Autor Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche  (Read 231987 times)

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1275 am: 04.08.2021 07:27 »
Hab das mal für dich korrigiert:

Motto "Wenn wir keinen Geoinformatiker für eine E11 finden, dann vergeben wir halt Extern - das ist eine andere Kostenstelle."
Richtig, dass ist ein Problem, mit entsprechenden Vermerken und Berichten an die entsprechenden Stellen, kann man einigen Verantwortlichen bösgläubig machen und in die Verantwortung für die unnötig hohen Ausgaben bringen. Hat bei uns ein paar Jahre gedauert, jetzt kein Thema mehr.

Zitat
Und übrigens.. Geoinformatiker für eine E11.. ich lach' mich kugelig :)
Mit Kugeln sollte der Geoinformatiker sich ja auskennen  ;D

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1276 am: 04.08.2021 07:29 »
Du stehst also kurz vor der Rente?

Ne, Endstufe und 75m Arbeitsweg.
Nur Endstufe? Oder auch Zulage?

Oder geht es Dir bei der Diskussion nur um mehr Geld für Dich, ohne das du was dafür tun musst?

Otto1

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1277 am: 04.08.2021 07:56 »
Du stehst also kurz vor der Rente?

Ne, Endstufe und 75m Arbeitsweg.
Nur Endstufe? Oder auch Zulage?

Oder geht es Dir bei der Diskussion nur um mehr Geld für Dich, ohne das du was dafür tun musst?

Zulagen gibt es bei uns per se nicht. Nur die Vorweggewährung von Stufen für den Fall, dass man abspringen möchte (was man natürlich mit einem Vertrag nachweisen muss).

sebbo83

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1278 am: 04.08.2021 08:09 »

Die Region ist aber spannend. Es passiert gerade viel (u.a. Braunkohle-Ausstieg). Man hat viele Gestaltungsmöglichkeiten, nur kaum Personal und darüber hinaus ein verkrustetes Personalwesen. Motto: "Wenn wir keinen Geoinformatiker für eine E11 finden, dann stellen wir halt GIS ab."

Hab das mal für dich korrigiert:

Motto "Wenn wir keinen Geoinformatiker für eine E11 finden, dann vergeben wir halt Extern - das ist eine andere Kostenstelle."

Und übrigens.. Geoinformatiker für eine E11.. ich lach' mich kugelig :)

Gar nicht so selten, dass solche stellen von E9 bis E11 vermarktet werden in der Region. Bewirbt sich halt keiner mehr drauf.
An die externe Vergabe sind wir tatsächlichen Sachbearbeiter/Betroffenen dran, denn GIS abstellen ist momentan die Vorzugsvariante  :o

M1805E

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« Antwort #1279 am: 04.08.2021 08:26 »
Dann schaltet euer GIS doch ab. Ich verstehe nicht wie man in dem verkorksten System immer bestrebt ist entgegen aller Widrigkeiten alles am Laufen zu halten. Gibt's dafür kein Geld, hat vermutlich auch keiner Interesse daran. Uns fehlen auch Juristen. Dann wird ein Vermerk geschrieben und im Zweifel fehlerhafte oder nachteilige Verträge geschlossen. Wayne...

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1280 am: 04.08.2021 08:36 »
Gar nicht so selten, dass solche stellen von E9 bis E11 vermarktet werden in der Region. Bewirbt sich halt keiner mehr drauf.
Das ist dann aber keine Vermarktung.
Sondern eher ein Hinweis auf Betrug, da man mit dem externen klüngelt.
(kein Scherz, die Karte musste wir auch einmal ziehen....)
Zitat
An die externe Vergabe sind wir tatsächlichen Sachbearbeiter/Betroffenen dran, denn GIS abstellen ist momentan die Vorzugsvariante  :o
Entweder man stellt den Mehrwert des GIS heraus und den (monetären) Schaden bei der Abschaltung und benennt die Verantwortlichen (z.B. Personaler, da er eben nicht die Stelle vermarktet, da man jemanden für eine Eg12S6 bekommen würde!)
oder man lehnt sich zurück und erzählt der Presse was da für ein Scheiß gemacht wird.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1281 am: 04.08.2021 08:38 »
Du stehst also kurz vor der Rente?

Ne, Endstufe und 75m Arbeitsweg.
Nur Endstufe? Oder auch Zulage?

Oder geht es Dir bei der Diskussion nur um mehr Geld für Dich, ohne das du was dafür tun musst?

Zulagen gibt es bei uns per se nicht. Nur die Vorweggewährung von Stufen für den Fall, dass man abspringen möchte (was man natürlich mit einem Vertrag nachweisen muss).
Tja, das ist natürlich Schade, dass du dem AG nicht mehr Wert bist, dann verstehe ich auch dein bestreben Teil einer Gießkannen Dusche zu sein.

ITechniker

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1282 am: 04.08.2021 09:10 »
Du stehst also kurz vor der Rente?

Ne, Endstufe und 75m Arbeitsweg.
Nur Endstufe? Oder auch Zulage?

Oder geht es Dir bei der Diskussion nur um mehr Geld für Dich, ohne das du was dafür tun musst?

Zulagen gibt es bei uns per se nicht. Nur die Vorweggewährung von Stufen für den Fall, dass man abspringen möchte (was man natürlich mit einem Vertrag nachweisen muss).
Tja, das ist natürlich Schade, dass du dem AG nicht mehr Wert bist, dann verstehe ich auch dein bestreben Teil einer Gießkannen Dusche zu sein.
Das hat ja oft rein gar nichts mit der Person zu tun, so werden bei uns auch schlichtweg alle Mitarbeiter behandelt, selbst Personen die quasi "unersetzlich" sind. Unersetzlich im ganz konkreten Sinn, weil man gerade mehrere erfolglose Bewerbungsrunden auf die unbesetzte, identische Stelle durch hatte. Da wurde dem Kollegen sein Marktwert richtig bewusst, er geht zum Chef bezüglich Gehaltsanpassung und wird weggeschickt mit "legen Sie uns mal ein Arbeitsangebot von der Konkurrenz vor". Zu jemandem, der aktiv rekrutiert wird und sich nur entscheiden muss, welchen Headhunter er zurückruft. Dümmer geht's nicht.

Spid

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #1283 am: 04.08.2021 09:13 »
Und das Unvermögen einiger AG zu einem vernünftigen Personalmanagement ist jetzt inwiefern ein Problem, das tariflich zu lösen wäre? Und ich erneuere die Aussage: wer sich bei einem miserablen AG verdingt, ist selbst schuld.

ITechniker

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« Antwort #1284 am: 04.08.2021 09:21 »
Und das Unvermögen einiger AG zu einem vernünftigen Personalmanagement ist jetzt inwiefern ein Problem, das tariflich zu lösen wäre? Und ich erneuere die Aussage: wer sich bei einem miserablen AG verdingt, ist selbst schuld.
Dem hab ich nie widersprochen. Ich bin darauf eingegangen, was "dem Arbeitgeber jemand wert ist". Das ist oft genug in der Umsetzung völlig absurd.

Spid

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« Antwort #1285 am: 04.08.2021 09:25 »
Daran ist nichts absurd. Die Nichtanwendugn von Zulagenregelungen oder der Einsatz miserablen Personals in der Personalverwaltung zeigt exakt, welchen Wert der AG dem jeweiligen AN zuweist.

WasDennNun

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« Antwort #1286 am: 04.08.2021 09:27 »
Das hat ja oft rein gar nichts mit der Person zu tun, so werden bei uns auch schlichtweg alle Mitarbeiter behandelt, selbst Personen die quasi "unersetzlich" sind. Unersetzlich im ganz konkreten Sinn, weil man gerade mehrere erfolglose Bewerbungsrunden auf die unbesetzte, identische Stelle durch hatte. Da wurde dem Kollegen sein Marktwert richtig bewusst, er geht zum Chef bezüglich Gehaltsanpassung und wird weggeschickt mit "legen Sie uns mal ein Arbeitsangebot von der Konkurrenz vor". Zu jemandem, der aktiv rekrutiert wird und sich nur entscheiden muss, welchen Headhunter er zurückruft. Dümmer geht's nicht.
Natürlich hat es auch was mit der Person zu tun. Denn wenn die Person nicht geht, kann der AG auch den Wert nicht erkennen, bzw. dann hat er das Pokerspiel gewonnen.

Das ein Arbeitsangebot der Konkurrenz verlangt wird, ist nicht ungewöhnlich von den (oftmals) Beamtenpersonalern,
a) weil sie sich es nicht vorstellen können, dass man geht.
b) weil sie glauben, sie müssten so etwas haben, um tarifgerecht eine Zulage bezahlen zu dürfen.

War bei uns ähnlich, als ich hier anfing. Inzwischen habe die personaler dazugelernt und hören auf die jeweilige Leitungseben und es wird differenziert zwischen
a) wollen wir halten: Da bitten wir um eine (fingierte) Einladung zum Vorstellungsgespräch für die Akten, damit der Personaler seinen Ar* an die Wand behalten kann.
b) ist egal ob geht: Da bitten wir immer noch um eine Arbeitslatzzusage, die dann leider meistens nicht kommt. Also heiße Luft für nothing und Geld gespart. Bzw. leider unterdurchschnittliches Personal weiter an der Backe.

Ergo: Der Chef muss erstmal lernen was der Marktwert ist und erkennen wer vermeintlich unersetzlich ist, was ja per se heißt, dass er ein schlechter Chef ist, wenn er Unersetzlichkeit zulässt.

Wurde in den Bewerberrunden denn deutlich was der aktuelle Markpreis ist?

M1805E

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« Antwort #1287 am: 04.08.2021 09:29 »
Für die Tätigkeit, der ich nachgehe, halte ich beispielsweise das Gehalt in Entgeltgruppe 11 Stufe 6 für nicht unangemessen. Allerdings je weiter man die Stufen runter geht, desto unangemessener finde ich das Gehalt für die Tätigkeit. Daher sehe ich dennoch ein tarifliches Problem. Ich müsste nicht bitten und betteln, wenn es erstens weniger Stufen gäbe oder die Spreizung beim Gehalt viel geringer wäre, noch wenn es derart lange reguläre Stufenlaufzeiten erst gar nicht gäbe. Da sich scheinbar eine große Mehrheit der Arbeitgeber aus vermeintlicher Kosteneffizienz scheut vorzeitig hochzustufen, scheint das jetzige Entgeltsystem nicht mehr zeitgemäß. Und das jetzige System erst nach 15 Jahren voll zu vergüten entbehrt sich meiner Meinung nach selbst vom postwagen Schubser bis zum IT fachmann jeglicher Grundlage. Das müsste aus meiner Sicht dringend reformiert werden. Weiterhin ist die nicht vorhandene stufengleiche Höhergruppierung ein Hemmnis mehr Verantwortung zu übernehmen. Meinetwegen können die Zulagen ja auch für die absoluten Perlen weiter bestehen bleiben. Aber das dem zugrundeliegende System finde ich in seinen jetzigen Auswüchsen dennoch daneben.

WasDennNun

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« Antwort #1288 am: 04.08.2021 09:34 »
Und das Unvermögen einiger AG zu einem vernünftigen Personalmanagement ist jetzt inwiefern ein Problem, das tariflich zu lösen wäre? Und ich erneuere die Aussage: wer sich bei einem miserablen AG verdingt, ist selbst schuld.
Dem hab ich nie widersprochen. Ich bin darauf eingegangen, was "dem Arbeitgeber jemand wert ist". Das ist oft genug in der Umsetzung völlig absurd.
Absurd ist doch, dass dem AG es nicht am Geld mangelt, wenn er bereit ist dafür externe teurer einzukaufen.
Aber der AG das Versagen der Personaler nicht erkennt und sie in Verantwortung zieht, da sie miserables Personalmarketing machen.
Meistens weil die entsprechenden Vertreter des AG dem Personaler bei seinen Lügen glauben, dass nicht mehr zahlbar ist.
Zu mindestens war es bei uns so.
Ein aufklärende Sitzung bzgl. der Anwendbarkeit der tariflichen Möglichkeiten (§16.5 und förderliche Zeiten) wurde mit: Das höre ich zum ersten Mal quittiert.

Beamte halt.


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« Antwort #1289 am: 04.08.2021 09:35 »
Das hat ja oft rein gar nichts mit der Person zu tun, so werden bei uns auch schlichtweg alle Mitarbeiter behandelt, selbst Personen die quasi "unersetzlich" sind. Unersetzlich im ganz konkreten Sinn, weil man gerade mehrere erfolglose Bewerbungsrunden auf die unbesetzte, identische Stelle durch hatte. Da wurde dem Kollegen sein Marktwert richtig bewusst, er geht zum Chef bezüglich Gehaltsanpassung und wird weggeschickt mit "legen Sie uns mal ein Arbeitsangebot von der Konkurrenz vor". Zu jemandem, der aktiv rekrutiert wird und sich nur entscheiden muss, welchen Headhunter er zurückruft. Dümmer geht's nicht.
Natürlich hat es auch was mit der Person zu tun. Denn wenn die Person nicht geht, kann der AG auch den Wert nicht erkennen, bzw. dann hat er das Pokerspiel gewonnen.

Das ein Arbeitsangebot der Konkurrenz verlangt wird, ist nicht ungewöhnlich von den (oftmals) Beamtenpersonalern,
a) weil sie sich es nicht vorstellen können, dass man geht.
b) weil sie glauben, sie müssten so etwas haben, um tarifgerecht eine Zulage bezahlen zu dürfen.

War bei uns ähnlich, als ich hier anfing. Inzwischen habe die personaler dazugelernt und hören auf die jeweilige Leitungseben und es wird differenziert zwischen
a) wollen wir halten: Da bitten wir um eine (fingierte) Einladung zum Vorstellungsgespräch für die Akten, damit der Personaler seinen Ar* an die Wand behalten kann.
b) ist egal ob geht: Da bitten wir immer noch um eine Arbeitslatzzusage, die dann leider meistens nicht kommt. Also heiße Luft für nothing und Geld gespart. Bzw. leider unterdurchschnittliches Personal weiter an der Backe.

Ergo: Der Chef muss erstmal lernen was der Marktwert ist und erkennen wer vermeintlich unersetzlich ist, was ja per se heißt, dass er ein schlechter Chef ist, wenn er Unersetzlichkeit zulässt.

Wurde in den Bewerberrunden denn deutlich was der aktuelle Markpreis ist?
Es hat halt insofern nichts mit der Person zu tun, als dass bei jedem Mitarbeiter eingefordert wird, ein Arbeitsangebot zu holen. Auch bei Mitarbeitern, denen man den roten Teppich ausrollen sollte, weil klar ist, dass man sie nicht ersetzen kann (es sei denn man weicht die völlig unflexiblen Konditionen auf, dass das geht beschreibst du ja selber). Das basiert, soweit ich weiß, auf Vorgabe von ganz oben so. Mitarbeiter die ein Angebot vorliegen, wird dann, soweit ich weiß, eine Entgeltgruppe mehr angeboten. Dann bleiben sie, oder halt nicht.