Autor Thema: Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)  (Read 1782 times)

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #30 am: 14.01.2020 09:09 »
Mir hilft der günstigste Kredit nicht, wenn ich ihn länger als 40 Jahre abzahlen muss, weil die Immobilienpreise wie blöd explodieren ;)

Schon:
In den 80ern waren die Kreditzinsen bei ca. 8 %. Heute eher so bei 1,5 %. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren und gleicher monatlicher Rate kann daher ein doppelt so hoher Kredit zurückgezahlt werden.

Muenchner82

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #31 am: 14.01.2020 09:24 »
Danke für die Tipps! Gibt es für den Widerspruch ein Musterschreiben? Ich sollte ihn ja auch begründen können?

Bisher leider nicht. Du kannst aber darauf verweisen, dass Du die Begründung nachreichst. Ich denke bald wissen die Verbände mehr zu der Sache. Ansonsten kannst Du natürlich auch auf die bereits verlinkte Landtagsanfrage verweisen woraus Du schließt dass der geldwerte Vorteil für Dich nicht zu versteuern ist. Dann einfach mal abwarten was das LfF macht. Normalerweise werden die Widersprüche eh erstmal ruhend gestellt bis der SV geklärt ist.

Im Prinzip kannst Du auch gleich gegen die Ballungsraumzulage Widerspruch einlegen, damit Dir da keine Ansprüche verloren gehen!

Kryne

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #32 am: 14.01.2020 09:44 »
Mir hilft der günstigste Kredit nicht, wenn ich ihn länger als 40 Jahre abzahlen muss, weil die Immobilienpreise wie blöd explodieren ;)

Schon:
In den 80ern waren die Kreditzinsen bei ca. 8 %. Heute eher so bei 1,5 %. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren und gleicher monatlicher Rate kann daher ein doppelt so hoher Kredit zurückgezahlt werden.

In den 80ern haben Immobilien aber auch nur einen Bruchteil dessen gekostet was sie Heute kosten. Klar waren die Gehälter damals natürlich auch niedriger, aber in den 80ern konnten sich viele "Normalverdiener" noch ohne Probleme ein Haus kaufen. Ist Heute hier in der Region nicht mehr so.

Habe leider grad nur eine Statistik gefunden die bis 2004 zurückgeht. Also 15 Jahre. Damals hat ein m² Eigentumswohnung in z.B. Frankfurt im Schnitt ~1900€ gekostet. Heute sind es im Schnitt schon ~5000€. Das ist mehr als verdoppelt. Da helfen Niedrigzinsen auch nicht mehr.


Organisator

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #33 am: 14.01.2020 09:53 »
Habe leider grad nur eine Statistik gefunden die bis 2004 zurückgeht. Also 15 Jahre. Damals hat ein m² Eigentumswohnung in z.B. Frankfurt im Schnitt ~1900€ gekostet. Heute sind es im Schnitt schon ~5000€. Das ist mehr als verdoppelt. Da helfen Niedrigzinsen auch nicht mehr.

Na dann hat sich nominal nichts geändert. Der Quadratmeter Eigentumswohnung würde bei einer jährlichen Teuerungsrate von 2 % (die auch dein Einkommen locker mitgemacht hat) heute ca. 2.500,-- € kosten.

Bei einem Zinssatz von 8 % könntest du dir die 2.500,-- € pro qm genauso leisten, wie bei 1,5 % die 5.000,-- € pro qm. Wäre beides nach 30 jahren abgezahlt.

BAT

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #34 am: 15.01.2020 10:30 »

Von mir aus soll ja auch jeder Wohneigentum erwerben, der das möchte, und von mir aus sollten die Hürden dazu so niedrig wie möglich sein (aber so hoch wie nötig). Allerdings finde ich den Satz "Wir brauchen mehr Wohneigentum weil wir mehr Wohneigentum brauchen" (überspitzt formuliert) eine eher mäßige Begründung.

Ich sehe eher die "Mieterfraktion" in der Begründungspflicht, warum diese weiterhin vom erfolgreichen Modell der Eigentumsbildung in fast allen anderen europäischen Ländern Abstand nimmt.

Auch hier geht es wieder mal um typische Mieterproblem, wie den geldwerten Vorteil. Zudem gibt es in Deutschland eigentlich keinen wirklichen Mietmarkt. Der ist durch gesetzliche und höchstrichterliche Leitplanken soweit reguliert, daß man von einem Markt eigentlich nicht mehr sprechen kann.

Kaffeetassensucher

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #35 am: 15.01.2020 10:43 »
Ich sehe eher die "Mieterfraktion" in der Begründungspflicht, warum diese weiterhin vom erfolgreichen Modell der Eigentumsbildung in fast allen anderen europäischen Ländern Abstand nimmt.

Sagte ich ja schon: Warum sollte ich mir unnötig Probleme aufhalsen? Ich will mir keine Sorgen um ne blöde Immobilie machen müssen. Die darf sich ruhig mein Vermieter machen. Dazu erst mal Geld zusammenkratzen müssen und mich dann über Jahre hinaus verschulden? Wenn ich überhaupt einen Kredit bekomme. Ich brauche keine Immobilie zur Eigentumsbildung, ich habe andere Prioritäten im Leben.

Warum also sollte ich von der Position abweichen? Die Begründungspflicht liegt da ganz klar bei jenen, die sagen, ich solle doch gefälligst Wohneigentum erwerben. "Weil das ein erfolgreiches Modell der Eigentumsbildung ist" reicht mir da nicht aus, das kann ich auch anderweitig - wenn ich denn überhaupt darauf aus bin, das zu tun.

BAT

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #36 am: 15.01.2020 11:01 »
Dann nenne mir doch mal einen weiteren "geldwerten Vorteil" in Höhe von teils 1000 € im Monat, der im Alter nicht besteuert wird.

Alternativ teile mir mit, wieso das Invest in andere Anlageformen, die bei Ausschüttung immer der Besteuerung unterfallen, besser sein können als Betongold.

Sicher, es ist jedem überlassen.

Was anderes ist es aber dann, wenn öffentliche Gelder fließen. Und ich könnte mir vorstellen, daß die Gelder für den sozialen Wohnungsbau besser in die Förderung des Eigentumserwerbs investiert wären.

Kaffeetassensucher

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #37 am: 15.01.2020 14:39 »
Dann nenne mir doch mal einen weiteren "geldwerten Vorteil" in Höhe von teils 1000 € im Monat, der im Alter nicht besteuert wird.

Alternativ teile mir mit, wieso das Invest in andere Anlageformen, die bei Ausschüttung immer der Besteuerung unterfallen, besser sein können als Betongold.

Ich hatte ja nur nach einer nachvollziehbaren Begründung gefragt, die über "es sollte so sein weil es so sein sollte" hinausgeht. Da hast du ja nun zwei Argumente genannt, die in der Abwägung berücksichtigt werden müssten. Mir persönlich wiegen sie die von mir genannten für mich persönlich als solche empfundenen Nachteile nicht auf, aber das ist halt mein Problem.

Was anderes ist es aber dann, wenn öffentliche Gelder fließen. Und ich könnte mir vorstellen, daß die Gelder für den sozialen Wohnungsbau besser in die Förderung des Eigentumserwerbs investiert wären.

Darüber kann oder sollte man natürlich diskutieren können. Das Problem, schätze ich, ist, dass diejenigen, die auf den sozialen Wohnungsbau angewiesen sind/wären, kaum die Zielgruppe für den Eigentumserwerb sind. Ein Hartz-IV-Empfänger wird sich wohl kaum eine eigene Immobilie anschaffen wollen oder können, abgesehen davon, dass dann gleich das Jobcenter vor der Tür stehen würde.

BAT

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #38 am: 15.01.2020 14:59 »
Ich möchte das auch nicht die abschließend bewerten. Nur als Denkansatz und mir irgendwelchen Zahlen:

Unterstützung von Mietern, sei es durch sozialen Wohnungsbau, durch Wohngeld, auch durch SGB II:

150 € im Monat X 12 X 40 Jahre: 72.000 €.

Nun rechnen wir das mal mit Zinseszinsen und dem Wegfall der Grunderwerbersteuer. Das Manna könnte vom Himmel regnen. Zumindest zum Rentenbeginn könnten die Transferleistungen eingestellt werden, da die Bedarfsseite nicht so hoch ist.

Stattdessen wird das Geld als Durchlaufposten an die Vermieter und Gesellschaften weitergeleitet. Wohngeld und Hartz IV beziehen nicht nur die "unteren" Schichten, diese Sozialleistungen werden vor allem an die Mittel- und Oberschicht sowie an Firmen gezahlt.


WasDennNun

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #39 am: 15.01.2020 20:19 »

Von mir aus soll ja auch jeder Wohneigentum erwerben, der das möchte, und von mir aus sollten die Hürden dazu so niedrig wie möglich sein (aber so hoch wie nötig). Allerdings finde ich den Satz "Wir brauchen mehr Wohneigentum weil wir mehr Wohneigentum brauchen" (überspitzt formuliert) eine eher mäßige Begründung.

Ich sehe eher die "Mieterfraktion" in der Begründungspflicht, warum diese weiterhin vom erfolgreichen Modell der Eigentumsbildung in fast allen anderen europäischen Ländern Abstand nimmt.
Das Modell fußt in den anderen Ländern unter andrem darauf, dass die Töchter zur Hochzeit eine Wohnung geschenkt bekommen.
Naja, die Aussage ist sicherlich genauso pauschaliserender Unsinn wie deine Aussagen.

Was ich in der Tat als Problem im Immobilien Umfeld in unserem Land sehe, sind:
1) kein Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer
2) Keine Versteuerung des Verkaufsgewinns bei nicht selbstgenutzten Wohneigentum nach 10 Jahren.
3) die Dämlichkeit, das das Häusle premium sein muss und man nicht mit ner "Bruchbude" anfängt bei der Eigentumsschaffung, auf Gut Deutsch: Es sind nicht nur baurechtliche Dinge, die Häuser in D teuer machen, sondern auch die gewünschten Bauten (Massivbau....)

Und ob eine Immobilienbesitz oder Mieten für einen persönlich die beste Wahl ist, das hängt ja doch stark von den eigenen Lebensweisen, Lebensweg, ....
Gegenüber Miete hat Wohneigentum, ja ein break Even Point, der irgendwo nach 10-15 Jahren liegt, wenn man nicht umzieht.

Stattdessen wird das Geld als Durchlaufposten an die Vermieter und Gesellschaften weitergeleitet. Wohngeld und Hartz IV beziehen nicht nur die "unteren" Schichten, diese Sozialleistungen werden vor allem an die Mittel- und Oberschicht sowie an Firmen gezahlt.
Manno mann, wieso musst du nach akzeptablen Ideen, immer wieder so einen mega Bullshit schreiben??
Und wo kommen jetzt diese Infos wieder her?

Ich bin gefühlt in der oberen Mittelschicht, wie fälschlicherweise Hr. Merz, und haben niemanden der Wohngeld bezieht aus dieser Schicht bisher getroffen.
Auch glaube ich nicht das vor allem die Mittel oder Oberschicht diese Sozialleistungen beziehen, welche wären dass denn?
Also entweder belegbare Fakten auf den Tisch, oder ab in dir Trollecke.

BAT

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #40 am: 15.01.2020 20:30 »
Das erste Zitat stellst du zunächst als Unsinn hin und verifizierst es im Grunde anschließend.

Das zweit Zitat hast Du nicht ansatzweise durchdrungen.

WasDennNun

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #41 am: 16.01.2020 07:39 »
Das traurige an deinen Ausführungen sind, dass du unscharfe, unbewiesene, dahin geworfene Thesen verbreitest.
Solche Unschärfe bei anderen stark bemängelst und dann nicht gewillt bist einen Diskurs über die vermeintlichen Inhalte der Aussagen zu führen und zu unterfüttern. Schade eigentlich.

Verneinst du jetzt eigentlich, das Mieten die wirtschaftlichere erfolgreichere Wohnform sein kann?

Dass du meine Ausführungen als verifizierend für deine Aussage empfindest. Ok, wenn du es so siehst, wobei mir nicht klar ist was deine Ausführungen jetzt wirklich sind  :o..
zu 1.) verteuert die Schaffung von Eigentum.
zu 2.) Ermöglicht günstigere Mieten, da die Rendite stärker auf den Verkauf ausgerichtet werden kann.
Selbstgenutztes Wohneigentum, kann schneller unbesteuert veräußert werden.
zu 3.) Selbstverschuldet Leid der Deutschen. Es muss ja eine Haus sein und kann nicht die 60qm Hochhauswohnung (in der man lebenslang als Mieter wohnt) sein, in der man seinen Einstieg im Wohneigentum macht.

Zur Info: In D kann man in 84% der Regionen ein durchschnittliches  Eigenheim mit 33% des Jahreseinkommens in 25 Jahren abbezahlen, so die Sparda Bank Studie, was man von der Aussage halten will......
Auch zeigen Befragungen, dass der hohe Anschaffungspreis nicht der Hauptgrund beim Verzicht auf Wohneigentum ist, Hauptgrund ist die (irrationale) Angst vor der langen finanziellen Belastung.

Und beim zweiten Zitat stellst du ja darauf ab, dass die Zahlungen für bezahlbaren Wohnraum beim Wohngeld und Hartz IV ja "direkt" auf das Konto der Vermieter geht und sie somit diese Sozialleitungen beziehen.
Wenn man dies in der einfach so nennen mag, ok. Ist so aber Bullshit. Außer wenn man es zu Ende denkt, dann bekommen auch alle anderen die mit H4lern am Markt agieren diese Sozialleistungen, also der Energieversorger, Lebensmittelladen und der Pizzadienst. Wenn du das so siehst, ok, dann nehme ich das Bullshit zurück.

Natürlich ist es einen Gedanken wert, diese Leistungsbezieher in staatseigenen Sozialwohnungen umzuquartieren, damit dieses staatliche Geld aus dem Markt genommen wird.
Und wenn man dann das ganze so gestaltet, dass es keine Gettos gibt, dann kann das auch was werden.

Ich denke, die niedrige Eigentumsquote in D liegt zum aller größten Teil am Unvermögen der Menschen selbst und nicht an den (staatlichen) Randbedingungen, die angeblich in D schlechter als in den anderen Ländern sind.

Kryne

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #42 am: 16.01.2020 08:34 »
Zur Info: In D kann man in 84% der Regionen ein durchschnittliches  Eigenheim mit 33% des Jahreseinkommens in 25 Jahren abbezahlen, so die Sparda Bank Studie, was man von der Aussage halten will......
Auch zeigen Befragungen, dass der hohe Anschaffungspreis nicht der Hauptgrund beim Verzicht auf Wohneigentum ist, Hauptgrund ist die (irrationale) Angst vor der langen finanziellen Belastung.


Diese 84% sind halt für die meisten zu vernachlässigen in Zeiten der wachsenden Ballungsgebiete. Jobs und Infrastruktur ziehen halt immer mehr Leute in die teuren Ballungsregionen.

Um mit 33% eines durchschnittlichen Jahreseinkommens in 25 Jahren ein durchschnittliches Eigenheim abzubezahlen, muss ich schon weit über 1 Stunde außerhalb eines gefragten Ballungsgebietes wohnen.


Weiterhin darf man nicht 33% des Jahreseinkommens für den reinen Kredit einplanen, wenn man nicht hinten runterfallen will. Nebenkosten sind nicht außer acht zu lassen, vor allem steigen diese Jährlich an. Dann muss ich Geld in der Hinterhand behalten für anstehende Instandsetzungen und Reparaturen, um die sich dann eben nicht mehr der Vermieter kümmert.

33% des Einkommens sollte man für das gesamte Spektrum "Wohnen" einplanen. Für den reinen Kredit würde ich dann je nach Einkommen maximal 20% bis evtl. 25% einplanen.

Das durchschnittliche Nettoeinkommen eines Haushaltes liegt im Median irgendwo bei 3500€.

25% davon sind 875€.

Aber mag natürlich sein bzw. wäre sogar nur logisch, wenn man das in der "Studie" schon berücksichtigt hätte.

Ein kleines Einfamilienhaus, ohne Garten, ohne Keller, ohne Garage mit ca. 120-140m² Wohnfläche kostet im Speckgürtel einer Metropolregion inzwischen locker 400.000 bis 600.000 zzgl. Kaufnebenkosten. 

Und ja es muss meistens Neubau sein, denn wenn man sich mal gängige Immobilienbörsen anschaut sind dort 90% der Objekte entweder Neubau / In Planung oder absolute Schrottbuden die man teilweise nur noch abreißen kann.

Jetzt kann sich ja jeder mal ausrechnen wie weit man mit 875€ Tilgung da kommt. Und da hat man keine Luxusimmobilie. 

Und wie sich ein Durchschnittlicher Haushalt, der sicher eine Warmmiete deutlich über 1000€ hat in dieser Region, dann noch ein Eigenkapital ansparen soll steht auf einem anderen Stern. Wobei ja beim derzeitigen Zinsniveau die meisten wirklich 110% finanzieren, selbst wenn sie Eigenkapital hätten ansparen können.



Trotz alle dem sehe ich auch nicht was der Staat hier für gerechte Mittel hätte dort was zu tun ohne massiv in Eigentumsrechte einzugreifen, was ich schon nicht mehr gerecht finden würde.

« Last Edit: 16.01.2020 08:44 von Kryne »

Bastel

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #43 am: 16.01.2020 10:48 »
Trotz alle dem sehe ich auch nicht was der Staat hier für gerechte Mittel hätte dort was zu tun ohne massiv in Eigentumsrechte einzugreifen, was ich schon nicht mehr gerecht finden würde.

-Grunderwerbssteuer für den "Eigengebrauch" stark senken oder total abschaffen
-Maklergebühren stark beschränken oder Deckeln. Bis zu ca. 7% sind ein schlechter Scherz.
-Notargebühren deckeln
-Enev aufweichen und gleichzeitige Senkung der Steuern auf Öl/Gas/Strom
-Aufweichen von Entsorgungsvorschriften. Alleine die "Entsorgung)des Kelleraushubs kann ein kleines Vermögen kosten.

Durch die anstehende künstliche! Verteuerung von Gas und Öl dürfte die Attraktivität von Altbauten zurück gehen.

BAT

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Antw:Geldwerter Vorteil - Stadibau-Wohnungen (BY)
« Antwort #44 am: 16.01.2020 10:50 »

Ich denke, die niedrige Eigentumsquote in D liegt zum aller größten Teil am Unvermögen der Menschen selbst und nicht an den (staatlichen) Randbedingungen, die angeblich in D schlechter als in den anderen Ländern sind.

Das Unvermögen wurde über Jahrzehnte staatlicherseits gefördert, weil man das Wohnen zur Miete als Standard, wenn nicht sogar förderlich, angesehen hat. Da möchte ich dem Einzelnen gar nicht mal Schuld geben. Wie viele Regelungen gibt es zum Mietrecht? Das ist kein freier Markt mehr. Das sind massivste Eingriffe in das Eigentumsrecht (derzeit bis hin zu Plänen zur massenhaften Enteignung). Da sind Leute (Großstadtblase) in ihrem eigenen Käfig gefangen, aus dem sie nicht mehr herauskommen.

Wenn Du hier bei Transferleistungen für Unterkunft und laufenden Lebensbedarf anführst, musst Du bedenken, daß diese Transferleistungen (nach meinen utopischen Vorstellungen) für die Unterkunft wegfallen, wenn die Bude abbezahlt ist. Hier gebe ich Dir aber recht, wir bauen falsch. Zu groß und zu massive, begleitet mit einer ausufernden Bürokratie und schleppender Umsetzung. Aber auch das ist Legion.

Die Besteuerung beim nicht selbst genutzten Wohneigentum sehe ich nicht zuvörderst beim Gewinn und Verkauf, sondern eher beim Erwerbs. Hier sollte schlicht der allgemeine Satz der Umsatzsteuer (19 %) gelten bei der Grunderwerbssteuer. Bei selbstgenutztem Wohneigentum gar keine Steuer, bei Kleinvermietern vielleicht die übliche Grunderwerbssteuer.