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Nicht genug Stellen für tarifgerechte Bezahlung aller, kann das sein?

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Beluev:
Hallo,
die Dienststelle gibt an, nicht genug Geld zur Verfügung zu haben, um alle Angestellten tarifgerecht zu bezahlen. Kann. das sein? Bzw. muss eine PR darauf Rücksicht nehmen, indem er nicht prüft, wenn jemand aus diesem angeblichen Grund bewusst zu niedrig eingruppiert wird.  Oder ist das nicht das alleinige Problem der Verwaltung?
Noch eine Frage: die Verwaltung erklärte, mehr Stellen erhalten zu haben, aber kein Geld dafür. Wie kann das sein?

Viele Grüsse

Lars73:
Die Beschäftigten können ihre individuellen Rechts ohne Rücksicht auf den Haushalt durchsetzen. Ebenso darf er PR darauf keine Rücksicht nehmen. Er muss die tarifkonforme Bezahlung durchsetzen.

Meist wird aber dann ja einfach eine weniger hochwertige Tätigkeit übertragen. Da kann der PR nicht viel machen. Die Beschäftigten sollten sich da aber streng an die übertragenden Tätigkeiten halten. Darüber könnte der PR auch informieren.

Was sagt denn die Dienststelle genau und überträgt sie nicht die tatsächlichen Aufgaben oder bezahlt nur falsch.

Beluev:
Die Dienstelle sagt, sie könne dem PR zu einigen Höhergruppierungen keine Unterlagen geben, da sie Dienstpostenbeschreischreibung eine höhere Entgeldgruppe hat, als die, die sie bezahlen können. Wenn sie daher die Dienstpostenbeachreibung vorlegen würde, müsse man ja die betreffende Person korrekt eingruppieren, dazu fehle aber das Geld. Die Dienstpostenbeschreibungen sollen aber dazu dienen, diese Stellen zu beantragen und irgendwann werde dann auch alle Angestellten korrekt bezahlen können
Ehrlich gesagt, sind die Informationen, die bei mir aus zweiter Hand (vom Vorsitzendesn des PRs) ankommen total widersprüchlich und logisch nicht nachvollziehbar. Der Vorsitzende strebt aber einen Beschluss an, bei dem PR beschliessen soll, auf Unterlagen komplett zu verzichten, wenn die Eingruppierung niedriger als im DP geschrieben erfolgt. Dann aber könnte der PR seine Arbeit doch gleich niederlegen.
Ich bin nur als Ersatz dabei, bin aber etwas ratlos, dass das tatsächlich diskutiert wird. Mit meinen Vorstellungen von PR Arbeit kann ich das nicht vereinbaren.
Die Dienststelle behauptet auch, dass einfach nicht genug Geld zur Verfügung stünde. Genaue Zahlen, Daten, Stellenplan etc. liegen aber nicht vor.
Argument, wenn PR nicht mitmacht, könne man eben gar niemand mehr höhergruppieren. Drohung: Aussage, dass der PR Höhergruppierungen blockiere.

Spid:
Sofern wissentlich zu wenig gezahlt wird, um dem AG Geld zu sparen, handelt es sich mutmaßlich um Betrug. Das klärt eine entsprechende Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. Damit wird das beteiligungsrechtliche Problem eher zum Nebenkriegsschauplatz.

Max:

--- Zitat von: Beluev am 21.02.2021 08:27 ---Noch eine Frage: die Verwaltung erklärte, mehr Stellen erhalten zu haben, aber kein Geld dafür. Wie kann das sein?

--- End quote ---
Das finde ich nicht ungewöhnlich. Diese Stellen müssen z.B. durch Einnahmen finanziert werden. Eure Verwaltung verfolgt eine komische Strategie. Ein Wunsch-Soll-Konzept ist OK, muss aber erstmal getrennt vom echten Betrieb gesehen werden.  Man kann das nicht halb umsetzen und Angestellte tarifwidrig  eingruppieren, um im Budget zu bleiben, sondern muss andere Möglichkeiten zur Steuerung nutzen,  z.B. einen Teil der unfinanzierten Stellen unbesetzt lassen oder sich anders organisieren um geringerwertige Aufgaben zu übertragen bis man es sich leisten kann sein Wunsch-Konzept umzusetzen.

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