Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 532050 times)

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #885 am: 05.01.2020 10:43 »
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen,
Und da ich neulich eine Anzeige gesehen habe, wo der Mangel an Köchen als Fachkräftemangel tituliert wurde, weiß ich nicht mehr, was man mit Fachkraftmangel eigentlich meint.
Fachkraft=ausgebildete Arbeitskraft?
Zitat
sind die Dienstgeber doch sicherlich gewillt kompetente AN zu gewinnen. Oder!?
Dazu würde es theoretisch reichen, dass der Dienstgeber es sich erlaubt übertariflich zu bezahlen.
Und der Dienstgeber lokal gewillt ist dieses Instrument einzusetzen.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #886 am: 05.01.2020 10:56 »
Wasdennnu:

Ich mag halt nicht die Unterstellung, mir grenzwertige Neigungen nahezulagen. Das gehört sich grundsätzlich nicht und auch nicht in ein Forum. Mäßige dich und diskutiere ordentlich.

Es ist ein starker Unterschied, ob ich Sympathien für bestimmte Verhaltensweisen habe oder ob ich diese selbst für mich in Erwägung ziehe. Unterscheide hier bitte ganz klar. Dann - aber erst dann kann weiter diskutiert werden. Dein Verhalten ist hier insofern als grenzwertig anzusehen.

Des Weiteren halte Abstand davon, nur in Erwägung zu ziehen, ich würde im Rahmen meiner Tätigkeit im öD nicht die Gesetze achten.

Wohl gemerkt, erst dannn.


BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #887 am: 05.01.2020 10:59 »
Neben der Erhöhung der Entgeltung ( E1 bis E8: 4-5 % )  (E 9 ff.: > 9 %) sollten sich : Verantwortung ( über das Leben von schwer kranken Pat.) und Bedeutung der Tätigkeit ( Gesundheit der Bevölkerung) wieder   finanziell herausragend abbilden!


Die Verantwortung über das Leben liegt bitte schön beim Menschen selbst. Sollte er dies aufgrund von Krankheit und Gebrechen nicht ausüben können, wäre ein Betreuer, am besten ein naher Angehöriger, zu bestellen.

Was sind das hier für Lebensauffassungen?

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #888 am: 05.01.2020 11:42 »
Wasdennnu:

Ich mag halt nicht die Unterstellung, mir grenzwertige Neigungen nahezulagen. Das gehört sich grundsätzlich nicht und auch nicht in ein Forum. Mäßige dich und diskutiere ordentlich.

Es ist ein starker Unterschied, ob ich Sympathien für bestimmte Verhaltensweisen habe oder ob ich diese selbst für mich in Erwägung ziehe. Unterscheide hier bitte ganz klar. Dann - aber erst dann kann weiter diskutiert werden. Dein Verhalten ist hier insofern als grenzwertig anzusehen.
Ok, dann ändere ich meine Formulierung:
Du neigst nicht zu Selbstjustiz, du sympathisierst (oder tolerierst) nur mit (einigen) Menschen die Selbstjustiz begehen und hast Sympathien für bestimmte strafbaren Verhaltensweisen.
Und du bist charakterstark genug es nur bei der Sympathie zu belassen und geistig gereift genug, diese Trennschärfe auch im eigenem Handeln umzusetzen und wirst nicht im falschen Moment, aufgrund dieser Gefühle, fünfe Grade sein lassen.
Zitat
Des Weiteren halte Abstand davon, nur in Erwägung zu ziehen, ich würde im Rahmen meiner Tätigkeit im öD nicht die Gesetze achten.
Will und wollte ich nicht, ich drum habe folgendes vorangestellt
Dann überdenke deine Wortwahl,
Und wenn du zwischen Schwarzarbeit und Steueroptimierung im gesetzlichen Rahmen nur eine Formalität siehst, dann finde ich es bedenklich und bekommen das Gefühl, dass du diese Grenzen nicht immer erkennst oder dich nur in der Formulierung vergriffen hast.
Ich gehe nun von letzterem aus.
Ich persönlich sehe aber weiterhin systematische Steuerhinterziehung (z.B. Schwarzarbeit) nicht als Kavaliersdelikt an. Und finde, dass die Auslöser dieser illegalen Verhaltensweisen stärker bestraft werden müssen.
Ich erkenne durchaus strafmildernde Umstände an (z.B. die illegale Pflegerin für Omi), gehe aber nicht so weit, dass ich mit dieser Handlungsweise sympathisiere.
Da haben wir halt zwei unterschiedliche Standpunkte.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #889 am: 05.01.2020 11:51 »

Ich persönlich sehe aber weiterhin systematische Steuerhinterziehung (z.B. Schwarzarbeit) nicht als Kavaliersdelikt an. Und finde, dass die Auslöser dieser illegalen Verhaltensweisen stärker bestraft werden müssen.
Ich erkenne durchaus strafmildernde Umstände an (z.B. die illegale Pflegerin für Omi), gehe aber nicht so weit, dass ich mit dieser Handlungsweise sympathisiere.
Da haben wir halt zwei unterschiedliche Standpunkte.

Nö, die Standpunkte sind womöglich völlig gleich. Du interpretierst nur zu viel in den Text hinein, was dort so nicht steht. Denn genau um solche "aufstockende" Schwarzarbeit, wie du gerade erwöhnst, geht es mir. Nicht um das ganze Potpourri an Möglichkeiten, vor allem nicht von Arbeitgebern, die so etwas großflächig durchführen.

Die Bestrafung der Auslöser solltest Du dir aber noch mal überlegen. Eine persönliche Haftung für Politiker ist nicht opportun.

Es ist doch Alltag in meinem Bekanntenkreis, auch von Polizisten und Juristen, daß z. B. die Verfolgung von Cannbibas endlich der Vergangenheit angehören soll, dennoch wird dies im Alltag mit extrem großen Aufwand und extrem mäßigem Erfolg verkauft.

Bau hier keine moralischen Grenzgräben auf, wo diese nicht hingehören.

Aber man sollte zum eigentlich Thema zurückkehren.

Meine Forderung: alleiniger und einseitiger Abschluss durch die Arbeitgeber, damit bin ich immer besser gefahren.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #890 am: 05.01.2020 12:40 »
Du interpretierst nur zu viel in den Text hinein, was dort so nicht steht.
Deswegen habe ich dich auf deine Wortwahl hingewiesen. Und du hättest es differenzierter klar stellen können.
Anstelle diese Darstellung als geblubber zu titulieren.
Zitat
Dann überdenke deine Wortwahl,

wer bei strafbaren Handlungen von öfters gerechtfertigter Notwehr spricht, also der rechtfertigt illegales Handeln, er akzeptiert und toleriert damit diese Form der Steuerhinterziehung und stellt sich damit bewusst außerhalb des Rechtes.

Das man es bei einigen Arbeitnehmern menschlich nachvollziehen kann, dass sie in diese Form der Illegalität abgleiten, ist eine anderes Ding (wobei sie es nicht tun müssen um zu überleben, sie wollen halt nur mehr Geld verdienen).
Und bei wenigen AGs dieser Schwarzarbeit kann ich es auch noch menschlich nachvollziehen (ja die Osteuropa Pflegekraft für Omi ist halt nicht legal zubekommen).

Das ist aber die Ausnahme und nicht die Mehrheit, die Mehrheit will sich nur bereichern, weil sie unsere Steuer\Sozialsystem scheiße finden und sich ihre eigene Regeln aufbauen.
Selbstjustiz halt.
Lies diese Geblubber nochmal und denke darüber nach. Für mich ist gerade "aufstockende" Schwarzarbeit durchaus eine Form der Selbstjustiz. Mit der man keine Sympathie empfinden sollte, auch wenn man sie in einigen Fällen nicht als schwerwiegend, weil nicht auf reine Bereicherung ausgelegt ansieht, sondern eine aus der Sicht der Handelnden eine Reaktion auf das versagen des Staates ein gerechtes Steuersystem zu entwickeln (und man sich moralisch in einer Notwehrsituation wähnt). Das kann man leicht nachvollziehen. 
(Die nicht "aufstockende" Schwarzarbeit ist reinweg nur eine Straftat.)
Allerdings:
Für mich ist es ein meilenweiter Unterschied für etwas Sympathie zu hegen (es also gut heißen) oder etwas nachzuvollziehen (und tendenziös fünfe Grade sein zu lassen).
Diesen Unterschied hast du sprachlich nicht ausgedrückt und es kam so rüber als ob du ein solches handeln ("aufstockende" Schwarzarbeit) gut heißt.
Und da steigt bei mir halt die Fantasie hoch, dass man es nicht nur gut heißt, sondern auch nahe dran ist es zu unterstützen und da habe ich durchaus einen moralischen Grenzgraben.

Zurück zum Thema:
JSZ x% für alle gleich (damit es keine HG Verwerfungen gibt)
3% für alle.
und am wichtigsten (aber teilweise außerhalb TVöD):
Öffnungsklauseln für die AG, das sie beliebig übertariflich zahlen können bzw. freie Wahl bei der Gewährung von Zulagen bekommen.
(im TV-L gibt es ja den §16.5, Bund §16.6)
 mit einer Ergänzung, die sich nicht nur auf Stufen sondern auch auf höhere EG bezieht.

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #891 am: 05.01.2020 13:30 »
Der einzige entscheidenden Satz, ist das die hier irgendwo die Fantasie hochsteigt.

Danke also für die Bestätigung. Ansonsten lass es bitte mit deiner - auch noch fehlschlagenden Kritik - die hier in diesem Strang auch nichts zu suchen hat.

MalZu

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #892 am: 05.01.2020 14:24 »
Neben der Erhöhung der Entgeltung ( E1 bis E8: 4-5 % )  (E 9 ff.: > 9 %) sollten sich : Verantwortung ( über das Leben von schwer kranken Pat.) und Bedeutung der Tätigkeit ( Gesundheit der Bevölkerung) wieder   finanziell herausragend abbilden!


Die Verantwortung über das Leben liegt bitte schön beim Menschen selbst. Sollte er dies aufgrund von Krankheit und Gebrechen nicht ausüben können, wäre ein Betreuer, am besten ein naher Angehöriger, zu bestellen.

Was sind das hier für Lebensauffassungen?

z.B. "Heilberufe"!
Liebe Grüße!

MalZu

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« Antwort #893 am: 05.01.2020 14:27 »
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen,
Und da ich neulich eine Anzeige gesehen habe, wo der Mangel an Köchen als Fachkräftemangel tituliert wurde, weiß ich nicht mehr, was man mit Fachkraftmangel eigentlich meint.
Fachkraft=ausgebildete Arbeitskraft?
Zitat


Antwort von MalZu::
Und dieser "Mangel" wird sich zementieren, solange ein Transferleistungsbezug ( vor allem für Familien ) finanziell besser gestellt ist!
Dies äußern Arbeit suchende Menschen ganz offen !

BAT

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« Antwort #894 am: 05.01.2020 14:53 »

z.B. "Heilberufe"!
Liebe Grüße!

Und die haben eine Verantwortung über das Leben anderer Menschen?

WasDennNun

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« Antwort #895 am: 05.01.2020 18:35 »
Der einzige entscheidenden Satz, ist das die hier irgendwo die Fantasie hochsteigt.

Danke also für die Bestätigung. Ansonsten lass es bitte mit deiner - auch noch fehlschlagenden Kritik - die hier in diesem Strang auch nichts zu suchen hat.
Welche fehlgeschlagene Kritik? Dass ich es merkwürdig finde, wenn Menschen (insbesondere welche die im öD arbeiten) mit Gesetzesbrechern sympathisieren? Und dies undifferenziert tun?
Das festzustellen hat in diesem Forum in jedem Strang was zu tun.

z.B. "Heilberufe"!
Liebe Grüße!

Und die haben eine Verantwortung über das Leben anderer Menschen?
Nein, nicht Verantwortung über das Leben, sie können aber verantwortlich sein, ob jemand überlebt oder stirbt. Vielleicht ist ja das von malzu gemeint.

WasDennNun

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« Antwort #896 am: 05.01.2020 19:00 »
Sollte sich die politische Großlüge des Fachkräftemangels doch als Realität darstellen,
Und da ich neulich eine Anzeige gesehen habe, wo der Mangel an Köchen als Fachkräftemangel tituliert wurde, weiß ich nicht mehr, was man mit Fachkraftmangel eigentlich meint.
Fachkraft=ausgebildete Arbeitskraft?
Antwort von MalZu::
Und dieser "Mangel" wird sich zementieren, solange ein Transferleistungsbezug ( vor allem für Familien ) finanziell besser gestellt ist!
Dies äußern Arbeit suchende Menschen ganz offen !
Ob finanziell bessergestellt lasse ich mal im Raum stehen. (Da gibt es nur wenige Konstellationen wo dieses zutrifft).
Auf alle Fälle müsste mehr von selbstverdienten Geld anrechnungsfrei bleiben, damit es sich auch finanziell lohnt dazu zu verdienen und man nicht in die illegalität der Schwarzarbeit abdriftet.
Alleinerziehende die halbtags ne E3 Stelle machen haben nur ~200€ mehr als die Harzer die zuhause liegen bleiben, das halt ich in der Tat für sehr wenig anreiz.


Ansonsten, bin ich jedoch der Meinung, dass solche minderbemittelten Menschen (die lieber harzen, als arbeiten) keine Fachkräfte werden können bzw. sollten (mit dieser Grundeinstellung), da sie eben nicht viel verstanden haben und wahrscheinlich nur minderwertige Leistungen erbringen werden.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #897 am: 05.01.2020 19:05 »
Zitat
Die Steuereinnahmen belaufen sich für 2019 insgesamt auf gut 796 Milliarden Euro.
Bis 2024 sollen sie auf 935 Milliarden Euro steigen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/2019-steuerschaetzung-november-101.html

Also wird die Schraube im Jahr 2020 bis 2023 um 17,5 % angezogen?

Wäre es da nicht gerecht wenn die Arbeitnehmer in diesen 4 Jahren (2020,2021,2022,2023) mindestens 17,5 % mehr Gehalt erhalten, also knapp 4,38 % pro Jahr mehr Gehalt.
Dann wären es aber um 18,70 angestiegen
als ehere 4,11% pro Jahr und dann auch nur wenn die Ausgaben sich nicht verändern.

armerknecht

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« Antwort #898 am: 07.01.2020 09:09 »
« Last Edit: 07.01.2020 09:22 von armerknecht »

BAT

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« Antwort #899 am: 07.01.2020 09:24 »
Perspektivisch bekommt der Pöbel seine 30 bis 40 Prozent Gehaltszuwachs, allerdings nur im Stundenlohn. Womöglich durch den Gesetzgeber.

Finnland prescht da gerade vor mit der 4 Tage - Woche bei 6 Stunden, Schweden ist dort auch schon aktiv. Ich denke das Rennen bezüglich effizienter Arbeit gewinnt der Gesetzgeber.