Arbeitspensum im BMVg

Begonnen von Manyou, Heute um 06:43

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Manyou

Moin ich bin Beamter im gehobenen techn. Dienst in meiner Nähe ist eine interessante Stelle im BMVg ausgeschrieben. Allerdings habe ich gehört und wurde mir von teilen des höheren Dienstes gesagt, dass das Arbeitspensum beim BMVg bei eher 50 bis 60 h pro Woche liegt oder besser gesagt erwartet wird. Ich habe allerdings 2 kleine Kinder zu Hause und habe nicht das Bedürfnis jede Woche so viele Überstunden zu machen. Daher meine Frage ist dies wirklich so kann da jemand aus Erfahrung sprechen.

BEAliMenTER

Moin, ich denke das wird man pauschal für das ganze Haus BMVg nicht beantworten können und wird sehr stark variieren je nach Standort und konkreter Aufgabe / Stelle.
Erzählt wird immer viel im öD, oftmals auch herausgehoben und übertrieben um seine eigene Stelle zu schützen. "Ich hab so viel tu tun". 

kimonbon

Ich würde darauf auch Nix geben, bin aber selber im BMZ also einem völlig unbekannten Ministerium werden aber genauso besoldet wie alle anderen auch. Würde nur Ministerien aussuchen wo andere zb Projekt Träger oder nachgeordnete Behörden oder bezahlte Einrichtungen die ganze Arbeit machen. Also BMFTR, BMBFSFJ oder eben BMZ. Unweltministerium ist auch so ein Larifari deswegen 50-60 h hahhaaaaaa arbeite ich in 2-3 Wochen zusammen eher   
Zitat von: BEAliMenTER in Heute um 06:50Moin, ich denke das wird man pauschal für das ganze Haus BMVg nicht beantworten können und wird sehr stark variieren je nach Standort und konkreter Aufgabe / Stelle.
Erzählt wird immer viel im öD, oftmals auch herausgehoben und übertrieben um seine eigene Stelle zu schützen. "Ich hab so viel tu tun". 

Organisator

Zitat von: Manyou in Heute um 06:43Moin ich bin Beamter im gehobenen techn. Dienst in meiner Nähe ist eine interessante Stelle im BMVg ausgeschrieben. Allerdings habe ich gehört und wurde mir von teilen des höheren Dienstes gesagt, dass das Arbeitspensum beim BMVg bei eher 50 bis 60 h pro Woche liegt oder besser gesagt erwartet wird. Ich habe allerdings 2 kleine Kinder zu Hause und habe nicht das Bedürfnis jede Woche so viele Überstunden zu machen. Daher meine Frage ist dies wirklich so kann da jemand aus Erfahrung sprechen.

Die Arbeitszeit für Bundesbeamte liegt bei 41 Stunden. Somit ist für jeden das Arbeitspensum gleich, als das es maximal in 41 Stunden erbracht wird.

Überstunden wären im Übrigen im Einzelfall anzuordnen und unterliegen der Mitbestimmung durch den PR. Ein eher selten genutztes Mittel, wenns nicht gerade um geplante Wochenendarbeit geht.

Manyou

Noch eine Frage weiß einer ob es im BMVg auch die Gleitzeit gibt. Im meinen jetzigen Amt kann ich halt um 6 anfangen und kurz nach 3 Feierabend machen.

edeserver

Ja, ich kann die Arbeitszeiten für den höheren Dienst bestätigen. Insbesondere im politischen Berlin wird lange gearbeitet. Allerdings gibt es wie in jeder anderen größeren Behörde, auch windstille Ecken. Auf gleichem Flur, jedoch in einem anderen Referat gleicher Unterabteilung wird sehr viel Schreibtischarbeit verrichtet und dies idR mit 4 Tagen pro Woche in Telearbeit. Damit sollten sich Familienpflichten gut vereinbaren lassen.

Bei Themen, welche schnell eskalieren, sind neben Vorlagen und Vermerken, auch Tischgespräche mit den Vorgesetzten in der Linie, Begleitungen der Leitungen und dazugehörige Gesprächsunterlagen einzuplanen. Ist man damit gebunden, muss die eigentliche Schreibtischarbeit später gemacht werden. Da ich ebenfalls 3 kleine Kinder habe und nach Berlin pendele, tippe ich solche Dokumente idR an den Abendstunden oder sehr früh morgens in der Bahn um das Wochenende frei zu haben. Da meine Themen auch andere Ressorts betreffen, gehört das berufliche Netzwerk und dessen Pflege auch dazu.
Allerdings muss ich dabei auch hinweisen, dass der gtD bei uns eben nicht diese Begleitungen und Vorlagen macht, sondern Unterstützungsleistungen. Diese fallen auch sehr selten in Randzeiten. Ich habe schon den Eindruck, dass dort ein "normales" Arbeitsleben im Sinne 9-to-5 möglich ist.
Wenn Dir die Aufgabe im BMVg zusagt, mach es! So viele Ministerien mit DP im gtD gibt es nicht. Notfalls hat alles mal ein Ende und bis dahin kannst du Dich in einem einzigartigen Ministerium mit spannenden Aufgaben und auskömmlicher Beförderungssituation wiederfinden.

edeserver

Zitat von: Manyou in Heute um 08:54Noch eine Frage weiß einer ob es im BMVg auch die Gleitzeit gibt. Im meinen jetzigen Amt kann ich halt um 6 anfangen und kurz nach 3 Feierabend machen.


Ja, von 6 bis 21 Uhr ist Gleitzeit. Funktionszeit ist von 9-15 Uhr, auch am Freitag.

Manyou

Zitat von: edeserver in Heute um 08:58Ja, von 6 bis 21 Uhr ist Gleitzeit. Funktionszeit ist von 9-15 Uhr, auch am Freitag.

Oh das mit Freitag finde ich heftig hätte ich jetzt nicht gedacht. Bei uns haben wir von 8-14 allerdings wenn wir die 6 Stunden voll haben dürfen wir gehen.

edeserver

Funktionszeit ist nicht Kernarbeitszeit. Innerhalb der Funktionszeit muss das Referat erreichbar sein, dass kann also auch ein Einzelner sein und die Anderen sind im Wochenende. Die Mindestarbeitszeit beträgt 2h, danach kann auch mit Guthaben aus dem Gleitzeitkonto freigemacht werden. Unterhalb von 2h ist dann ein Freistellungstag zu beantragen. Persönlich finde ich das eine faire Regelung.

Manyou

Ah okay dann habe ich das falsch verstanden.

tochris06

Die Aussage ist in der Breite nicht korrekt.
Es gibt vereinzelt Abteilungen, wo regelmäßige Dienstvergehen der Vorgesetzen inoffiziell geduldet werden (sprich, es ist allen bekannt, dass nach dem Ausloggen weitergearbeitet wird). Es gibt aber auch genug Bereiche, in denen du dich nicht kaputt machst.
Alles was dynamisch ist, solltest du meiden (z.B. Pol).

schubidu99

Zitat von: tochris06 in Heute um 16:17Die Aussage ist in der Breite nicht korrekt.
Es gibt vereinzelt Abteilungen, wo regelmäßige Dienstvergehen der Vorgesetzen inoffiziell geduldet werden (sprich, es ist allen bekannt, dass nach dem Ausloggen weitergearbeitet wird). Es gibt aber auch genug Bereiche, in denen du dich nicht kaputt machst.
Alles was dynamisch ist, solltest du meiden (z.B. Pol).

Ich kann das aus eigener Erfahrung eines Länderministeriums (Finanzen, Haushalt) bestätigen. Vielmehr bekamen wir mündlich im Jahresgespräch die Weisung unsere Überstunden "abzubauen". Ergo, ausstechen und weiterarbeiten um das Pensum zu schaffen! Das war allgemein bekannt und weder den ÖPR, Personalreferat oder die Hausleitung hat das interessiert. Hauptsache das Ministerium steht immer "gut da".

Nach Jahren unbezahlter Überstunden habe dann um meine Gesundheit zu schützen und wieder für die Familie da zu sein den Dienstherrn gewechselt und bin jetzt wieder im ruhigen Fahrwasser.