Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236940 times)

Johann

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1275 am: 21.07.2022 10:26 »
Wenn ich unsere durchschnittlichen jährlichen Verbrauchswerte bei unserem Grundversorger eingebe
wie hoch sind denn die?

Ca. 5.500 kwh pro Jahr.

Neu zu bauen scheint sich doch zu lohnen.
Habe hier eine 90qm Wohnung aus ca. 1880 und hatte fürs letzte Jahr (inkl. Warmwasser) einen Gasbedarf von 10.000 kWh. Dabei haben wir seit letztem Sommer einen Kaminofen. Die Heizung habe ich eigentlich nur fürs Büro genutzt, weil da die Kaminwärme nicht hin kommt und ab und an wenn es sich gerade nicht gelohnt hätte, den Ofen nochmal anzumachen.
Sollte ich mal anfangen zu sparen. Im Garten ist definitiv noch Platz für ein Häuschen. :D



Eine Arbeitszeitverringerung wäre aber auch verlockend. Bei 36 Stunden könnte man schon gut auf die 4-Tage-Woche wechseln. Dann hat man einen Tag mehr fürs DIY im Altbau. :D

E15

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1276 am: 21.07.2022 16:50 »
Ernsthaft: Was soll diese Scheiße? sollte man als Beispiel hernehmen.


"Arbeitnehmer hierzulande dürfen davon nur träumen: Die Inflation einfach mit einer automatischen Gehaltserhöhung abfedern. Für EU-Mitarbeiter gilt genau das. Auf sie warten wohl mindestens 8,5 Prozent mehr Lohn."

https://www.focus.de/politik/eu-beamte-goennen-sich-8-5-prozent-mehr-gehalt-als-inflationsausgleich_id_119123354.html

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1277 am: 21.07.2022 16:56 »
Ernsthaft: Was soll diese Scheiße? sollte man als Beispiel hernehmen.


"Arbeitnehmer hierzulande dürfen davon nur träumen: Die Inflation einfach mit einer automatischen Gehaltserhöhung abfedern. Für EU-Mitarbeiter gilt genau das. Auf sie warten wohl mindestens 8,5 Prozent mehr Lohn."

https://www.focus.de/politik/eu-beamte-goennen-sich-8-5-prozent-mehr-gehalt-als-inflationsausgleich_id_119123354.html

naja, ob das so toll ist? Reallohnsteigerungen sind da unmöglich. Langfristig gesehen wohl ein Minusgeschäft, wenn man die im deutschen öD üblichen Steigerungen von 2 bis 2,5% pro Jahr zu Grunde legt.

Romsen

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1278 am: 21.07.2022 17:02 »
Ernsthaft: Was soll diese Scheiße? sollte man als Beispiel hernehmen.


"Arbeitnehmer hierzulande dürfen davon nur träumen: Die Inflation einfach mit einer automatischen Gehaltserhöhung abfedern. Für EU-Mitarbeiter gilt genau das. Auf sie warten wohl mindestens 8,5 Prozent mehr Lohn."

https://www.focus.de/politik/eu-beamte-goennen-sich-8-5-prozent-mehr-gehalt-als-inflationsausgleich_id_119123354.html

Dann aber nicht meckern, wenn es bei einer Inflation von rund 1% auch nur 1% gibt

Silentgalaxy

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1279 am: 21.07.2022 17:46 »
Ihr vergleicht doch nicht ernsthaft den Deutschen öd mit dem Selbstbedienungsladen der EU? Wen interessiert eine Gehaltserhöhung von 1% bei Inflation wenn man 10k und mehr dort verdient?

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1280 am: 21.07.2022 20:17 »
Ich finde ja schon sinnvoll, dass die Gehälter dort an die Inflation gebunden sind. So gibt es zumindest klare Spielregeln und die entsprechenden Personen erhöhen sich nicht mehr nach Bauchgefühl ihr eigenes Bankkonto. 

Thiesi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1281 am: 21.07.2022 23:10 »
Eine Arbeitszeitverringerung wäre aber auch verlockend. Bei 36 Stunden könnte man schon gut auf die 4-Tage-Woche wechseln. Dann hat man einen Tag mehr fürs DIY im Altbau. :D
Oder halt für den Nebenjob, den man brauchen wird, wenn die Gehaltssteigerung nicht ausreicht, um die gestiegenen Kosten zu decken ...
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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1282 am: 22.07.2022 07:59 »
Ihr vergleicht doch nicht ernsthaft den Deutschen öd mit dem Selbstbedienungsladen der EU? Wen interessiert eine Gehaltserhöhung von 1% bei Inflation wenn man 10k und mehr dort verdient?

auch im deutschen öD verdient man 10k und mehr. Nur - auch wie in Brüssel - nicht jedes kleine Licht. Und mit Blick auf die nervige Pendelei und den Doppelwohnsitz ist man unterm Strich ganz schnell auf normalem Niveau.

Silentgalaxy

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1283 am: 22.07.2022 08:08 »
Ihr vergleicht doch nicht ernsthaft den Deutschen öd mit dem Selbstbedienungsladen der EU? Wen interessiert eine Gehaltserhöhung von 1% bei Inflation wenn man 10k und mehr dort verdient?

auch im deutschen öD verdient man 10k und mehr. Nur - auch wie in Brüssel - nicht jedes kleine Licht. Und mit Blick auf die nervige Pendelei und den Doppelwohnsitz ist man unterm Strich ganz schnell auf normalem Niveau.

Natürlich gibt es sowas im deutschen öd. Aber niemand hier in Forum verdient 10k mit seinem öd Job. Niemand. Ich habe manchmal das Gefühl der ÖD lebt in einer Blase. Man fühlt sich zu den oberen 10 tausend zugehörig aber verdient größtenteils 4 brutto ( wenn überhaupt).

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1284 am: 22.07.2022 08:42 »
Man fühlt sich zu den oberen 10 tausend zugehörig aber verdient größtenteils 4 brutto ( wenn überhaupt).

Es soll auch Leute geben, die denken, dass "die in Brüssel" ebenfalls alle vor Geld stinken und zu den oberen 10k gehören ;)

was_guckst_du

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1285 am: 22.07.2022 08:59 »
...wenn man zu den oberen 10k gehört, macht man sich keine Gedanken mehr darüber, mit welchen prozentualen Steigerungen man in der nächsten Tarifrunde zu rechnen hat und guckt auch nicht neidvoll auf "die in Brüssel"... ;D

..ich persönlich zähle mich zur Mittelschicht (und verorte mich auch da nicht im oberen Drittel), wundere mich aber darüber, dass ich schon mit meinen 4.300 € netto offensichlich zu den 10 % gehören, bei denen der Soli noch nicht ganz wegfällt (dies geschieht bei mir erst bei der jährlichen Steuererklärung)...

..die oberen 10k lachen aber über mein Gehalt 8)
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1286 am: 22.07.2022 10:06 »
..ich persönlich zähle mich zur Mittelschicht (und verorte mich auch da nicht im oberen Drittel), wundere mich aber darüber, dass ich schon mit meinen 4.300 € netto offensichlich zu den 10 % gehören, bei denen der Soli noch nicht ganz wegfällt (dies geschieht bei mir erst bei der jährlichen Steuererklärung)...

Tja, da hast du eine andere Wahrnehmung als die offizielle Statistik, wonach du mit über 4k nettoeinkommen eben zu den oberen 10 % gehörst. Mittelschicht wärst du mit 4.3k brutto ;)

Rumo1895

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1287 am: 22.07.2022 10:55 »

Tja, da hast du eine andere Wahrnehmung als die offizielle Statistik, wonach du mit über 4k nettoeinkommen eben zu den oberen 10 % gehörst. Mittelschicht wärst du mit 4.3k brutto ;)

Bekanntermaßen soll es ja Menschen geben die sich mit Privatflugzeugen zur gehobenen Mittelschicht zählen. Aber bekanntlich ist das Relativgehalt ja viel wesentlicher für die eigenen Zufriedenheit als absolute Zahlen.

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1288 am: 22.07.2022 11:30 »
Hinzu kommt, dass der deutsche Durchschnittsverdiener mit 4.000 brutto gar nicht so durchschnittlich ist, sondern sich bereits im obersten Einkommensdrittel bewegt. Und im München ist der deutsche Durchschnittsverdiener arm, im Osten reich. Wenn deine Kumpels alle eine Jumbo-Privatjet fliegen und du selbst nur eine Cessna, kann schnell das Gefühl entstehen, lediglich zur Mittelschicht zu gehören. Alles eine Frage der Perspektive.

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #1289 am: 22.07.2022 11:55 »
Man muss halt auch zwischen Median und Durschnitt unterscheiden. Der Durchschnitt wird immer etwas höher ausfallen durch Ausreißer nach oben hin. Nach unten hin gibt es ja keiner Ausreißer. Weniger als 0€ Gehalt geht ja nicht.
Für die Einteilung in Mittelschicht wäre daher die Betrachtung des Medians sinnvoller.