Autor Thema: [BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?  (Read 4667 times)

was_guckst_du

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #30 am: 17.02.2021 13:41 »
..also ich bin jetzt seit 40 Jahren in der Debeka und hatte noch nie Probleme mit der Abrechnung...nach der letzten (zugegeben saftigen) Erhöhung zum 01.01.2021 zahle ich nun 325 € (inkl. Beihilfeergänzungstarif) mit 2 Bett Zimmer und Chefarztzbehandlung bei 50 % Versicherung...

..als Brillenträger habe ich ebenfalls noch nie etwas dazu zahlen müssen, ob wohl meine Brillen immer über 1000€ kosteten...Zahnbehandlung für 5000€ auch keine Kosten füer mich...

...die Erstattung in NRW erfolgt über App, ebenso bei der Beihilfe...Mahnungen habe ich noch nie erhalten, obwohl ich erst überweise, wenn das Geld da ist..

..als Privatpatient ist man schon priviliegert...Facharzttermine sind kein Problem...CT noch am selben Tag, kein Problem...teilweise bieten die Ärzte für private und Selbstzahler Onlinebuchung der Termine an...da kann man sich dann aussuchen, ob man um 08.15 oder um 08.30 dran kommen will (man wird erst gar nicht ins Wartezimmer gesetzt)...

...Krankschreibungen (zb. über die App KRY) vollkommen problemlos...teilweise muss man den Ärzten sogar sagen, so lange nicht!...

...ich würde immer wieder privat wählen
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Feidl

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #31 am: 17.02.2021 15:48 »
Besondere Behandlung gibt es nicht. Ich erlebe es eher, dass man nach der Ansage "Ich bin Privatpatient" schief angeguckt wird und sich rechtfertigen muss. Von daher kann man als Privatpatient definitiv keine bessere und schnelle Behandlung erwarten. Terminanfragen nach Privatsprechstunden werden direkt abgecancelt "WIR HABEN NUR NORAMLE SPRECHSTUNDEN!"
Wenn man so arrogant hinkommt und glaubt, als Privatpatient was besseres zu sein und Privatsprechstunde zu bekommen, muss man sich über die Reaktionen auch nicht wundern.

Schnellere Behandlungen hatte ich zwar auch nicht bewusst mitbekommen, aber bessere schon, im Sinne, dass man selbst mehr Einfluss auf die nehmen kann. Wenn man eine Behandlung möchte, die vielleicht nicht total notwendig wäre, bekommt man die als Privater trotzdem problemlos. Anderseits muss man natürlich aufpassen, dass der Arzt einem nicht Behandlungen aufschwatzt, die nicht notwendig sind und man nicht möchte.
Ja, mehr Verantwortung hat man, und das finde ich gut.

UND: Jedes mal hast DU die volle Verantwortung darüber, was erstattet wird und was nicht. MAN IST der Beihilfestelle und der PKV förmlich ausgeliefert. DU gehst einen Vertrag mit dem Arzt ein. Das wird dir dann schön unter die Nase gerieben, wenn mal was gestrichen wird.
Du musst dich halt informieren, was deine PKV zahlt und was nicht. Ordentliche Ärzte weisen einen auch darauf hin, dass bestimmte Behandlungen eventuell nicht bezahlt werden und man das vorher nochmal mit der PKV abklären sollte.


Corona ist für eine gut aufgestellte private Kasse aktuell kein Kostentreiber (bei Axa und Konsorten die gefühlt alle 2 Jahre einen neuen Tarif aufmachen und deshalb regelmäßig überaltern mag das anders aussehen) der die 10% Schwelle knackt.
Axa, die bei mir letztens den Beitrag gesenkt hat, als die Debeka Kunden rumgejammert haben.  ;)

Grundsätzlich kommen PKVs aber besser mit Krise zurecht als die GKVs. Heute kam die Meldung, die Löhne sind letztes Jahr erstmals seit 13 Jahren wieder gesunken.
Sinkende Löhne->geringere EInnahmen für GKV->steigende Beiträge.
Leute verlieren ihre Jobs->geringere Einnahmen für GKV->steigende Beiträge

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #32 am: 17.02.2021 16:10 »
Besondere Behandlung gibt es nicht. Ich erlebe es eher, dass man nach der Ansage "Ich bin Privatpatient" schief angeguckt wird und sich rechtfertigen muss. Von daher kann man als Privatpatient definitiv keine bessere und schnelle Behandlung erwarten. Terminanfragen nach Privatsprechstunden werden direkt abgecancelt "WIR HABEN NUR NORAMLE SPRECHSTUNDEN!"
Wenn man so arrogant hinkommt und glaubt, als Privatpatient was besseres zu sein und Privatsprechstunde zu bekommen, muss man sich über die Reaktionen auch nicht wundern.

Solche Reaktionen kann man leicht vermeiden, indem man Ärzte ohne kassenärztliche Zulassung aufsucht.

Feidl

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #33 am: 17.02.2021 16:40 »
Wenn man so arrogant hinkommt und glaubt, als Privatpatient was besseres zu sein und Privatsprechstunde zu bekommen, muss man sich über die Reaktionen auch nicht wundern.

Solche Reaktionen kann man leicht vermeiden, indem man Ärzte ohne kassenärztliche Zulassung aufsucht.
aufsuchen ist das richtige Wort, denn suchen muss man die wirklich. Ich kenne keinen einzigen. Wenn ich Arztsuchmaschinen verwende, dann kommen im 25km Umkreis 170 (Allgemein)Kassenärzte zu 1 Privatarzt, bei 50km Umkreis immerhin "schon" 7 private, die meisten anscheind aber sehr auf Naturheilverfahren und Homöopathie ausgerichtet.
Da gehe ich doch lieber zu meinem Hausarzt, der fußläufig erreichbar ist, mich so behandelt wie ich es möchte (auch weil ich privat bin) und mir keine Homöopathie aufschwätzt und verzichte dafür auf arrogantes Privatpatientengetue.

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #34 am: 17.02.2021 16:56 »
oha! Offensichtlich gibt es da Unterschiede zwischen den ländlichen Regionen und den Ballungsräumen.

Wenn man nen guten Arzt hat ists letztendlich auch egal, wie man versichert ist :)

was_guckst_du

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #35 am: 17.02.2021 22:24 »
....wenn man sich bewusst ist, was ein Privatpatient abrechnungstechnisch für den Arzt bedeutet, der bei GKV- Patienten von den Krankenkassen budgetmässig gedeckelt wird, braucht man sich nicht wundern, dass viele Ärzte ihre privatversicherten Patienten hegen und pflegen (natürlich nicht öffentlich)..mein Nachbar (niedergelassener Arzt) sagte mir, dass ein Privatpatient für ihn soviel "wert sei" wie vier normal Versicherte...ich war bis dahin immer nur vom Doppelten ausgegangen...

...als ich bei meinem Orthopäden als neuer Patient auftauchte (ich war normal mit Termin dort und habe auch normal im Wartezimmer gewartet), gab er mir nach der Behandlung seine Visitenkarte mit seiner privaten Handynummer mit den Worten "wenn Sie demnächst kommen, rufen Sie mich einfach über diese Nummer an und gehen nicht über den Empfang, die Damen vorne haben schon mal zu viel zu tun und dann müssten Sie eventuell warten...das wollen wir doch beide nicht" 8)
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WasDennNun

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Antw:[BY] Hohe PKV im Alter - besser kein Beamtentum?
« Antwort #36 am: 18.02.2021 07:45 »
..mein Nachbar (niedergelassener Arzt) sagte mir, dass ein Privatpatient für ihn soviel "wert sei" wie vier normal Versicherte...ich war bis dahin immer nur vom Doppelten ausgegangen...
Klassischer Fall von, ärztlicher Kaufmanns Kunst.
Ja die PrivatPats sind attraktiv:
4x aber nur wenn man vergisst, dass
a) die Grundausstattung der Praxis ja von den GKV mit bezahlt wird (und im Preis vom PKV eingerechnet werden muss)
und
b) man natürlich wie ein fliegender Händler dem Kunden Dinge verkauft, die er nicht braucht.
und
c) permanent betrügt kann, weil standardmäßig ein höherer Faktor genommen wird, als es den Fakten entspricht.


was_guckst_du

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« Antwort #37 am: 18.02.2021 08:43 »
...das ist Doppelmoral....im Grunde sind wir doch alle kleine Betrüger, wenns um den persönlichen Vorteil geht...sei es bei Versicherungsfällen, bei der Steuererklärung, bei der Reisekostenabrechnung...

...ich bin zwar nicht religiös, aber der Bibelspruch "wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein" ist einer der Besten...
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Landsknecht

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« Antwort #38 am: 18.02.2021 12:47 »
Am Ende ist man meiner Meinung nach als Privatpatient einfach besser dran, was die Qualität der Behandlung betrifft.
Was mich aber auch nach so vielen Jahren noch stört, was die Ärzte für "ausführliche Gespräche" halten und auch so abrechnen... Für teilweise 1-2 Minuten. Zahlen letztendlich ja wieder die Versicherten.

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« Antwort #39 am: 18.02.2021 13:32 »
Was mich aber auch nach so vielen Jahren noch stört, was die Ärzte für "ausführliche Gespräche" halten und auch so abrechnen... Für teilweise 1-2 Minuten. Zahlen letztendlich ja wieder die Versicherten.

Nicht wirklich. Soweit auf der Rechnung fehlerhafte Positionen aufgeführt sind, kann und muss man sie beanstanden. Was auch die Pflicht jedes Versicherten ist, da er mit der Einreichung zur Erstattung versichert, dass die genannten Leistungen tatsächlich erbracht wurden.

So offensichtliche Fehler fallen auch dem medizinischen Laien auf.

was_guckst_du

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« Antwort #40 am: 18.02.2021 14:28 »
...wer meint, wegen 10€ einen Aufstand machen zu müssen, soll das tun...der Aufwand dafür ist mir zu hoch und meine Zeit zu schade...wenn der Metzger fragt, ob es auch ein bisschen mehr sein darf, sag ich auch nie nein.. 8)
Gruß aus "Tief im Westen"

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« Antwort #41 am: 18.02.2021 14:36 »
Soweit auf der Rechnung fehlerhafte Positionen aufgeführt sind, kann und muss man sie beanstanden. Was auch die Pflicht jedes Versicherten ist, da er mit der Einreichung zur Erstattung versichert, dass die genannten Leistungen tatsächlich erbracht wurden.
Genau das gehört auch zu der "mehr Verantwortung", die ich erwähnte.
Und genau das mach ich auch. Ich prüfe jede Rechnung und wenn mir was komisch vorkommt, frag ich nach.

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« Antwort #42 am: 18.02.2021 15:43 »
...wer meint, wegen 10€ einen Aufstand machen zu müssen, soll das tun...der Aufwand dafür ist mir zu hoch und meine Zeit zu schade...wenn der Metzger fragt, ob es auch ein bisschen mehr sein darf, sag ich auch nie nein.. 8)

Zahlen letztendlich ja wieder die Versicherten.

Bob Kelso

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« Antwort #43 am: 18.02.2021 20:58 »
..mein Nachbar (niedergelassener Arzt) sagte mir, dass ein Privatpatient für ihn soviel "wert sei" wie vier normal Versicherte...ich war bis dahin immer nur vom Doppelten ausgegangen...
Klassischer Fall von, ärztlicher Kaufmanns Kunst.
Ja die PrivatPats sind attraktiv:
4x aber nur wenn man vergisst, dass
a) die Grundausstattung der Praxis ja von den GKV mit bezahlt wird (und im Preis vom PKV eingerechnet werden muss)
und
b) man natürlich wie ein fliegender Händler dem Kunden Dinge verkauft, die er nicht braucht.
und
c) permanent betrügt kann, weil standardmäßig ein höherer Faktor genommen wird, als es den Fakten entspricht.

Zu A: Nein, ein GKV ler bezahlt die "Geräte" mit den geringen EBM- Honoraren nicht ab. Es sind PKV ler , welche allein 780 Euro für eine Schädel MRT bezahlen. Für den Rest (Anamnese; Diagnostik) kommen nochmals um die 200 Euro hinzu. Diese knapp 1000 Euro entsprechen dem GKV-Betrag für 2 Monate eines AN mit 3000 Euro Brutto!
Zu B: Der Pat. ist kein unmündiger Mensch
zu C: Verallgemeinerungen und Verleumdung und "Unkenntnis" Ein höherer Faktor ("erhöhter Aufwand") als 2,3 (z.B. 3,5) muss sach und fachgerecht bei der Rechnungsstellung plausibel begründet werden. Somit: Stammtisch-Niveau

Gesundheitsfond: jedes Jahr werden 14,5 MRD Euro Steuergelder in den GKV Topf einzahlt. Auch von PKV-Versicherten.

Grüße!

Bob Kelso

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« Antwort #44 am: 18.02.2021 21:01 »
Am Ende ist man meiner Meinung nach als Privatpatient einfach besser dran, was die Qualität der Behandlung betrifft.
Was mich aber auch nach so vielen Jahren noch stört, was die Ärzte für "ausführliche Gespräche" halten und auch so abrechnen... Für teilweise 1-2 Minuten. Zahlen letztendlich ja wieder die Versicherten.

Die Grundlage für die Abrechnung stellt die GOÄ / GOP GOZ dar. Also kein "Frei nach Schnauze"!