Autor Thema: [BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern  (Read 20061 times)

Euphyll

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #90 am: 22.05.2019 18:29 »
Ein Gesetzentwurf wurde veröffentlicht - Drucksache 18/2014 und wird morgen im Landtag behandelt. https://www.bayern.landtag.de/dokumente/drucksachen/?id=4805&q=&dknr=2014&wahlperiodeid%5b%5d=18&dokumentenart=Drucksache

Muenchner82

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #91 am: 23.05.2019 16:55 »
Bezügemitteilung Juni enthält die Nachzahlung. Zwar erstmal unter Vorbehalt, aber das ist ja immer so.

Zeena

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #92 am: 24.05.2019 08:59 »
Kann mir irgendwer erklären ob ich das richtig verstanden habe?

Die erste Erfahrungsstufe fällt ja weg. Heisst das automatisch das alle Beamte in ihrer Erfahrungsstufe eine nach oben rutschen? Also ich wäre  jetzt A6 Stufe 4. Komme ich durch die Gesetzesänderung automatisch in A 6 Stufe 5?  Oder verstehe ich den Gesetzesentwurf vollkommen falsch. Tut mir Leid ich stehe gerade echt auf dem Schlauch.

Beamter

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #93 am: 24.05.2019 09:15 »
Kann mir irgendwer erklären ob ich das richtig verstanden habe?

Die erste Erfahrungsstufe fällt ja weg. Heisst das automatisch das alle Beamte in ihrer Erfahrungsstufe eine nach oben rutschen? Also ich wäre  jetzt A6 Stufe 4. Komme ich durch die Gesetzesänderung automatisch in A 6 Stufe 5?  Oder verstehe ich den Gesetzesentwurf vollkommen falsch. Tut mir Leid ich stehe gerade echt auf dem Schlauch.

Das wünscht sich jeder von uns. Nein, es fällt einfach nur zum 01.01.2020 die jeweils erste Erfahrungsstufe weg. Wer zu diesem Zeitpunkt in der ersten jeweiligen Stufe ist, kommt dann in die ab 2020 tatsächlich erste Stufe. Für jeden von uns der nicht in der jeweiligen ersten Stufe ist, ändert sich nichts.

Grüße

ChrBY

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #94 am: 01.06.2019 12:31 »
Bezügemitteilung Juni enthält die Nachzahlung. Zwar erstmal unter Vorbehalt, aber das ist ja immer so.

Kann ich nunmehr bestätigen. Die Besoldungserhöhung wurde zum 1. Juni 2019 rückwirkend zum 1. Januar 2019 nachbezahlt. Daß das Ganze unter Vorbehalt stattfindet, wurde ebenso auf der Bezügemitteilung vermerkt.

Was den Wegfall der jeweils ersten mit einem Tabellenwert belegten Stufe betrifft, so wurde hierzu schon fast alles Nötige gesagt. Was noch zu ergänzen wäre, ist, daß die Tabelle dadurch natürlich »zusammengestaucht« wird, so daß irgendwann in absehbarer Zukunft – wie vor kurzem in Sachsen passiert – zu erwarten ist, daß am Ende der Tabelle eine weitere Stufe hinzugefügt oder (wie in Sachsen) eine »Zulage zur Endstufe« gewährt wird. Dies würde natürlich bedeuten, daß man als Bestandsbeamter je nach am 1. Januar 2020 vorhandener Erfahrungszeit durch eine faktische, wenn auch nicht juristische »Rechtsverschiebung« der Tabelle zwei, drei oder vier Jahre zurückgestuft würde. Unschön, aber nicht zu ändern.

Mayday

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #95 am: 01.06.2019 16:22 »
...so daß irgendwann in absehbarer Zukunft – wie vor kurzem in Sachsen passiert – zu erwarten ist, daß am Ende der Tabelle eine weitere Stufe hinzugefügt oder (wie in Sachsen) eine »Zulage zur Endstufe« gewährt wird.

Den ruhegehaltfähigen Zuschlag (1,03%) in Sachsen gibt es aber erst ab Besoldungsgruppe A9 aufwärts.

Aussie

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #96 am: 10.06.2019 23:40 »
Zitat
Das wünscht sich jeder von uns. Nein, es fällt einfach nur zum 01.01.2020 die jeweils erste Erfahrungsstufe weg. Wer zu diesem Zeitpunkt in der ersten jeweiligen Stufe ist, kommt dann in die ab 2020 tatsächlich erste Stufe. Für jeden von uns der nicht in der jeweiligen ersten Stufe ist, ändert sich nichts.
Das wünscht sich jeder von uns. Nein, es fällt einfach nur zum 01.01.2020 die jeweils erste Erfahrungsstufe weg. Wer zu diesem Zeitpunkt in der ersten jeweiligen Stufe ist, kommt dann in die ab 2020 tatsächlich erste Stufe. Für jeden von uns der nicht in der jeweiligen ersten Stufe ist, ändert sich nichts.

Auch wenn zu dem Thema Wegfall der niedrigsten Stufe schon einiges gesagt wurde: Mir ist immer noch nicht ganz klar, ob ich nur auf dem Schlauch stehe, oder ob die Neuregelung tatsächlich zu deutlichen Ungerechtigkeiten führt.

Angenommen ich wurde im Laufe des Jahres 2019 verbeamtet, zB. zum 1.6.2019. Davor war ich beim selben Arbeitgeber 6 Jahre als Angestellter i.ö.D. tätig. 4 Jahre wurden mir duch fiktive Vorverlegung des Diensteintritts angerechnet. Ich bin daher in A13, Stufe 5 eingestiegen, Aufstieg in Stufe 6 wäre zum 1.6.2021. Durch die Gesetzesänderung ändert sich daran, wenn ich das richtig verstanden habe, nichts.

Wenn ich aber mit dem selben Hintergrund erst zum 1.1.2020 verbeamtet worden wäre, dann hätten die 4 angerechneten Jahre (bzw. dann sogar 4,5 Jahre) dazu geführt, dass ich bereits zum 1.1.2020 in Stufe 6 eingestiegen wäre, Stufe 7 hätte ich dann am 1.1.2022 (bzw. sogar schon Mitte 2021) erreicht.

Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man eine Verbeamtung zum 1.12.2019 mit dem 1.1.2020 vergleicht.

Kann es wirklich sein, dass ich, nur weil ich einen oder mehrere Monate "zu früh" verbeamtet wurde, quasi mein Leben lang hinter den später verbeamteten Kollegen "hinterherhinke", oder übersehe ich hier etwas?

MfG Aussie

Stefannew

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #97 am: 13.06.2019 18:27 »
Bisher war es ja so, dass in A13 beschäftigungsförderliche Zeiten vor dem 29. Lebensjahr nicht angerechnet wurden. Ich vermute mal deshalb hatten Sie eine fiktive Vorverlegung von nur 4 statt 6 Jahren. Ich denke, dass in Zukunft dann beschäftigungförderliche Zeiten erst nach dem 32. Lebesjahr für eine fiktive Vorverlegung angerechnet werden. Das würde bedeuten, dass jemand in ihrem Alter in der gleichen Situation nicht besser gestellt werden kann als Sie. Ist aber nur eine Vermutung von mir, würde aber Sinn machen, genau aus ihrem beschriebenen Fall heraus.

Aussie

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Antw:[BY] Besoldungsrunde 2019 - Bayern
« Antwort #98 am: 14.06.2019 09:29 »
Vielen Dank für diese "Vermutung". Die Anknüpfung an die Lebensjahre ist mir allerdings nicht bekannt. War das vielleicht früher so und wurde aufgrund Altersdiskriminierung geändert? Die 2 nicht anerkannten Jahre sind in Art. 31 Abs. 2 Satz 2 BayBesG geregelt, da die ersten beiden Beschäftigungsjahre "pauschal bereits in der Tabellenstruktur berücksichtigt sind" (Nr. 31.2.8 BayVwVBes). Daher müsste m.E.wenn dann diese Vorschrift amgespasst werden, wobei ich dazu nichts im Gesetzesentwurf finden konnte.