Autor Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche  (Read 186973 times)

M1805E

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1155 am: 30.07.2021 07:52 »
Von Januar bis Juni sind die Kosten unsere monatlichen Einkäufe (und ich spreche hier nur von den Dingen des täglichen Bedarfs ohne Elektronik, Autos und neuen Handyverträgen) um 10% gestiegen. Dabei haben sich weder Mengen, nocht Ort des Einkaufs (reg. Märkte) geändert. 3% Inflation sind dann wohl eher 6%
Meine Kosten fürs Wohnen sind in den letzten 5 Jahren um 10% gesunken.
Für die Fahrten zur Arbeit 0% Veränderung.
Gastro/Kneipe/Imbiss auch 0% in den letzten 2 Jahren (was ich erstaunlich finde)
Tja, die individuelle Inflationsraten sind schon arg unterschiedlich.
Gibt da ja ne schöne Seite, wo man seinen individuelle Inflationswarenkorb eingeben kann und die individuelle  Inflation im Vergleich sehen kann.

In den letzten 10 Jahren war doch die Tarifentwicklung im Vergleich zur Teuerungsrate immer Positiv. Während es in den 20 Jahren davor um die 0 gependelt ist.
Trotzdem muss der Aufschlag für TV-L höher ausfallen als das was TVöD bekommen hat, um da aufzuholen.

Naja meist vielleicht im Promillebereich aber immer sicher nicht. Von den glorreichen +1,4% brutto für 2021 bleiben bei mir netto mit reduzierter jsz eingerechnet noch +0,99% netto. Wenn ich jetzt einzelne Jahre nachrechnen würde, könnte ich mir vorstellen, dass auch Jahre dabei sind wo es auf real minus oder plus minus 0 hinausläuft. Also nach 10 Jahren des Aufschwungs vor Corona trotzdem auf plusminus null bei den Reallöhnen zu kommen, halte ich für keinen Grund ausschweifend zu feiern.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1156 am: 30.07.2021 08:04 »
Von Januar bis Juni sind die Kosten unsere monatlichen Einkäufe (und ich spreche hier nur von den Dingen des täglichen Bedarfs ohne Elektronik, Autos und neuen Handyverträgen) um 10% gestiegen. Dabei haben sich weder Mengen, nocht Ort des Einkaufs (reg. Märkte) geändert. 3% Inflation sind dann wohl eher 6%
Da fällt mir auf, die sind bei mir sogar um 35% gestiegen, aber das liegt zumindest bei uns daran, dass die Kosten für Gastronomie um 95% gefallen sind und ich zu Hause esse.

Erinnert mich an den krassen Inflationsanstieg in diesem Bereich als der Euro eingeführt wurde: Die Restaurants haben da ordentlich aufgeschlagen (wenn man ja schon mal eine neue Speiskarte drucken muss, dann ist es ja am einfachsten DM gegen € zu tauschen  8) ) und man war ich sauer.
Nachdem dann aber 5 und mehr Jahre diese Speisekarten genutzt wurden, hat sich dieser Anstieg wieder relativiert und ich nicht mehr sauer, außer auf mich selbst, weil ich so unreflektiert diese Menschen als Gauner angesehen habe.

Genauso wie meine Mieter erst geschockt sind, wenn sie eine 10% Mieterhöhung bekommen, dass das seit Einzug aber nur eine jährliche Steigerung von unter ein Prozent ist, muss man denen in Fettschrift unterstrichen mitteilen und dann sind sie auch glücklich, wie gering die Inflation im Wohnbereich bei mir ist.

Jaja, die individuelle Inflation und die gefühlte Inflation ...

WasDennNun

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« Antwort #1157 am: 30.07.2021 08:06 »
Naja meist vielleicht im Promillebereich aber immer sicher nicht. Von den glorreichen +1,4% brutto für 2021 bleiben bei mir netto mit reduzierter jsz eingerechnet noch +0,99% netto. Wenn ich jetzt einzelne Jahre nachrechnen würde, könnte ich mir vorstellen, dass auch Jahre dabei sind wo es auf real minus oder plus minus 0 hinausläuft. Also nach 10 Jahren des Aufschwungs vor Corona trotzdem auf plusminus null bei den Reallöhnen zu kommen, halte ich für keinen Grund ausschweifend zu feiern.
jaja, die Gefühlte Inflation!
Rechne doch bitte mal nach, falls du es nicht kannst. Vielleicht habe ich nachher mal Zeit in einer langweilige ViKo Zeit, das nebenbei für dich zu machen.

PS: Wenn du mir deine EG und Stufe in 2010 nennst, dann kann ich es auch individualisieren.   ;D

M1805E

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« Antwort #1158 am: 30.07.2021 08:57 »
Naja meist vielleicht im Promillebereich aber immer sicher nicht. Von den glorreichen +1,4% brutto für 2021 bleiben bei mir netto mit reduzierter jsz eingerechnet noch +0,99% netto. Wenn ich jetzt einzelne Jahre nachrechnen würde, könnte ich mir vorstellen, dass auch Jahre dabei sind wo es auf real minus oder plus minus 0 hinausläuft. Also nach 10 Jahren des Aufschwungs vor Corona trotzdem auf plusminus null bei den Reallöhnen zu kommen, halte ich für keinen Grund ausschweifend zu feiern.
jaja, die Gefühlte Inflation!
Rechne doch bitte mal nach, falls du es nicht kannst. Vielleicht habe ich nachher mal Zeit in einer langweilige ViKo Zeit, das nebenbei für dich zu machen.

PS: Wenn du mir deine EG und Stufe in 2010 nennst, dann kann ich es auch individualisieren.   ;D

Okay ich korrigiere mich. Es sind Steigerungen im Hundertstel und nicht im Tausendstel Bereich. Ich wäre wirklich gespannt das einmal sauber nachzurechnen. Allerdings empfinde ich das als ziemlich mühsam. Mich interessiert ja das Netto und die regionale bzw. individuelle Inflation dann dabei. Die von den jeweiligen Bundesregierungen vorgenommenen Steuersenkungen und die Senkungen der Sozialabgaben müsste man ja fairerweise auch raus rechnen, weil das ja kein Verdienst der Tarifparteien ist.
Selbst wenn in Summe + 1-2 % in zehn Jahren rauskommen, finde ich das persönlich keinen Grund zum Feiern.
Und ich habe deine Aussage es waren immer Ergebnisse über der Inflation aufgegriffen. Das ist schlichtweg nicht richtig.

Aber wenn du das mal grob mit der bundesweiten Inflation brutto nachrechnen willst, gerne: 2011 e11 Stufe 1 (reguläre Stufenlaufzeiten).

Isi

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« Antwort #1159 am: 30.07.2021 09:19 »
https://www.aldi-nord.de/produkte/preissenkung.html

@Isi, LeKai, TZSteinbock...Möglicherweise kann eine Änderung eures Einkaufsverhaltens zur verbesserung eurer finanziellen Lage beitragen.
Womöglich sind diese Preissenkungen z. T. doch wieder zurückgenommen worden. Da die Senkungen aus diesem Jahr stammen tragen sie nicht zur Inflation ´20/´21 bei.
Bei wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Eis, Schokolade und alkoholhaltigen Kaltgetränken  8) hat es auch keine Teuerung gegeben.
Inflation ist eine berechenbare Größe. Sie verändert sich nicht durch subjektive Wahrnehmung.

Die Auswirkungen der Inflation sind dann jedoch subjektiv - Wer zu Miete wohnt hat hier echt Pech - die Mietpreise sind hier vor Ort statistisch um 7,9% gestiegen, die Eigentumspreise noch mehr.

EDIT: Wir leben hier auf dem Land, ÖPNV ist nicht, also sind 2 Fahrzeuge Pflicht, die Spritpreise treffen uns also vor Ort sehr viel stärker was die Teuerungsrate betrifft.

Meine Kosten fürs Wohnen sind in den letzten 5 Jahren um 10% gesunken.
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Gastro/Kneipe/Imbiss auch 0% in den letzten 2 Jahren (was ich erstaunlich finde)
Tja, die individuelle Inflationsraten sind schon arg unterschiedlich.
Gibt da ja ne schöne Seite, wo man seinen individuelle Inflationswarenkorb eingeben kann und die individuelle  Inflation im Vergleich sehen kann.

In den letzten 10 Jahren war doch die Tarifentwicklung im Vergleich zur Teuerungsrate immer Positiv. Während es in den 20 Jahren davor um die 0 gependelt ist.
Trotzdem muss der Aufschlag für TV-L höher ausfallen als das was TVöD bekommen hat, um da aufzuholen.

Meine Wohnkosten sind um mehr als 90% gefallen, da das Haus nun abbezahlt ist, aber das dürfte wenig zur Inflation beitragen - und wie gesagt die Teuerungsraten sind sehr sehr individuell.
Ich hab z.B. für meine Kirschen (die ich zu Marmelade verarbeite um sie im Keller zu lagern) dieses Jahr 100% mehr bezahlt als 2020...

Was uns aber alles nicht hilft wenn selbst der VKA-TVöD bessere Vergütungsangebot machen kann als wir...

Wdd3

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« Antwort #1160 am: 30.07.2021 09:30 »
Obst, gerade leicht verderbliches wie Kirschen, haben Tagespreise. Kaufst du jedes Jahr zum Bestpreis Zeitpunkt?
Die Mietpreise sind innerhalb eines Jahres um statistische 7,9% gestiegen?

WasDennNun

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« Antwort #1161 am: 30.07.2021 09:38 »
Naja meist vielleicht im Promillebereich aber immer sicher nicht. Von den glorreichen +1,4% brutto für 2021 bleiben bei mir netto mit reduzierter jsz eingerechnet noch +0,99% netto. Wenn ich jetzt einzelne Jahre nachrechnen würde, könnte ich mir vorstellen, dass auch Jahre dabei sind wo es auf real minus oder plus minus 0 hinausläuft. Also nach 10 Jahren des Aufschwungs vor Corona trotzdem auf plusminus null bei den Reallöhnen zu kommen, halte ich für keinen Grund ausschweifend zu feiern.
jaja, die Gefühlte Inflation!
Rechne doch bitte mal nach, falls du es nicht kannst. Vielleicht habe ich nachher mal Zeit in einer langweilige ViKo Zeit, das nebenbei für dich zu machen.

PS: Wenn du mir deine EG und Stufe in 2010 nennst, dann kann ich es auch individualisieren.   ;D

Okay ich korrigiere mich. Es sind Steigerungen im Hundertstel und nicht im Tausendstel Bereich. Ich wäre wirklich gespannt das einmal sauber nachzurechnen. Allerdings empfinde ich das als ziemlich mühsam. Mich interessiert ja das Netto und die regionale bzw. individuelle Inflation dann dabei. Die von den jeweiligen Bundesregierungen vorgenommenen Steuersenkungen und die Senkungen der Sozialabgaben müsste man ja fairerweise auch raus rechnen, weil das ja kein Verdienst der Tarifparteien ist.
Selbst wenn in Summe + 1-2 % in zehn Jahren rauskommen, finde ich das persönlich keinen Grund zum Feiern.
Und ich habe deine Aussage es waren immer Ergebnisse über der Inflation aufgegriffen. Das ist schlichtweg nicht richtig.

Aber wenn du das mal grob mit der bundesweiten Inflation brutto nachrechnen willst, gerne: 2011 e11 Stufe 1 (reguläre Stufenlaufzeiten).
      2009                                2020            Ohne Stufenanstieg   Mit Stufenanstieg   
      Brutto   Netto      Brutto   Netto   Brutto   Netto   Brutto   Netto
E12 s1   33925   19892,25      44983,19   27115,75   33%      36%      
E12 s5    53560   28258,85      68719,79   38216,56   28%      35%      103%   92%

Verbraucherpreisindex mit dem Basisjahr 2015 = 100
                             91,7                                106,3   16%

Also plus minus null würde heißen, dass E12 S1 jetzt 5656€ jährlich weniger bekommen müsste.
Oder aber eine Lohnkürzung von 13% und er hätte das, was du glaubst er hat.
Oder aufs netto bezogen hat er 15% mehr als du denkst.
jaja, die gefühlte Inflation.
Und ja, dass mit dem immer ist immer so eine Sache.
Aber wenn du sagst es war schlichtweg nicht richtig, meinetwegen (auch wenn es nur eine Meinung von dir ist)
Aber wie du durch diese schnell hingepfutschte Datenanalyse sehen kannst, ist es zumindest in diesem Zeitraum, wesentlich mehr als nur Inf Ausgleich.
(Netto fast eine Verdopplung des Einkommens für den damaligen Berufseinsteiger, der nicht verhandelt hat!)

Das war in den Jahren davor nicht so. zwischen 1993 und 2009 dürfte die Steigerung in der Summe tatsächlich eher so gewesen sein wie du es sagst. eine Rote 0.

sebbo83

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« Antwort #1162 am: 30.07.2021 09:39 »
Von Januar bis Juni sind die Kosten unsere monatlichen Einkäufe (und ich spreche hier nur von den Dingen des täglichen Bedarfs ohne Elektronik, Autos und neuen Handyverträgen) um 10% gestiegen. Dabei haben sich weder Mengen, nocht Ort des Einkaufs (reg. Märkte) geändert. 3% Inflation sind dann wohl eher 6%
Meine Kosten fürs Wohnen sind in den letzten 5 Jahren um 10% gesunken.
Für die Fahrten zur Arbeit 0% Veränderung.
Gastro/Kneipe/Imbiss auch 0% in den letzten 2 Jahren (was ich erstaunlich finde)
Tja, die individuelle Inflationsraten sind schon arg unterschiedlich.
Gibt da ja ne schöne Seite, wo man seinen individuelle Inflationswarenkorb eingeben kann und die individuelle  Inflation im Vergleich sehen kann.

In den letzten 10 Jahren war doch die Tarifentwicklung im Vergleich zur Teuerungsrate immer Positiv. Während es in den 20 Jahren davor um die 0 gependelt ist.
Trotzdem muss der Aufschlag für TV-L höher ausfallen als das was TVöD bekommen hat, um da aufzuholen.

Naja meist vielleicht im Promillebereich aber immer sicher nicht. Von den glorreichen +1,4% brutto für 2021 bleiben bei mir netto mit reduzierter jsz eingerechnet noch +0,99% netto. Wenn ich jetzt einzelne Jahre nachrechnen würde, könnte ich mir vorstellen, dass auch Jahre dabei sind wo es auf real minus oder plus minus 0 hinausläuft. Also nach 10 Jahren des Aufschwungs vor Corona trotzdem auf plusminus null bei den Reallöhnen zu kommen, halte ich für keinen Grund ausschweifend zu feiern.

Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.

WasDennNun

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« Antwort #1163 am: 30.07.2021 09:54 »
Die Auswirkungen der Inflation sind dann jedoch subjektiv - Wer zu Miete wohnt hat hier echt Pech - die Mietpreise sind hier vor Ort statistisch um 7,9% gestiegen,
Dürfte sogar noch höher liegen, wenn man alle 2 Jahre umzieht.
Also was willst du damit zum Ausdruck bringen?
Individuelle Lohnerhöhung?

WasDennNun

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« Antwort #1164 am: 30.07.2021 09:56 »
Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.
Kasse wechseln und schon hast du eine Reallohnerhöhung.
Darf man fragen welche EG und Stufe?

M1805E

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« Antwort #1165 am: 30.07.2021 10:05 »
Naja meist vielleicht im Promillebereich aber immer sicher nicht. Von den glorreichen +1,4% brutto für 2021 bleiben bei mir netto mit reduzierter jsz eingerechnet noch +0,99% netto. Wenn ich jetzt einzelne Jahre nachrechnen würde, könnte ich mir vorstellen, dass auch Jahre dabei sind wo es auf real minus oder plus minus 0 hinausläuft. Also nach 10 Jahren des Aufschwungs vor Corona trotzdem auf plusminus null bei den Reallöhnen zu kommen, halte ich für keinen Grund ausschweifend zu feiern.
jaja, die Gefühlte Inflation!
Rechne doch bitte mal nach, falls du es nicht kannst. Vielleicht habe ich nachher mal Zeit in einer langweilige ViKo Zeit, das nebenbei für dich zu machen.

PS: Wenn du mir deine EG und Stufe in 2010 nennst, dann kann ich es auch individualisieren.   ;D

Okay ich korrigiere mich. Es sind Steigerungen im Hundertstel und nicht im Tausendstel Bereich. Ich wäre wirklich gespannt das einmal sauber nachzurechnen. Allerdings empfinde ich das als ziemlich mühsam. Mich interessiert ja das Netto und die regionale bzw. individuelle Inflation dann dabei. Die von den jeweiligen Bundesregierungen vorgenommenen Steuersenkungen und die Senkungen der Sozialabgaben müsste man ja fairerweise auch raus rechnen, weil das ja kein Verdienst der Tarifparteien ist.
Selbst wenn in Summe + 1-2 % in zehn Jahren rauskommen, finde ich das persönlich keinen Grund zum Feiern.
Und ich habe deine Aussage es waren immer Ergebnisse über der Inflation aufgegriffen. Das ist schlichtweg nicht richtig.

Aber wenn du das mal grob mit der bundesweiten Inflation brutto nachrechnen willst, gerne: 2011 e11 Stufe 1 (reguläre Stufenlaufzeiten).
      2009                                2020            Ohne Stufenanstieg   Mit Stufenanstieg   
      Brutto   Netto      Brutto   Netto   Brutto   Netto   Brutto   Netto
E12 s1   33925   19892,25      44983,19   27115,75   33%      36%      
E12 s5    53560   28258,85      68719,79   38216,56   28%      35%      103%   92%

Verbraucherpreisindex mit dem Basisjahr 2015 = 100
                             91,7                                106,3   16%

Also plus minus null würde heißen, dass E12 S1 jetzt 5656€ jährlich weniger bekommen müsste.
Oder aber eine Lohnkürzung von 13% und er hätte das, was du glaubst er hat.
Oder aufs netto bezogen hat er 15% mehr als du denkst.
jaja, die gefühlte Inflation.
Und ja, dass mit dem immer ist immer so eine Sache.
Aber wenn du sagst es war schlichtweg nicht richtig, meinetwegen (auch wenn es nur eine Meinung von dir ist)
Aber wie du durch diese schnell hingepfutschte Datenanalyse sehen kannst, ist es zumindest in diesem Zeitraum, wesentlich mehr als nur Inf Ausgleich.
(Netto fast eine Verdopplung des Einkommens für den damaligen Berufseinsteiger, der nicht verhandelt hat!)

Das war in den Jahren davor nicht so. zwischen 1993 und 2009 dürfte die Steigerung in der Summe tatsächlich eher so gewesen sein wie du es sagst. eine Rote 0.

Im allgemeinen ist das richtig was du schreibst. Ich habe da wohl zu intensiv meine persönliche Situation verallgemeinert. Ich bin in den letzten Jahren von den massiven Anstiegen der Mietpreise bei Neuvermietung in der Tat betroffen gewesen und von daher ist meine Inflation tatsächlich nicht nur gefühlt höher als die durchschnittliche. Dafür kann die TdL natürlich auch nichts. Während durch deinen rechnerischen Beleg scheinbar einige Leute im öffentlichen Dienst sehr gut mit den Erhöhungen der letzten Jahre gefahren sind, bleiben bei mir jährlich im Durchschnitt nur ein paar Hundertstel wie beschrieben. Dieses Jahr ein ganz deutliches Minus...
Tja manchmal hat man einfach kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. :D

sebbo83

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« Antwort #1166 am: 30.07.2021 10:06 »
Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.
Kasse wechseln und schon hast du eine Reallohnerhöhung.
Darf man fragen welche EG und Stufe?

E 11 - Stufe 4 - AOK Plus (und St.Kl. 4 mit Faktor). Ich glaube fast alle Krankenkassen haben erhöht zum Januar. Ich glaube die AOK Plus ist da noch ganz human gewesen.

WasDennNun

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« Antwort #1167 am: 30.07.2021 10:09 »
Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.
Also ich habe eine Nettolohnsteigerung von 3,89%
Wäre nur eine von 0,89% wenn ich Steuer Jan 2021 wie Dez 2020 rechne
Jan2020-Jan2021 Verbrauchpreisindex +1%
Also ohne dem Soli Geschenk wäre es ein Reallohnverlust.
so mehr als 2% Reallohnsteigerung.

soviel zu den gefühlten Inflationen und Reallohnsituationen.

sebbo83

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« Antwort #1168 am: 30.07.2021 10:26 »
Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.
Also ich habe eine Nettolohnsteigerung von 3,89%
Wäre nur eine von 0,89% wenn ich Steuer Jan 2021 wie Dez 2020 rechne
Jan2020-Jan2021 Verbrauchpreisindex +1%
Also ohne dem Soli Geschenk wäre es ein Reallohnverlust.
so mehr als 2% Reallohnsteigerung.

soviel zu den gefühlten Inflationen und Reallohnsituationen.

Laut dem Gehalts-Rechner auf der Webseite wären es bei mir 0,7% bzw. 19 € Verbesserung gewesen. Eventuell hat bei mir noch der Faktor der St.Kl. IV eine Rolle gespielt.
Da noch hinzugenommen der Wechsel der Mehrwertsteuer und selbst die 19€ wären ein Witz gewesen.

WasDennNun

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« Antwort #1169 am: 30.07.2021 10:42 »
Laut dem Gehalts-Rechner auf der Webseite wären es bei mir 0,7% bzw. 19 € Verbesserung gewesen. Eventuell hat bei mir noch der Faktor der St.Kl. IV eine Rolle gespielt.
Da noch hinzugenommen der Wechsel der Mehrwertsteuer und selbst die 19€ wären ein Witz gewesen.
Ohne KV Erhöhung wären es 3,39% also 87,25 gewesen.
Kannst mal sehen, was ein KV Wechsel dir an "Lohnerhöhung" als Kompensation zur Mehrwertsteuer bringen könnte