Autor Thema: Freistellung zu Untersuchungen bei Schwangerschaft (Gleitzeit)  (Read 5954 times)

Keeper83

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@keeper83

Es handelt sich in diesem thread um Freistellung bei Schwangerschaft gemäß MuSchG...

Ganz genau. Du möchtest allerdings eine Freistellung von den von dir selbst auferlegten Arbeitszeiten.
Kann man mal so fordern.
Dann darf aber auch die Frage erlaubt sein, ob du auch bei anderen privaten Angelegenheiten so streng zu dir bist und diese Arbeiszeiten immer einhältst und das Angebot der flexiblen Arbeistzeit wirklich nie annimmst. Vielleicht bekomme ich darauf ja noch eine Antwort.

Poggeliese

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@keeper83

Es handelt sich in diesem thread um Freistellung bei Schwangerschaft gemäß MuSchG...

Ganz genau. Du möchtest allerdings eine Freistellung von den von dir selbst auferlegten Arbeitszeiten.
Kann man mal so fordern.
Dann darf aber auch die Frage erlaubt sein, ob du auch bei anderen privaten Angelegenheiten so streng zu dir bist und diese Arbeiszeiten immer einhältst und das Angebot der flexiblen Arbeistzeit wirklich nie annimmst. Vielleicht bekomme ich darauf ja noch eine Antwort.

Damit dann gefühlt weiter auf mir "herumgehackt" wird? Es wäre doch egal was ich dazu jetzt antworte, richtig?

Ich habe all eure Aussagen verstanden (wie ich ebenfalls schon mehrmals sagte) und akzeptiere diese, egal ob von SPID und Kaffeetassensucher. Die wohl (vermutlich) beide glauben, ich hätte nicht verstanden, was sie wollen.
Trotzdem sei mir zugestanden, dass ich mich schlechtergestellt fühle. Zack, Bum, Aus die Maus.

Ich danke trotzdem für eure Kommentare und erwähne wieder: ich habe die Auslegung zur Freistellung im Bezug zum MuSchG und Gleitzeitregelung mit KAZ verstanden!



MoinMoin

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Trotzdem sei mir zugestanden, dass ich mich schlechtergestellt fühle. Zack, Bum, Aus die Maus.
Was ja gerechtfertig ist, wenn man dein Beispiel betrachtet. Das warum die Leute auf dich bei so einer Frage rumhacken liegt wahrscheinlich daran, dass man gerne vergisst, dass man sich leider nicht bessergestellt fühlt, wenn der umgekehrte Fall eintritt (den ich angeführt habe) und du damit von einigen hier in die Rosinenpicker Ecke gestellt wirst.

Ich kann dein Anliegen gut nachvollziehen und sehe auch nur eine Lösung darin, dass man sich eben die Termin in die Kernarbeiteszeit legen läßt, oder aber einen generösen AG hat, der einem bei Gleitzeit die Zeiten schenkt.

Kaffeetassensucher

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Es ist nicht so, dass ich das Anliegen nicht ebenfalls verstehen kann.
Nur rechtlich gibt es eben nichts her. Das sollte auch kein "Rumhacken" sein, falls es so rübergekommen ist, dann entschuldige bitte.

Spid

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Gefühle sind unbeachtlich und gehören ins Brigitte-Forum. Hier geht es um (tarif-)rechtliche Fragestellungen.

Keeper83

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Trotzdem sei mir zugestanden, dass ich mich schlechtergestellt fühle. Zack, Bum, Aus die Maus.
Was ja gerechtfertig ist, wenn man dein Beispiel betrachtet. Das warum die Leute auf dich bei so einer Frage rumhacken liegt wahrscheinlich daran, dass man gerne vergisst, dass man sich leider nicht bessergestellt fühlt, wenn der umgekehrte Fall eintritt (den ich angeführt habe) und du damit von einigen hier in die Rosinenpicker Ecke gestellt wirst.

Ich kann dein Anliegen gut nachvollziehen und sehe auch nur eine Lösung darin, dass man sich eben die Termin in die Kernarbeiteszeit legen läßt, oder aber einen generösen AG hat, der einem bei Gleitzeit die Zeiten schenkt.

Ob es lobenswert ist, wenn man sich bewusst private Termine in die Arbeitszeit legt, obwohl es Alternativen gäbe, sei mal dahingestellt. Sagt aber natürlich einiges über einen AN aus. Genau wie über Diskussionsteilnehmer der Beitrag "Zack, Bum, Aus die Maus."
Ein rumhacken vermag ich hier nicht zu erkennen. Wer Meinungen abfragt muss auch damit leben können, wenn sie nicht zu der eigenen passen.

Poggeliese

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1. Brigitte gibt mir keine Infos zum TVL. Ich finde das man hier im Forum trotzdem ein gewisses Maß an Freundlichkeit beachten sollte.
2. Zack, Bum, Aus die Maus - ich greife damit ja niemanden an! Ich hätte auch schreiben können " Isch habe fertisch..."


Allen anderen, danke nochmal für die Anmerkungen. Ich denke es findet sich unter den Voraussetzungen sicherlich eine Lösung.

Spid

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Die rechtliche Situation war doch schnell geklärt. Einwände, die mit „Ich fühle...“ beginnen, finden ihre Würdigung hingegen deutlich eher im Brigitte-Forum, wo Gefühlchen gestreichelt werden - während sie hier völlig unbeachtlich sind.

MoinMoin

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Ob es lobenswert ist, wenn man sich bewusst private Termine in die Arbeitszeit legt, obwohl es Alternativen gäbe, sei mal dahingestellt.
Natürlich ist es nicht lobenswert, so wie die Gleitzeitlose ja ebenfalls einen Termin um 17:30 machen sollte.

Deswegen finde ich ja auch Kernarbeitszeit quark (dort wo es nicht notwendig ist)
Wir haben Funktionszeit, d.h. egal wann wir einen Termin beim Arzt haben, der nicht den ganzen Tag dauert, muss ich nacharbeiten, oder mich krankschreiben lassen.
Ich fühle mich dabei aber mitnichten schlechtergestellt, sondern fühle mich aktiv an den anderen Tagen als Bessergestellter durch diese Freiheiten. (und früher hatte ich es sogar noch besser und nur Vertrauensarbeitszeit)

Nordlicht

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Ob es lobenswert ist, wenn man sich bewusst private Termine in die Arbeitszeit legt, obwohl es Alternativen gäbe, sei mal dahingestellt.
Natürlich ist es nicht lobenswert, so wie die Gleitzeitlose ja ebenfalls einen Termin um 17:30 machen sollte.

Deswegen finde ich ja auch Kernarbeitszeit quark (dort wo es nicht notwendig ist)
Wir haben Funktionszeit, d.h. egal wann wir einen Termin beim Arzt haben, der nicht den ganzen Tag dauert, muss ich nacharbeiten, oder mich krankschreiben lassen.
Ich fühle mich dabei aber mitnichten schlechtergestellt, sondern fühle mich aktiv an den anderen Tagen als Bessergestellter durch diese Freiheiten. (und früher hatte ich es sogar noch besser und nur Vertrauensarbeitszeit)

Und lass mich raten: die VAZ hattest du sogar in derselben Behörde...

MoinMoin

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Und lass mich raten: die VAZ hattest du sogar in derselben Behörde...
Nein, in der freien Wirtschaft bzw. bei einem Forschungsinstitut.

Nordlicht

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Und lass mich raten: die VAZ hattest du sogar in derselben Behörde...
Nein, in der freien Wirtschaft bzw. bei einem Forschungsinstitut.

Ah, okay. Denn dieses System der unterschiedlichen Arbeitszeitregelungen in ein und derselben Behörde kenne ich nämlich auch. Und finde es unfassbar dämlich.

Sorry für off topic...

MoinMoin

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Und lass mich raten: die VAZ hattest du sogar in derselben Behörde...
Nein, in der freien Wirtschaft bzw. bei einem Forschungsinstitut.

Ah, okay. Denn dieses System der unterschiedlichen Arbeitszeitregelungen in ein und derselben Behörde kenne ich nämlich auch. Und finde es unfassbar dämlich.

Sorry für off topic...
Jein, wenn es Bereiche mit z.B. Publikumsverkehr, Aussenkontakten gibt, benötigt man sicherlich eine andere Regelung als in reinen "Verwaltungsbereichen".

off topic off

Mithrode

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Wie einige schon ausgeführt haben sind Arzttermine ausserhalb der regelmäßigen Arbeitszeit zu legen. Medizinisch notwendige Arzttermine dürfen, sofern nicht anders möglich, auch während der Arbeitszeit stattfinden.

Wer feste Arbeitszeiten hat (z.B. 7:30 - 16 Uhr) wird für notwendige Untersuchungen sofern diese nicht ausserhalb der Arbeitszeit liegen können (weil der Arzt nur um 13 Uhr einen Termin frei hatte) freigestellt.

Wer Gleitzeit mit Kernarbeitszeit hat (z.B. Gleitzeit 6:30 - 20 Uhr mit Kernarbeitszeit von 9 - 15 Uhr), bekommt nur eine Zeitgutschrift, wenn der Termin innerhalb der Kernarbeitszeit liegt.

Wer Gleitzeit hat (wie bei mir 6:30 - 20 Uhr), der bekommt garkeine Zeitgutschrift.

Eine Freistellung bekommt man natürlich nur zu den Zeiten, in denen man Anwesenheitspflicht hat (z.B. Kernarbeitszeit).

In deinem Fall ist die Untersuchung medizinisch notwendig. Aber da dein Termin in der Gleitzeit und nicht in der Kernarbeitszeit liegt, bekommst du natürlich keine Gutschrift, da in der Zeit keine Anwesenheitspflicht durch festgelegte Arbeitszeiten bestand.

Dein Vor- und auch Nachteil ist halt, das du eine Gleitzeit hast.

lisa

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Die Möglichkeiten des Nacharbeitens sind bei Schwangeren aber auch eingeschränkt, da sie vom Gesetzgeber her nicht mehr als 8,5 Stunden am Tag arbeiten dürfen.
Wenn dazu dann häufigere Arzttermine kommen, dann verstehe ich schon dass das schwierig werden kann. Insbesondere, wenn man dann noch ab und zu unter Übelkeit leidet und deshalb später zur Arbeit kommt. Hier hat allerdings der Arbeitnehmer den Spielraum zu entscheiden, wann er sich krank meldet und wann er einfach später zur Arbeit kommt und das übers Gleitzeitkonto regelt. Und wenn das Gleitzeitkonto durch Arzttermine geplündert ist, dann schwindet hier der Spielraum. Insofern kann es durchaus sein, dass der Arbeitgeber sogar davon profitieren würde, wenn er sich kulant zeigt.