Stufenaufstieg bei ständig wechselnden Entgeltgruppen

Begonnen von Artep, 13.02.2019 19:52

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Artep

Ich habe als Neuling in diesem Forum eine brennende Frage. Leider konnte mir bisher niemand eine Antwort darauf geben. Falls es doch bereits eine Lösung gibt, bitte ich um einen Hinweis, wo und wie ich den finde.

Mittlerweile bin ich 6 Jahre im ÖD.
Einstellung befristet in E11 Stufe 3, nach einem Jahr E6 Stufe 3 befristet für 1,5 Jahre. Dann befristet für 2 x 1Jahr wieder E11 Stufe 3, dann für 6 Monate (entfristet) E6 Stufe 4, seit einem Jahr  E11 Stufe 3.
Wechselnde Stellen beim gleichen AG. Bin halt da hin, wo Not am Mann/Frau war. Erziehungszeitvertretung/ Krankheitsvertretung und so was.
Nach Auskunft der Personalabteilung beginnt die Stufenlaufzeit jedesmal neu bei Stellenwechsel. Danach würde ich den Stufenaufstieg einen Monat vor Rentenbeginn  (in 2 Jahren) bekommen.
Hat jemand andere Erfahrungen gemacht oder hat einen Tipp für mich?
Vielen Dank schon mal!
Petra


Spid

Bei einer Höhergruppierung beginnt die Stufenlaufzeit von vorn.

Artep

Das bedeutet also, das ein AN, der 2 Jahre unbezahlten Urlaub nimmt (vorher 2 Jahre den Job innehatte), seine Stufenlaufzeit behält und jemand, der im gleichen Fachbereich bleibt, halt nicht mehr als Leiter, sondern als Sachbearbeiter (seine Erfahrung aber immer noch einbringt, weil die E11 durch Jenen wieder besetzt wird, der 2 Jahre unbezahlten Urlaub genommen hat und nicht mehr viel Erfahrung hat)  seine Erfahrung verliert?
Konkret: Stelle E11 befristet für zwei Jahre bekommen für AN mit zweijährigem Urlaub.
Dann 6 Monate den Ex-Urlauber eingearbeitet, der dann nach weiteren 3 Monaten in Mutterschafts-und Elternzeit geht, aber vorher noch die nächste Stufe erreicht hat. 
Und promt hatte ich die Stelle wieder. nun unbefristet.
Hmmm.



Artep

Danke, kurz und knapp, aber leider nicht schmerzfrei.
:'(

lowsounder

Boah, das ist ja echt ne unbefriedigende Situation. Eventuell solltest du wegen Verkürzung der Stufenlaufzeiten mal mit deinen Vorgesetzten sprechen, da du ja definitiv schon die Erfahrungen auf dem Dienstposten gemacht hast.

MoinMoin

Zitat von: lowsounder in 14.02.2019 07:29
Boah, das ist ja echt ne unbefriedigende Situation. Eventuell solltest du wegen Verkürzung der Stufenlaufzeiten mal mit deinen Vorgesetzten sprechen, da du ja definitiv schon die Erfahrungen auf dem Dienstposten gemacht hast.
Nein, das ist mit der Begründung nicht möglich, alleine eine Zulage ist möglich.
Verkürzung nur bei einer erheblichen überdurchschnittliche Leistung §17.2! Zulage zur Bindung von quali. Pers. §16.5

Artep

Überdurchschnittlich, welch "schönes" Wort. Da wird man vielleicht glatt als Streber bezeichnet.

Nein, Spaß beiseite. Bei meiner Anlassbeurteilung hatte ich 117%, das sollte doch über Durchschnitt sein, oder?
Mein Amtsleiter bestätigt das immer wieder.  :)
Ich werde jetzt die schriftliche Begründung abwarten (in der Hoffnung, dass eine kommt), dann schaue ich weiter.

In der heutigen Situation, wo keine 100 Leute beim Arbeitsamt anstehen, die auf Deinen Posten scharf sind, könnte sich der Arbeitgeber ja überlegen, wie er mit solchen Anträgen umgehen sollte, kann und darf.
Bei mir überlegt er wahrscheinlich nicht lange, mit 64 ist es eh zu spät für einen neuen Job.
Es ist an sich schon paradox, dass Jemand mit drei Jahren Berufserfahrung (in der Wirtschaft) die gleichen Einstiegsbedingungen bekommt, wie Jemand der 30 Jahre bei einem anderen Amt die gleiche Tätigkeit unter den gleichen Bedingungen  gemacht hat.

Euch Allen einen schönen Tag, schön, dass es Leute gibt, die es nachvollziehen können, dass man da echt frustriert ist.
Vielleicht gibt es ja auch bald eine andere Grundlage, Angleichung an den TÖVD.



MoinMoin

Zitat von: Artep in 14.02.2019 09:33
Es ist an sich schon paradox, dass Jemand mit drei Jahren Berufserfahrung (in der Wirtschaft) die gleichen Einstiegsbedingungen bekommt, wie Jemand der 30 Jahre bei einem anderen Amt die gleiche Tätigkeit unter den gleichen Bedingungen  gemacht hat.
Das sit nicht richtig: Der ein kann nur die Stufe 3 bekommen, der andere könnte auch direkt in der Stufe 6 eingestellt werden können.
Aber der Willle seitens der AG fehlt, hier die tariflichen Möglichektien auszuschöpfen.
Und Warum: Weil er es kann und trotzdem die Stellen (fast) immer besetzt bekommt.
Qualität: Egal, nicht messbar. oder aber immer Bestenst, da ja Bestenauslese gemacht wird.

Artep

Aber ist das nicht traurig, dass dann solche vor den Kopf  gesch......... Angestellte innerlich kündigen?????
Dienst nach Plan!

Jetzt gibt es für Externe, die nach mehreren Jahren in der Wirtschaft in den ÖD gehen bessere
Diskussionsgrundlagen, wenn es um die Einstufung geht. Aber die Wirtschaft sucht auch händeringend nach Fachpersonal. Vielleicht nutzt mir ja mein Uniabschluss doch noch mal was.  ;D

Ok., es ist wie es ist.
Man muss es halt akzeptieren oder ..... gehen.

Danke nochmal.


Spid

Ein Mitarbeiter, der innerlich kündigt, weil der AG den Tarifvertrag völlig korrekt anwendet, war mutmaßlich ein Fehler in der Personalauswahl.

Artep

Auf jeden Fall, da die langjährigen Mitarbeiter in der Erfahrungsstufe 6 bereits seit Jahren innerlich gekündigt haben.
Die machen nur Plan nach Dienst, jede Minute  länger arbeiten ist ne Überstunde.
Auch wenn es woanders hoffentlich anders ist.
Man sollte nie die Hoffnung aufgeben.

Und wenn dann niemand eine andere Erfahrung gemacht hat, den Tarifvertrag kenne ich auch, dann könnte dieser Thread auch geschlossen werden.

Artep


Spid


Artep

Klar, bin schon weg.

Aber nu ist Schluss, man muss sich ja nicht die Arbeit mit Urlaub versauen,  ähhhh- umgekehrt.  8)