Autor Thema: Kinder in PKV und Familienversicherung  (Read 3224 times)

Eukalyptus

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #15 am: 02.01.2021 16:01 »
Schon das selige königlich preußische Oberverwaltungsgericht hat im vorletzten Jahrhundert (damals in Steuersachen) befunden, dass ein solches Optimieren ("Rosinenpickerei") im Hinblick auf die eigene Geldbörse zulässig, solange nicht gesetzlich verboten ist.  :o

Insofern hält sich meine Empörung sehr in Grenzen. Vermutlich habe ich aber nicht die moralische Rechtschaffenheit anderer aufzuweisen.  ;D

newT

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #16 am: 02.01.2021 16:32 »
Alternative ganz GKV plus Zusatzversicherung. Das käme der GKV doch teurer.
Ich denke auch am günstigsten fährst du mit GKV + Anwartschaft + Zusatzversicherung, da du ja aufgrund des Beihilfeanspruchs als Zusatzversicherung auch nur eine Restkostenversicherung in Höhe von 20% abschließen musst, diese sollte z.B. bei der Debeka erhältlich sein.

was_guckst_du

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #17 am: 04.01.2021 07:19 »
Schon das selige königlich preußische Oberverwaltungsgericht hat im vorletzten Jahrhundert (damals in Steuersachen) befunden, dass ein solches Optimieren ("Rosinenpickerei") im Hinblick auf die eigene Geldbörse zulässig, solange nicht gesetzlich verboten ist.  :o

Insofern hält sich meine Empörung sehr in Grenzen. Vermutlich habe ich aber nicht die moralische Rechtschaffenheit anderer aufzuweisen.  ;D

...ich bin auch nicht empört...ich schüttel hier nur genau so meinen Kopf, wie ich das auch bei den Kollegen tue, die regelmässig beim Ausloggen vor der Uhr verharren, bis die neue Minute umspringt... ::)
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

WasDennNun

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #18 am: 04.01.2021 07:42 »
Schon das selige königlich preußische Oberverwaltungsgericht hat im vorletzten Jahrhundert (damals in Steuersachen) befunden, dass ein solches Optimieren ("Rosinenpickerei") im Hinblick auf die eigene Geldbörse zulässig, solange nicht gesetzlich verboten ist.  :o

Insofern hält sich meine Empörung sehr in Grenzen. Vermutlich habe ich aber nicht die moralische Rechtschaffenheit anderer aufzuweisen.  ;D

...ich bin auch nicht empört...ich schüttel hier nur genau so meinen Kopf, wie ich das auch bei den Kollegen tue, die regelmässig beim Ausloggen vor der Uhr verharren, bis die neue Minute umspringt... ::)
Geht mir auch so, in diesem Fall ist es ja aber eher zu Gunsten der GKV, das picken, wenn man sich in der PKV begibt und nur für die Krankentage die GKV in Anspruch nimmt.

was_guckst_du

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #19 am: 04.01.2021 08:49 »
...wobei man hier als Vater der Kinder (alle PKV-versichert) im Krankheitsfall der Kinder die besseren Möglichkeiten der GKV-versicherten Mutter nutzen will (wo die Kinder aber nicht mitversichert sind und nach meiner Auffassung auch nicht können, weil diese ja in der PKV-Versicherung sind)...
Gruß aus "Tief im Westen"

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Shokkel

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #20 am: 05.01.2021 09:56 »
Vielen Dank für die ganzen Antworten!
Auch wenn meine Frage nicht ganz damit beantwortet ist,  denn mich hat interessiert ob etwas dagegen spricht und nicht ob es hier um "Rosinenpickerei" geht... was gefühlt von manchen die einzige Antwort war... und dieses mehr als einmal...

Trotzdem vielen Dank an den Rest.
Meine Absicht war es hier nur meine Kinder bestens abzusichern und auf der anderen Seite will ich natürlich auch keine Finanziellen Probleme haben wenn ein Kind mal aufgrund von Krankheit vielleicht 3 Wochen zu Hause bleiben muss...

WasDennNun

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #21 am: 05.01.2021 10:27 »
Meine Absicht war es hier nur meine Kinder bestens abzusichern und auf der anderen Seite will ich natürlich auch keine Finanziellen Probleme haben wenn ein Kind mal aufgrund von Krankheit vielleicht 3 Wochen zu Hause bleiben muss...
Dann ab in die GKV mit den Kids und alles was du oberhalb von der GKV für deine Kinder haben willst per Zusatzversicherung absichern.
Oder aber einfach bei deiner GKV genau dieses Szenario beschreiben und bestätigen lassen, dass es so ist, wie du dir es wünscht, nur so bekommst du die Sicherheit, die du willst.

Shokkel

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #22 am: 05.01.2021 14:14 »
Meine Absicht war es hier nur meine Kinder bestens abzusichern und auf der anderen Seite will ich natürlich auch keine Finanziellen Probleme haben wenn ein Kind mal aufgrund von Krankheit vielleicht 3 Wochen zu Hause bleiben muss...
Dann ab in die GKV mit den Kids und alles was du oberhalb von der GKV für deine Kinder haben willst per Zusatzversicherung absichern.
Oder aber einfach bei deiner GKV genau dieses Szenario beschreiben und bestätigen lassen, dass es so ist, wie du dir es wünscht, nur so bekommst du die Sicherheit, die du willst.

So werde ich es machen.

Vielen Dank

stressinger

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #23 am: 05.01.2021 18:36 »
...Wenn eines der Kinder krank wird, dann gibt es ja von der PKV keine Lohnfortzahlung, anders als wie bei der GKV...
Natürlich gibt es von der PKV keine Lohnfortzahlung, du bekommst ja weiterhin deine Bezüge, wenn ein Kind krank ist. Dazu gibt es ja die "Kind krank"-Tage.
Nur musst eben du dann zuhause bleiben...
Edit: In RLP sind es 7 Tage pro Kind und Jahr, in Berlin wohl 10...
« Last Edit: 05.01.2021 18:42 von stressinger »

Feidl

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #24 am: 08.01.2021 13:02 »
...die Vorteile beider Versicherungssysteme nutzen zu wollen, aber nur für eine zu bezahlen (aber natürlich die preiswertere Variante) ist und bleibt Rosinenpickerei...
Stimmt doch nicht. Die Mutter ist doch weiter gesetzlich versichert, zahlt also ein. Somit besteht Anspruch auf kostenlose Mitversicherung der Kinder, wenn privatversicherter Papi nicht zuviel verdient.
Und die PKVs werden sicher keine Versicherung abschließen, wenn nicht regelmäßig Beitrag gezahlt wird.

lumer

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #25 am: 11.01.2021 08:26 »
Hat mal jemand § 45 SGB V gelesen? In der GKV gibt es höchstens 10 Tage Krankengeld für KmK. Dementsprechend sind i.d.R. auch die beamtenrechtlichen Vorschriften ausgestaltet, sodass diesbezüglich im Ergebnis keine "Rosinenpickerei" möglich ist.

Lars73

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Antw:Kinder in PKV und Familienversicherung
« Antwort #26 am: 11.01.2021 08:40 »
Ohne dieses Konstrukt hätte die Mutter keinen Anspruch auf Kinderkrankentage. Für den Beamten gelten sowieso die beamtenrechtlichen Regelungen. Ein Anspruch gegenüber der Krankenkasse besteht nicht, da er nicht dort versichert ist. Nach meinen Verständnis ist Voraussetzung  fürs Kinderkrankengeld, dass Kind und Elternteil in der GKV (ggf. auch als freiwillig versicherte Person) sind.