Von E6 zu E9a

Begonnen von waftucktuck, 30.01.2020 10:31

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waftucktuck

Hallo, ich habe vor einem Jahr eine Stelle im Sportamt die mit E9a ausgeschrieben war bekommen. Diese Stelle wird zu 100% von mir allein geleistet. (Vorher hatte ich eine Stelle E6.) Das Personalamt hatte diese Stelle mit dem Hinweis, eine kaufmännische Ausbildung sei erforderlich, ausgeschrieben. Ich bin Quereinsteiger als Einzelhandelskauffrau mit 30 jähriger Berufserfahrung. (Grosskundenbetreuung, Abteilungsleitung, etc. )
Nach der Probezeit die mit Zulage zur Entgeltgruppe E8 vergütet wurde bin ich jetzt fest in die E8 übergeleitet worden. Meine Frage ist, ob ich die Entgeltgruppe E9a wegen meiner Ausbildung nicht bekomme obwohl ich die Stelle zur vollsten Zufriedenheit meiner vorgesetzten Dienststelle leiste. Das LOB viel dementsprechend auch sehr gut aus. Oder ist der Schritt E6 zu E9a nicht möglich?

Spid

Gilt die Ausbildungs- und Prüfungspflicht sächlich, räumlich und persönlich?

waftucktuck

Mir wurde vom Personalamt lediglich dazu mitgeteilt, dass der Sprung von E6 zu E9a zu groß ist und ich daher mit E8 zu vergüten sei.

WasDennNun

Zitat von: waftucktuck in 30.01.2020 10:49
Mir wurde vom Personalamt lediglich dazu mitgeteilt, dass der Sprung von E6 zu E9a zu groß ist und ich daher mit E8 zu vergüten sei.
;D >:( :D :( :o ??? ::) :P
Blööööödsinnnn
Echte Deppen im Personalamt mit so einer Begründung rum zu kommen.
(Sofern die das tatsächlich so begründet haben.)


Da könnte sie genauso saegn, deine Haare sind zu lang für den Sprung nach E8.

Spid

Das ist in der Tat Unfug.

Gemeindefuzzi

Zitat von: WasDennNun in 30.01.2020 10:58

Blööööödsinnnn
Echte Deppen im Personalamt mit so einer Begründung rum zu kommen.
(Sofern die das tatsächlich so begründet haben.)


Da könnte sie genauso saegn, deine Haare sind zu lang für den Sprung nach E8.

Es ist aber auch möglich, dass das Methode hat!
Sprich, die betrügen den AN um die richtige Bezahlung.

WasDennNun

Zitat von: Gemeindefuzzi in 30.01.2020 11:01
Es ist aber auch möglich, dass das Methode hat!
Sprich, die betrügen den AN um die richtige Bezahlung.
Noch schlimmer!
Dann alt nicht Blödsinn, sondern asoziale Arschkrampen, die vorsätzlich zuwenig Entgelt zahlen.

superbraz

Zitat von: WasDennNun in 30.01.2020 11:06
... sondern asoziale Arschkrampen, die vorsätzlich zuwenig Entgelt zahlen.

;D

genau so musst du auch beim AG argumentieren, um die 9a zu rechtfertigen :D

aber ist echt traurig, wie oft versucht wird, die Unwissenheit des SB´s zu nutzen, um die Eingruppierung zu drücken...

waftucktuck

Also, ich werde das bald kommende Personalentwicklungsgespräch abwarten und wenn dort nicht reagiert wird einen Rechtsanwalt beauftragen das zu klären. Vielen Dank für euren Beistand.

Kryne

Zitat von: WasDennNun in 30.01.2020 11:06
Zitat von: Gemeindefuzzi in 30.01.2020 11:01
Es ist aber auch möglich, dass das Methode hat!
Sprich, die betrügen den AN um die richtige Bezahlung.
Noch schlimmer!
Dann alt nicht Blödsinn, sondern asoziale Arschkrampen, die vorsätzlich zuwenig Entgelt zahlen.

Leider absolut an der Tagesordnung und in jeder mir näher bekannten Kommune, bei der ich irgendwen kenne oder sowas mitbekomme, absolut der Standard.

Da werden die wildesten Geschichten erzählt. Ein Hausmeister (E6 Stelle) wird eingestellt und bekommt gesagt, dass er erstmal 2 Jahre nur E5 bekommt, da er ja noch keine Erfahrung in dem Bereich hat. Völliger Blödsinn. Nach 2 Jahren erinnert sich dann auf einmal keiner mehr, dass er die E6 bekommen sollte.

E6-E8 stellen die frei sind und von fertigen Azubis besetzt werden sollen, werden dann auf einmal alle zu E5. Die Azubis bekommen erzählt, dass man ihnen nach der Ausbildung erstmal nur die E5 zahlen kann. Mehr würde nicht gehen. (Randnotiz, alle Azubis gehen natürlich nach der Ausbildung. In meiner Zeit hier habe ich noch nie mitbekommen, dass mal einer geblieben wäre, trotz verfügbarer Stellen).

Und das könnte man den halben Tag noch weiter spinnen hier.

Es hat leider System, dass die Unwissenheit der Beschäftigten ausgenutzt wird und diese am laufenden Band beschissen werden. Nur sehr sehr wenige nehmen den Rechtsweg, deshalb fahren die AGs halt sehr gut damit.

WasDennNun

Zitat von: Kryne in 30.01.2020 11:33deshalb fahren die AGs halt sehr gut damit.
tun sie nicht. Höchstens ihr Haushalt, mehr aber nicht.
Wenn ich so mit meinen Mitarbeitern agieren würde und die Eskapaden der Personaler durchgehen lassen würde, wäre wir nicht so ein Team wie wir es inzwischen sind.
(nicht Kommune, Land)

Kryne

Zitat von: WasDennNun in 30.01.2020 11:38
Zitat von: Kryne in 30.01.2020 11:33deshalb fahren die AGs halt sehr gut damit.
tun sie nicht. Höchstens ihr Haushalt, mehr aber nicht.
Wenn ich so mit meinen Mitarbeitern agieren würde und die Eskapaden der Personaler durchgehen lassen würde, wäre wir nicht so ein Team wie wir es inzwischen sind.
(nicht Kommune, Land)

Naja solange die Mitarbeiter unwissend sind, fährt der AG gut.

Der Hausmeister hat keine Ahnung, dass ihm die E6 zusteht. Beim Gespräch vor einiger Zeit hab ich ihm gesagt, dass er sich ja mal schlau machen kann was es mit E5 / E6 usw. auf sich hat und er da mal nachbohren soll. War ihm dann aber vermutlich zu viel Arbeit, glaube er hat weiterhin die E5.

Die Azubis sehen halt nach der Ausbildung die E5 und gehen dann sowieso schon. Gibt ausreichend andere Stellen mit mindestens E6, dafür muss man halt den AG wechseln.

Wenn man es dann nicht schafft einem fertigen Azubi eine E7 Stelle als E5 anzudrehen wird die Stelle eben doch ausgeschrieben, wenns unbedingt sein muss, dann natürlich für externe mit E6 oder E7.

WasDennNun

Zitat von: Kryne in 30.01.2020 11:33
Naja solange die Mitarbeiter unwissend sind, fährt der AG gut.
Ausnahmen bestätigen die Regel?
Die meisten sind mehr als pisst, wenn sie von diesen vorsätzliche Betrug erfahren und leisten zukünftig auch dementsprechend.
Von daher halte ich es für ein Eigentor.

Spid

Wir reden hier übrigens über strafrechtlich relevantes Verhalten. Es dürfte sich um besonders schwere Fälle des Betrugs handeln.

BAT

Vor 30 Jahren wurde ich auch direkt nach der Ausbildung auf eine Vc - Stelle gesetzt und mit VIII vergütet. Das hat dem AG auch nicht gutgetan, da ich mich als Jüngling mit der Wirtschaftsförderung sehr schwer getan haben. Auch das Thema der Vergütung sieht man jahrelang später sicher anders.

Dennoch, die meisten Entscheidungen der Verwaltung dürften fundiert sein. Beim Rat hingegen dürften über 90 Prozent der Entscheidungen nicht rechtmäßig sein. Von daher, stehen wir noch gut da. :)