Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 381693 times)

Kat

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1605 am: 28.08.2020 10:24 »
Die haben doch aber recht.

Warumdendas

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« Antwort #1606 am: 28.08.2020 10:26 »
eben

AndreasG

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1607 am: 28.08.2020 10:30 »
Passe aber nicht mit dem extra Verhandlungstisch für die Pflege zusammen.

Denn was dort für das Pflegepersonal zusätzlich ausgehandelt wird muss ja irgendwo anders eingespart werden.
Also am Abschluss für die restlichtlichen Beschäftigten.

BAT

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1608 am: 28.08.2020 10:45 »

Die Diskussion entstand eigentlich aus dem der Vergleichbarkeit öD vs. pW. Ich bin mir sicher das in der pW keine Behördliche Genehmigung eingeholt wird wenn die Arbeitszeit 10Std. überschreitet. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen das dies von manchen AG als Regelarbeitszeit angesehen wird.

Nein, es ging explizit um Ingenieure auf dem Bau, die regelmäßig länger arbeiten (12 Stunden), wenn es im Sommer boomt. Hierzu ist mir bisher keine abweichende Regelung zur Abweichung von den gesetzlichen Regelungen benannt worden. Wir reden hier nicht über LKW - Fahrer oder Schicht- und Wechselsysteme.

Schokobon

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1609 am: 28.08.2020 10:47 »
Es gab und gibt aktuell noch Bereiche, die wegen Corona zählbaren erheblichen Mehraufwand und Anstrengungen leisten müssen während andere Bereiche des ö.D. nahezu zum Stillstand kamen und immer noch sind.
Wieso kann eine Gewerkschaft für die gebeutelten Bereiche keine Corona-Prämie fordern?

Ja, die Prämie bekommen dann eben nicht alle 2,3 Mio Beschäftigten.
Ist das für irgendjemanden ein Problem?


AndreasG

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« Antwort #1610 am: 28.08.2020 10:55 »
Nein.

Die Prämie an sich sollte meiner Meinung nach tatsächlich nur denjenigen zukommen die eine über das normale Maß hinausgehende Arbeitsbelastung und oder Infektionsgefährdung hatten.

Warumdendas

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« Antwort #1611 am: 28.08.2020 12:00 »
Nein.

Die Prämie an sich sollte meiner Meinung nach tatsächlich nur denjenigen zukommen die eine über das normale Maß hinausgehende Arbeitsbelastung und oder Infektionsgefährdung hatten.

Es ist schwierig einen Gerechten Weg zu finden um das zusätzliche Risiko abzuschätzen. Am einfachsten ist es die Infektionsgefährdung für med. Personal zu benennen. Allerdings ist diese auch ohne Corona immer gegeben und dieser Personengruppe bekannt bevor sie sich für ihren Beruf entschieden haben. Versteht das nicht falsch, ich will die erbrachte Leistung nicht klein machen sondern, ganz im Gegenteil, meine Wertschätzung gegenüber der Einsatzbereitschaft aussprechen die jederzeit abgerufen wird.
Trotz allem gibt es auch hier mehr Menschen die keinen direkten Kontakt mit Covid19 Patienten hatten.
Wenn wir uns die Pflege anschauen wird hier immer körperlich unter Zeitdruck gearbeitet mit einem hohen Maß an Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Menschen.
Vergütet wird es mit rd. 3500,- € nach entsprechendem erreichen der Stufen. In Privaten Häusern kann es auch mal, bei noch höherer Arbeitsdichte, ein Tausender weniger sein.
Dagegen steht der Sachbearbeiter beim Arbeitsamt der schnell mal 4000,- € und mehr hat. Mein Mitleid jenen Gegenüber ist gering. Sie haben tatsächlich über mehrere Monate ihren Job machen müssen und wollen jetzt eine Prämie? Warum?
Ich bin dafür denen die viel Leisen auch viel zu bezahlen und wenn dafür extra verhandelt werden muss ist das gut. Ideal ist es wenn neben monetären Erhöhungen auch der Pflegeschlüssel verbessert wird.
Jeder von uns der Mal Pflege benötigt wird davon profitieren. 
Und bitte kommt mir jetzt nicht mit Gehaltsvergleichen. Ich habe ca. und Durchschnittswerte genommen. Die Kernaussage ist das in der Pflege zu geringe Gehälter und zu hohe Arbeitsdichte herrscht.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1612 am: 28.08.2020 12:03 »
Außerdem gibt es im öffentlichen Dienst die Möglichkeit, die Regelungen für Beamte (13 h/d inkl. Pause) auf die Arbeitnehmer zu übertragen und so mehr als 10 Stunden am Tag zu arbeiten.

Nur dann, wenn auf das Arbeitsverhältnis kein Tarifvertrag anwendet, der die Arbeitszeit regelt - und dann auch nur bei der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben.

Warumdendas

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« Antwort #1613 am: 28.08.2020 12:09 »
Außerdem gibt es im öffentlichen Dienst die Möglichkeit, die Regelungen für Beamte (13 h/d inkl. Pause) auf die Arbeitnehmer zu übertragen und so mehr als 10 Stunden am Tag zu arbeiten.

Nur dann, wenn auf das Arbeitsverhältnis kein Tarifvertrag anwendet, der die Arbeitszeit regelt - und dann auch nur bei der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben.

...oder im Katastrophenfall, hat mir mal ein Mitglied aus dem BR mitgeteilt. Dann aber auch max. 12 Std.   

Kaiser80

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« Antwort #1614 am: 28.08.2020 12:12 »
Ideal ist es wenn neben monetären Erhöhungen auch der Pflegeschlüssel verbessert wird.
Jeder von uns der Mal Pflege benötigt wird davon profitieren. 

Wenn es monetäre Verbesserungn gönne ich ja grds. jedem.
Da aber Der Personalschlüssel auf Landesebene geregelt ist gibt es ja schon Unterschiede innerhalb der Bundesländer. Zudem bestimmt die Belegungsquote der Einrichtung und die Verteilung der Pflegegrade die tatsächliche Personalsituation-> More Money für's Personal wird zu weniger Personal führen...

Warumdendas

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« Antwort #1615 am: 28.08.2020 12:14 »
Daher mein Ansatz...

Spid

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« Antwort #1616 am: 28.08.2020 12:15 »
Außerdem gibt es im öffentlichen Dienst die Möglichkeit, die Regelungen für Beamte (13 h/d inkl. Pause) auf die Arbeitnehmer zu übertragen und so mehr als 10 Stunden am Tag zu arbeiten.

Nur dann, wenn auf das Arbeitsverhältnis kein Tarifvertrag anwendet, der die Arbeitszeit regelt - und dann auch nur bei der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben.

...oder im Katastrophenfall, hat mir mal ein Mitglied aus dem BR mitgeteilt. Dann aber auch max. 12 Std.

Wenn ein BR besteht, ist der Anwendungsbereich des §19 ArbZG nicht eröffnet.

Schokobon

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1617 am: 28.08.2020 12:17 »
Hier eine Grenze zu ziehen wäre Aufgabe der TVP.

Aber eine Idee könnte sein, sich an den Corona-Verordnungen zu orientieren. Da wurde irgendwo mal geregelt welche Berufsgruppen z.B. Notbetreuung der Kinder bekommen konnten (da "systemrelevant").
Dazu gehörten z.B. die medizinischen Bereiche. Aber auch Ordnungsämter (Verfolgung der Corona-OWIs) usw.

Ließe sich mit demselben Sinngehalt wie die allgemeinen Stufenregelungen gestalten.

Aber ist nicht ganz leicht, das stimmt.

Aber deswegen gar nicht erst zu fordern? Naja!


Kaiser80

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« Antwort #1618 am: 28.08.2020 12:17 »
Versteh schon, aber welcher Politiker möchte denn aktuell die Mehrkosten in der PV verkaufen? Ich würde aus reinem Machterhalt auch mal die Füße stillhalten.

Alfi

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« Antwort #1619 am: 28.08.2020 12:19 »
... Wenn es natürlich garkein Plus oder ein 1,X gibt und das für mehr als ein Jahr, dann würde ich ggf. wirklich mir langsam eine Stelle in der PW suchen.

Wohl dem, der sich einfach in die PW verabschieden kann. Aber sind wir doch ehrlich, leider haben ja nicht alle die Möglichkeit dies zu tun, wenn Sie im Vertrauen auf gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung vor Jahr(zehnt)en aufs falsche Pferd (öD) gesetzt haben und nun einer Tätigkeit nachgehen, die es faktisch in der PW gar nicht gibt. Die übrigen Berufsgruppen stimmt ja ohnehin bereits mit den Füßen ab und das kann ich absolut nachvollziehen.

Aber die bescheidenen Forderungen der Gewerkschaften machen auch mir wirklich Sorgen was die Zukunftsfähikeit des öD angeht, zumal dieser aus meiner Sicht bereits heute in vielen Teilen - wenn überhaupt - nur eingeschränkt funktionsfähig ist.

Es kommt halt immer darauf an, in welchem Bereich man im öD tätig ist. Und wenn man als Quereinsteiger aus der PW kommt und dann die Sicherheit des öD hat, dann weiß man das zu Coronazeiten zu schätzen, wenn das Gehalt normal weiterläuft und man nicht von Kurzarbeit bedroht ist oder einer Kündigung.
Da ist dann die jetzige Tarifverhandlung eher untergeordnet. Zumal, wenn man schon beim Einstieg gut verhandelt hat  ;)

Wenn es für ein Jahr wäre, würde ich natürlich nichts unternehmen, aber wenn die jetzt wirklich 4 Jahre raushauen als Nullnummer, von Einschnitten ganz zu schweigen. Das würde mich bestimmt über den positiven öD anders denken lassen.

Bei den Tarifverhandlungen 2018 waren es 6 % für 1 Jahr gefordert. Geeinigt hatte man sich auf ca. 10 % insgesamt bei 2,5 Jahren.