Autor Thema: Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche  (Read 187111 times)

Spid

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #705 am: 21.06.2021 06:43 »
Wer ist dieser Verdi und wen interessiert dessen Meinung?

Bastel

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #706 am: 21.06.2021 07:26 »
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Laut Verdi müssen aber alle das gleiche bekommen ::) gleich wenig...

Otto1

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #707 am: 21.06.2021 13:10 »
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Spid

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #708 am: 21.06.2021 13:34 »
Inwiefern wären strukturpolitische Erwägungen relevant? Das ist ja noch hanebüchener als Karnickelprämien.

WasDennNun

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« Antwort #709 am: 21.06.2021 14:52 »
Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Was ja definitiv eine Aufgabe der Tarifparteien ist.

Fragmon

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« Antwort #710 am: 21.06.2021 15:06 »
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Klingt aus strukturpolitischen Gesichtspunkten sehr gut. Gut bezahlte Jobs in die breite Fläche. Ich habe diese Ansicht auch vertreten. Das Problem ist, dass junge ausgebildete Akademiker zum überwiegenden Teil nicht mehr in die Prärie ziehen, da dort weder gesellschaftliches noch kulturelles Angebot fehlt. Somit sind die Behörden im ländlichen Raum, aber die Stellen können nicht besetzt werden. Das hat zur Folge, dass nach zehn Jahren die Behörde wieder in den Speckgürtel einer Stadt zieht.

Novus

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« Antwort #711 am: 21.06.2021 16:22 »
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Das funktioniert nur so lange wie deine Behörde nicht mit dem realen Arbeitsmarkt konkurieren muss - dann hast du verloren - Standort schlecht, Bezahlung schlecht bis ungenügend ... da wird dann die echte Elite angezogen...
Also doch alle verbeamten und ins Ländle schicken...

Jockel

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Antw:Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche
« Antwort #712 am: 22.06.2021 10:47 »
Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.

Naja, da täuschst du dich.

Nur weil Brandenburg zum Teil extrem günstig ist, kann man in in der Landesverwaltung in Potsdam nicht nur nen Apfel und ein Ei bezahlen. Aufgrund der Demographie würde dann eine noch krassere Abwanderung einsetzen. Die Leute sollten aufs Land gezogen werden, sodass in den Städten die Mieten wieder sinken (beispielsweise BfAA in Brandenburg an der Havel). Ansonsten begibt man sich in eine Aufwärts-Spirale. Bayern lagert beispielsweise die Behörden aus München in andere Gegenden, die gezielt gefördert werden sollen aus! Und es funktioniert. Wenn man im bayrischen Wald eine Behörde mit gut bezahlten Stellen schafft, dann kann die Wirtschaft davon profitieren. Außerdem ist die dezentrale Verwaltung durch moderne Kommunikationsmittel ohne weiteres möglich. Der ländliche Raum sollte gefördert werden.

Klingt aus strukturpolitischen Gesichtspunkten sehr gut. Gut bezahlte Jobs in die breite Fläche. Ich habe diese Ansicht auch vertreten. Das Problem ist, dass junge ausgebildete Akademiker zum überwiegenden Teil nicht mehr in die Prärie ziehen, da dort weder gesellschaftliches noch kulturelles Angebot fehlt. Somit sind die Behörden im ländlichen Raum, aber die Stellen können nicht besetzt werden. Das hat zur Folge, dass nach zehn Jahren die Behörde wieder in den Speckgürtel einer Stadt zieht.

Seit wann werden in Verwaltung relevante Mengen an "Akademikern" benötigt. Zählst du "Bachelor" schon dazu ?

Amtsdenker

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« Antwort #713 am: 22.06.2021 11:54 »
Die Verwaltung besteht nicht nur aus Schreibtischtätern. Hier werden auch etliche Ingenieure, Planer, Konstukteure, Informatiker..... gebraucht. Und die muss man angemessen bezahlen wenn das Land insgesamt nach vorne kommen will. Wir haben erheblichen Arbeitsstau für Großprojekte, weil nicht genug Ingenieure bereit sind, zu den bescheidenden Konditionen des TV-L zu arbeiten. Man kann eben nicht nur Fremdvergaben durchführen. Es braucht Fachverstand auch bei der öffentlichen Hand. Etliche Kollegen erhalten Abwerbeversuche. Unsere Verwaltung zuckt nur mit den Schultern. Darum: Endlich für diese Gruppen vernünftiges Gehalt aushandeln bei den TV-L Verhandlungen. Der Bachelor ist natürlich ein akademischer Grad, wenngleich das Einstiegslevel.

Otto1

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« Antwort #714 am: 22.06.2021 14:46 »
Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Was ja definitiv eine Aufgabe der Tarifparteien ist.

Warum sollte es dann ein Kaufkraftgedöns geben? Zieh halt dahin wo es billiger ist.

Spid

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« Antwort #715 am: 22.06.2021 14:53 »
Es geht nicht darum, wo man wohnt, sondern darum, wo man arbeitet. Die lokale Kaufkraft ist ein hervorragender Indikator für das örtliche Lohnniveau - und somit auch ein Indikator dafür, ob man mehr oder weniger zahlen muß, um mit den örtlichen Vergleichsgehältern mithalten zu können. Die Behörde in Ingolstadt, München oder Freiburg sieht sich halt einer anderen Konkurrenz gegenüber als die in Bad Muskau, Magdeburg oder Gelsenkirchen.

WasDennNun

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« Antwort #716 am: 22.06.2021 15:34 »
Der ländliche Raum sollte gefördert werden.
Was ja definitiv eine Aufgabe der Tarifparteien ist.

Warum sollte es dann ein Kaufkraftgedöns geben? Zieh halt dahin wo es billiger ist.
Damit der AG konkurrenzfähig ist mit den Mitbewerbern.
Der AG kann evtl. nicht woanders hinziehen (oder willst du dass die Feuerwehr o.ä. wegzieht?)

Otto1

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« Antwort #717 am: 22.06.2021 16:29 »
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.

Spid

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« Antwort #718 am: 22.06.2021 16:43 »
Inwiefern wäre das geschickter? Wozu bräuchte es in Gelsenkirchen, Hagen oder Herne eine Ballungsraumzulage? Und inwiefern wären Gehälter im öD dort weniger konkurrenzfähig als in Feldafing, Herrsching, Herdecke, Ettlingen, Ludwigsburg?

WasDennNun

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« Antwort #719 am: 22.06.2021 17:11 »
Dann würde sich die Arbeit beim Staat in diesen Regionen nur noch als Beamter lohnen, da dort mehr oder weniger das gleiche bezahlt wird. Ich halte es für eine gefährliche Idee. Was ich für geschickter halten würde, währe eine Ballungsraumzulage.
Welche Gefahr siehst du in einem objektiven Kriterium zur Steuerung der tariflichen Entlohnung gegenüber einer willkürliche undifferenzierte Zulage?

Geschickter wäre es sachkundige Personaler einzustellen und denen ein Zulagenbudget zu geben um damit exzellente MA anzuwerben/zu halten, wo ein Mangel an Personal herrscht.