Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 311322 times)

GenerationY

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2925 am: 02.10.2020 10:26 »
Was sind „faire“ Arbeitszeiten? Mutmaßlich ja wohl jene, auf die sich die Arbeitsvertragsparteien geeinigt haben.

Faire Arbeitszeiten sind solche, die es beiden Vertragsparteien ermöglichen, erfolgreich zu wirtschaften und lange zufrieden und gesund zu arbeiten.

Dagegen gibt es viele Arbeitsverträge, in denen unfaire Arbeitszeiten vereinbart sind. Z.b. das mit dem Gehalt alle Überstunden abgegolten sind. Das haben zwar beide unterschrieben, unfair und unzeitgemäß ist es aus meiner Sicht trotzdem.

Insider2

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« Antwort #2926 am: 02.10.2020 10:29 »
Und wenn man die Bezahlung der freien Wirtschaft (50/60h) auf eine 39 bzw. 40 h Woche runterbricht, gibt's keine großen Unterschiede.

Nö. Ich weigere mich, den öffentlichen Dienst mit unseriösen Ausbeutern in der Privatwirtschaft zu vergleichen. Jedes seriöse Unternehmen hat inzwischen faire Arbeitszeiten und Arbeitszeitkonten. Ich prophezeie dass uns moderne Unternehmen in Zukunft auch in Sachen Arbeitszeit z.b. durch 4 Tage Wochen oder 30 Stunden Wochen überholen werden. Die Zeit der peinlichen 60 Stunden Anwesenheitskultur ist vorbei...

Dann sei es so!

Insider2

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« Antwort #2927 am: 02.10.2020 10:31 »
Was sind „faire“ Arbeitszeiten? Mutmaßlich ja wohl jene, auf die sich die Arbeitsvertragsparteien geeinigt haben.

Faire Arbeitszeiten sind solche, die es beiden Vertragsparteien ermöglichen, erfolgreich zu wirtschaften und lange zufrieden und gesund zu arbeiten.

Dagegen gibt es viele Arbeitsverträge, in denen unfaire Arbeitszeiten vereinbart sind. Z.b. das mit dem Gehalt alle Überstunden abgegolten sind. Das haben zwar beide unterschrieben, unfair und unzeitgemäß ist es aus meiner Sicht trotzdem.

Fair ist kein geschützter Rechtsbegriff und vollkommen subjektiv. Zehn Leute und elf Wahrnehmungen von "fair". Damit kann man sich gelinde gesagt den A**** abwischen. Für den AG ist die Abgeltung von Überstunden mit Festgehalt z.B. äußerst fair  ;D

Spid

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« Antwort #2928 am: 02.10.2020 10:33 »
Also sollten nicht die Arbeitsvertragsparteien als Vertragspartner auf Augenhöhe die Arbeitsbedingungen festlegen, sondern sich diese an irgendeinem Gefühlchen ausrichten, also am besten der Staat als Handlungsbevollmächtigter der Gesellschaft diese festlegen, so daß jeder bekommt, was er nach staatlicher gesellschaftlicher Vorstellung von „fair“ braucht?

WasDennNun

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« Antwort #2929 am: 02.10.2020 10:35 »
Die Zeit der peinlichen 60 Stunden Anwesenheitskultur ist vorbei...
Gut das ich noch nie unter Anwesenheitskultur leiden musste.
Habe trotzdem schon mal 60h gearbeitet, und dass sehr gerne und ohne ausgebeutet zu werden.

Naja, jeder wie er will und kann.

GenerationY

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« Antwort #2930 am: 02.10.2020 10:38 »
Also sollten nicht die Arbeitsvertragsparteien als Vertragspartner auf Augenhöhe die Arbeitsbedingungen festlegen, sondern sich diese an irgendeinem Gefühlchen ausrichten, also am besten der Staat als Handlungsbevollmächtigter der Gesellschaft diese festlegen, so daß jeder bekommt, was er nach staatlicher gesellschaftlicher Vorstellung von „fair“ braucht?

Natürlich sollen weiterhin die Vertragsparteien die Arbeitsbedingungen aushandeln. Ich prophezeie lediglich, dass in Zukunft bei der privaten Konkurrenz die besseren Arbeitsbedingungen zu bekommen sind und dann dem öffentlichen Dienst noch viel mehr gute Leute fehlen als das eh schon der Fall ist.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2931 am: 02.10.2020 10:42 »
Nein, Du schriebst von „fairen“ Arbeitszeiten und stelltest die Behauptung auf, das seien nicht solche, die die Arbeitsvertragsparteien vereinbart hätten.

Kat

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« Antwort #2932 am: 02.10.2020 10:44 »
kurzum hier opfert sich keiner mehr für seinen Job auf.

Es verlangt auch niemand, dass man sich aufopfert. Dann hat man den ÖD nicht verstanden. Leistungen mittlerer Art und Güte reichen. Nach 8 bzw. 7:48 h kann Stift fallen gelassen werden und wenn was nicht fertig wird ist es nicht dein Problem. Vielleicht verstehen die jungen, dynamischen Idealisten das irgendwann. Ihnen wird eh nicht gedankt und sie werden die Welt nicht besser machen im ÖD. Wenn das beherzigt geht's einem ganz gut im ÖD.

Das mach mal im Jobcenter, Sozialamt oder Asyl. Damit versursachst Du nur noch mehr Arbeit, weil man sich dann auch noch mit wütenden Kunden auseinandersetzen darf.

Bastel

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« Antwort #2933 am: 02.10.2020 10:47 »
Das mach mal im Jobcenter, Sozialamt oder Asyl. Damit versursachst Du nur noch mehr Arbeit, weil man sich dann auch noch mit wütenden Kunden auseinandersetzen darf.

Augen auf bei der Berufswahl.

Gemeindefuzzi

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« Antwort #2934 am: 02.10.2020 10:47 »
Gut das ich noch nie unter Anwesenheitskultur leiden musste.
Habe trotzdem schon mal 60h gearbeitet, und dass sehr gerne und ohne ausgebeutet zu werden.

Naja, jeder wie er will und kann.

Genau SO(!) ging es mir früher "draußen" auch und ich habe mich zu keiner Zeit in irgendeiner Weise ausgebeutet gefühlt!
Ich war jung und das "Schmerzensgeld" war in meinen Augen durchaus angemessen.

Allerdings wollte ich das nicht ein komplettes Berufsleben in dieser Form machen...

Kaiser80

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« Antwort #2935 am: 02.10.2020 10:50 »

Das mach mal im Jobcenter, Sozialamt oder Asyl. Damit versursachst Du nur noch mehr Arbeit, weil man sich dann auch noch mit wütenden Kunden auseinandersetzen darf.

GENAU da muss man das machen. Bis es schön beim Fachbereichsleiter/Dezernent/HVB aufschlägt!

WasDennNun

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« Antwort #2936 am: 02.10.2020 10:55 »
Allerdings wollte ich das nicht ein komplettes Berufsleben in dieser Form machen...
Na dann sind wir ja aus wohl aus dem gleichem Grund da wo wir jetzt sind.

Spid

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« Antwort #2937 am: 02.10.2020 10:59 »
kurzum hier opfert sich keiner mehr für seinen Job auf.

Es verlangt auch niemand, dass man sich aufopfert. Dann hat man den ÖD nicht verstanden. Leistungen mittlerer Art und Güte reichen. Nach 8 bzw. 7:48 h kann Stift fallen gelassen werden und wenn was nicht fertig wird ist es nicht dein Problem. Vielleicht verstehen die jungen, dynamischen Idealisten das irgendwann. Ihnen wird eh nicht gedankt und sie werden die Welt nicht besser machen im ÖD. Wenn das beherzigt geht's einem ganz gut im ÖD.

Das mach mal im Jobcenter, Sozialamt oder Asyl. Damit versursachst Du nur noch mehr Arbeit, weil man sich dann auch noch mit wütenden Kunden auseinandersetzen darf.

Und? Dann bleibt einfach mehr liegen.

Insider2

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« Antwort #2938 am: 02.10.2020 11:00 »
kurzum hier opfert sich keiner mehr für seinen Job auf.

Es verlangt auch niemand, dass man sich aufopfert. Dann hat man den ÖD nicht verstanden. Leistungen mittlerer Art und Güte reichen. Nach 8 bzw. 7:48 h kann Stift fallen gelassen werden und wenn was nicht fertig wird ist es nicht dein Problem. Vielleicht verstehen die jungen, dynamischen Idealisten das irgendwann. Ihnen wird eh nicht gedankt und sie werden die Welt nicht besser machen im ÖD. Wenn das beherzigt geht's einem ganz gut im ÖD.

Das mach mal im Jobcenter, Sozialamt oder Asyl. Damit versursachst Du nur noch mehr Arbeit, weil man sich dann auch noch mit wütenden Kunden auseinandersetzen darf.

Genau solche MA, die das eben nicht machen, also immer schön mehr als ihre 7:48 bzw. 8 wegwuppen sind die "besten" AN und geben den VKA keinerlei Grund sich zu bewegen.....Dann bleibt es halt liegen. Und? Wieso nimmst du die Last des wütenden Kunden auf dich bei Versagen des AG?

Pakart

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« Antwort #2939 am: 02.10.2020 11:11 »
Was sind „faire“ Arbeitszeiten? Mutmaßlich ja wohl jene, auf die sich die Arbeitsvertragsparteien geeinigt haben.

Ich vermute "faire" Arbeitszeiten sind solche, welche keinen Beteiligten übervorteilen.