Autor Thema: der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread  (Read 19981 times)

MoinMoin

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #30 am: 04.03.2019 16:21 »
Ich in einer E7 Stufe 2 darf mir den Arsch aufreißen und massenweise Überstunden schieben, damit wir unsere Aufgaben schaffen. Wo ist das bitte fair? Man kann dem ÖD langsam nur noch den tot wünschen. Ich hätte nie gedacht das ich so einen Hass für etwas empfinden könnte.
Wo das fair ist? Nirgendwo, es ist ein Eigentor deinerseits.
WEnn du die Arbeit der Weintrinkern (e11er) machst, ohne das du sie als auszuübenden Tätigketien übertragen bekommen hast, unfair von dir.
Wenn du unangeordnete Überstunden machst (eigentor von dir)
Wenn du angeordnete Überstunden machst (nettes zubrot, bekommt man ja zulagen für)
Wenn du kein Wein trinkst, ärgerlich.

Lerne das man Veraltung nur mit Verwaltung bekämpfen und schlagen kann.

Amiga

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #31 am: 04.03.2019 16:22 »
Wenn man es zuläßt, ok. Wenn man seine arbeit mitmacht, selber Schuld, wenn man es nicht aufdeckt, schon schade.

Es ist bekannt und anscheinend so gewollt. Ich mache deren Arbeit ja nicht mit. Man bekommt nur mit, was alles ausreicht, um eine E11 zu bekommen. Und auf deine Frage vorhin zu kommen (hier oder anderer Thread?): Ja die gehören heruntergestuft und zwar gewaltig. Egal ob die im BAT waren oder nicht. Ich rede jetzt nur von den arbeitsscheuen "Kollegen".

Dann ist er ja korrekt Eingruppiert.(ironie aus)

Auf jeden Fall.  8) Das versuche ich hier euch ja verständlich zu machen. Diese Günstlingswirtschaft geht mir gegen den Strich und hat was von DDR.
Bundesfinanzministerin der linken Herzen: Susanne Hennig-Wellsow
Bundesleistungsträgerin: Annalena Baerbock
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Gute Nacht Deutschland. Das Licht ist ja bereits aus.

JC83

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #32 am: 04.03.2019 16:37 »
Nein, das ist auch ganz praktisch so: TB sind entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert.

 :)

kanute1

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #33 am: 04.03.2019 16:49 »
Ich in einer E7 Stufe 2 darf mir den Arsch aufreißen und massenweise Überstunden schieben, damit wir unsere Aufgaben schaffen. Wo ist das bitte fair? Man kann dem ÖD langsam nur noch den tot wünschen. Ich hätte nie gedacht das ich so einen Hass für etwas empfinden könnte.
Wo das fair ist? Nirgendwo, es ist ein Eigentor deinerseits.
WEnn du die Arbeit der Weintrinkern (e11er) machst, ohne das du sie als auszuübenden Tätigketien übertragen bekommen hast, unfair von dir.
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Wenn jeder so handeln würde, wäre der ÖD auf einem Niveau mit dem aus Kenia oder irgendeinem anderen heruntergewirtschaftetem dritte Welt Land.

MoinMoin

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #34 am: 04.03.2019 18:09 »
Wenn jeder so handeln würde, wäre der ÖD auf einem Niveau mit dem aus Kenia oder irgendeinem anderen heruntergewirtschaftetem dritte Welt Land.
Nun IT technisch sind die weiter als wir.  8) :o

kanute1

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #35 am: 04.03.2019 18:52 »
Wenn jeder so handeln würde, wäre der ÖD auf einem Niveau mit dem aus Kenia oder irgendeinem anderen heruntergewirtschaftetem dritte Welt Land.
Nun IT technisch sind die weiter als wir.  8) :o

Ich glaube mittlerweile nicht nur IT technisch...

öfföff

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #36 am: 04.03.2019 21:41 »
Mit den überzogenen Lohnforderungen graben die ITler doch ihr eigenes Grab. Das nimmt den Abteilungen jedweden Spielraum noch Personal einzustellen oder zu entfristen.

Amiga

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #37 am: 04.03.2019 21:55 »
Es kommt eben immer auch auf die Blinsen an, die ihr so kennt und ich so kenne. Ich kann euch versichern, dass 80 von 100 so gut wie Ausschuss sind. Ein Betriebssystem installieren (Windows) kann jeder Affe im Zoo. Ein BSD sieht da vielleicht schon anders aus und bei der Administration steigen sie dann schon aus. Und ja, mich regen diese überversorgten Nichtskönner auch extrem auf. Den IT-Bereich nehme ich da gar nicht aus.

20 % sind aber recht fähige Leute meiner Meinung nach. Und da ich mich nunmal hierzu zähle, finde ich es einfach ungerecht mich mit einem Windows-Installationsspezialisten monetär in die selbe Ecke zu stellen. Ja, es regt mich auf wie ihr merkt. Wenigstens etwas Anerkennung wäre schön. Aber außer ein "was treibst du eigentlich die ganze Zeit" höre ich nicht viel und auch von einigen das Gemaule "dass, alle IT-Leute total überbezahlt sind" von dir z.B. Öffi nervt.

Dein Stück Quellcode hast du übrigens gar nicht weiter vervollständigt letztens...
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Pietclock

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #38 am: 04.03.2019 22:40 »
Irgendeine Tätigkeit basteln wir zusammen und machen dementsprechend die Eingruppierung. Ob er tatsächlich diesen Job ausübt, ist >unmaßgeblich<, wie du ja immer so oft schreibst.

Das ist doch Gang und Gäbe. Es gibt Leute in E9, die machen de facto nicht mal das, was man für E6 tun muss. Bei bestimmten "Besonderen" wird doch innerhalb der Laufbahnen höhergruppiert, wie eigentlich bei Beamten befördert. Obwohl sich an der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit nix ändert, die "auszuübende" Tätigkeit ist halt ein Papiertiger.

Doso

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #39 am: 05.03.2019 05:23 »
Der Tarifabschluss ist jetzt nicht so der Riesen Erfolg wie er in den Medien dargestellt wird, aber ist schon okay.

Ich bin nur ziemlich von den Gewerkschaften enttäuscht und zwar allen. Tricksen mit der Jahressonderzahlung rum damit sie mit höheren Gehaltserhöhungen posen können, verschweigen das aber in den Presseerklärungen. Mitglieder von Ver.di rufen zu Warnstreiks auf weil "Jetzt zählt es", beteiligen sich dann aber selbst nicht am Streik.

MoinMoin

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #40 am: 05.03.2019 07:14 »
Mit den überzogenen Lohnforderungen graben die ITler doch ihr eigenes Grab. Das nimmt den Abteilungen jedweden Spielraum noch Personal einzustellen oder zu entfristen.
Zwischen überzogenen und marktgerechte Lohnforderungen ist ein meilenweise Unterschied und zeigt, dass du wahrscheinlich noch nie einen echten ITler gesehen hast in deinem öfföff leben.
Bitte nicht mit den Mausschubsern etc. vergleichen, die sind korrekt in der E6/7 schon überbezahlt.

TheITGuy

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Antw:der "ich bin (maßlos) enttäuscht" Thread
« Antwort #41 am: 05.03.2019 08:52 »
Und da ich mich nunmal hierzu zähle, finde ich es einfach ungerecht mich mit einem Windows-Installationsspezialisten monetär in die selbe Ecke zu stellen.

Klischees sind immer Mist und mit der Bemerkung zeigst Du, dass Du auch nicht davor geschützt bist. Im Jahr 2019 ist die Installations eines Betriebssystems heutzutage für alle Bereich keine Raketentechnik mehr.

Die Schwierigkeiten, die danach kommen, sind aber in der Regel nicht vom OS, sondern von der Komplexität der IT-Landschaft abhängig. Für eine Fehlersuche in einem komplexen Netzwerk brauchst Du etwas, was Du an keiner Uni lernst: Erfahrung, Intution und Gespür und ein möglichst breites Basiswissen.

Außerdem vergisst Du, dass die Bezahlung nicht nur nach der Schwere, sondern auch nach der Verantwortung bemessen wird. Wenn in einer Landschaft das Active Directory (für die nicht IT-ler, das läuft auf Windows) die zentrale Authentifizierungsquelle ist, dann steht die gesamte Landschaft (aus Usersicht), wenn das AD ausfällt. Und schon werden Wartungsaufgaben und Release-Wechsel im AD zu einem größeren Projekt, um alle Beteiligten abzuholen und nichts zu vergessen.

Und schlussendlich: Es gibt nicht DIE IT. Eine moderne IT ist mittlerweile mit einem Krankenhaus vergleichbar. An jeder Ecke gibt es Spezialisten. manche verlegen Kabel und Reinigen Flurse, andere operieren am offenen Herzen. Und wie in einem Krankhaus unterscheiden sich die Bezahlungen in der IT nicht durch den Namen des Patienten sondern durch die Art der Tätigkeit.



MoinMoin

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« Antwort #42 am: 05.03.2019 09:00 »
Die Schwierigkeiten, die danach kommen, sind aber in der Regel nicht vom OS, sondern von der Komplexität der IT-Landschaft abhängig. Für eine Fehlersuche in einem komplexen Netzwerk brauchst Du etwas, was Du an keiner Uni lernst: Erfahrung, Intution und Gespür und ein möglichst breites Basiswissen.
Nun letzteres habe ich noch in der Uni gele(h)r(n)t.

TheITGuy

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« Antwort #43 am: 05.03.2019 11:06 »
Die Schwierigkeiten, die danach kommen, sind aber in der Regel nicht vom OS, sondern von der Komplexität der IT-Landschaft abhängig. Für eine Fehlersuche in einem komplexen Netzwerk brauchst Du etwas, was Du an keiner Uni lernst: Erfahrung, Intution und Gespür und ein möglichst breites Basiswissen.
Nun letzteres habe ich noch in der Uni gele(h)r(n)t.

In den letzten Jahren habe ich vermehrt die Erfahrung gemacht, dass das Uni-Wissen sehr theoretisch ist und oft an der Praxis vorbei geht. Frische Absolventen erlebe ich manchmal als erschreckend unselbständig und gefühlt bringt man denen die IT nochmal bei.

Ausnahmen gibt es natürlich in beide Richtung, wir haben Uni-Absolventen, die kaum ihren Rechner eingeschaltet bekomen und Techniker, die gefühlt jede Frage sofort beantworten können.

Auch hier kann man das recht gut mit der Medizin verhleichen. Auch dort findet das meisten Lernen erst nach der Uni statt.




MoinMoin

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« Antwort #44 am: 05.03.2019 11:15 »
Die Schwierigkeiten, die danach kommen, sind aber in der Regel nicht vom OS, sondern von der Komplexität der IT-Landschaft abhängig. Für eine Fehlersuche in einem komplexen Netzwerk brauchst Du etwas, was Du an keiner Uni lernst: Erfahrung, Intution und Gespür und ein möglichst breites Basiswissen.
Nun letzteres habe ich noch in der Uni gele(h)r(n)t.

In den letzten Jahren habe ich vermehrt die Erfahrung gemacht, dass das Uni-Wissen sehr theoretisch ist und oft an der Praxis vorbei geht. Frische Absolventen erlebe ich manchmal als erschreckend unselbständig und gefühlt bringt man denen die IT nochmal bei.
Ich habe in meinem bald 30igenjährigen Werdegang in der IT ebenfalls genau diese Erfahrung gemacht. Allerdings wiederholen sich die Sätze und sind fast dieselben wie ich sie schon vor Dekaden hörte. SCheint ein ständiges immerwährendes Problem zu sein.
Zitat
Ausnahmen gibt es natürlich in beide Richtung, wir haben Uni-Absolventen, die kaum ihren Rechner eingeschaltet bekomen und Techniker, die gefühlt jede Frage sofort beantworten können.
Ich habe in meinem bald 30igenjährigen Werdegang in der IT ebenfalls genau diese Erfahrung gemacht. Allerdings wiederholen sich die Beobachtungen und sind fast dieselben wie ich sie schon vor Dekaden registrierte. Scheint ein ständiges immerwährendes Phänomen zu sein.