Autor Thema: [Allg] Beamter im mittleren Dienst - Kündigen für gehobenen Dienst?  (Read 4850 times)

Nordlicht

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Gerade in der Finanzverwaltung sind sie da ganz eigen. Ich hatte seinerzeit die Ausbildung für den geh.D in der allgemeinen Verwaltung absolviert, und wegen fehlender Stellen konnte ich nicht übernommen werden.
Ich bin dann in die Finanzverwaltung gewechselt und musste 2 Jahre (statt 3, gnädigerweise verkürzt) erneut an die FH (bzw. Steuerakademie, wie es heute so schön heißt), bis ich dann nach insgesamt 5 Jahren Ausbildung endlich eine Stelle bekommen habe.
Als komplett "Externer" ins Finanzamt zu kommen (als Beamter geh.D) ist meines Wissens fast nicht möglich.

HansPetersen

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Jedwedes Studium nutzt da gar nichts. Die Ausbildung im gD selbst ist ein Studium und nur das zählt. Dieses findet an entsprechenden landeseigenen Verwaltungsfachhochschulen statt.

Dazu benötigt man als Zugangsvoraussetzung lediglich Abitur oder Fachhochschulreife. Sämtliche darüber hinausgehenden Qualifikationen bringen nichts und sind manchmal sogar kontraproduktiv.

Das ist ja quatsch :)... hab doch selbst "nur" ein Betriebswirtschaftliches Studium und bin im gehobenen Dienst angenommen worden. Es gibt auch Informatiker, die ein Diplom, Master oder Bachelorabschluss haben und sind im gehobenen oder höheren Dienst. Also so pauschalisieren würde ich das nicht Kollege.

Ich pauschaliere nicht, sondern rede konkret von der Ausbildung für den gD beim Finanzamt

Darum geht es nämlich in diesem Thread. Also erstmal richtig lesen, bevor man anderen Quatsch vorwirft und selbst Unfug postet, Kollege.

Der Initiator dieses Posts schrieb "ußenprüfer nicht unbedingt aber momentan spiele ich mit dem Gedanken, mich auf eine Stelle im LSF oder Ministerium zu bewerben. Dann wäre zwar mein kurzer Arbeitsweg Geschichte aber einen Tod muss ich wohl so oder so sterben. :)"

somit ist der gute Herr doch flexibel und nicht "nur" auf die eine Laufbahn fixert? Oder verstehe ich da was falsch? :)


Solitair

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Jedwedes Studium nutzt da gar nichts. Die Ausbildung im gD selbst ist ein Studium und nur das zählt. Dieses findet an entsprechenden landeseigenen Verwaltungsfachhochschulen statt.

Dazu benötigt man als Zugangsvoraussetzung lediglich Abitur oder Fachhochschulreife. Sämtliche darüber hinausgehenden Qualifikationen bringen nichts und sind manchmal sogar kontraproduktiv.

Das ist ja quatsch :)... hab doch selbst "nur" ein Betriebswirtschaftliches Studium und bin im gehobenen Dienst angenommen worden. Es gibt auch Informatiker, die ein Diplom, Master oder Bachelorabschluss haben und sind im gehobenen oder höheren Dienst. Also so pauschalisieren würde ich das nicht Kollege.

Ich pauschaliere nicht, sondern rede konkret von der Ausbildung für den gD beim Finanzamt

Darum geht es nämlich in diesem Thread. Also erstmal richtig lesen, bevor man anderen Quatsch vorwirft und selbst Unfug postet, Kollege.

Der Initiator dieses Posts schrieb "ußenprüfer nicht unbedingt aber momentan spiele ich mit dem Gedanken, mich auf eine Stelle im LSF oder Ministerium zu bewerben. Dann wäre zwar mein kurzer Arbeitsweg Geschichte aber einen Tod muss ich wohl so oder so sterben. :)"

somit ist der gute Herr doch flexibel und nicht "nur" auf die eine Laufbahn fixert? Oder verstehe ich da was falsch? :)
Ja, denn er hat nicht geschrieben, dass er die Finanzverwaltung verlassen möchte. LSF ist die Abkürzung für: Landesamt für Steuern und Finanzen in Sachsen.

Ronnyempire

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Ich bin nun 37 und stehe vor selbigem Problem. Ich habe mich für ein Fernstudium entschieden. Die Kommunen bei uns (SH) stellen bereits aufgrund der problematischen Personalgewinnung direkt im allgemeinen Verwaltungsdienst mit einfachem BWL Bachelor ein und ich denke das Land wird dieses auch bald machen müssen. Dieses Jahr verlassen 40 Personen die Akademie für 120 freie Nachwuchsstellen. Und dies ist nicht das erste Jahr mit einer solchen Differenz. Und um einen solchen Rückstand aufholen zu können müsste man schon jetzt eine zweite FH bauen.

Vorteil beim Fernstudium an einer FH ist, dass dieses einfacher ist und du es auch von der Steuer absetzen kannst.

Finanzbeamter

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Der Gedanke mit dem Fernstudiums ist mir auch schon gekommen... Das Problem an der Sache ist nur, dass dieses vom Dienstherrn nicht anerkannt wird. Ich möchte mich ungern 4 Jahre neben der Arbeit anstrengen, um am Ende maximal einen feuchten Händedruck zu bekommen.

Und nein, ich möchte die Finanzverwaltung als solche auch nicht verlassen. Was meine Tätigkeit in dieser betrifft bin ich aber sehr flexibel. :)

nordbeamter

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Moin,

ursprünglich war ich auch im mittleren Dienst in der Finanzverwaltung. Ich habe dann das Fachabitur in der Abendschule nachgeholt und der Plan war dann  als Anwärter in den gehobenen Dienst zu gehen. Tja...gehobener Dienst wurde es  - allerdings in der Kommunalverwaltung. Ich hatte zwischenzeitlich einen Wechsel von A5 nach A6 zu einer Gemeinde vorgenommen. Bis A9 wäre ich bei der Gemeinde innerhalb von gut 5 Jahren gut gekommen. Es kam das Angebot den gehobenen Dienst als Anwärter zu machen. Als ich seinerzeit mit Anfang 20 die Entscheidung getroffen habe, waren meine Vorstellungen auch mal Amtsleiter bis A 12 - A13 werden zu wollen. Aber dann habe ich des Standesamt für mich entdeckt und bin da bei A 10 hängengeblieben, weil mir der Job nun sehr viel Spaß macht habe ich auf mögliche Aufstiegsmöglichkeiten verzichtet. Hauptamtliche-Standesbeamte werden mit bis zu A 10 bezahlt. Den Job hätte ich auch mit A9 bzw. A9 und Amtszulage machen können. Ich mir somit den "Aufstieg" gehobener Dienst sparen können. Ich denke ein Berufsweg ist nur bedingt planbar, weil sich Wertigkeiten und Wünsche im Laufe eines Berufsleben verändern können. Hinzu kommen nicht planbare Veränderungen auch im privaten Bereich, die Einfluss auf den Beruf haben können.

Bedenkt eure berufliche Planungen unter dem Aspekt der Zufriedenheit im Job und kann ich mit der Bezahlung bzw. was noch zeitnah erreichbar ist gut leben?

Gibt es einen Job in meiner Laufbahn/Verwaltung wo ich gut bis A9 bzw. mit Amtszulage komme, der mir Spaß machen würde. Denn in den Endstufen ist das Gehalt schon auf dieser Ebene nicht schlecht...reicht mir das ? 

Welchen Mehrwert habe ich zukünftig durch einen Gehaltsprung in Richtung A11/A12 ? 
Statt Golf steht ein BMW vor der Tür :-) ist es mir das Wert, dann einen Job zu machen der mich nicht zufrieden macht?

Ich kenne ein paar Kollegen bei mir im Hause und die mit ihren Fachdienstleiterjobs unzufrieden sind, teilweise häufig krank sind - weil sie der Job krank macht. Da kommen auch mal so Sprüche, ja du hast den Druck einer Führungsposition nicht, machst da dein Ding. Wurden/Werden Sie dazu gezwungen - Nein.


Muenchner82

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Finanzbeamter wie sieht es denn mit einem Wechsel der Fachlaufbahn aus? Oder willst Du in der Finanzverwaltung bleiben? Hier in Bayern hat msn in der inneren Verwaltung oftmals bessere Karten und ist auch wesentluch flexibler (es kommen als Dienstherrn dann auch Kommunen in Betracht).