Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489251 times)

fcesc4

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3255 am: 12.10.2022 00:20 »
Am besten alles gleichzeitig.
Die Beschäftigten müssen also doppelt her halten.
Einfach nur noch traurig.

https://www.vka.de/pressemitteilungen/2022-10-11-vka-lehnt-gewerkschaftsforderungen-zur-tarifrunde-im-oeffentlichen-dienst-von-bund-und-kommunen-als-unrealisierbar-ab-1753

Und immer die selbe geleier…15,7 Milliarden zusätzliche Belastung…ist doch fast geschenkt gegenüber der halben Billion die momentan so rausgehauen wird

Wusste beim Lesen gar nicht wie ich reagieren soll. Kopfschütteln, Lachen oder Weinen wären jedenfalls angebracht.

superbraz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3256 am: 12.10.2022 06:56 »
Sockelbetrag weg und dafür 10,5% durchsetzen! Und das wäre schon zu wenig!

...genauso... lieber moderat, dafür aber für alle gleichermassen und damit auf eine gerechte Entwicklung der Entgelttabellen abzielend.

Wenn das mit den Sockelbeträgen so weiter geht, verdient die Mitarbeiterin Archiv bald genauso viel wie der Abteilungsleiter....

Na.., na.., ein bisschen frech/respektlos übertrieben!
Man muss feststellen, dass ein Gehalt von 3000 brutto von den extremen Energiekostensteigerungen härter betroffen ist.
Solidarität scheint in diesem Forum ein Fremdwort zu sein..
Unser Tipp:
Die meisten die hier Kommentare schreiben/schimpfen und die unteren Gehaltsgruppen angreifen sind nicht gewerkschaftlich organisiert.
Schön schreiben ist nicht alles!
Rein in die Gewerkschaft.. raus im Winter zum Streik..

Eine Entgelttabelle ist dafür da, zwischen bestimmten Qualifikationen, Tätigkeitsbereichen sowie unterschiedenlichen Verantwortungsgraden zu differenzieren. Wenn dieser Ansatz durch Sockelbeträge unterlaufen wird, muss man die gesamte Beschäftigungsstruktur im ö D in Frage stellen. Wenn in den unteren Entgeltgruppen, z. B. 3.000 Euro brutto, nicht für den Lebenunterhalt ausreichen, haben sie drei Möglichkeiten:
- sich im Ausgabeverhalten weiter einschränken / sparen,
- Sozialleistungen in Anspruch nehmen, z. B. Wohngeld,
- die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen, um eine höhere Entgeltgruppe zu erlangen.

Aber nicht die doppelte Erhöhung gegenüber höheren Entgeltgruppen einfordern...

Das unterschreibe ich so!
Wo bleibt denn da der Anreiz, die Schulbank zu drücken und Verantwortung zu übernehmen?
%uale Erhöhung linear und nix anderes!

gestern ein Beispiel gerechnet....EG6 St 2 in EG9a St. 2 > EG7 und EG8 übersprungen, grad mal 300 € Brutto unterschied???  :o

irgendwann ist auch mal gut mit sozialem Denken und Solidarität...

wenn die Forderung durchgesetzt werden würde:
EG5 St. 1 > 19,4 % Erhöhung
EG10 St. 6 > 10,1 % Erhöhung
Und das soll im Verhältnis stehen oder "solidarisch" sein?  ;D

Coffee86

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3257 am: 12.10.2022 07:20 »
Die einzige nachvollbiezbare Aussage der VKA war ja: Die Forderung sprengt das Gehaltsgefüge. Und das ist ja auch so. Dann macht ausruhen auf den unteren EGs immer mehr Sinn. Wieso sollte man sich hocharbeiten oder Wissen Erlangen, wenn man dann nur deutlich mehr Stress und Verantwortung hat, aber vom Gehalt nur minimal besser gestellt ist?

Natürlich haben untere EGs Probleme mit der Inflation. Aber bei 10% Inflation 20% Mehrgehalt!? Dann muss man eben sein Ausgabeverhalten auch mal überdenken.

Es reden ja immer alle von maßvollen Forderungen - und 10,5% sind auch maßvoll! Aber nicht der Sockelbetrag. Weil das kann man bei den unteren EGs wirklich nicht der Öffentlichkeit verkaufen. Bei den Oberen fehlt es halt leider weiterhin, aber am Ende geht das nur noch über außertarifliche Bezahlungen. Macht die Bewerberlage nicht besser, da man damit nicht werben kann, aber die Entgelttabelle gibt halt wenig her, um fähiges Personal zu bekommen oder zu binden.

VaPi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3258 am: 12.10.2022 07:24 »
Naja, der E7er 8 und 9er steigen ja auch um 500€. Da wird gar keiner überholt. Bissl einfach die Rechnung.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3259 am: 12.10.2022 07:26 »
Naja, der E7er 8 und 9er steigen ja auch um 500€. Da wird gar keiner überholt. Bissl einfach die Rechnung.

Die prozentuale Differenz schmilzt aber.

Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3260 am: 12.10.2022 07:32 »
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte bereits zu einer zurückhaltenden Lohnforderung aufgerufen. Die Kommunen stünden unter enormem finanziellen Druck. Viele Kommunen hätten erhebliche Altschulden. Der Investitionsrückstand der Kommunen belaufe sich auf rund 159 Milliarden Euro

Tja, dann können sich die assozialsten Arbeitgeber des Landes bald mal umgucken, wer diesen Investitionsrückstand abarbeitet.

Weiß nicht wie es bei euch aussieht, aber bei uns werden Projekte / Investitionen nicht aus Geldmangel gestrichen. Viel mehr sind am Ende jeden Jahres noch viele Millionen unangetastet auf etlichen Haushaltsstellen, weil es einfach keinen gibt der diese Projekte abwickeln kann.


Kryne

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3261 am: 12.10.2022 07:35 »


Na da. Ich weiß natürlich nicht wie hoch bei der JSZ und LOB ausfallen, dass du dafür 30 % weniger Gehalt in Kauf nimmst, finde ich lustig. Wenn du woanders tatsächlich sofort 30 % mehr hast, dann versteh ich nicht wieso du noch da bist. Wenn ich heute woanders ad hoc 1000 Euro netto mehr bekomme, dann gehe ich da sofort hin und pfeiffe auf JSZ und LOB und nehme lieber die Boni in der freien Wirtschaft mit, die höher ausfallen können.

Ich hab das ein paar Beiträge weiter oben relativ gut erklärt.

Da du aber anscheinend keinerlei Interesse an einer Kommunikation hast, sondern hier generell nur stänkerst und Müll absonderst, werde ich auf Beiträge von dir ab jetzt nicht weiter eingehen :)

Coffee86

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3262 am: 12.10.2022 07:36 »
Naja, der E7er 8 und 9er steigen ja auch um 500€. Da wird gar keiner überholt. Bissl einfach die Rechnung.

Die prozentuale Differenz schmilzt aber.

Und genau darum geht es. Wieso sollte ein Sachbearbeiter sich eine SG-Leiter Stelle antun ... wofür? Für 150-200€ netto mehr im Monat? Selbst ne Abt-leitung bringt kaum mehr ein, erfordert dafür aber ungleich mehr Wissen, Engagement und Verantwortung. Die Tabelle ist jetzt schon für den A****. Ein solche Sockelbetrag macht die Struktur noch mehr zunichte als jetzt schon.

Und da rede ich noch gar nicht von der Struktur <E9.

mrkanister

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3263 am: 12.10.2022 07:36 »
Sockelbetrag weg und dafür 10,5% durchsetzen! Und das wäre schon zu wenig!

...genauso... lieber moderat, dafür aber für alle gleichermassen und damit auf eine gerechte Entwicklung der Entgelttabellen abzielend.

Wenn das mit den Sockelbeträgen so weiter geht, verdient die Mitarbeiterin Archiv bald genauso viel wie der Abteilungsleiter....

Na.., na.., ein bisschen frech/respektlos übertrieben!
Man muss feststellen, dass ein Gehalt von 3000 brutto von den extremen Energiekostensteigerungen härter betroffen ist.
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Schön schreiben ist nicht alles!
Rein in die Gewerkschaft.. raus im Winter zum Streik..

Eine Entgelttabelle ist dafür da, zwischen bestimmten Qualifikationen, Tätigkeitsbereichen sowie unterschiedenlichen Verantwortungsgraden zu differenzieren. Wenn dieser Ansatz durch Sockelbeträge unterlaufen wird, muss man die gesamte Beschäftigungsstruktur im ö D in Frage stellen. Wenn in den unteren Entgeltgruppen, z. B. 3.000 Euro brutto, nicht für den Lebenunterhalt ausreichen, haben sie drei Möglichkeiten:
- sich im Ausgabeverhalten weiter einschränken / sparen,
- Sozialleistungen in Anspruch nehmen, z. B. Wohngeld,
- die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen, um eine höhere Entgeltgruppe zu erlangen.

Aber nicht die doppelte Erhöhung gegenüber höheren Entgeltgruppen einfordern...

Meine Güte, wie unsolidarisch kann man denn bitte sein. Da wird.hefordert, dass Arbeitnehmer lieber Wohngeld beantragen als völlig legitime Lohnforderungen zu erkämpfen. Unglaublich..

Britta2

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3264 am: 12.10.2022 07:38 »
Weiterbildung zwecks Kariereaufstieg bei uns gar nicht machbar. Alle Leitungsposten werden ausschließlich mit Hochschulabsolventen aus dem Ausland besetzt. Weiterbildung schön und gut - aber für die Katz. bewebungen in Partenerunternehmen im ÖD ebenfalls sinnfrei. Begründung "Niemand WIRBT die Mitarbeiter anderer Firmen ab". Friss oder stirb. Aber sei gefälligst vorbildlichst motiviert. Also - lohnt der Job für Normalos nur wegen Kohle und Freizeit auf Dauer. Parolen wie "dann geht doch raus in die PW" sind ketzerisch. Somit zurück zum Tarif.
Was war da gestern als Feedback von Verdi zu erfahren? "wir können keine besseren Abschlüsse schaffen, wenn/weil Ihr (die Mitglieder) uns nicht genügend unterstützt". Ahja. Was solle damit gemeint sein? Verdi ruft zum Streik auf - aber keiner geht hin? Feige Unterstellung.
Und vor dem Frühjahr passiert je eh nichts. Erst kommt der Weihnachtsfriede, dann das erste Treffen im warmen Räumen bei Vollverpflegung und freundschaftlichem Plausch ...
Der Osten wird frühestens irgendwann ab 2025 aus der Holzklasse aufsteigen? Wer es glaubt ...
Statistiken sind dazu da, gefälscht zu werden. Den Rest erledigen hochgerechnete Prozente ...

Badener

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3265 am: 12.10.2022 07:39 »
Ich bin schon solidarisch in dem ich deutlich mehr Steuern zahlen als andere.

Mit meinem Entgelt sehe ich es nicht ein noch jemanden zu subventionieren, das ist auch nicht der Sinn von Lohnzahlungen.

Coffee86

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3266 am: 12.10.2022 07:40 »
Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte bereits zu einer zurückhaltenden Lohnforderung aufgerufen. Die Kommunen stünden unter enormem finanziellen Druck. Viele Kommunen hätten erhebliche Altschulden. Der Investitionsrückstand der Kommunen belaufe sich auf rund 159 Milliarden Euro

Tja, dann können sich die assozialsten Arbeitgeber des Landes bald mal umgucken, wer diesen Investitionsrückstand abarbeitet.

Weiß nicht wie es bei euch aussieht, aber bei uns werden Projekte / Investitionen nicht aus Geldmangel gestrichen. Viel mehr sind am Ende jeden Jahres noch viele Millionen unangetastet auf etlichen Haushaltsstellen, weil es einfach keinen gibt der diese Projekte abwickeln kann.

Und das verstehen alle nicht. Wie die Arbeitgeber so offen ins Messer rennen können, erschließt sich mir nicht. Wer soll denn in der Zukunft die Vorhaben umsetzen? Die Verrentungswelle ist im Anmarsch und neues Personal findest du in den oberen EGs kaum mehr. Mit der Forderung dafür wird alles unter E9/E8 einen gewaltigen Zulauf haben. Diese EGs sind jetzt schon verhältnismäßig gut bezahlt. Aber eine Teamassi Stelle mit über 2.000€ Netto Einstiegsgehalt - da rennen die einen die Bude ein. Nur das die Teamassi dann kein Team mehr hat, weil die oberen EGs in Rente sind.

Coffee86

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3267 am: 12.10.2022 07:46 »
Sockelbetrag weg und dafür 10,5% durchsetzen! Und das wäre schon zu wenig!

...genauso... lieber moderat, dafür aber für alle gleichermassen und damit auf eine gerechte Entwicklung der Entgelttabellen abzielend.

Wenn das mit den Sockelbeträgen so weiter geht, verdient die Mitarbeiterin Archiv bald genauso viel wie der Abteilungsleiter....

Na.., na.., ein bisschen frech/respektlos übertrieben!
Man muss feststellen, dass ein Gehalt von 3000 brutto von den extremen Energiekostensteigerungen härter betroffen ist.
Solidarität scheint in diesem Forum ein Fremdwort zu sein..
Unser Tipp:
Die meisten die hier Kommentare schreiben/schimpfen und die unteren Gehaltsgruppen angreifen sind nicht gewerkschaftlich organisiert.
Schön schreiben ist nicht alles!
Rein in die Gewerkschaft.. raus im Winter zum Streik..

Eine Entgelttabelle ist dafür da, zwischen bestimmten Qualifikationen, Tätigkeitsbereichen sowie unterschiedenlichen Verantwortungsgraden zu differenzieren. Wenn dieser Ansatz durch Sockelbeträge unterlaufen wird, muss man die gesamte Beschäftigungsstruktur im ö D in Frage stellen. Wenn in den unteren Entgeltgruppen, z. B. 3.000 Euro brutto, nicht für den Lebenunterhalt ausreichen, haben sie drei Möglichkeiten:
- sich im Ausgabeverhalten weiter einschränken / sparen,
- Sozialleistungen in Anspruch nehmen, z. B. Wohngeld,
- die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen, um eine höhere Entgeltgruppe zu erlangen.

Aber nicht die doppelte Erhöhung gegenüber höheren Entgeltgruppen einfordern...

Meine Güte, wie unsolidarisch kann man denn bitte sein. Da wird.hefordert, dass Arbeitnehmer lieber Wohngeld beantragen als völlig legitime Lohnforderungen zu erkämpfen. Unglaublich..

Die ganzen letzten Abschlüsse waren doch alle extrem unsolidarisch zu Lasten der oberen EGs. Oder findet ihr FÄHIGE & motivierte IT'ler, Ingenieure, Führungskräfte, usw? Also wir nicht. Warum wohl - weil seit Jahren die unteren EGs überproportional zu Lasten der oberen EGs bevorteilt werden. Warum sollte man sich für 200-400€ netto mehr im Monat bitte auf die Schulbank/in die Uni setzen und am Ende sogar Entscheidungslasten tragen, wenn man einfach im System ein paar Daten einhämmern kann!? Warum wird der Leistungs- und Leitungsgedanke bei der angesprochenen Solidarität nie betrachtet? Könnte mir das jemand erklären?

Leigitime Lohnforderungen sind doch die 10,5% (aber auch nur wenn diese so kommen) - der Sockelbetrag von 500€ bedeutet aber für untere EGs 15-20% und damit weit über Inflation. Das ist eine klare Überbevorteilung und weder ggü der breiten Masse, noch der anderen EGs erklärbar.

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3268 am: 12.10.2022 08:05 »
wie wärs damit?

1: alle Tabellenwerte um 200 € erhöhen. Grund die sehr schlechten Abschlüsse der letzten Jahre
2: JSZ für alle auf 90%. Dies würde Aufstiege wieder etwas interessanter machen
3: 10% Tariferhöhung, Laufzeit 1 Jahr.

Das hätte ich mir, nach den miserablen und unsolidarischen Abschlüsse der letzten Jahre, gewünscht.

Jetzt wird es wieder wie gewohnt.
Überproportionale Anstiege in den unteren Regionen
Überproportionale Verbesserungen im Verwaltungsbereich, also Bereiche welche im Vergleich zur freien Wirtschaft schon besser dastehen
Überproportionale Verschlechterung der IT-, Ingenieure und Führungskräfte, welche bereits jetzt im Vergleich zur freien Wirtschaft deutlich (30 bis 50%) schlechter vergütet werden

LeKai

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« Antwort #3269 am: 12.10.2022 08:13 »
Sockelbetrag weg und dafür 10,5% durchsetzen! Und das wäre schon zu wenig!

...genauso... lieber moderat, dafür aber für alle gleichermassen und damit auf eine gerechte Entwicklung der Entgelttabellen abzielend.

Wenn das mit den Sockelbeträgen so weiter geht, verdient die Mitarbeiterin Archiv bald genauso viel wie der Abteilungsleiter....

Na.., na.., ein bisschen frech/respektlos übertrieben!
Man muss feststellen, dass ein Gehalt von 3000 brutto von den extremen Energiekostensteigerungen härter betroffen ist.
Solidarität scheint in diesem Forum ein Fremdwort zu sein..
Unser Tipp:
Die meisten die hier Kommentare schreiben/schimpfen und die unteren Gehaltsgruppen angreifen sind nicht gewerkschaftlich organisiert.
Schön schreiben ist nicht alles!
Rein in die Gewerkschaft.. raus im Winter zum Streik..

Eine Entgelttabelle ist dafür da, zwischen bestimmten Qualifikationen, Tätigkeitsbereichen sowie unterschiedenlichen Verantwortungsgraden zu differenzieren. Wenn dieser Ansatz durch Sockelbeträge unterlaufen wird, muss man die gesamte Beschäftigungsstruktur im ö D in Frage stellen. Wenn in den unteren Entgeltgruppen, z. B. 3.000 Euro brutto, nicht für den Lebenunterhalt ausreichen, haben sie drei Möglichkeiten:
- sich im Ausgabeverhalten weiter einschränken / sparen,
- Sozialleistungen in Anspruch nehmen, z. B. Wohngeld,
- die zahlreichen Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen, um eine höhere Entgeltgruppe zu erlangen.

Aber nicht die doppelte Erhöhung gegenüber höheren Entgeltgruppen einfordern...

Meine Güte, wie unsolidarisch kann man denn bitte sein. Da wird.hefordert, dass Arbeitnehmer lieber Wohngeld beantragen als völlig legitime Lohnforderungen zu erkämpfen. Unglaublich..

Die ganzen letzten Abschlüsse waren doch alle extrem unsolidarisch zu Lasten der oberen EGs. Oder findet ihr FÄHIGE & motivierte IT'ler, Ingenieure, Führungskräfte, usw? Also wir nicht. Warum wohl - weil seit Jahren die unteren EGs überproportional zu Lasten der oberen EGs bevorteilt werden. Warum sollte man sich für 200-400€ netto mehr im Monat bitte auf die Schulbank/in die Uni setzen und am Ende sogar Entscheidungslasten tragen, wenn man einfach im System ein paar Daten einhämmern kann!? Warum wird der Leistungs- und Leitungsgedanke bei der angesprochenen Solidarität nie betrachtet? Könnte mir das jemand erklären?

Leigitime Lohnforderungen sind doch die 10,5% (aber auch nur wenn diese so kommen) - der Sockelbetrag von 500€ bedeutet aber für untere EGs 15-20% und damit weit über Inflation. Das ist eine klare Überbevorteilung und weder ggü der breiten Masse, noch der anderen EGs erklärbar.

Genau richtig. Man muss doch nur mal die Bewerberzahlen für offene Stellen (EG5 bis EG 9a) mit denen von (EG9b aufwärts) vergleichen.

Bei offenen Stellen ab EG 10 muss man doch froh sein, wenn sich überhaupt jemand bewirbt.

Das deutet für mich darauf hin, dass Tätigkeiten im unteren bis mittleren Spektrum der Entgelttabelle marktgerecht (oder sogar besser) vergütet werden.

Inwiefern wäre dann Gleichmacherei sinnvoll?!