualifizierten Berufsgruppen/Arbeitslosen überproportional stärken und die hochqualifizierten abspeisen. Vor allem, zahle diese eh schon den Löwenanteil an Steuern. Von der Erhöhung bleibt da eh schon weniger hängen.

Muenchner82

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« Antwort #163 am: 05.03.2019 07:25 »
Gajus ohne Argumente kannst Du generell nicht diskutieren, auch nicht mit Anderen ;-)!

Wäre die Bezahlung in der dritten und vierten QE so lausig wie Du sie daratellst würden nicht soviele Studenten einen Job im öD anstreben. Dass es gesamtwirtschaftlich sinnvoller ist die Kaufkraft derjenigen üperproportinal zu stärken die weniger bekommen, als denjenigen mit ohnehin hoher Kaufkraft lässt Du außer Acht.

Finanzer

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Antw:[Allg] Besoldungsrunde 2019
« Antwort #164 am: 05.03.2019 07:47 »
Wäre die Bezahlung in der dritten und vierten QE so lausig wie Du sie daratellst würden nicht soviele Studenten einen Job im öD anstreben.

Ich möchte behaupten die wenigsten Studenten haben vor Ihrer Bewerbung groß Ahnung vom öffentlichen Dienst und desen Besoldungsstruktur.

Die sehen ein paar Flyer der zuständigen OFD, in welchen was von "Bis zu 4.400 €" Gehalt drin steht, nebulös die Verbeamtung versprochen wird und schwupps sind die am Haken.