Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 93019 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #630 am: 01.07.2020 11:58 »
Und? Augen auf bei der Berufswahl.

Tagelöhner

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #631 am: 01.07.2020 12:04 »
Beide Berufsgruppen beten oder tanzen - je nachdem ob kirchlicher Träger oder Waldorf - für gutes Wetter, damit sich die Brut anderer möglichst im Freigelände selbst beschäftigt.

Made my day...dieser Humor ist trocken und köstlich  ;D

Wastelandwarrior

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #632 am: 01.07.2020 12:25 »
Beide Berufsgruppen beten oder tanzen - je nachdem ob kirchlicher Träger oder Waldorf - für gutes Wetter, damit sich die Brut anderer möglichst im Freigelände selbst beschäftigt.

und das tun sie weil im Gebäude z.T. nur 1 qm pro Kind im Gruppenraum zur Verfügung steht.
Wer schon mal mit 2 Erziehern auf 25 qm, möblierter Raum, mit 25 Kindern, 3-6 Jahre alt 5 Stunden verbracht hat fängt an zu beten und zu tanzen.
Das ist doch aber ein Problem des AG und nicht der Bezahlung. Love it or leave it. Andere Träger haben vielleicht bessere Bedingungen.Maß ist der Durchschnitt, nicht die Extreme.

qucksilver01

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #633 am: 01.07.2020 12:34 »
und wieder werden unsäglich viele Seiten vollgeschrieben ohne direkten Bezug zum Thema...

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #634 am: 01.07.2020 12:41 »
Erzieherentgelte sind nicht Bestandteil der Tarifrunde?


daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #636 am: 01.07.2020 13:05 »
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #637 am: 01.07.2020 13:11 »
Wer?

öfföff

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #638 am: 01.07.2020 13:51 »
Auch wenn das tariflich unbeachtlich ist, aber denkt ihr Spid hat eine Frau? Oder gar Kinder? Und falls ja: ?!?

Wastelandwarrior

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #639 am: 01.07.2020 14:16 »
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.
Da in Berlin mittlerweile der BA Soziale Arbeit der ASH direkt die Laufbahnbefähigung darstellt, verstehe ich z.B. nicht, weshalb überhaupt Leute im Jugendamt als Tarifbeschäftigte arbeiten wollen. Das ist ja wie tarifbeschäftigte Polizisten in Festnahmeeinheiten. Ziemlich blöd aus Sicht des Nichtbeamten, wenn man täglich die Hoheit raus lassen muss. Und wenn die einzige Ausbildung für den Job im Jugendamt im aktuellen Modulhandbuch ein Wahlpflichtkurs ist, der mit "lauter, tollen Sachen" konkurriert... dann ist das alles auch von der professionellen Sicht her kein Wunder. Aber Hauptsache, es gibt jetzt einen BA Frühkindliche Pädagogik (dürfen wie Erzieher bezahlt werden, wenn sie Erziehertätigkeiten wahrnehmen (!!!!)), damit endlich jemand mit richtiger Bildung den Schranzen aus dem Kinderladen zeigen kann, wie das geht... :D

BAT

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #640 am: 01.07.2020 14:28 »
Wie stellst Du dir ein Jugendamt vor? Da gibt es schlicht viele normale Verwaltungsmitarbeiter, sei es verbeamtet oder angestellt.

Und welche Hoheit? Inobhutnahmen und andere Unterbringungen werden hier immer noch von Verwaltungsleuten verantwortet.

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #641 am: 01.07.2020 15:03 »
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.

Wo habt ihr die Summen her? In der Entgeldtabelle SuE sind in s 12 rd. 57k die angegebenen 74k werden in der S 18 Stufe 6 erreicht.
In der Tabelle im Link von Bastel stehen lediglich 36k für Erzieher. Woher kommen diese Differenzen?

Warumdendas

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« Antwort #642 am: 01.07.2020 15:07 »
Auch wenn das tariflich unbeachtlich ist, aber denkt ihr Spid hat eine Frau? Oder gar Kinder? Und falls ja: ?!?

Als KI jedenfalls nicht.
Als Autist wahrscheinlich ebenfalls nicht.

Spid

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« Antwort #643 am: 01.07.2020 15:13 »
Nochmal zu SuE: Warum sollten die anders behandelt werden als der Rest ? Bezogen auf die Ausbildungshöhe sind die die Spitze der Systematik im Tarifrecht des ÖD. Nirgendwo sonst bekommt man systematisch mehr Geld ohne Studium (Erzieherin, Leiterin von Kitas). Da gibt es ordentlich Geld. Jahresbrutto 50k für eine Erzieherin in Vollzeit. Kein Studium. 10-12 Kinder je nach Land. Respekt. Oder 74k für eine "Kita-Leiterin" (ohne jegliches subjektives Tätigkeitsmerkmal)… Leitung einer Kita mit >180 Kindern... Das ist mehr, als die Kollegin Ingenieurin in der E12 bekommt... das ermöglicht respektable Karrieren ganz ohne Abitur und/oder Studium. Da ist kein struktureller Nachholbedarf mehr. Und wenn bei den Sozialarbeiterinnen Bedarf an mehr Geld bestünde, würden nicht die meisten bei freien Trägern für weniger arbeiten. In meiner Welt WOLLEN die meisten BA Soziale Arbeit z.B. nicht im Jugendamt (Inobhutnahmen) arbeiten (und sind auch kaum dafür ausgebildet).

Bezüglich der ErzieherInnen stellt sich ja dann nur noch die Frage, warum bundesweit geschätzt ca. 300.000 Stellen nicht besetzt werden können? Und das bei einem Einstiegsgehalt von 50 K.

Aber es gibt Hoffnung: Wenn jetzt Kaufhof/Karstadtmitarbeiterinen freigesetzt werden, können diese ja wie bereits die damaligen "Schleckerfrauen" erfolgreich in 3-6 Monaten umgeschult werden. Und somit könnte auch der OGS-Ausbau gelingen.

Tja- und wenn für Garantenstellung etc im JA nur € 45,- netto mehr rauskommt als bei Tätigkeiten in S 12/analoge
Tarifverträge, werden sich nicht viele für diese Arbeit entscheiden. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.

Durch die immer gößere Zahl an Missbrauchsfällen werden Kommunen mit mehr als 100 zu betreuenden Familien pro MitarbeiterIn  sicherlich der Vergangenheit angehören. Vielleicht wird ja Frau Giffey ein Machtwort sprechen und sich für eine Obergrenze von 80 Familien einsetzen.

Wo habt ihr die Summen her? In der Entgeldtabelle SuE sind in s 12 rd. 57k die angegebenen 74k werden in der S 18 Stufe 6 erreicht.
In der Tabelle im Link von Bastel stehen lediglich 36k für Erzieher. Woher kommen diese Differenzen?

Wo hätte sich jemand zu S12 eingelassen? Und KitaLtg mit >180 Plätzen ist S18.

daseinsvorsorge

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« Antwort #644 am: 01.07.2020 17:31 »

Da in Berlin mittlerweile der BA Soziale Arbeit der ASH direkt die Laufbahnbefähigung darstellt, verstehe ich z.B. nicht, weshalb überhaupt Leute im Jugendamt als Tarifbeschäftigte arbeiten wollen. Das ist ja wie tarifbeschäftigte Polizisten in Festnahmeeinheiten. Ziemlich blöd aus Sicht des Nichtbeamten, wenn man täglich die Hoheit raus lassen muss.

Ziemlich blöd auf jeden Fall - ob als Beamter oder Tarifbeschäftigter - bleibt die Bezahlung für diese Aufgabenbereich. Denn in der Bezahlung spiegelt sich auch die gesells. Wertschätzung wieder. Obschon sich in diesem Land dem Grunde nach zwar jede(r) für Kinderschutz ausspricht , bleibt eine tiefergehende inhaltliche Auseinandersetzung zu diesem Thema dennoch auf der Strecke.

Z.B. könnte - nach derzeitiger Datenlage und ohne Detailwissen -der Kollegin, die in Münster vergeblich versucht hatte, Eltern die ES für ein Kind entziehen zu lassen, Strafverfolgung drohen. Dies vor dem Hintergrund, dass sie nicht in die Beschwerde gegangen ist. Und somit bleibt die Verantwortung formal erst ein Mal bei ihr.

Tja- bei einem Einstiegsgehalt von max. € 3600,- irgendwie nicht richtig verlockend, in einem solchen Bereich zu arbeiten.