Autor Thema: Kontaktverbot an der Arbeit zu Kollegen ... Wie wird das bei Euch geregelt?  (Read 2085 times)

gollimolli

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Hallo,

grad telefoniert, komplettes Haus wird ab morgen Home-Office bekommen.

Bei Euch schon was bekannt?


Doraymefayzo

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Bei uns wurden schon viele Leute ins Homeoffice geschickt oder freigestellt. Einige Positionen sind noch vor Ort besetzt. Bis jetzt habe ich noch nichts weiteres gehört bzw. gelesen.

Kat

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Bei uns besteht ab sofort theoretisch die Möglichkeit des Home office. Ist aber für viele garnicht möglich wegen fehlendem Zugriff auf die Fachsoftware. Es soll nur Zugriff auf e-mailbox und eine Cloud geben. Bringt also nichts. Doppelbelegung im Büro wird so weit es irgendwie geht aufgelöst. Der Arbeitszeitrahmen wurde ausgedehnt und man darf Samstag vormittag arbeiten. Wobei das immer noch nicht ausreicht, damit Vollzeitkräfte in Schichten arbeiten können. Man überschneidet sich immer. Also kurz: Alles etwas unausgegoren.

Fox1932

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Bei uns sind die Maßnahmen leider bisher auch nicht wirklich zielführend. Home Office ist bei den meisten nicht möglich, dafür fehlt die Technik oder es wird bei der Bearbeitung der Aufgaben doch noch zu viel Papier benötigt. Der Arbeitszeitrahmen wurde auch erweitert und es ist wohl im Gespräch, in Schichten arbeiten zu gehen. Wobei dies bei vielen auch nicht möglich sein wird, da die Stellen, mit denen sie während Ihrer Arbeit zu tun haben, zu "normalen" Büroarbeitszeiten tätig sind. Außerdem erachte ich dies auch nicht für wirklich sinnvoll, da man sich, im Falle einer Infektion, trotzdem am gleichen Tag in den gleichen Räumlichkeiten aufhält.Wo freie Büros sind, sollen die Leute möglichst auseinanderziehen. Pausen dürfen natürlich auch nicht mehr gemeinsam stattfinden, Dienstberatungen laufen nur noch über das Telefon ab.

Ich finde es leider auch alles etwas unausgegoren. In vielen Behörden in meiner Umgebung wurden die Mitarbeiter in zwei Teams geteilt und arbeiten in einem wöchentlichen Schichtrhythmus. Also sprich, Team A ist normal auf Arbeit, Team B ist zu Hause in Bereitschaft. In der nächsten Woche umgedreht. Und sollte es in einem Team eine Infektion geben, kann das andere Team den Betrieb aufrecht erhalten. Für mich die sinnvollste Lösung.

Fox1932

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Update: Jetzt kam die offizielle Anweisung, dass wir uns im Büro zeitlich nicht mehr überschneiden dürfen. Das heißt, bei uns wird jetzt tatsächlich zwischen 5 und 22 Uhr (Gleitzeit wurde ausgeweitet) in zwei Schichten gearbeitet.

Spid

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Dann ist es aber keine Gleitzeit mehr, vielmehr entsteht u.U. Schichtarbeit mit den entsprechenden Rechtsfolgen. Zudem entstehen in den Randzeiten Ansprüche auf Nachtzuschläge.

Kryne

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In vielen Behörden in meiner Umgebung wurden die Mitarbeiter in zwei Teams geteilt und arbeiten in einem wöchentlichen Schichtrhythmus. Also sprich, Team A ist normal auf Arbeit, Team B ist zu Hause in Bereitschaft. In der nächsten Woche umgedreht. Und sollte es in einem Team eine Infektion geben, kann das andere Team den Betrieb aufrecht erhalten. Für mich die sinnvollste Lösung.

Soll bei uns ab Morgen auch so gemacht werden, wobei sie hier sogar auf die nächsten Vier Wochen vierteln wollen. Ob das in allen Bereichen so klappt sei mal dahingestellt. Zwei Bauingenieure lassen sich z.B. nicht durch Vier teilen :D

Fox1932

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Dann ist es aber keine Gleitzeit mehr, vielmehr entsteht u.U. Schichtarbeit mit den entsprechenden Rechtsfolgen. Zudem entstehen in den Randzeiten Ansprüche auf Nachtzuschläge.

In der Veröffentlichung im Intranet dazu wurde direkt dazugeschrieben "ohne weiteren Rechtsanspruch". Ich denke mal, dass sie damit verhindern wollen, dass irgendjemand Ansprüche in Bezug auf Zuschläge oder ähnliches geltend macht. Und am Ende wird das Ganze sicher immer mit einer Ausnahmesituation begründet.

Lars73

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Ansprüche kann man nicht verhindern in dem man diese einseitig verneint.

Fox1932

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In vielen Behörden in meiner Umgebung wurden die Mitarbeiter in zwei Teams geteilt und arbeiten in einem wöchentlichen Schichtrhythmus. Also sprich, Team A ist normal auf Arbeit, Team B ist zu Hause in Bereitschaft. In der nächsten Woche umgedreht. Und sollte es in einem Team eine Infektion geben, kann das andere Team den Betrieb aufrecht erhalten. Für mich die sinnvollste Lösung.

Soll bei uns ab Morgen auch so gemacht werden, wobei sie hier sogar auf die nächsten Vier Wochen vierteln wollen. Ob das in allen Bereichen so klappt sei mal dahingestellt. Zwei Bauingenieure lassen sich z.B. nicht durch Vier teilen :D

Ja also durch Vier teilen wird sicher schwierig  :D
Aber rein von der Sache her finde ich es super, dass immer mehr Behörden diesen, für mich wie gesagt einzigst sinnvollen, Weg wählen. Bei uns wird das leider nicht kommen, es wird krampfhaft versucht, alles so "normal" wie möglich weiter laufen zu lassen. Es kommt zwar auch immer weniger Post, weil alle anderen Stellen ihren Betrieb auch immer weiter runterfahren, aber wir sitzen hier sogar bis 22:00 Uhr.  ::) Hauptsache die Leute sitzen sinnlos ihre Zeit auf Arbeit ab, anstatt eine Woche bezahlt im Sinne einer Bereitschaft zu Hause zu sein und am Ende vielleicht den Betrieb wirklich noch am Laufen halten könnten.   ::)

Spid

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Die Corona-Krise ist kein rechtsfreier Raum. Wenn der AG möchte, daß die AN in Schichten und nachts arbeiten, damit sie sich nicht begegnen, muß er das auch entsprechend zahlen.

Dakmer

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Ich bin nur im Büro, wenn mein Zimmerkollege nicht hier ist.
Auf dem Flur laufen wir im größeren Abstand aneinander vorbei und in der Teeküche halten wir auch Abstand.

destiny

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Wir können uns hier gar nicht aus dem Weg gehen.

6 Leute und 5 Arbeitsplätze, der Flur gerade mal 1,20 bereit und die "Büros" nicht größer als eine Hundehütte

Nice

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Was für Aufgaben habt ihr denn alle, dass ihr unbedingt im Büro arbeiten müsst und das auch noch im Schichtbetrieb? Publikumsverkehr wird es wohl nicht sein.
In meiner Organisation hat nun fast jeder einen VPN Zugang und seit 2015 hat jeder mit Büroarbeitsplatz einen Laptop. Bisher wurde nur die Erlaubnis gegeben, dass bis zu 100% von zuhause gearbeitet werden darf. Es gibt nur wenige, die trotzdem ins Büro kommen und dafür auch sicher ihre Gründe haben.
Wenn zwei aus dem selben Team sind, sollen sie nicht zusammen in einem Raum sein. Wenn mehrere Personen sich eigentlich ein Büro teilen, sollen sie auf die leerstehenden Büros ausweichen, um möglichst alleine darin zu sein.
Interessant dabei ist, dass ich in einem Dreierteam arbeite, dort der einzige bin, der von zuhause aus arbeitet und die beiden es wohl irgendwie darauf anlegen, auszufallen, weil sie beide weiterhin ins Büro kommen und trotz 8 leerstehender Büros sich weiterhin im selben Büro gegenüber sitzen. Halte ich für etwas ignorant, aber gut, ich bin halt auch nicht weisungsbefugt.

Kryne

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Hat bei uns nix mit den Aufgaben zutun.

Ich z.B. bin Bauingenieur und es gibt bei uns keine Telearbeit. Auch wenn ich Bereit wäre meinen eigenen PC oder Laptop dienstlich zu nutzen ist es technisch nicht umsetzbar bei uns.

Rein theoretisch könnte ich dank eingeführtem DMS sogar inzwischen zu 90% von Zuhause aus arbeiten, wenn ich Zugriff auf die nötige Fachsoftware, das DMS und den elektronischen Rechnungumlauf hätte.

Ich müsste lediglich ab und zu ins Büro die Rechnungen und Anträge abholen, die teilweise noch als Papier reinflattern.

Leider wehrt man sich bei uns seit Jahren gegen alle Vorstösse in Richtung Homeoffice. Ausser ein paar grundsätzliche Gespräche zu dem Thema gab es bisher nichts bzw. nur Ablehnung seitens der politischen Gremien.