Autor Thema: [Allg] Karrieremöglichkeiten?  (Read 2646 times)

HansPetersen

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[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« am: 06.03.2019 13:42 »
Hallo liebe Leute, wie ja einige bereits wissen werden, ich werde ab Juni 2019 Beamter auf Probe in der Bezirksverwaltung.

Ich wollt ma fragen, rein erfahrungsgemäß, sind schnelle Sprünge in Richtung A10, A11 und vielleicht sogar A12 in relativ absehbarer Zeit möglich in den Bezirksverwaltungen? Oder doch eher mangelware?

Ich würde gerne mindestens in Richtung A11 kommen wollen in den nächsten 5 Jahren? realistisch?

Mir ist durchaus bewusst, dass es auf viele Faktoren ankommt. Aber trotzdem mal, da ja einige sicherlich auch ne Menge gesehen und gehört haben, liege ich da realistisch oder eher nicht so?
Es gibt auch bislang kein Bereich auf den ich spezialisiert bin, da ich nicht Verwaltung studiert habe, sondern Betriebswirtschaft.

Hoffe auf intressante Antworten :)

Liebe Grüße

Hans
« Last Edit: 07.03.2019 02:04 von Admin2 »

HansPetersen

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Antw:Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #1 am: 06.03.2019 13:43 »
Vielleicht nochmal dazu als ergänzende Frage,

wie realistisch ist ein Laufbahnwechsel vom Bezirksamt zum Bund?

Liebe Grüße

Hans

Feidl

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Antw:Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #2 am: 06.03.2019 14:20 »
Bei uns hieß es immer, Kommunal wird schneller befördert, dafür kommt man aber seltenst bis ganz hoch. Land (und damit auch Bezirk) hingegen langsam.
Insgesamt ist das halt sehr sehr stark vom Dienstherrn abhängig.

Tipp: Im Stellenplan mal reinschauen. Da kann man dann schon Eindruck bekommen, wie so die Verteilung ist.
Hab ich bei meinem Wechsel zu spät gemacht  :-\

HansPetersen

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Antw:Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #3 am: 06.03.2019 14:29 »
Das mit den Stellenausschreibungen istn bisschen schwierig finde ich, da, so wie ich es mitgebkommen habe, sehr oft schon Leute auf den Stellen sitzen, man also an sich keine Chance hat die Position zu bekommen, egal wie gut man performt bei Vorstellungsgesprächen, wenn man denn überhaupt eingeladen wird.


Skedee Wedee

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Antw:Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #4 am: 06.03.2019 16:56 »
Niemand hat etwas zu Stellenausschreibungen geschrieben, sondern zum Stellenplan. Dieser sagt aus, welche statusrechtlichen Ämter es überhaupt bei Euch in der Verwaltung gibt. Bitte, und dies meine ich nicht böse, sondern wohlwollend, erwerbe ein Buch über das Beamtenrecht in Eurem Bundesland. Damit Du Dir überhaupt einmal die Grundzüge des Beamtentums aneignen kannst. Du hast bzw. wirst eine Urkunde annehmen, ohne Dir überhaupt über die rechtlichen Konstellationen im Klaren zu sein.

In fünf Jahren von A9 (Probebeamter) nach A11. Ist möglich, jedoch eher unwahrscheinlich. Grundsätzlich drei Jahre Probezeit, in denen Du meist nicht befördert werden kannst. Darüber hinaus kommt es aufs Bundesland an. In manchen ist es rechtlich zulässig, direkt im Anschluss an die Probezeit die Ernennung nach A10 auszusprechen, in einigen gilt eine Mindestwartezeit von einem Jahr. Und schwupps, schon kann es mit den fünf Jahren schon nicht mehr hinhauen...

Des Weiteren ist uns die Beförderungspraxis Deiner Behörde unbekannt. Vielleicht reicht auch Deine Beurteilung nicht aus um in die engere Auswahl für die Beförderung zu kommen... Sehr viele Variablen, die wir nicht beantworten können.

Darüber hinaus kommte es darauf an, wie Deine Stelle bewertet ist. Hast Du eine A10er-Stelle, kannst Du auf dieser Position niemals A11 erhalten. Es ist sogar möglich, dass Du bis zur Pension ausschließlich Bezüge nach A9 erhältst und der Dienstherr von einer Beförderung aus bestimmten Gründen absieht...

HansPetersen

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Antw:Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #5 am: 07.03.2019 07:04 »
Niemand hat etwas zu Stellenausschreibungen geschrieben, sondern zum Stellenplan. Dieser sagt aus, welche statusrechtlichen Ämter es überhaupt bei Euch in der Verwaltung gibt. Bitte, und dies meine ich nicht böse, sondern wohlwollend, erwerbe ein Buch über das Beamtenrecht in Eurem Bundesland. Damit Du Dir überhaupt einmal die Grundzüge des Beamtentums aneignen kannst. Du hast bzw. wirst eine Urkunde annehmen, ohne Dir überhaupt über die rechtlichen Konstellationen im Klaren zu sein.

In fünf Jahren von A9 (Probebeamter) nach A11. Ist möglich, jedoch eher unwahrscheinlich. Grundsätzlich drei Jahre Probezeit, in denen Du meist nicht befördert werden kannst. Darüber hinaus kommt es aufs Bundesland an. In manchen ist es rechtlich zulässig, direkt im Anschluss an die Probezeit die Ernennung nach A10 auszusprechen, in einigen gilt eine Mindestwartezeit von einem Jahr. Und schwupps, schon kann es mit den fünf Jahren schon nicht mehr hinhauen...

Des Weiteren ist uns die Beförderungspraxis Deiner Behörde unbekannt. Vielleicht reicht auch Deine Beurteilung nicht aus um in die engere Auswahl für die Beförderung zu kommen... Sehr viele Variablen, die wir nicht beantworten können.

Darüber hinaus kommte es darauf an, wie Deine Stelle bewertet ist. Hast Du eine A10er-Stelle, kannst Du auf dieser Position niemals A11 erhalten. Es ist sogar möglich, dass Du bis zur Pension ausschließlich Bezüge nach A9 erhältst und der Dienstherr von einer Beförderung aus bestimmten Gründen absieht...

Hmm, Stellenplan also :)

Nun Ja, es ist tatsächlich so, dass die meisten Probebeamten/Probebeamtinnen die ich kennengelernt habe bei der Bezirksverwaltung in Berlin innerhalb der 3 Jahren Probezeit von einer A9 Stelle auf eine A10 Stelle gekommen sind, da diese i.d.R. extra für sie ausgeschrieben werden. Sie dürfen zwar noch nicht in der Besoldung A10 Geld verdienen, üben diese Tätigkeit aber bereits mehr oder weniger aus und sobald die Probezeit vorbei ist gehört die Stelle Ihnen... Daher Frage ich halt, ob es dann tatsächlich auch realitisch ist in den nächsten 2 Jahren auf eine A11 Stelle zu kommen? Daher meine Frage nach "Erfahrungswerten".

Ich muss ehrich sagen, dass ich mich manchmal frage, wenn ich schon bei einer A9/A10 Besoldung zucke, weil der Verdienst doch sehr niedrig ausfällt (in meinen Augen zumindest) und es auch keinerlei Zulagen etc. gibt, wie können dann usere Beamten im mittleren Dienst zufrieden sein.

Aber naja, das ist wiederm ein anderes Thema. Ich freue mich trotzdem über mehr Erfahrungswerte hier im Forum.

Liebe Grüße und vorab ein schönes, langes Wochenende.

Hans

Kingrakadabra

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #6 am: 07.03.2019 08:17 »
Hier wird einiges vermischt.
Meinst du mit "kommen" eine Beförderung nach A10 oder lediglich die Einweisung in eine Planstelle?
Der TE sollte sich grundlegend informieren.
Hast du einen Vorbereitungsdienst absolviert? Falls ja, welchen?

LG

Buccaneer

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #7 am: 07.03.2019 08:32 »
Hallo liebe Leute, wie ja einige bereits wissen werden, ich werde ab Juni 2019 Beamter auf Probe in der Bezirksverwaltung.

Ich wollt ma fragen, rein erfahrungsgemäß, sind schnelle Sprünge in Richtung A10, A11 und vielleicht sogar A12 in relativ absehbarer Zeit möglich in den Bezirksverwaltungen? Oder doch eher mangelware?

Ich würde gerne mindestens in Richtung A11 kommen wollen in den nächsten 5 Jahren? realistisch?

Warum mit A-Besoldung abspeisen lassen? Es gibt doch Stufe B...
Ich fasse mal zusammen: Beamter auf Probe ab Juni 2019 und als erstes nach A 12 schielen...???
Das klingt mir ein bißchen wie: Ausbildung begonnen und auf den Chefposten spekulieren.
Ich kenne zwar Deine Fähigkeiten nicht, aber in 5 Jahren von BaP A9 auf A 11 halte ich schon für sehr....hm, nun ja,...ambitioniert...
Mein Tip: Erfahrung sammeln und durch Leistung glänzen - der Rest kommt von alleine

Fingernagel

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #8 am: 07.03.2019 08:40 »
Skedee hat es ja sehr treffend formuliert. Daraus kannst du alles für dich entnehmen, was wichtig ist. Es scheint, als hättest du das alles nicht so richtig verstanden. "Sobald die Probezeit vorbei ist gehört Ihnen die Stelle" Welche Stelle dann? wenn du beförderst wirst bleibt die Stelle die gleiche, die Tätigkeiten bleiben gleich, du bekommst nur etwas mehr Geld dafür....

Du solltes auch erst einmal schauen, welche wie dein Dienstposten überhaupt bewertet ist. In den Bezirksverwaltungen geht es oftmals nur bis A10 auf bestimmten Posten (theoretisch geht es bis A13, in manchen Behörden wie Ministerien etc ist das der Standard), dann kommst du da nie drüber hinweg. Zulagen gibt es für Kinder und den Status verheiratet, und das nicht gerade wenig. In Berlin sind das zb bei verheiratet + 2 kinder knapp 350€ mehr im Monat, entspricht 4259.40 € im Jahr ;)


Organisator

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #9 am: 07.03.2019 08:48 »
Ich kenne zwar Deine Fähigkeiten nicht, aber in 5 Jahren von BaP A9 auf A 11 halte ich schon für sehr....hm, nun ja,...ambitioniert...
Mein Tip: Erfahrung sammeln und durch Leistung glänzen - der Rest kommt von alleine

Gerade auf Bezirksebene in Berlin halte ich das auch für sehr ambitioniert. In der Regel ist eine A 11 dort die erste Führungsposition. Überlege selbst - wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, sich gegen die anderen Bewerber durchzusetzen?

HansPetersen

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #10 am: 07.03.2019 11:03 »
Hier wird einiges vermischt.
Meinst du mit "kommen" eine Beförderung nach A10 oder lediglich die Einweisung in eine Planstelle?
Der TE sollte sich grundlegend informieren.
Hast du einen Vorbereitungsdienst absolviert? Falls ja, welchen?

LG

Nein ich habe keinen Vorbereiungsdienst absolviert. Ich habe BWL studiert und da die Verwaltung händeringend nach Mitarbeitern sucht, werden auch BWLer eingestellt. Ich bin wie gesagt ab Juni dann Beamter auf Probe mit A9 Einstiegsgehalt... Wie das nun konkret heisst oder genannt wird weiß ich nicht, also ob sie nun in einer Planstelle ist oder wie auch immer. Sie hatte ein Vorstellungsgespräch und hat sich gegen andere bewerber durchgesetzt und nun heisst es darf sie die Tätigkeit ausüben und wird nach Beendigung ihrer Beamtenprobezeit (noch 1,5 Jahre) dann automatisch in die Besoldungsgruppe A10 kommen (Sie muss kein Assesmentcenter mehr machen etc.)

Kingrakadabra

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #11 am: 07.03.2019 11:13 »
also ob sie nun in einer Planstelle ist oder wie auch immer. Sie hatte ein Vorstellungsgespräch und hat sich gegen andere bewerber durchgesetzt und nun heisst es darf sie die Tätigkeit ausüben und wird nach Beendigung ihrer Beamtenprobezeit (noch 1,5 Jahre) dann automatisch in die Besoldungsgruppe A10 kommen (Sie muss kein Assesmentcenter mehr machen etc.)

Welche "sie"? Ich dachte du beginnst dort?

HansPetersen

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #12 am: 07.03.2019 11:19 »
also ob sie nun in einer Planstelle ist oder wie auch immer. Sie hatte ein Vorstellungsgespräch und hat sich gegen andere bewerber durchgesetzt und nun heisst es darf sie die Tätigkeit ausüben und wird nach Beendigung ihrer Beamtenprobezeit (noch 1,5 Jahre) dann automatisch in die Besoldungsgruppe A10 kommen (Sie muss kein Assesmentcenter mehr machen etc.)

Welche "sie"? Ich dachte du beginnst dort?

Ich beginne mit A9 als Probebeamter im Juni 2019 ... Mit "Sie" ist eine Kollegin gemeint, die ebenfalls mit A9 begann auf der selben Position wie ich und nun eben die besagte Stelle (A10) bekommen hat :)

Buccaneer

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Antw:[Allg] Karrieremöglichkeiten?
« Antwort #13 am: 07.03.2019 11:49 »
... und wird nach Beendigung ihrer Beamtenprobezeit (noch 1,5 Jahre) dann automatisch in die Besoldungsgruppe A10 kommen (Sie muss kein Assesmentcenter mehr machen etc.)
Das heißt, sie wird auf ihrem Posten befördert. Anders ausgedrückt: Der Posten ist nach A9/A10 bewertet und mit einer entsprechenden Bewertung hinterlegt.
Assessmentcenter zur Erlangung einer Beförderung sind eher unüblich, sondern nennen sich im Beamtenjargon "Regelbeurteilung". Berförderungsauswahlen finden i.d.R. unter Zuhilfenahme eben dieser Beurteilungen statt und haben gem. Beamtenrecht nach "...Eignung, Leistung und Befähigung..." zu erfolgen, sprich: wer die beste Beurteilung hat, kann befördert werden. Ein Recht auf Beförderung gibt es nicht (solange die Beurteilung das nicht hergibt).
Befördert ist man dann, wenn man die Urkunde unterschrieben hat, völlig egal, was vorher besprochen oder versprochen wurde...
Der viel wichtigere Schritt als die Beförderung ist zunächst einmal die Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit, damit man nicht als "Beamter auf Probe außerhalb der Probezeit" zwischen Baum und Borke sitzt.

HansPetersen

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« Antwort #14 am: 07.03.2019 12:15 »
... und wird nach Beendigung ihrer Beamtenprobezeit (noch 1,5 Jahre) dann automatisch in die Besoldungsgruppe A10 kommen (Sie muss kein Assesmentcenter mehr machen etc.)
Das heißt, sie wird auf ihrem Posten befördert. Anders ausgedrückt: Der Posten ist nach A9/A10 bewertet und mit einer entsprechenden Bewertung hinterlegt.
Assessmentcenter zur Erlangung einer Beförderung sind eher unüblich, sondern nennen sich im Beamtenjargon "Regelbeurteilung". Berförderungsauswahlen finden i.d.R. unter Zuhilfenahme eben dieser Beurteilungen statt und haben gem. Beamtenrecht nach "...Eignung, Leistung und Befähigung..." zu erfolgen, sprich: wer die beste Beurteilung hat, kann befördert werden. Ein Recht auf Beförderung gibt es nicht (solange die Beurteilung das nicht hergibt).
Befördert ist man dann, wenn man die Urkunde unterschrieben hat, völlig egal, was vorher besprochen oder versprochen wurde...
Der viel wichtigere Schritt als die Beförderung ist zunächst einmal die Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit, damit man nicht als "Beamter auf Probe außerhalb der Probezeit" zwischen Baum und Borke sitzt.

Also hier in Berlin, soweit ich das mitbekomme, geht alles nur über Auswahlgespräche. Klar zählt die Beurteilung fast bis zu 70%, aber man kann mit gutem Eindruck beim orstellungsgespräch auch genommen werden.

Und nein, sie hat vorher im Sozialamt (A9) Ihre 7 Monats Runde gedreht und arbeitet nun in der Büroleitung (A10), also etwas komplett anderes. Bezahlt wird sie aber wohl noch mit A9 bis zur Vollendung der Probezeit.