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Verplanung des GESAMTEN Jahresurlaubs im Januar

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Gemeindefuzzi:
Hallo zusammen!
Der Verwaltungschef hat angeordnet, dass alle Beschäftigten(!) ihren Jahresurlaub bis Ende Januar komplett planen und diese Planung über die Fachbereichsleitungen schriftlich fixiert an ihn melden.
Der Aufschrei unter den Beschäftigten ist groß und manche sind kurz vorm Amoklaufen.

Mein Problem als Personalratsvorsitzender ist, dass ich nirgends eine Vorschrift oder ein Gesetz finde, das dies verbietet.
Nochmal, er schreibt NICHT vor, wann der Urlaub zu nehmen ist, er will lediglich eine komplette Verplanung.

Es gibt -in Abstimmung mit dem Personalrat- eine Dienstanweisung aus 2017, worin steht, dass bis Mitte Januar zwei drittel des Jahresurlaubs zu planen sind, dass sich daraus allerdings keine rechtliche Verbindlichkeit (Urlaubsbuchung oder ähnliches) ableiten lässt, dazu bedarf es eines genehmigten Urlaubsantrages.

Als besonderes "Schmankerl" hat er dann noch geschrieben, dass dieses Vorgehen nur für die Beschäftigten, nicht aber für die Beamten gilt...

Wie ist das zu bewerten?
Darf er das?
Vor allem -und das stößt sogar mir sauer auf- nur die Einen, nicht aber die Anderen?


Spid:
Solange es sich nur um die Jahresurlaubsplanung handelt und nicht um die rechtsverbindliche Beantragung von Erholungsurlaub, sehe ich da keinerlei Probleme.

Kaffeetassensucher:
Ist bei uns auch so.

Sehe auch nichts Schlimmes darin.

Das wird zunächst grob im Referat abgesprochen, sodass man abschätzen kann, wer, wann wie lange gedenkt Urlaub zu nehmen, damit zur Hochphase nicht plötzlich alle weg sind. Das wiederum wird dann weitergegeben.
Die konkrete, das heißt zeitnahe und verbindliche Urlaubsplanung wird dann ohnehin im Referat noch einmal abgestimmt, da sich die Planungen ja durchaus verändern können.
Meinen Sommerurlaub 2017 (3 Wochen) musste ich dreimal verschieben, weil es sich, auch wegen beruflicher Termine, eben nicht anders machen ließ. Andere hingegen haben dadurch die Möglichkeit, bereits jetzt z. B. Urlaubsreisen zu buchen, weil sie eben wissen, dass das mit den anderen im Referat so abgesprochen ist und nicht plötzlich im Sommer dann jemand aufzeigen und sagen kann "aber da habe ich bereits vor, drei Wochen Urlaub zu nehmen!".

Insofern eine Planungssicherheit für alle Seiten, die dennoch flexibel genug für Änderungen ist.
Wieso es da groß einen Aufschrei gibt, ist mir eher unverständlich?
Die Urlaubszeiträume, von denen man schon weiß, dass man nicht da sein wird, trägt man zielgenau ein, den Rest wirft man grob irgendwo in den Kalender und feinjustiert das ganze später dann zusammen mit der Referatsleitung noch - fertig.

Gemeindefuzzi:

--- Zitat von: Spid am 24.01.2019 08:37 ---Solange es sich nur um die Jahresurlaubsplanung handelt und nicht um die rechtsverbindliche Beantragung von Erholungsurlaub, sehe ich da keinerlei Probleme.

--- End quote ---

So sehe ich das auch, zumal Papier geduldig ist.
Aber hier kocht es tatsächlich ganz gewaltig und es ist für uns fast nicht mehr möglich, irgendwie Ruhe in die Belegschaft zu bringen.
Unser Chef ist kein "Blödmann", aber in dem Punkt zickt er jetzt rum, wie ein Böckchen und drückt das mit "Gewalt" durch....
Wir haben grundsätzlich ein durchaus gutes Verhältnis zum Arbeitgeber -es ist ein Geben und Nehmen.

crapSen:
Bei uns muss sogar schon bis Ende 2018 für 2019 geplant werden, alles kein Problem.

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