Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 377850 times)

LeonL

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4170 am: 27.10.2020 15:19 »
Ich finde in der Diskussion völlig egal, ob nun die Leute bis Gruppe e8 oder ab Gruppe e8 während des lockdowns mehr gearbeitet haben. Vor allem ist es irrelevant für die nächsten Arbeitsjahre oder Jahrzehnte. Ja ich war auch ohne Rechner und Zugang zum Server zu Hause während Corona für ein paar Wochen, aber erstens lag das nicht an meiner Faulheit, sondern an der Unfähigkeit meines AG mich auch außerhalb des Büros zu beschäftigen und was bitte hat das damit zu tun, dass ich jetzt durch niedrigere Einkommenszuwächse für die nächsten Jahrzehnte benachteiligt würde? Welche Rechtfertigung bringt das, bloß weil eventuell im Bürgeramt ein paar Wochen lang die Leute da waren und ich nicht? Warum ist meine zukünftige Arbeit (und darum geht es meines Erachtens ja bei tarifverhandlungen für die nächsten Jahre) weniger wert als die der unteren EG?

MrRossi

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« Antwort #4171 am: 27.10.2020 15:23 »
Kostendeckende Studiengebühren würden schon dafür sorgen, daß diejenigen studieren, die die Aussicht haben, anschließend ihren Studienkredit zurückzahlen zu können.
Wieso gehst du nur über die Kreditnehmer?

Jacky88

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« Antwort #4172 am: 27.10.2020 15:24 »
Zitat
Kostendeckende Studiengebühren würden schon dafür sorgen, daß diejenigen studieren, die die Aussicht haben, anschließend ihren Studienkredit zurückzahlen zu können.
Exakt. Die harte Wahrheit.

Zitat
Ja ich war auch ohne Rechner und Zugang zum Server zu Hause während Corona für ein paar Wochen, aber erstens lag das nicht an meiner Faulheit, sondern an der Unfähigkeit meines AG mich auch außerhalb des Büros zu beschäftigen
Interpretiere ich das richtig, dass du grade deinen AG diffamierst, weil er dich bei vollen Bezügen(!) "freigestellt" hat, weil es für dich nichts zu arbeiten gab? Das ist ja ein hartes Schicksal.


Spid

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« Antwort #4173 am: 27.10.2020 15:28 »
Kostendeckende Studiengebühren würden schon dafür sorgen, daß diejenigen studieren, die die Aussicht haben, anschließend ihren Studienkredit zurückzahlen zu können.
Wieso gehst du nur über die Kreditnehmer?

Weil der eine oder andere, der nicht darauf angewiesen ist, möglicherweise andere Prioritäten setzt. Was aber egal ist, da er sein Privatvergnügen selbst bezahlt.

SpotJ

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« Antwort #4174 am: 27.10.2020 15:35 »
Zitat
Kostendeckende Studiengebühren würden schon dafür sorgen, daß diejenigen studieren, die die Aussicht haben, anschließend ihren Studienkredit zurückzahlen zu können.
Exakt. Die harte Wahrheit.

Zitat
Ja ich war auch ohne Rechner und Zugang zum Server zu Hause während Corona für ein paar Wochen, aber erstens lag das nicht an meiner Faulheit, sondern an der Unfähigkeit meines AG mich auch außerhalb des Büros zu beschäftigen
Interpretiere ich das richtig, dass du grade deinen AG diffamierst, weil er dich bei vollen Bezügen(!) "freigestellt" hat, weil es für dich nichts zu arbeiten gab? Das ist ja ein hartes Schicksal.

Du verstehst anscheinend nicht ganz den Sinn seiner Aussage

LeonL

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« Antwort #4175 am: 27.10.2020 15:38 »
@Jacky88

Dass du das Wort "diffamieren" kennst, macht dich sicher stolz. Bei deiner Fähigkeit Texte zu lesen und zu verstehen, solltest du aber noch üben... Deine Interpretation ist bei aller künstlerischer Freiheit dennoch falsch. Lies es doch am besten noch einmal und probiere es gerne wieder zu verstehen.

Jacky88

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« Antwort #4176 am: 27.10.2020 15:47 »
@Jacky88

Dass du das Wort "diffamieren" kennst, macht dich sicher stolz. Bei deiner Fähigkeit Texte zu lesen und zu verstehen, solltest du aber noch üben... Deine Interpretation ist bei aller künstlerischer Freiheit dennoch falsch. Lies es doch am besten noch einmal und probiere es gerne wieder zu verstehen.

Nun, wenn ich mir dein ursprüngliches Posting inkl. Rechtschreib-/Satzzeichenfehler so anschaue, würde ich mich an deiner Stelle mit solchen Formulierungen zurückhalten.

Im übrigen gibt es bei der Formulierug "[...]Unfähigkeit meines AG[...]" wenig Spielraum für Interpretation.

SpotJ

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« Antwort #4177 am: 27.10.2020 15:49 »
Wenn die Argumente ausgehen, fängt man an Rechtschreibfehler zu suchen  ;D

Ich hoffe so wie hier ists nicht im gesamten öD

Kommunalgenie

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« Antwort #4178 am: 27.10.2020 15:55 »
Wenn die Argumente ausgehen, fängt man an Rechtschreibfehler zu suchen  ;D

Ich hoffe so wie hier ists nicht im gesamten öD

sozusagen ein argumentum ad hominem wie ich jüngst in diesem Forum lernte.

schnitzelesser

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4179 am: 27.10.2020 16:08 »
Gerade mal mit dem Rechner gespielt: Die eigentliche Erhöhung des Nettogehalts speist sich aus Steuereffekten (Abschaffung Soli usw.) zum 01.01. - Einfach mal 175 % der Tariferhöhung zum 01.04.  >:(

mj23

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« Antwort #4180 am: 27.10.2020 16:09 »


Man kann die Lebensdauer eines Gebäudes verlängern, wenn man sich um das Gebäude kümmert. Dazu gehört auch eine richtige und ordentliche Reinigung von Böden, Sanitäreinrichtung und Fenster. Gerne werden Reinigungsintervalle gestreckt. Bei unzureichender Pflege von Fenster (z. B. Holz) verkürzt sich die Lebensdauer um knapp 50 %. Witterungseinflüsse wie Abgas (Rus), Feinstaub, Pollen und Insektensekret lassen Fensterrahmen regelrecht im Zeitraffer verfaulen. Ich Putze meine Fenster zwei Mal im Jahr selber. Weil ich seit Jahren keinen Fensterputzer mehr gesehen habe. Angeblich wurde das aus dem Leistungskatalog gestrichen und wird nun individuell bei Bedarf ausgeschrieben. Bei Bedarf heißt, wenn sich genug Mitarbeiter beschweren.

Kleine Anmerkung: Billigste externe Dienstleister nehmen meist zu "scharfe" Reinigungsmittel in den Sanitäreinrichtungen, sodass das Chrom der Wasserhähne zerstört wird und die Toilettenbrillen regelrecht "stumpf" werden. Mehre male im Jahr kommt ein "externer" Dienstleister und tauscht kaputte Wasserhähne aus. Wahnsinn.

Tja, so hat man heute gespart und zahlt morgen doppelt.

Eigene Putzfrauen? Sind seit Jahren im Gespräch wird es wohl jedoch niemehr geben.

Das ändert ja aber nichts daran, dass eine externe Vergabe die einzig sinnvolle Entscheidung für diese Aufgaben ist.

Man muss halt aber auch Personal haben, das kompetent genug ist, um den Pflegebedarf des Gebäudes sowie der Einrichtung festzustellen und vor allem diese Leistungen auch entsprechend gut in ein Vergabeverfahren zu packen.

Vielleicht fehlt es hier oder auf der Entscheidungsebene an Kompetenz. Das können wir dann aber gleich wieder auf die nur schwer wettbewerbsfähigen Entgelte der oberen Entgeltgruppen zurückführen. ;-)

Ergänzung:
Wenn das Personal schon nicht in der Lage ist zu bestimmen, wie und in welchem Umfang die Gebäudepflege zu erfolgen hat, wie soll es dann erfolgreich bestimmen, wie viele eigene Reinigungskräfte gebraucht werden für diese Aufgaben? Welche Putzmittel beschafft werden müssen, etc.


Otto1

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« Antwort #4181 am: 27.10.2020 16:31 »
https://unverzichtbar.verdi.de/

Video. Ohne Worte. Respektables Ergebnis... :-[

Padre

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« Antwort #4182 am: 27.10.2020 17:29 »
Auch die Begründung, dass es absolut richtig sei wenig prozentuale Erhöhung für alle Gruppen zu erreichen damit die Schere nicht weiter auseinander geht kann ich nicht ganz nachvollziehen. Absolut gesehen stimmt das, aber die Lebenskosten steigen prozentual und da wir den ganzen Spaß mindestens zur Anpassung an Inflation machen sollte es auch über alle Gruppen hinweg prozentuale Steigerung geben.

Aber ich sehe hier auch gar nicht Verdi in der Schuld, anscheinend kommt deren Geld ja hauptsächlich von Mitgliedern geringer und mittlerer Einkommen, wieso sollten die sich also drum scheren. Der AG sollte den Fachkräftemangel erkennen und was tun.

Und wenn man sich zB auf Facebook interessehalber mal anschaut wie die Stimmung ist, sieht man häufig wie Leute schreiben, dass sie aus Verdi austreten wollen --> Antworten sind dann meist "..Und somit die AG Seite stärken?!" oder "Wer soll sich dann für dich einsetzen??"  oder "Aber trotzdem dann von den Tariferhöhungen profiteren oder was?!?" 
Mir ist das völlig fremd. Die Antwort lautet dass man dann SELBST für sein Glück verantwortlich sein darf. Vielleicht hätte ich mein Leben lang im öD arbeiten müssen um diese seltsame Denkweise zu entwickeln

Das Thema Gewerkschaften ein heißes Thema. Ver.di ist Mitglied im DGB und die Gewerkschatsbosse sind teils auch in der Politik bzw. Parteien Mitglied. Der Bsriske ist z. B. in der Partei die Grüne Mitglied andere waren in der SPD wie z. B. DGB Chef Sommer, der Nachfolger R. Hoffman ist ebenfalls in der SPD. Der Ver.di Chef Wernke ist in der SPD. Eine parteiunabhängige Gewerkschaften zu Gründe wird massivst bekämpft. Wenn z. B. ein Herr Rixinger ist u. a. Parteivorsitzender DIE LINKE und gleichzeitig Ver.di Gewerkschaftssekretär dann wird eiN Herr Ramelow sicherlich ein Anruf tätigen....

Die Gewerkschaften sind mittlerweile Mrd. € schwer und ein Wirtschaftsfaktor. Wie unabhängig sind die Gewerkschaften wirklich? Manchmal wird die Trennung von Parteipolitik und Personalratsarbeit vermischt, gehört vielleicht auch dazu. Da werden Mitglieder von Gewerkschaften zu Personalversammlungen Eingeladen und man hat das Gefühl es wird eine Wahlempfehlung für und gegen ausgesprochen. Meine Wahrnehmung.

Ich Zitiere mal aus:
https://www.fair-arbeiten.eu/de/article/331.gewerkschaft-mitglied-werden.html
Zitat
In Deutschland sind Gewerkschaften Organisationen, die von ihren Mitgliedern finanziert und getragen werden. Die Gewerkschaften sind unabhängig von politischen Parteien und arbeiten unabhängig vom Staat.

Wie die Gewerkschaften um Macht kämpfen erkennt man besonders bei dern BR- oder PR-Wahlen, unabhängige (Gewerkschaftsfreie) Listen werden regelrecht bekämpft.

Bei den Tarfiverhandlungen hat man das Gefühl, da treffen sich die Gewerkschaftsbosse und die Länderchefs... machen etwas Show, hier und da ein Warnstreik. Die Länderchefs legen ein Betrag X auf den Tisch und Gewerkschaften verteilen es. Dann vergehen ein Paar Tage, dann treten die vor die Kameras und geben ihr Statement ab mit den immer gleichen Worte: kurz, schmerzhaft, Handlungsbedarf im X- und Ybereich anerkannt, gerde noch vetretbar, respektabel, wirtschaftlich verkraftbaren Abschluss, Konkurrenzfähigkeit, öffentlichen Dienst attraktiv gehalten,  etc. pp.

Das ist kein Gewerkschaftsbashing, es nur meine Empfindung.





Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4183 am: 27.10.2020 19:40 »
Ja sehe ich ähnlich.

Vor allem, hat das erzielte Ergebnis fast das gleiche Ergebnis wie das Angebot der AG.

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4184 am: 27.10.2020 19:42 »
https://unverzichtbar.verdi.de/

Video. Ohne Worte. Respektables Ergebnis... :-[

Vor allem prahlt Wernike geradezu damit, dass die höheren EGs weniger erhalten.

"Die vier Tage seien hart gewesen, die Gewerkschaften hätten um jedes einzelne Detail ringen müssen. Die Arbeitgeber hätten an ihrem schlechten Angebot festhalten wollen."
Wie wäre es mal mit Streik?

Leider kann ich nicht austreten. :-/