Autor Thema: [Allg] Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck  (Read 2848 times)

Windspiel

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich (w, 34 J.) hatte einen Termin beim Amtsarzt, um im öD im Sinne eines Beamtenverhältnisses auf Probe tätig zu werden.
Nun stellte sich beim Amtsarzttermin für mich äußerst überraschend ein deutlich erhöhter Blutdruck heraus. Auch mehrmaliges Messen reduzierte den Ausgangswert nicht relevant. Ich war natürlich extrem aufgeregt + Maske + Übungen und Messen auch nochmal direkt vor der Blutabnahme, so dass das nicht zur Entspannung beitrug.

Nun stellt sich mir die Frage, ob das als k.o.-Kriterium verwendet werden kann oder ob bspw. eine weitere (dann 24-Stunden Messung) bei meinem Hausarzt diese hohen Werte entkräften kann (natürlich nur, wenn diese auch entsprechend gut sind) oder ob es bspw. auch einfach eine Empfehlung + Nachweis einer Blutdruckmedikation geben könnte und ich dennoch die Arbeitsstelle antreten darf?

Gibt es hierzu Erfahrungswerte? Auch bzgl. des bestmöglichen Vorgehens, was ich jetzt vielleicht schon proaktiv tun könnte?

Ich würde mich wirklich riesig über eine Antwort von euch freuen,

liebe Grüße!
« Last Edit: 08.09.2021 02:13 von Admin2 »

2strong

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Antw:Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck
« Antwort #1 am: 07.09.2021 23:58 »
Was heißt denn deutlich erhöhter Blutdruck? Würde sonst noch etwas bemängelt, z. B. Hermuskelvolumen?

Grundsätzlich lässt sich der Blutdruck durch Medikation leicht regulieren. In so jungen Jahren auch praktisch ohne Spätfolgen.

smaltalk

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Antw:[Allg] Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck
« Antwort #2 am: 08.09.2021 10:41 »
Es kann sich um einen typischen Weißkittel-Effekt handeln, i. d. R. wird man mit der Auflage, die AA Werte, welche außer der Norm sind, mit seinem HA oder einem FA abzuklären bspw. durch eine 24h Messung. Das ist nichts außergewöhnliches.

Windspiel

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Antw:[Allg] Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck
« Antwort #3 am: 08.09.2021 12:01 »
Erhöhter Blutdruck heißt, die Erstmessung lag bei über 180 :-(
Aber das war wirklich situativ bedingt. Herzmuskelvolumen: Wie hätten sie das überhaupt prüfen können? Ansonsten war alles soweit in Ordnung und die Blutuntersuchung wird nun abgewartet. Ich weiß nicht, wie lange das dauert. Aber der Arzt deutete schon an, dass voraussichtlich die Empfehlung kommen wird, mit einem Arzt in Kontakt zu treten.
Der Antritt der Stelle wäre ja aber schon in 3 Wochen, d.h. ich frage mich, wann bekomme ich die Mitteilung z.B. wg der Blutuntersuchung und auch, was und ob ich noch etwas tun kann (wie Langzeitmessung). Ich könnte eine Langzeitblutdruckmessung ja auch schon jetzt veranlassen, oder?

2strong

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Antw:[Allg] Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck
« Antwort #4 am: 08.09.2021 12:47 »
Das könntest Du tun. 180 ist wirklich sehr hoch. Das kann kaum ein Durchschnittswert sein, das wäre Dir im Alltag aufgefallen. Besteht starkes Übergewicht? Nimmst Du Blutdrucktreibende Medikamente?

clarion

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Antw:[Allg] Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck
« Antwort #5 am: 13.09.2021 20:17 »
Hallo,

Ich hatte auch Weißkittelsyndrom, allerdings nicht so hoch wie Du, ich war 140 zu 90. Ich musste beim Hausarzt 24h Blutdruckmessung machen, die in Ordnung war, und das Ergebnis der Amtsärztin zukommen lassen. Mir hatte Die Amtsärztin sofort gesagt, dass ich mir den Termin besorgen soll. Ich musste mehrere Tage warten, bis das Gerät beim Hausarzt frei war.

Verwaltungsgedöns

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Antw:[Allg] Amtsarzttermin - unerwartet Bluthochdruck
« Antwort #6 am: 18.09.2021 17:33 »
Mein Rat wäre: Bei Ablehnung widersprechen und ein Attest oder Gutachten einreichen, wonach alles OK ist. Es sollte natürlich auch wirklich alles OK sein.

Ich wurde damals wegen eines zu hohen IG E-Wertes abgelehnt. Der Wert war so hoch, dass eine Erkrankung des Blutes vorliegen sollte. Das hat sich so gelesen, als würde ich bald sterben. Da ich megafit war und Leistungssport gemacht habe, konnte ich mir das alles nicht erklären. Ich bin dann damals in eine Universitätsklinik gegangen, wo es einen Prof gab, der wie Dr. House unerklärlichen Krankheiten auf die Spur ging. Der hat 30 Minuten und zwei Blutproben für eine ganz banale und vollkommen zutreffende Diagnose benötigt. Ich war wohl der langweiligste Fall seines Lebens. Habe dann die Diagnose im Arztbrief mitbekommen und eingereicht. Wurde dann zu einer Kommission beim ärztlichen Dienst vorgeladen. Die Kommission bestand aus 3 Leuten. Ich glaube es waren 3 Ärzte. Die haben den Arztbrief des Prof gelesen, sich 2 Minuten beraten und mir dann gratuliert, weil sie die einzigen waren, die noch meinem Ausbildungsbeginn im Wege standen.

Viel Erfolg.