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Stelle nach wenigen Wochen wechseln - Akteneinsicht für neuen AG?

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GrafSchilder:
Guten Abend,
nachdem ich zwei Jahre im Bürgerbüro beschäftigt war, habe ich einen Jobwechsel zu einer anderen Behörde ins Ordnungsamt gewagt.

Das war leider ein Fehler. Ich hatte im Juni mein Vorstellungsgespräch, zum damaligen Zeitpunkt waren noch 11 Mitarbeiter dort beschäftigt, von denen die Hälfte gekündigt hat und andere krank sind. Ob das am Chef liegt, mit dem ich auch überhaupt nicht klar komme, könnte nahe liegen.

Kurzum, ab 1. September arbeite ich dort und habe sofort gemerkt, ich muss hier wieder weg. Ich sitze trotz Bergen an Arbeit da, werde nicht eingearbeitet und mein Chef erwartet trotzdem Präsenz jeden Tag bis zu 12 Stunden, da eben niemand mehr da ist und wenigstens das Telefon ständig besetzt ist und einer (ich) dran geht.

Nun möchte ich mich bewerben und habe auch einige gute Stellen gefunden, die besser zu mir passen. Gleich in der Stellenausschreibung steht allerdings, dass gebeten wird anzugeben, ob Akteneinsicht zugestimmt wird in die Personalakte. Grundsätzlich kein Problem.

Ich überlege nun jedoch, ob ich den Monat, den ich als "Griff in die Tonne" bezeichnen würde, überhaupt im Lebenslauf erwähnen sollte und welchen Arbeitgeber ich angeben sollte, da mein neuer Arbeitgeber sicher nicht begeistert ist, wenn ich sofort mit einer Akteneinsicht komme, dann weiß ja jeder sofort, dass ich wieder weg will - binnen der Probezeit würde ich das schon gern vermeiden, in der ich ja noch länger bin.

Hat jemand hier Tipps für mich? Ich werde sicher nicht der erste sein, der in der Probezeit merkt, der Job und die Kollegen sind nicht so das Wahre.

Sozialarbeiter:
so what? Wenn es so einen Personalmangel gibt und deine Leistungen grundsätzlich nicht desaströs sind, wird man ja wohl einen Teufel tun und dich in der Probezeit entlassen. Von daher bist du eigentlich in einer günstigen Verhandlungsposition als Arbeitnehmer und musst dich gar nicht so gängeln lassen.

Sind die 12 Stunden "Mehrarbeit"? Dann bummel die am nächsten Tag ab! Ist das nicht erwünscht? Dann soll dein Chef sie als "Überstunden" auch anordnen! Wird dies nicht getan? Ist beides nicht gewollt (Mehrarbeit abbummeln oder angeordnete Überstunden), mach pünktlich nach deiner vertraglich vereinbarten Arbeitszeit Feierabend! ("Mehrarbeit" und "angeordnete Überstunden" sind nämlich nicht das gleiche)

Ob jeder von deiner Bewerbung Wind bekommt, muss garnicht sein. Die Personalservicestelle des potentiellen neuen Arbeitgebers fordert die Personalakte mit deiner Zustimmung bei deinem jetzigen Personalservice an. Das muss dein direkter Vorgesetzter nicht zwingend (je nach Flurfunk vielleicht doch ;)) mitkriegen

Und du sagst es doch schon im letzten Satz. ich sehe es nicht verwerflich, wenn jemand in der Probezeit merkt, dass es nicht der passende Job ist. Was anderes ist es, wenn das innerhalb eines kürzeren Zeitraums häufiger vorkommt. Das eröffnet Interpretationsspielraum. Aber so?

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