Autor Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche  (Read 187008 times)

Spid

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1185 am: 30.07.2021 14:15 »
Eben. Ein reines AG-Problem und nicht etwa ein tarifliches.

Organisator

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« Antwort #1186 am: 30.07.2021 14:28 »
Das ausbezahlbare ja, das Grundentgelt aber nicht. Wir können nicht damit "werben", ich weis nicht wie das bei euch ist, aber Zulagen nach 16. sind bei uns genehmigungspflichtig durch das Finanzministerium. Die genehmigen nur aus Antrag wenn eine PN vorliegt, bei Einstellungen sind wir per Erlass auf die Stufe 4 als Höchstwert beschränkt.

Na dann kann das Problem ja nicht allzu groß sein, wenn man sich selbst bei der Mitarbeitergewinnung beschränkt.

Isi

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« Antwort #1187 am: 30.07.2021 14:35 »
Diese selbstbeschränkung wird im Finanzministerium beschlossen, nicht bei unserer Behörde. Die verweisen dann gern auf den TV-L und argumentieren Zulagen seiehen nur in absoluten Ausnahmefällen zugelassen.

Zudem sind Zulagen Widerrufbar - eine Entgelttabelle die dem TVöD überlegen ist wäre das nicht.

WasDennNun

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« Antwort #1188 am: 30.07.2021 14:38 »
Das ausbezahlbare ja, das Grundentgelt aber nicht. Wir können nicht damit "werben", ich weis nicht wie das bei euch ist, aber Zulagen nach 16. sind bei uns genehmigungspflichtig durch das Finanzministerium. Die genehmigen nur aus Antrag wenn eine PN vorliegt, bei Einstellungen sind wir per Erlass auf die Stufe 4 als Höchstwert beschränkt.

Na dann kann das Problem ja nicht allzu groß sein, wenn man sich selbst bei der Mitarbeitergewinnung beschränkt.
Oder aber es wurde nicht eindringlich genug insistiert, damit das FM als verhindernde Stelle mit im Boot ist und man entsprechende Angebote machen kann.
Oder man ist noch nicht auf den Gedanken gekommen, entsprechende Forderungen/Eingaben beim FM zu machen, damit das Problem gelöst wird.
Oder es ist so wie du es sagst, noch nicht groß genug.

M1805E

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1189 am: 30.07.2021 14:39 »
... Die genehmigen nur aus Antrag wenn eine PN vorliegt, bei Einstellungen sind wir per Erlass auf die Stufe 4 als Höchstwert beschränkt.

Ohje - ist so etwas bei mehreren Ländern üblich? Wer nimmt denn solche Stellen an, wenn man woanders bereits eine höhere Stufe erreicht hat oder in der pW mehr verdient? 
Das wäre auch nett, wenn man das gleich in der Stellenausschreibung anmerkt, sodass man sich als Bewerber die Arbeit und Kosten gleich sparen kann. ;D

Spid

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« Antwort #1190 am: 30.07.2021 14:43 »
Diese selbstbeschränkung wird im Finanzministerium beschlossen, nicht bei unserer Behörde. Die verweisen dann gern auf den TV-L und argumentieren Zulagen seiehen nur in absoluten Ausnahmefällen zugelassen.

Zudem sind Zulagen Widerrufbar - eine Entgelttabelle die dem TVöD überlegen ist wäre das nicht.

AG ist das Land.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1191 am: 30.07.2021 14:43 »
Diese selbstbeschränkung wird im Finanzministerium beschlossen, nicht bei unserer Behörde. Die verweisen dann gern auf den TV-L und argumentieren Zulagen seiehen nur in absoluten Ausnahmefällen zugelassen.
Also ist das Problem noch nicht groß genug, als das man es als Ausnahmefall akzeptiert!
Zitat
Zudem sind Zulagen Widerrufbar - eine Entgelttabelle die dem TVöD überlegen ist wäre das nicht.
Das ist richtig und deswegen sollte natürlich auch mehr rüberkommen als beim TVöD.
Ändert aber nichts daran, dass es oftmals hausgemachte Probleme sind, die auf dem TV-L geschoben werden.
btw: die Anerkennung förderliche Zeiten sind keine Zulage und sind bei uns ein "muss" geworden.

Bei uns sind die Zulagen auch die Ausnahme, allerdings mehr oder weniger die Regel in meinem direktem Umfeld. Kann man alles klären.

Bastel

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« Antwort #1192 am: 30.07.2021 15:11 »
Und das Bestandspersonal wird älter. Bis Ende 2024 gehen mehr als 50% in Rente. Dann schauts echt düster aus.


Lehn dich zurück und genieße...

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« Antwort #1193 am: 30.07.2021 15:44 »
Diese selbstbeschränkung wird im Finanzministerium beschlossen, nicht bei unserer Behörde. Die verweisen dann gern auf den TV-L und argumentieren Zulagen seiehen nur in absoluten Ausnahmefällen zugelassen.


Das ist dann aber weiterhin das Problem eines einzelnen Arbeitgebers und nicht das einer Tarifgemeinschaft. Würde man die Tabellenentgelte erheblich erhöhen käme das Finanzministerium möglicherweise auf die Idee, die Selbstbeschränkung einfach auszuweiten und das Problem bestünde weiterhin.

Probleme zu lösen funktioniert nur, wenn man den Problemverursacher anspricht; nicht unbeteiligte Dritte.

Organisator

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« Antwort #1194 am: 30.07.2021 15:45 »
Und das Bestandspersonal wird älter. Bis Ende 2024 gehen mehr als 50% in Rente. Dann schauts echt düster aus.


Lehn dich zurück und genieße...

Genau. Wenn der Arbeitgeber sich durch Selbstbeschränkungen Probleme schafft, muss er sie auch ausbaden. Möglichkeiten zur Abwendung der Probleme wurden ihm aufgezeigt.

WasDennNun

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« Antwort #1195 am: 30.07.2021 16:08 »
Genau. Wenn der Arbeitgeber sich durch Selbstbeschränkungen Probleme schafft, muss er sie auch ausbaden. Möglichkeiten zur Abwendung der Probleme wurden ihm aufgezeigt.
Insbesondere, wenn man die im FM sitzenden Menschen rechtzeitig und mehrfach bösgläubig macht und ihnen aufzeigt, was alles passieren (oder teuer nicht passieren) wird, wenn man nicht die Stellen (eben nur durch Zulage besetzbar) besetzt bekommt.

Dauert eine weile, aber es ist eine Freude, wenn dann das Schreiben an entsprechender höhere Stelle verfasst werden kann, in dem man auf den Schaden hinweist, der durch die Entscheidung im FM entstanden ist. Da ja verursacht durch das FM, wg. Ablehnung der Zulage und der damit verbundenen fehlende Besetzung der Posten.

Aber dazu braucht es halt entsprechende Führungskräfte, die willig sind so etwas eskalieren zu lassen.

Und Erlasse lassen sich schneller weg erlassen als die Tinte verblichen ist.

Otto1

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« Antwort #1196 am: 30.07.2021 23:01 »
Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.
Also ich habe eine Nettolohnsteigerung von 3,89%
Wäre nur eine von 0,89% wenn ich Steuer Jan 2021 wie Dez 2020 rechne
Jan2020-Jan2021 Verbrauchpreisindex +1%
Also ohne dem Soli Geschenk wäre es ein Reallohnverlust.
so mehr als 2% Reallohnsteigerung.

soviel zu den gefühlten Inflationen und Reallohnsituationen.

Die Inflation ist nicht gefühlt. Sie lässt sich volkswirtschaftlich messen.

Wayne was du an Reallohnsteigerung hattest! Wenn in der pW im gleichen Zeitraum deutlich höhere Steigerungen erfolgt sind.

WasDennNun

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« Antwort #1197 am: 31.07.2021 09:51 »
Sei froh, dass es noch +0,99% waren. Von Dezember 2020 auf Januar 2021 ist mein Netto dank der +1,4% weniger geworden. Warum? Krankenkasse hat Beiträge erhöht, Lohnsteuer wurde mehr und bin irgendwie eine Stufe höher geraten - dafür zum Glück aber der Soli weniger. So war es nahezu eine 0 Rechnung die vermeintlichen +1,4%.
Also ich habe eine Nettolohnsteigerung von 3,89%
Wäre nur eine von 0,89% wenn ich Steuer Jan 2021 wie Dez 2020 rechne
Jan2020-Jan2021 Verbrauchpreisindex +1%
Also ohne dem Soli Geschenk wäre es ein Reallohnverlust.
so mehr als 2% Reallohnsteigerung.

soviel zu den gefühlten Inflationen und Reallohnsituationen.

Die Inflation ist nicht gefühlt. Sie lässt sich volkswirtschaftlich messen.
Kluger Spruch, aber warum reden hier soviel davon wie schlecht es ihnen geht und man Reallohnverluste hat? beides habe ich hier widerlegt.
Zitat
Wayne was du an Reallohnsteigerung hattest! Wenn in der pW im gleichen Zeitraum deutlich höhere Steigerungen erfolgt sind.
Mir sind ehrlich gesagt meine und andere Lohnsteigerungen wurscht, da wenn es mir nicht passt, dann such ich mir was passendes, da bin ich halt in einer privilegierten Lage.
Und den tariflich Reallohnverlust habe ich ja auch aufgezeigt. und die Steigerungen in der pW, die mir bekannt sind, waren alle unterhalb zwiscchen 0-2% was das Fixgehalt angeht, aber viele habe Mitte diesen Jahres deftige Boni bekommen, da Coronagewinnler.

Bezogen auf den Arbeitsdruck, "WorkLiveBalance", Zeit für mich, Flexibilität für mich sind die 30T€ mehr, die es an anderer Stelle im pW gab, es nicht Wert. Zeit kann man nämlich nicht kaufen. Auch da bin ich mir bewusst, dass ich da in einer privilegierten Lage bin.
Ich bekam stehts meine Zulagen / förderliche Zeiten bei AVs im öD, oder habe die Stelle nicht angenommen (ist mir nur einmal passiert).

Wenn man den zahlen der Arbeitnehmerentgelte auf der hiesigen Seite glauben darf:
https://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/

Dann ist die Abkoppelung ja nicht so stark wie hier im Thread behauptet wird.

Ich persönlich habe es in meinem Umfeld (durch Aufklärung und Überzeugungsarbeit bei den Entscheidern und Personalern) geschafft, gute ITler an Bord zu holen, unter Ausnutzung der tariflichen Möglichkeiten und würde diese Menschen einfacher und mit mehr Auswahl bekommen können, wenn ich höhere Zulagen verteilen könnte (denn diese Menschen Scheißen drauf, dass die Zulage widerruflich ist, denn ihr AV ist es auch!).

Wer aber verlangt das BauIngs/ ITler pauschal Bundesweit 10-20T€ mehr bekommen sollen, damit man die eigenen Stellen besetzten kann, der hat das eigentliche Problem nicht erkannt oder will vielleicht einfach nur selber mehr Geld ohne was dafür zu tun und sollte doch schnellstmöglich sich in die pW begeben, damit er das ersehnte Geld erhält.

Der Ruf des öD ist ja zurecht nicht so gut.
Ich habe allerdings auch schon Projektmanager bei großen pW Firmen kennengelernt, die dort abgezischt sind, weil auch dort die Formalien, die Kreativität erdrückte. oTon: Dann kann ich ja gleich im öD anfangen. :o

Ich finde es halt irritierend und unlogisch, fast schon dämlich, wenn man verlangt, dass der BauIng im öD in Kleinkleckersdorf das gleiche bekommen soll wie der BauIng in der pW in FFm.
Obwohl der BauIng in der pW in Kleinkleckersdorf nicht das gleiche bekommt wie der BauIng in FFm.
Und man dann immer rumnöhlt, dass der BauIng in der pW ja soooviel mehr bekommt (mit Verweis auf den FFMler), aber dann nicht bereit ist, die variablen/widerruflichen Anteile die der BauIng in FFm hat, auch zu akzeptieren.
Unlogisch! Rosinenpickerei? oder einfach nur eingeschränkte Sichtweise (öd halt?)

Im Bereich IT kenne ich mich recht weitgestreut aus und da kenne ich niemanden der ein Fixgehalt oberhalb 70T€ im Bereich Entwickler/PM Tätigkeiten hat. Das läuft da überall auf min 10-20T€ Variable hinaus. Bzw. 50% fakturierte Gehaltsanteile.

Also mein Tipp an Otto1 Isi und Co:
bearbeitet eure Personaler mit Argumenten, macht so bösgläubig, verursacht dadurch messbaren und zu ortbaren Schaden und meldet das entsprechenden übergeordneten Stellen!
Aber nur wenn euch tatsächlich was am öD und der notwendigen Stellenbesetzungen liegt oder geht in die pW und lasst den AG "verrecken", damit der er es selber merkt.

Und hört mit dieser unsägliche Gieskannen Debatte auf, wenn ihr euch mit dem pW vergleicht.

Isi

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« Antwort #1198 am: 31.07.2021 15:04 »
Regional angepasste Entgelte - bin ich dabei.

Meine Frau verdient als Teamleitung bei  einem IT- Unternehmen mehr als das Doppelte der von dir genannten IT Gehälter im Jahr + SZ bei Erfolg + Tankkarte.
Mein Schwager (ebenfalls IT- Unternehmen verdient als Fachinformatiker etwa diese 80.000 + Sonderzahlungen.

Direkt vergleiche ich "uns" lediglich mit den VKA Kommunen.

Spid

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« Antwort #1199 am: 31.07.2021 15:20 »
Und ich kenne einen Fachinformatiker, der bis vor zwei Jahren 39.000 p.a. ohne irgendwelche weiteren Benefits in der Privatwirtschaft verdiente. Das unterstreicht die Wertlosigkeit anekdotischer Alltagserfahrungen. Genau deshalb gibt es Statistiken.