Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 705253 times)

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3030 am: 06.10.2022 14:01 »
Der aktuelle Mietspiegel liegt in Bad Muskau bei 5,43€, in Mettmann bei 8,94€. Der Kaufkraftindex in Bad Muskau bei 86,38, in Mettmann bei 112,58.

ChristopherBlair

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3031 am: 06.10.2022 14:27 »
Ich mache mir keine Illusionen, was da im 1. Quartal 2023 rauskommen wird.
Das wird doch nicht viel anders laufen, als bei den Tarifverhandlungen der letzten 10 Jahre.
Die Forderung der Gewerkschaften wird bei ca. 9% für 12 Monate liegen, was mit Glück maximal der Inflationsausgleich wäre.
Drei Verhandlungsrunden sind angesetzt, die Arbeitgeber legen aber ihrerseits bis zum Schluss kein Angebot vor.
Die Gewerkschaften sind darüber empört. Bis auf ein paar Warnstreiks passiert aber nix.
Nach der dritten Verhandlungsrunde wird "hammerhart" die Nacht durch verhandelt.
Am Ende verkünden Verdi-Chef Werneke (SPD) und VKA-Präsidentin Welge (SPD) das Ergebnis:

Die Laufzeit beträgt zwischen 24 und 30 Monaten.
Schöngerechnet kommt man aufsummiert auf 8% für die Gesamtlaufzeit für die unteren Entgeltgruppen und für die oberen Entgeltgruppen entsprechend 1-2% weniger. Warum?
Enthalten ist in den verkündeten 8% nämlich die steuerfreie Coronazahlung von 3000€, die aber natürlich im TV-ÖD max. 1500€ und bei höheren Entgeltgruppen ab E13 dann auch max. 500€ betragen wird.
ARD und ZDF berichten in 2 Sätzen vom "hohen Tarifabschluss" im Öffentlichen Dienst, dessen Ergebnis ja nahe an der Forderung der Gewerkschaften liegt:
9% gefordert, 8% bekommen!
Das die steuerfreie Einmalzahlung aber zu keiner dauerhaften Erhöhung in dieser Höhe führt und die Laufzeit lang ist und noch nicht mal ansatzweise die Inflation ausgleicht, wird nicht berichtet.
Faktisch haben wir alle einen zweistelligen Realeinkommensverlust in den nächsten 2-2,5 Jahren.

Verdi-Wernecke: "Kein überragendes Ergebnis, aber aufgrund der aktuellen Situation war leider nicht mehr möglich *Träne-aus-dem-Augenwinkel-wisch*"

VKA-Welge: "Wir sind weit über unsere Schmerzgrenze hinaus gegangen. Dies ist ein sehr teurer Abschluss für die Bürger, aber gerade für die unteren Entgeltgruppen haben wir doch sehr stark erhöht. Das war uns wichtig. *Blablabla*"

Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.
 

« Last Edit: 06.10.2022 14:36 von ChristopherBlair »

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3032 am: 06.10.2022 14:37 »
Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

Vielleicht sind auch die Streikkassen leer. Man weis es nicht.

ChristopherBlair

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3033 am: 06.10.2022 14:48 »
Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

Vielleicht sind auch die Streikkassen leer. Man weis es nicht.

Wenn die Streikkasse nach 2 Tagen Warnstreiks schon leer sind, würde mich das doch echt wundern.
Zumal Verdi bei anderen Tarifverhandlungen dann auch mal länger streiken lässt.
Aber vielleicht ist unser Organisationsgrad dann noch viel geringer als gedacht. Ein Kollege aus dem Personalrat meinte mal: "Die Arbeitgeber haben mehr Angst vor den Pfingstferien, als vor einem Streik".  ;D

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3034 am: 06.10.2022 14:52 »
Vielleicht hat Verdi ja alles für Gewerkschaftsbonzen, bezahlte Gewerkschaftstrolle und Antifa-Förderung rausgehauen...

Hat nicht erst vor kurzem jemand einen Artikel verlinkt, nach dem der Organisationsgrad im öD doch so super gut im Vergleich zu anderen Sektoren sei?

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3035 am: 06.10.2022 14:52 »
Verstehe nicht, wieso Verdi nicht mit der Arbeitszeit runter will. Könnten Sie doch inzwischen 100000e potentielle Mitglieder mehr haben, da die Arbeit auf mehr Schultern verteilt wird.
Verdi hat auch jetzt schon viele potenzielle Mitglieder, die alle Verdi nicht wollen. Was bringt es Verdi, wenn das mehr werden?

Woher kommt die Annahme, diese Gewerkschaft hätte Reste eines Verstandes mittlerer Art und Güte?

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3036 am: 06.10.2022 14:54 »
Wer tätigt eine solche Annahme?

Bob Kelso

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3037 am: 06.10.2022 14:55 »
Ich mache mir keine Illusionen, was da im 1. Quartal 2023 rauskommen wird.
Das wird doch nicht viel anders laufen, als bei den Tarifverhandlungen der letzten 10 Jahre.
Die Forderung der Gewerkschaften wird bei ca. 9% für 12 Monate liegen, was mit Glück maximal der Inflationsausgleich wäre.
Drei Verhandlungsrunden sind angesetzt, die Arbeitgeber legen aber ihrerseits bis zum Schluss kein Angebot vor.
Die Gewerkschaften sind darüber empört. Bis auf ein paar Warnstreiks passiert aber nix.
Nach der dritten Verhandlungsrunde wird "hammerhart" die Nacht durch verhandelt.
Am Ende verkünden Verdi-Chef Werneke (SPD) und VKA-Präsidentin Welge (SPD) das Ergebnis:

Die Laufzeit beträgt zwischen 24 und 30 Monaten.
Schöngerechnet kommt man aufsummiert auf 8% für die Gesamtlaufzeit für die unteren Entgeltgruppen und für die oberen Entgeltgruppen entsprechend 1-2% weniger. Warum?
Enthalten ist in den verkündeten 8% nämlich die steuerfreie Coronazahlung von 3000€, die aber natürlich im TV-ÖD max. 1500€ und bei höheren Entgeltgruppen ab E13 dann auch max. 500€ betragen wird.
ARD und ZDF berichten in 2 Sätzen vom "hohen Tarifabschluss" im Öffentlichen Dienst, dessen Ergebnis ja nahe an der Forderung der Gewerkschaften liegt:
9% gefordert, 8% bekommen!
Das die steuerfreie Einmalzahlung aber zu keiner dauerhaften Erhöhung in dieser Höhe führt und die Laufzeit lang ist und noch nicht mal ansatzweise die Inflation ausgleicht, wird nicht berichtet.
Faktisch haben wir alle einen zweistelligen Realeinkommensverlust in den nächsten 2-2,5 Jahren.

Verdi-Wernecke: "Kein überragendes Ergebnis, aber aufgrund der aktuellen Situation war leider nicht mehr möglich *Träne-aus-dem-Augenwinkel-wisch*"

VKA-Welge: "Wir sind weit über unsere Schmerzgrenze hinaus gegangen. Dies ist ein sehr teurer Abschluss für die Bürger, aber gerade für die unteren Entgeltgruppen haben wir doch sehr stark erhöht. Das war uns wichtig. *Blablabla*"

Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

Sehr treffend beschrieben!

citizen

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3038 am: 06.10.2022 15:28 »
Ich mache mir keine Illusionen, was da im 1. Quartal 2023 rauskommen wird.
Das wird doch nicht viel anders laufen, als bei den Tarifverhandlungen der letzten 10 Jahre.
Die Forderung der Gewerkschaften wird bei ca. 9% für 12 Monate liegen, was mit Glück maximal der Inflationsausgleich wäre.
Drei Verhandlungsrunden sind angesetzt, die Arbeitgeber legen aber ihrerseits bis zum Schluss kein Angebot vor.
Die Gewerkschaften sind darüber empört. Bis auf ein paar Warnstreiks passiert aber nix.
Nach der dritten Verhandlungsrunde wird "hammerhart" die Nacht durch verhandelt.
Am Ende verkünden Verdi-Chef Werneke (SPD) und VKA-Präsidentin Welge (SPD) das Ergebnis:

Die Laufzeit beträgt zwischen 24 und 30 Monaten.
Schöngerechnet kommt man aufsummiert auf 8% für die Gesamtlaufzeit für die unteren Entgeltgruppen und für die oberen Entgeltgruppen entsprechend 1-2% weniger. Warum?
Enthalten ist in den verkündeten 8% nämlich die steuerfreie Coronazahlung von 3000€, die aber natürlich im TV-ÖD max. 1500€ und bei höheren Entgeltgruppen ab E13 dann auch max. 500€ betragen wird.
ARD und ZDF berichten in 2 Sätzen vom "hohen Tarifabschluss" im Öffentlichen Dienst, dessen Ergebnis ja nahe an der Forderung der Gewerkschaften liegt:
9% gefordert, 8% bekommen!
Das die steuerfreie Einmalzahlung aber zu keiner dauerhaften Erhöhung in dieser Höhe führt und die Laufzeit lang ist und noch nicht mal ansatzweise die Inflation ausgleicht, wird nicht berichtet.
Faktisch haben wir alle einen zweistelligen Realeinkommensverlust in den nächsten 2-2,5 Jahren.

Verdi-Wernecke: "Kein überragendes Ergebnis, aber aufgrund der aktuellen Situation war leider nicht mehr möglich *Träne-aus-dem-Augenwinkel-wisch*"

VKA-Welge: "Wir sind weit über unsere Schmerzgrenze hinaus gegangen. Dies ist ein sehr teurer Abschluss für die Bürger, aber gerade für die unteren Entgeltgruppen haben wir doch sehr stark erhöht. Das war uns wichtig. *Blablabla*"

Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

Guter Beitrag und danke für die mir neuen Informationen.
Ich würde es begrüßen, wenn die unteren EG's prozentual mehr bekämen.
Dennoch finde ich auch, dass mehr Freizeit (Erholung) mehr wert wäre als mehr Geld.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3039 am: 06.10.2022 15:31 »
Vielleicht hat Verdi ja alles für Gewerkschaftsbonzen, bezahlte Gewerkschaftstrolle und Antifa-Förderung rausgehauen...

Hat nicht erst vor kurzem jemand einen Artikel verlinkt, nach dem der Organisationsgrad im öD doch so super gut im Vergleich zu anderen Sektoren sei?
Siehe u.a. Bastel Seite 193

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3040 am: 06.10.2022 15:56 »
Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

verdistreiks 2022:

1) SuE: 8 Tage
2) Pflege: 79 Tage
3)Hafenarbeiter :mehrere Warnstreiks und 48 Stunden am Stück

Und alle mit guten Ergebnissen.Tja anscheinend gilt´s doch: Hohe Streikbereitschaft = gute Ergebnisse -geringe Streikbereitschaft-´= weniger gute Ergebnisse.

Aber für den Winter habe ich Hoffnung; weil´s nicht mehr als 19 Grad in den Amtsstuben werden soll, entscheidet sich vielleicht der eine/die andere zum Warmlaufen beim Streik- schau´n wir mal.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3041 am: 06.10.2022 16:25 »
Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

verdistreiks 2022:

1) SuE: 8 Tage
2) Pflege: 79 Tage
3)Hafenarbeiter :mehrere Warnstreiks und 48 Stunden am Stück

Und alle mit guten Ergebnissen.Tja anscheinend gilt´s doch: Hohe Streikbereitschaft = gute Ergebnisse -geringe Streikbereitschaft-´= weniger gute Ergebnisse.

Aber für den Winter habe ich Hoffnung; weil´s nicht mehr als 19 Grad in den Amtsstuben werden soll, entscheidet sich vielleicht der eine/die andere zum Warmlaufen beim Streik- schau´n wir mal.

Was hat streiken mit auf der Straße herumzulaufen zu tun? Muss man mit Pfeife, Fahne und anderem Clown Gedöhns herum laufen?

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3042 am: 06.10.2022 16:29 »
Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

verdistreiks 2022:

1) SuE: 8 Tage
2) Pflege: 79 Tage
3)Hafenarbeiter :mehrere Warnstreiks und 48 Stunden am Stück

Und alle mit guten Ergebnissen.Tja anscheinend gilt´s doch: Hohe Streikbereitschaft = gute Ergebnisse -geringe Streikbereitschaft-´= weniger gute Ergebnisse.

Aber für den Winter habe ich Hoffnung; weil´s nicht mehr als 19 Grad in den Amtsstuben werden soll, entscheidet sich vielleicht der eine/die andere zum Warmlaufen beim Streik- schau´n wir mal.

Also kein nennenswerter Streik ausser des Pflegestreiks gegen ganze 6 Arbeitgeber überschaubarer Größe. Und welche Erkenntnisse gibt es zur unterschiedlichen Streikbereitschaft? Und bei wem?

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3043 am: 06.10.2022 16:30 »
Die Zeiten, in denen man mal länger streikt oder zumindest mal in ein Schlichtungsverfahren geht, sind leider seit Jahren schon vorbei.
Und im Winter traut man sich dann doch nicht mal ein paar Tage da zu streiken, wo es wehtut, also bei Krankenhäusern, Winterstreudiensten, Müllabfuhren etc., weil man die negative Presse fürchtet.

verdistreiks 2022:

1) SuE: 8 Tage
2) Pflege: 79 Tage
3)Hafenarbeiter :mehrere Warnstreiks und 48 Stunden am Stück

Und alle mit guten Ergebnissen.Tja anscheinend gilt´s doch: Hohe Streikbereitschaft = gute Ergebnisse -geringe Streikbereitschaft-´= weniger gute Ergebnisse.

Aber für den Winter habe ich Hoffnung; weil´s nicht mehr als 19 Grad in den Amtsstuben werden soll, entscheidet sich vielleicht der eine/die andere zum Warmlaufen beim Streik- schau´n wir mal.

Was hat streiken mit auf der Straße herumzulaufen zu tun? Muss man mit Pfeife, Fahne und anderem Clown Gedöhns herum laufen?

Das war bestimmt der Gewerkschaftsfreak mit der Warnweste und nicht die 1700 ausgefallenen Operationen, die bei den Streiks was gerissen haben.

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3044 am: 06.10.2022 16:58 »
Also um das festzuhalten:

Geld ist bei den meisten Kommunen genug da. Es muss nur andere Prioritäten geben.
Natürlich ist einer Verwaltungsspitze das Prestigeobjekt, irgendeine Aussichtsplattform, Aufenthaltsbereiche, schöne Kunstwerke im Park, oder das schicke neue Pflaster das aus ästhetischen Gründen kommt, mehr wert als der Lohn für die Mitarbeiter - die sind ja eh da und arbeiten nachher nicht mehr als vorher.

Insofern ist der VKA für mich auch kaum ernstzunehmen.

Klamme Kassen? Da werden mal irgendwo ein paar hunderttausend locker gemacht für unnütze Investitionen, weil man eine hohe Förderung bekommt.
Ja bei 80% Förderung zahlt 20% zahlt trotzdem die Kommune - dadurch wird auch ein Springbrunnen nicht besser als vorher. DAs ist die Lüge der Rabatte - man spart kein Geld wenn man Angebote kauft nur weil sie billig sind. Man spart das Geld wenn man garnichts kauft!

Würde man wirklich mal den Rotstift bei sinnlosen Ausgaben ansetzen, würde sicher genug Geld für satte Lohnerhöhungen bleiben.