Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489279 times)

veeam

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2625 am: 28.09.2022 14:39 »
Nach meinen Informationen wird sich die Forderung von VERDI auf 8% belaufen. Finde ich bisschen niedrig.
Sonstige Eckpunkte sind mir leider nicht bekannt.

Wo kommen solche Informationen her, dass Verdi 8 Prozent fordern wird? Da hat wohl jemand gute Kontakte  ;DDie Forderungen sollen doch erst im Oktober nach Abstimmung der Tarifkommission bekanntgegeben werden...

Da scheint wohl einfach nur ein technischer Defekt vorzuliegen. Man schaue sich die Reallohnverluste 2021 und 2022 an, rechne 2023 dazu und, sofern man wieder auf 24 Monate abschließen möchte, kalkuliert noch ein mittelmäßig stabiles Jahr 2024 dazu und schon kommt man auf eine Forderung von 18%.

Da wird beim Frank wohl nur die 1 auf der Tastatur kaputt sein.

Frank7777

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2626 am: 28.09.2022 14:41 »
Nein, leider ist da nicht die Tastatur kaputt bzw. hab ich mich nicht vertippt. Konnte es selbst nicht glauben und hoffe das es nicht stimmt. Aber eigentlich ist die Quelle schon zuverlässig.

Kommentar dazu war: Mit Lohnverlusten muss auf jeden Fall gerechnet werden, ohne wird es nicht gehen.

Wir werden sehen...

Blablublu

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2627 am: 28.09.2022 14:43 »
Da muss man sich ja den Oktober für die Kündigung vormerken.

MoJuThAn

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2628 am: 28.09.2022 14:44 »
....habe gerade meine Abrechnung für September angeschaut. 300 Euro Energiepauschale, davon 106 Euro "Steuer aus sonstigen Bezügen", somit 194 Euro mehr netto. Ich nehme es gern mit...nur frage ich mich immer, wenn viele Menschen den vierfachen Gasabschlag zahlen (z. B. von 200 Euro auf 800 Euro jeden Monat, was stellt dann eine Einmalzahlung netto 194 Euro dar????
Klar müssen auch die unteren Entgeltgruppen ihre Existenzen sichern, z. B. durch Sozialleistungen, die für alle gleichermassen da sind: z. B. Wohngeld, Kindergeldzuschlag, Grundsicherung. Und von mir aus können auch Einmalzahlungen wie die Coronaprämie oder 3.000 Euro aus dem Entlastungspaket gestaffelt werden. Wär so mein Vorschlag ;)
Wenn die unteren Entgeltgruppen im ÖD Sozialleistungen benötigen um ihre Existenzen zu sichern, läuft etwas gewaltig schief in unserer Gesellschaft. Zum einen muss es sich lohnen zu arbeiten und letztlich kommen Gehälter wie Sozialleistungen ja im weitesten Sinne aus öffentlichen Kassen.
Höhere Entgeltgruppen sollten natürlich auch einen nennenswerten Abstand haben.

....es kann aber nicht sein, dass untere Entgeltgruppen durch Mindesterhöhungen immer weiter an die höheren Gruppen herankommen. Warum haben wir studiert, arbeiten in Positionen mit höherer Verantwortung? Dann kann man die Entgelttabelle gleich abschaffen.

Wir reden ja nicht nur von Heizkosten. Wenn ich sehe wie Mitarbeiter in Entgeltgruppe 5 mit Iphones, Markenklamotten und hochpreisigen Autos unterwegs sind, scheint es ihnen ja wirklich gut zu gehen... und ich überlege mir gerade, ob ich mir jetzt eine Streuselschnecke für 1,50 Euro vom Bäcker hole, die vor 6 Monten noch 0,90 Euro gekostet hat....

Also die ungebildeten haben Geld ohne Ende für Konsumgüter und der studierte, hat keine Ahnung ob er sich eine Streuselschnecke für 1,50 Euro leisten kann? Ich würde an deiner Stelle die Universität verklagen und meine Semestergebühren zurückfordern.

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2629 am: 28.09.2022 14:47 »
....habe gerade meine Abrechnung für September angeschaut. 300 Euro Energiepauschale, davon 106 Euro "Steuer aus sonstigen Bezügen", somit 194 Euro mehr netto. Ich nehme es gern mit...nur frage ich mich immer, wenn viele Menschen den vierfachen Gasabschlag zahlen (z. B. von 200 Euro auf 800 Euro jeden Monat, was stellt dann eine Einmalzahlung netto 194 Euro dar???? Das ist doch wie, wenn ich einem Elefanten eine halbe Gurkenscheibe vor den Rüssel lege... Er wird weiter hungrig bleiben.

Das ist schon meckern auf hohem Niveau, oder? Bei Steuerklasse 1 liegst du bei ca. 4600 Euro Brutto um auf Netto 194 Euro Energiepauschale (106 Euro Steuern) zu kommen.

Hab ich auch an Brutto und wieso soll ich nicht jammern ?

Meine Energiekosten vervielfachen sich auch. Ich habe kein Eigentum und bin beim Gasanbieter völlig auf meinen Vermieter angewiesen, der tun und lassen kann was er will.

Ich zahle genauso mehr für Lebensmittel.

So what ?

Warum ist das jetzt jammern auf hohem Niveau ?

Ich bekomme doch für meine geleistete Arbeit genauso "weniger" Gegenwert zurück wie wir alle auch. Immer dieser Neid und Mythos, dass die die etwas "mehr" verdienen ja locker 1000€ übrig haben jeden Monat.

Ich verdiene vielleicht mehr als einer in EG5, aber ich zahle auch einen Studienkredit ab, zahle mehr Steuern jeden Monat, mehr Sozialabgaben und mehr KV Beiträge.

Wenn du 1000€ mehr in Monat verdienen würdest, dann würde das vermutlich kein halbes Jahr dauern und die 1000€ wären nicht mehr jeden Monat "übrig", denn man passt ja seinen Lebensstil seinem Gehalt an. Das heißt nicht das man das Geld sinnlos rausfeuert, sondern einfach anders haushaltet. Zum Beispiel mit höheren Beiträgen für eine private Altersvorsorge, ETF Sparpläne oder Sonstiges.

Keeper83

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2630 am: 28.09.2022 14:56 »
....habe gerade meine Abrechnung für September angeschaut. 300 Euro Energiepauschale, davon 106 Euro "Steuer aus sonstigen Bezügen", somit 194 Euro mehr netto. Ich nehme es gern mit...nur frage ich mich immer, wenn viele Menschen den vierfachen Gasabschlag zahlen (z. B. von 200 Euro auf 800 Euro jeden Monat, was stellt dann eine Einmalzahlung netto 194 Euro dar???? Das ist doch wie, wenn ich einem Elefanten eine halbe Gurkenscheibe vor den Rüssel lege... Er wird weiter hungrig bleiben.

Das ist schon meckern auf hohem Niveau, oder? Bei Steuerklasse 1 liegst du bei ca. 4600 Euro Brutto um auf Netto 194 Euro Energiepauschale (106 Euro Steuern) zu kommen.

Hab ich auch an Brutto und wieso soll ich nicht jammern ?

Meine Energiekosten vervielfachen sich auch. Ich habe kein Eigentum und bin beim Gasanbieter völlig auf meinen Vermieter angewiesen, der tun und lassen kann was er will.


Ist das so? Sagen wir mal der Preis für 1 Kwh Gas liegt im Grundversorgungstarif bei 13,5 Cent aktuell. 

Darf der Vermieter für das Mietobjekt dann einen Vertrag abschließen beim günstigsten Anbieter in der Vergleichssuche für aktuell ca. 35 Cent/Kwh?


MoJuThAn

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2631 am: 28.09.2022 15:01 »
....habe gerade meine Abrechnung für September angeschaut. 300 Euro Energiepauschale, davon 106 Euro "Steuer aus sonstigen Bezügen", somit 194 Euro mehr netto. Ich nehme es gern mit...nur frage ich mich immer, wenn viele Menschen den vierfachen Gasabschlag zahlen (z. B. von 200 Euro auf 800 Euro jeden Monat, was stellt dann eine Einmalzahlung netto 194 Euro dar???? Das ist doch wie, wenn ich einem Elefanten eine halbe Gurkenscheibe vor den Rüssel lege... Er wird weiter hungrig bleiben.

Das ist schon meckern auf hohem Niveau, oder? Bei Steuerklasse 1 liegst du bei ca. 4600 Euro Brutto um auf Netto 194 Euro Energiepauschale (106 Euro Steuern) zu kommen.

Hab ich auch an Brutto und wieso soll ich nicht jammern ?

Meine Energiekosten vervielfachen sich auch. Ich habe kein Eigentum und bin beim Gasanbieter völlig auf meinen Vermieter angewiesen, der tun und lassen kann was er will.

Ich zahle genauso mehr für Lebensmittel.

So what ?

Warum ist das jetzt jammern auf hohem Niveau ?

Ich bekomme doch für meine geleistete Arbeit genauso "weniger" Gegenwert zurück wie wir alle auch. Immer dieser Neid und Mythos, dass die die etwas "mehr" verdienen ja locker 1000€ übrig haben jeden Monat.

Ich verdiene vielleicht mehr als einer in EG5, aber ich zahle auch einen Studienkredit ab, zahle mehr Steuern jeden Monat, mehr Sozialabgaben und mehr KV Beiträge.

Wenn du 1000€ mehr in Monat verdienen würdest, dann würde das vermutlich kein halbes Jahr dauern und die 1000€ wären nicht mehr jeden Monat "übrig", denn man passt ja seinen Lebensstil seinem Gehalt an. Das heißt nicht das man das Geld sinnlos rausfeuert, sondern einfach anders haushaltet. Zum Beispiel mit höheren Beiträgen für eine private Altersvorsorge, ETF Sparpläne oder Sonstiges.

Also ich bin auch ungefähr bei diesem Brutto und das erst seit knapp 10 Monaten, das was ich am Ende mehr bekomme im Vergleich zu vorher (ungefähr 800 Euro netto mehr) hab ich ebenfalls in einen ETF gesteckt. Mein Leben hat sich dadurch auch nicht verändert, hab jetzt halt um einiges mehr zum Sparen.

In meinem Umfeld verdienen die Leute aber nicht mal ansatzweise 3000 Euro Brutto (eher 2500 Vollzeit), die müssen auch irgendwie durchkommen. Ich bin daher auf der Seite, dass ich zufrieden bin wie viel ich habe und nicht wie wenig. Ich nehme natürlich auch gerne jede Erhöhung mit aber manche tun so als wüssten sie nicht wie sie überleben, da frag ich mich wie die Leute es schaffen die gerade so über Sozialleistungen sind.
Das war jetzt nur auf Matti und sein Energiegeld bezogen + der Rest von ihm. Das hat mich richtig getriggert.

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2632 am: 28.09.2022 15:03 »
Nein, leider ist da nicht die Tastatur kaputt bzw. hab ich mich nicht vertippt. Konnte es selbst nicht glauben und hoffe das es nicht stimmt. Aber eigentlich ist die Quelle schon zuverlässig.

Kommentar dazu war: Mit Lohnverlusten muss auf jeden Fall gerechnet werden, ohne wird es nicht gehen.

Wir werden sehen...

Und sagt die gute Quelle noch etwas zur steuerfreien Einmalzahlung? Gibts noch die 3.000 Euro auf die 8 Prozent?

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2633 am: 28.09.2022 15:12 »
....habe gerade meine Abrechnung für September angeschaut. 300 Euro Energiepauschale, davon 106 Euro "Steuer aus sonstigen Bezügen", somit 194 Euro mehr netto. Ich nehme es gern mit...nur frage ich mich immer, wenn viele Menschen den vierfachen Gasabschlag zahlen (z. B. von 200 Euro auf 800 Euro jeden Monat, was stellt dann eine Einmalzahlung netto 194 Euro dar???? Das ist doch wie, wenn ich einem Elefanten eine halbe Gurkenscheibe vor den Rüssel lege... Er wird weiter hungrig bleiben.

Das ist schon meckern auf hohem Niveau, oder? Bei Steuerklasse 1 liegst du bei ca. 4600 Euro Brutto um auf Netto 194 Euro Energiepauschale (106 Euro Steuern) zu kommen.

Hab ich auch an Brutto und wieso soll ich nicht jammern ?

Meine Energiekosten vervielfachen sich auch. Ich habe kein Eigentum und bin beim Gasanbieter völlig auf meinen Vermieter angewiesen, der tun und lassen kann was er will.


Ist das so? Sagen wir mal der Preis für 1 Kwh Gas liegt im Grundversorgungstarif bei 13,5 Cent aktuell. 

Darf der Vermieter für das Mietobjekt dann einen Vertrag abschließen beim günstigsten Anbieter in der Vergleichssuche für aktuell ca. 35 Cent/Kwh?

"Sollte sich herausstellen, dass der Versorger vergleichsweise hohe Preise verlangt, kann das Gespräch mit der Vermieterin oder dem Vermieter gesucht werden. Diese können den Anbieter wechseln. „Dazu sind sie aufgrund des Wirtschaftlichkeitsgebots auch verpflichtet“, sagt Hans Weinreuter, Energiereferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Der Wechsel zu einem bestimmten anderen Gasanbieter kann ihnen aber nicht vorgeschrieben werden, schränkt Julia Wagner, Leiterin Zivilrecht beim Eigentümerverband Haus & Grund, ein. Oft müssten zudem weitere Faktoren neben dem Preis berücksichtigt werden."

https://www.rnd.de/bauen-und-wohnen/hohe-energiepreise-welche-optionen-mieter-haben-und-wann-vermieter-handeln-muessen-WT3BZB4QRJHSXFPP5F2Y52B4JE.html


Es ist also wie bei allem in Deutschland eine Art Grauzone anscheinend. Am Ende des Tages kann man sich eventuell vor Gericht streiten. Dann ist man halt in Gottes hand und kann abwarten was im Einzelfall rauskommt.

Ich persönlich habe bei meiner Vermieterin mal angefragt im Frühjahr wie es mit dem Gaspreis aussieht, laut ihr wars ein sehr frischer noch relativ günstiger Vertrag mit Preisgarantie aus dem letzten Winter. Mehr Infos habe ich nicht bekommen und seitdem auch nix mehr gehört.

Kenne aber genug Leute die ihren Vermieter nicht mal irgendwie erreichen können, außer per Brief der dann im Briefkasten liegt bis er wieder mal im Land ist, was nur zwei mal im Jahr vorkommt...


Also ich bin auch ungefähr bei diesem Brutto und das erst seit knapp 10 Monaten, das was ich am Ende mehr bekomme im Vergleich zu vorher (ungefähr 800 Euro netto mehr) hab ich ebenfalls in einen ETF gesteckt. Mein Leben hat sich dadurch auch nicht verändert, hab jetzt halt um einiges mehr zum Sparen.

In meinem Umfeld verdienen die Leute aber nicht mal ansatzweise 3000 Euro Brutto (eher 2500 Vollzeit), die müssen auch irgendwie durchkommen. Ich bin daher auf der Seite, dass ich zufrieden bin wie viel ich habe und nicht wie wenig. Ich nehme natürlich auch gerne jede Erhöhung mit aber manche tun so als wüssten sie nicht wie sie überleben, da frag ich mich wie die Leute es schaffen die gerade so über Sozialleistungen sind.
Das war jetzt nur auf Matti und sein Energiegeld bezogen + der Rest von ihm. Das hat mich richtig getriggert.

Dann bist du in einer "luxuriösen" Situation (noch).

Du hast einen etablierten Lebensstandard aufgebaut basierend auf deinen Einnahmen mit passenden Ausgaben.

Hast dann wohl auf einen Schlag 800€ mehr an Netto Gehalt bekommen und dich entschieden das zu sparen. Du hast also bisher deinen Lebensstandard und deine Ausgabensituation nicht geändert was natürlich gerade in dieser Lage jetzt sehr komfortabel für dich ist.

Ich zahle auch einen relativ hohen Betrag im Monat in meine private Altersvorsorge, aber das ist kein "übriges" Geld, sondern "nötiges" Geld in der Altersvorsorge das ich später mal brauche um meinen Lebensstandard in der Rente fortführen zu können.

Und ganz ehrlich, ich habe nicht studiert und hart gearbeitet, um jeden Monat am Ende 1000€ übrig zu haben und das wie ein Geier zu sparen, sondern um "gut" Leben zu können und mir die Dinge leisten zu können auf die ich Lust habe.

Wenn ich mal einen Luxusurlaub für 5000€ machen will, dann ist das gott verdammt nochmal so. Dafür habe ich wie gesagt hart gearbeitet und studiert. Um eben nicht den 1000€ Malle Urlaub einmal im Jahr machen zu müssen, sondern den 5000€ Luxus Urlaub mit Whirlpool im Zimmer.

Und wenn ich das mal nicht mehr kann, weil die Energiepreise ins unermessliche gehen, dann hab ich genauso das Recht drüber zu jammern wie jeder andere auch.

Wenn jemand 3000€ brutto verdient, dann kann er sich ja fortbilden und hocharbeiten, damit er auch 5000€ brutto bekommt.

Aber in unserer Gesellschaft soll Leistung wohl nicht mehr belohnt werden...



« Last Edit: 28.09.2022 15:22 von Kryne »

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2634 am: 28.09.2022 15:15 »
Zitat
Ich fürchte nur darauf wirds hinauslaufen. Und nach harten Verhandlungen bis in die NAcht wird man dann 6% durchgesetzt haben, was immerhin 75% der originalen Forderung war. Fürchtet die Macht der VERDI !

Ich würde auf jeden Fall herzhaft lachen. 6 Prozent Erhöhung hat vor kurzem auch die Belegschaft in der Firma meiner Frau erhalten. Die wurden vor zwei Jahren von einer chinesischen Heuschrecke aufgekauft, die seitdem auch versucht, dort chinesische Arbeitsbedingungen zu etablieren. Die besitzen nicht mal einen Betriebsrat. Und traurigerweise wird die geballte Gewerkschaftsmacht, kombiniert mit dem philanthropischen, demokratischen, bunten, diversen, vielfältigen Menschenbild der staatlichen Arbeitgeber auf das identische Ergebnis wie bei einer chinesischen Heuschrecke hinauslaufen.

veeam

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2635 am: 28.09.2022 15:23 »
Also ich bin auch ungefähr bei diesem Brutto und das erst seit knapp 10 Monaten, das was ich am Ende mehr bekomme im Vergleich zu vorher (ungefähr 800 Euro netto mehr) hab ich ebenfalls in einen ETF gesteckt. Mein Leben hat sich dadurch auch nicht verändert, hab jetzt halt um einiges mehr zum Sparen.

Es ist ein Unterschied, ob ich innerhalb kürzester Zeit mehrere hundert Euro mehr zur Verfügung habe und diese dann ohne große Umstellung meines Lebensstandards anderweitig unterbringe, oder ob ich über viele viele Jahre schleppende Tariferhöhungen und Stufenaufstiege durchlaufen bin und jährlich hier mal 200 Euro Brutto mehr, hier mal 100 Euro Brutto mehr, hier mal wieder 150 Euro Brutto mehr hatte.

Wenn ich innerhalb von 8 Jahren auch 800 Euro mehr Netto habe, erlebe ich über diese 8 Jahre aber auch wieder Inflationsbereinigungen und schleichende Anpassung der persönlichen Lebenssituation.

In meinem Umfeld verdienen die Leute aber nicht mal ansatzweise 3000 Euro Brutto (eher 2500 Vollzeit), die müssen auch irgendwie durchkommen.

Es gibt immer Leute die mehr haben. Darum sollte man aber nicht auf das verzichten was einem zustehen sollte und das ist meiner Meinung nach eine Vermeidung des Reallohnverlusts. Also eine Tariferhöhung mindestens auf Niveau der Inflation unter der Berücksichtigung des letzten, diesen und mindestens des nächsten Jahres. -Dann sind wir bei der Einstiegsforderung aber weit weg von 8%


Beamtenmichel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2636 am: 28.09.2022 15:26 »
Zitat
Ich fürchte nur darauf wirds hinauslaufen. Und nach harten Verhandlungen bis in die NAcht wird man dann 6% durchgesetzt haben, was immerhin 75% der originalen Forderung war. Fürchtet die Macht der VERDI !

Ich würde auf jeden Fall herzhaft lachen. 6 Prozent Erhöhung hat vor kurzem auch die Belegschaft in der Firma meiner Frau erhalten. Die wurden vor zwei Jahren von einer chinesischen Heuschrecke aufgekauft, die seitdem auch versucht, dort chinesische Arbeitsbedingungen zu etablieren. Die besitzen nicht mal einen Betriebsrat. Und traurigerweise wird die geballte Gewerkschaftsmacht, kombiniert mit dem philanthropischen, demokratischen, bunten, diversen, vielfältigen Menschenbild der staatlichen Arbeitgeber auf das identische Ergebnis wie bei einer chinesischen Heuschrecke hinauslaufen.

Sollte es wirklich auf nur 6 % hinauslaufen sollten sich die Verhandlungsführer besser selbst abschaffen. Ich lache mich kaputt!

was_guckst_du

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2637 am: 28.09.2022 15:30 »
...die Beschäftigten erwarten mindestens einen Informationsausgleich (zur Zeit 9 %) als Ergebnis und keine Forderung von 8%...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

veeam

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2638 am: 28.09.2022 15:42 »
...die Beschäftigten erwarten mindestens einen Informationsausgleich (zur Zeit 9 %) als Ergebnis und keine Forderung von 8%...

Stumpf betrachtet sollten 10% Erhöhung durchgerungen werden, dazu sollten im ersten Schritt 15% auf 1 Jahr gefordert werden, sodass man sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf 8% und 7% einigen kann. Dazu eine realistisch gesehene Pauschale von 1500 Euro aus dem Entlastungspaket und alle können sich noch in die Augen gucken. Und selbst DANN machen wir noch immer kein Plus unter Einbeziehung der Jahre 2021 bis 2024.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2639 am: 28.09.2022 15:54 »
...die Beschäftigten erwarten mindestens einen Informationsausgleich (zur Zeit 9 %) als Ergebnis und keine Forderung von 8%...
Gute Informationen sind unbezahlbar  ;)