Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 526209 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2805 am: 01.03.2020 16:34 »
Warum auf minderwertige Gewerkschaftspublikationen zurückgreifen, wenn man auch die Originalquelle verwenden kann?

Max

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2806 am: 01.03.2020 16:41 »
Da warst du schneller und mir war nicht bewusst,  dass es auch einiger maßen gut lesbare Primärquellen gibt.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2807 am: 01.03.2020 20:16 »
Die Fachserie 14 Reihe 6 des Statistischen Bundesamtes enthält die entsprechenden Informationen.

Nimmt alle Bereiche des öD, also TVöD, TV-L und TVöD-VKA zusammen, was Sinn macht, da alle unter der Struktur der Entgelttabelle "leiden", so ergibt sich, dass es

im Bereich E1-E8 1.337.570 Mitarbeiter,

im Bereich E9-E12 858.475 Mitarbeiter und

im Berich E13-E15Ü 379.290 Mitarbeiter

gibt.

Das heißt es gibt 1.333.570 Mitarbeiter ohne oder mit Berufsausbildung und 1.237.765 Mitarbeiter mit akademischen Abschluss.

Wie kann man es sich eigentlich leisten die Tarifpolitik nur anhand der untern Entgeltgruppen auszurichten, d. h. gefühlt für die EGs 5 und 6 zu machen? Warum ignorieren die gut die Hälfte der Angestellten?

Wie war es eigentlich früher, hat da eine A13 bspw. einer E13 entsprochen und die Entwicklung ist nur auseinander gelaufen aufgrund miserabler Ergbnisse?

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2808 am: 01.03.2020 20:23 »
Das heißt es gibt 1.333.570 Mitarbeiter ohne oder mit Berufsausbildung und 1.237.765 Mitarbeiter mit akademischen Abschluss.

Inwiefern wäre das ein zulässiger Schluß?

Zitat
Wie war es eigentlich früher, hat da eine A13 bspw. einer E13 entsprochen und die Entwicklung ist nur auseinander gelaufen aufgrund miserabler Ergbnisse?

Besoldungsgruppen und Entgeltgruppen hatten noch nie irgendwas miteinander zu tun.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2809 am: 01.03.2020 20:31 »
Das heißt es gibt 1.333.570 Mitarbeiter ohne oder mit Berufsausbildung und 1.237.765 Mitarbeiter mit akademischen Abschluss.

Inwiefern wäre das ein zulässiger Schluß?

Zitat
Wie war es eigentlich früher, hat da eine A13 bspw. einer E13 entsprochen und die Entwicklung ist nur auseinander gelaufen aufgrund miserabler Ergbnisse?

Besoldungsgruppen und Entgeltgruppen hatten noch nie irgendwas miteinander zu tun.

Ja, natürlich kann auch ein Akademiker für eine E6 arbeiten. Ja, natürlich kann ein Mensch mit Ausbildung für eine E11 arbeiten.

Ich hätte es präziser formulieren sollen, aber es arbeiten fast genausoviele Menschen in den oberen Entgeltgruppen, wie in den unteren Entgeltgruppen. Warum findet sich dies nicht in den Tarifverhandlungen wieder?

Es ist mir klar das Entgelt und Sold nicht zusammengehen, aber gab es beim Netto mal einen geringeren Unterschied als es jetzt der Fall ist? Bspw. E13 vs A13.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2810 am: 01.03.2020 20:36 »
Das Netto von willkürlich ausgewählten Entgelt- und Besoldungsgruppen? Oder welchen Zusammenhang siehst Du zwischen E13 und A13?

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2811 am: 01.03.2020 21:42 »
Das Netto von willkürlich ausgewählten Entgelt- und Besoldungsgruppen? Oder welchen Zusammenhang siehst Du zwischen E13 und A13?

Das ist nicht willkürlich. Wenn man eine E13 hat wird man in den meisten Fällen in eine A13 eingruppiert und macht danach die gleiche Arbeit einfach weiter.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2812 am: 01.03.2020 21:46 »
Natürlich ist das willkürlich, weil Besoldungs- und Entgeltgruppen in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Und man wird nicht in A13 eingruppiert.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2813 am: 01.03.2020 21:51 »
Natürlich ist das willkürlich, weil Besoldungs- und Entgeltgruppen in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Und man wird nicht in A13 eingruppiert.

Himmel, Arsch und Zwirn. Wenn ich hier in gemäß der bayrischen Besoldungsordnung verbeamtet werde bekomme ich anstelle der E 13 eine A 13 und ich mache trotzdem die gleichen Aufgaben wie zuvor.

Ist das den so schwer zu verstehen?

Gegenüber den Tarifbeschäftigen ist es doppelt unfair, da man zum Ausgleich für ein geringeres monatliches Entgelt noch privat fürs Alter vorsorgen darf und dann trotzdem weniger im Alter rausbekommt...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2814 am: 01.03.2020 22:04 »
Und welche Bedeutung sollte das haben?

Max

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2815 am: 01.03.2020 22:13 »

Nimmt alle Bereiche des öD, also TVöD, TV-L und TVöD-VKA zusammen, was Sinn macht, da alle unter der Struktur der Entgelttabelle "leiden", so ergibt sich, dass es

im Bereich E1-E8 1.337.570 Mitarbeiter,

im Bereich E9-E12 858.475 Mitarbeiter und

im Berich E13-E15Ü 379.290 Mitarbeiter

gibt.

Das heißt es gibt 1.333.570 Mitarbeiter ohne oder mit Berufsausbildung und 1.237.765 Mitarbeiter mit akademischen Abschluss.

Wie kann man es sich eigentlich leisten die Tarifpolitik nur anhand der untern Entgeltgruppen auszurichten, d. h. gefühlt für die EGs 5 und 6 zu machen? Warum ignorieren die gut die Hälfte der Angestellten?

Wie war es eigentlich früher, hat da eine A13 bspw. einer E13 entsprochen und die Entwicklung ist nur auseinander gelaufen aufgrund miserabler Ergbnisse?
Ich sehe keinen Grund TVL und TVÖD zusammen zu betrachten. Noch weniger würde ich E9 mit E10-E12 zusammen werfen (E9a und E9b ist bei uns Standard für Mitarbeiter mit Berufsausbildung).
Noch weniger lässt sich aus diesen Zahlen ablesen, wessen Interessen Verdi vertreten sollte. Die zu vertretende Gruppe ergäbe sich aus der Summe der ausgezahlten Entgelte einer EG * %Verdi-Mitgliedschaft. Schon wegen der wenigen Angestellten im hohen Bereich erscheint mir hier ein Engagement von Verdi nicht lohnend.

Gibt es eine Statistik zum Organisationsgrad aufgeschlüsselt nach EG?

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2816 am: 01.03.2020 22:18 »
Natürlich ist das willkürlich, weil Besoldungs- und Entgeltgruppen in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Und man wird nicht in A13 eingruppiert.

Himmel, Arsch und Zwirn. Wenn ich hier in gemäß der bayrischen Besoldungsordnung verbeamtet werde bekomme ich anstelle der E 13 eine A 13 und ich mache trotzdem die gleichen Aufgaben wie zuvor.

Ist das den so schwer zu verstehen?

Gegenüber den Tarifbeschäftigen ist es doppelt unfair, da man zum Ausgleich für ein geringeres monatliches Entgelt noch privat fürs Alter vorsorgen darf und dann trotzdem weniger im Alter rausbekommt...

Dieses Thema hatte ich bereits erfolglos diskutiert.
Spid beharrt auf seine Ansichten.
Ich bringe immer wieder das Beispiel eines Gymnasiellehrers.
Beide gleiche Ausbildung, gleiche Fächer , gleiche Schule, gleiches Alter,verheiratet, 2 Kinder.
Einer ist Angestellt in E13, der zweite verbeamtet in A13.
Diese Konstellation ist sehr oft anzutreffen.
Nettounterschied sind extrem.

Aber Besoldung und Vergütung haben nichts gemeinsam, ausser dass o.g. Kollegen sich im Lehrerzimmer gegenübersitzen und gleiche Leistung und gleiche Ausbildung unterschiedlich vergütet wird

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2817 am: 01.03.2020 22:22 »
Da Lehrer an allgemeinbildenden Schulen im TVÖD nicht eingruppiert sind, erübrigt sich ja auch jede Diskussion über Dein „Beispiel“.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2818 am: 01.03.2020 22:23 »
Natürlich ist das willkürlich, weil Besoldungs- und Entgeltgruppen in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Und man wird nicht in A13 eingruppiert.

Himmel, Arsch und Zwirn. Wenn ich hier in gemäß der bayrischen Besoldungsordnung verbeamtet werde bekomme ich anstelle der E 13 eine A 13 und ich mache trotzdem die gleichen Aufgaben wie zuvor.

Ist das den so schwer zu verstehen?

Gegenüber den Tarifbeschäftigen ist es doppelt unfair, da man zum Ausgleich für ein geringeres monatliches Entgelt noch privat fürs Alter vorsorgen darf und dann trotzdem weniger im Alter rausbekommt...

Dieses Thema hatte ich bereits erfolglos diskutiert.
Spid beharrt auf seine Ansichten.
Ich bringe immer wieder das Beispiel eines Gymnasiellehrers.
Beide gleiche Ausbildung, gleiche Fächer , gleiche Schule, gleiches Alter,verheiratet, 2 Kinder.
Einer ist Angestellt in E13, der zweite verbeamtet in A13.
Diese Konstellation ist sehr oft anzutreffen.
Nettounterschied sind extrem.

Aber Besoldung und Vergütung haben nichts gemeinsam, ausser dass o.g. Kollegen sich im Lehrerzimmer gegenübersitzen und gleiche Leistung und gleiche Ausbildung unterschiedlich vergütet wird

Scheint mir logisch zu, aber ich bin auch nur Ingenieur und kein Jurist.^^

Otto1

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #2819 am: 01.03.2020 22:24 »
Da Lehrer an allgemeinbildenden Schulen im TVÖD nicht eingruppiert sind, erübrigt sich ja auch jede Diskussion über Dein „Beispiel“.

Dann halt TV-L, diese Transferleistung sollte jeder hinbekommen.