Autor Thema: Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?  (Read 9529 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #15 am: 05.02.2021 14:45 »
Es gibt im TV-L keine Erfahrungsstufen.

Highwaystar

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #16 am: 05.02.2021 14:50 »
...von 1 bis 6.

Wie lautet der korrekte Terminus?

Spid

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #17 am: 05.02.2021 14:51 »
Es sind die Stufen der Entgelttabelle. Diese bilden keine Erfahrung ab und haben auch nicht den Anspruch, dies zu tun.

dregonfleischer

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #18 am: 05.02.2021 15:01 »
es muss erst mal die corona prämie kommen fuer leute die seit einem jaht den laden aufrecht erhalten kann gerne bei den leuten die sich seit dem im homeoffice  die eier schaukeln abgezogen werden weil die leute die noch da sind fuer diese spezies sich kaputt machen

Aber Vorsicht, das könnte den falschen Leuten zugute kommen. Beispielsweise Leuten in den angeblich so bevorzugten unteren Entgeltgruppen. Da gibt es eine Menge Tätigkeiten die nicht im Homeoffice gemacht werden können.
Da unterhalb der EG 9a, wie man in diesem Forum schon unzählige Male lesen konnte, sich neben Leuten die zu faul zum studieren waren ja nur Spülkräfte und Postwagenschubser tummeln. Den Postwagen kann man nicht mit nach Hause nehmen und Spülen geht aus der Ferne auch nicht.

hallo das wäre schoen es gibt auch unter bezahlte buchhalter wie mich in der eg 8

Highwaystar

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #19 am: 05.02.2021 15:16 »
Es sind die Stufen der Entgelttabelle. Diese bilden keine Erfahrung ab und haben auch nicht den Anspruch, dies zu tun.

Wenn eine Person bspw. drei Jahre lang in Stufe 3 ist und dann in Stufe 4 kommt, impliziert dies nunmal mehrjährige Berufserfahrung 


Spid

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #20 am: 05.02.2021 15:26 »
Nehmen wir mehrere AN, die jeweils 30 Jahre Berufserfahrung haben:

AN1 wechselt aufgrund der Kann-Regelung zur Übernahme der Stufe bei einem anderen AG des öD aus Stufe 6 in Stufe 6.

AN2 wechselt aufgrund der Kann-Regelung zur teilweisen Übernahme der Stufe bei einem anderen AG des öD aus Stufe 6 in Stufe 5.

AN3 wechselt aus der freien Wirtschaft unter Anerkennung einer einschlägigen Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren in Stufe 3.

AN4 wechselt aus der freien Wirtschaft unter Anerkennung einer einschlägigen Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren sowie der Berücksichtigung förderlicher Berufserfahrung in Stufe 4.

AN3 wird nach zwei Jahren und nach vier Jahren höherguppiert - und ist damit immer noch in Stufe 3.

AN4 wird nach 4 Jahren höhergruppiert - und befindet sich in Stufe 5.

Und bei diesem Fall
Wenn eine Person bspw. drei Jahre lang in Stufe 3 ist und dann in Stufe 4 kommt, impliziert dies nunmal mehrjährige Berufserfahrung 
wird der AN nach zwei Jahren in Stufe 3 höhergruppiert und findet sich - bei gleich viel Erfahrung - in Stufe 2 oder zu Beginn der Stufe 3 wieder, erreicht also mit mehr Erfahrung Stufe 4 als jemand, der in seiner Entgeltgruppe verbleibt.

Wie bilden die Stufen der Entgelttabelle also Erfahrung ab?

Highwaystar

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #21 am: 05.02.2021 15:31 »
Danke für die fachliche Erläuterung, welche ja die Forderung nach stufengleicher Höhergruppierung durchaus unterstützt.

Spid

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #22 am: 05.02.2021 15:38 »
Nein.

Highwaystar

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #23 am: 05.02.2021 15:55 »
Dennoch für viele Angestellte eine wichtige Forderung...

JC83

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #24 am: 05.02.2021 17:22 »
Nein.

Beziehst du das "Nein" auf das eben Vorgebrachte?
Die stufengleiche Höhergruppierung wäre doch eine sinnvolle Forderung. Die Paradoxien, die teilweise durch die jetzige Regelung entstehen, sind ja niemandem vermittelbar, obgleich sie eben dadurch auch sehr gut zum öD.

Spid

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #25 am: 05.02.2021 17:28 »
Mein "Nein" bezieht sich auf die Behauptung, meine Darlegungen würden die Forderung nach stufengleicher Höhergruppierung unterstützen. Das tun sie nicht. Denn schließlich würde sich durch stufengleiche Höhergruppierung an folgendem:
Nehmen wir mehrere AN, die jeweils 30 Jahre Berufserfahrung haben:

AN1 wechselt aufgrund der Kann-Regelung zur Übernahme der Stufe bei einem anderen AG des öD aus Stufe 6 in Stufe 6.

AN2 wechselt aufgrund der Kann-Regelung zur teilweisen Übernahme der Stufe bei einem anderen AG des öD aus Stufe 6 in Stufe 5.

AN3 wechselt aus der freien Wirtschaft unter Anerkennung einer einschlägigen Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren in Stufe 3.

AN4 wechselt aus der freien Wirtschaft unter Anerkennung einer einschlägigen Berufserfahrung von mindestens 3 Jahren sowie der Berücksichtigung förderlicher Berufserfahrung in Stufe 4.

AN3 wird nach zwei Jahren und nach vier Jahren höherguppiert - und ist damit immer noch in Stufe 3.

AN4 wird nach 4 Jahren höhergruppiert - und befindet sich in Stufe 5.

Und bei diesem Fall
Wenn eine Person bspw. drei Jahre lang in Stufe 3 ist und dann in Stufe 4 kommt, impliziert dies nunmal mehrjährige Berufserfahrung 
wird der AN nach zwei Jahren in Stufe 3 höhergruppiert und findet sich - bei gleich viel Erfahrung - in Stufe 2 oder zu Beginn der Stufe 3 wieder, erreicht also mit mehr Erfahrung Stufe 4 als jemand, der in seiner Entgeltgruppe verbleibt.

so gut wie nichts ändern.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #26 am: 07.02.2021 09:10 »
es muss erst mal die corona prämie kommen fuer leute die seit einem jaht den laden aufrecht erhalten kann gerne bei den leuten die sich seit dem im homeoffice  die eier schaukeln abgezogen werden weil die leute die noch da sind fuer diese spezies sich kaputt machen

Aber Vorsicht, das könnte den falschen Leuten zugute kommen. Beispielsweise Leuten in den angeblich so bevorzugten unteren Entgeltgruppen. Da gibt es eine Menge Tätigkeiten die nicht im Homeoffice gemacht werden können.
Da unterhalb der EG 9a, wie man in diesem Forum schon unzählige Male lesen konnte, sich neben Leuten die zu faul zum studieren waren ja nur Spülkräfte und Postwagenschubser tummeln. Den Postwagen kann man nicht mit nach Hause nehmen und Spülen geht aus der Ferne auch nicht.

hallo das wäre schoen es gibt auch unter bezahlte buchhalter wie mich in der eg 8

Warum gehst du nicht in die freie Wirtschaft? Gute Buchhalter können auch ohne Studium 60k+x erreichen.

WayneWD

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #27 am: 07.02.2021 17:35 »
Das Problem ist ja das VERDI schon seit längeren keinen wirklichen Druck mehr ausübt und kaum Streik noch forciert. Es wird sich in den letzten 6 Jahren max. 2x an den Tisch gesetzt und danach wird großkotzig über ein akzeptables Ergebnis medial abgefeiert.
Verdi ist mittlerweile viel zu politisch motiviert, was man auch in den letzten Jahren immer wieder bei politischen (political-correctness)-Themen sieht. Da wird zu Demos aufgerufen usw.

Ich bin der Meinung das die einzige wirkliche Aufgabe der Verdi ist, das diese sich nicht von den Arbeitsgeber-Vertretern über den Tisch ziehen lässt und schon gar nicht früher erstreiktes wie die Jahressonderzahlung als Rabatt in die RUnde schmeißt sondern immer über die Inflation von knapp 2% jährlich zzgl. Lohnplus pro Jahr erstreikt. Zudem die Arbeiterrechte stärken und sich niemals irgendwas früheres kürzen lassen, da dies dann wieder druckmittel wird um die Prozente bei neuen Verhandlungen zu drücken.

Tarifverträge länger als 24 Monate dienen dem Arbeitsgeber und müssen daher auch teurer sein für den Arbeitgeber.

Verdi macht sich in dem Moment für immer unglaubwürdig wenn diese Großmäulig 12 Monate bei 6% Forderung schreit und sich dann auf 28 Monate mit 8 % strecken lässt ohne weitere Zulagen.
In diesem Fall ist es den Mitgliedsbeitrag nicht wert.

Leider hat der TVÖD sogar eine Nullrunde im ersten Jahr was natürlich absolut bitter ist und einfach zeigt das Verdi mit dem neuen Chef noch schlimmer wird in den Verhandlungen. Vermutlich wird das bei uns auch so sein. Dieses böse CORONA Druckmittel.

Sinnvoll wäre diesmal 28 Monate bei jährlich mindestens 2,5 % zzgl. JSZ wieder auf Normalniveau sowie Arbeitszeit auf 37 Stunden und monatlich die steuerfreien 40 Euro zur Wahl Tankgutschein oder Zuschuss Busabo oder Zuschuss Dienstfahrrad. Eine Einmalzahlung von mindestens 300 Euro. Das wäre kalkulierbar für die Arbeitgeber und würde dafür Sorgen das man wieder Tarifverhandlungen im Frühjahr führt wo das Wetter für Steiks mitspielt und nicht im Januar/Februar.
Und diese Sockelbeträge müssen weg. Es kann nicht sein, das man im Öffentlichen Dienst so tut als würden die unteren EG so arm sein. Es muss von Anfang an immer eine lineare Erhöhung sein. Wer mehr verdienen will muss auch mehr dafür tun. Und die Pflege brauch auch keine Extrawurst denn kaum einer aus der Pflege zahlt VerdiMitgliedschaft aber wird wie im TVÖD immer extra Bedacht.

Verdi sollte sich mal langsam war anziehen denn die Arbeitsleistung der letzten Jahre war fast austrittswürdig, was auch sicher kommen wird, wenn das so weiter geht.

Otto1

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #28 am: 09.02.2021 12:32 »
Das Problem ist ja das VERDI schon seit längeren keinen wirklichen Druck mehr ausübt und kaum Streik noch forciert. Es wird sich in den letzten 6 Jahren max. 2x an den Tisch gesetzt und danach wird großkotzig über ein akzeptables Ergebnis medial abgefeiert.
Verdi ist mittlerweile viel zu politisch motiviert, was man auch in den letzten Jahren immer wieder bei politischen (political-correctness)-Themen sieht. Da wird zu Demos aufgerufen usw.

Ich bin der Meinung das die einzige wirkliche Aufgabe der Verdi ist, das diese sich nicht von den Arbeitsgeber-Vertretern über den Tisch ziehen lässt und schon gar nicht früher erstreiktes wie die Jahressonderzahlung als Rabatt in die RUnde schmeißt sondern immer über die Inflation von knapp 2% jährlich zzgl. Lohnplus pro Jahr erstreikt. Zudem die Arbeiterrechte stärken und sich niemals irgendwas früheres kürzen lassen, da dies dann wieder druckmittel wird um die Prozente bei neuen Verhandlungen zu drücken.

Tarifverträge länger als 24 Monate dienen dem Arbeitsgeber und müssen daher auch teurer sein für den Arbeitgeber.

Verdi macht sich in dem Moment für immer unglaubwürdig wenn diese Großmäulig 12 Monate bei 6% Forderung schreit und sich dann auf 28 Monate mit 8 % strecken lässt ohne weitere Zulagen.
In diesem Fall ist es den Mitgliedsbeitrag nicht wert.

Leider hat der TVÖD sogar eine Nullrunde im ersten Jahr was natürlich absolut bitter ist und einfach zeigt das Verdi mit dem neuen Chef noch schlimmer wird in den Verhandlungen. Vermutlich wird das bei uns auch so sein. Dieses böse CORONA Druckmittel.

Sinnvoll wäre diesmal 28 Monate bei jährlich mindestens 2,5 % zzgl. JSZ wieder auf Normalniveau sowie Arbeitszeit auf 37 Stunden und monatlich die steuerfreien 40 Euro zur Wahl Tankgutschein oder Zuschuss Busabo oder Zuschuss Dienstfahrrad. Eine Einmalzahlung von mindestens 300 Euro. Das wäre kalkulierbar für die Arbeitgeber und würde dafür Sorgen das man wieder Tarifverhandlungen im Frühjahr führt wo das Wetter für Steiks mitspielt und nicht im Januar/Februar.
Und diese Sockelbeträge müssen weg. Es kann nicht sein, das man im Öffentlichen Dienst so tut als würden die unteren EG so arm sein. Es muss von Anfang an immer eine lineare Erhöhung sein. Wer mehr verdienen will muss auch mehr dafür tun. Und die Pflege brauch auch keine Extrawurst denn kaum einer aus der Pflege zahlt VerdiMitgliedschaft aber wird wie im TVÖD immer extra Bedacht.

Verdi sollte sich mal langsam war anziehen denn die Arbeitsleistung der letzten Jahre war fast austrittswürdig, was auch sicher kommen wird, wenn das so weiter geht.

Wie gesagt: Ergebnis TVöD -0,5 %

Doso

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Antw:Tarifrunde 21/22 - was kann man erwarten?
« Antwort #29 am: 10.02.2021 04:22 »
Zwei Runden Warnstreik an dem sich fast niemand beteiligt, nicht einmal die Gewerkschaftsmitglieder. Nach zähen Verhandlungen bis "spät in die Nacht" einigt man sich dann auf einen Kompromiss. Die Jahressonderzahlung wird weiter eingefroren und es gibt real nicht mal einen Inflationsausgleich. Dafür Mindestbeträge damit die niedrigeren Entgeltgruppen Ruhe geben. Geht halt nicht mehr... irgendwas von Corona. Trotzdem feiert Verdi sich selbst.