Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489278 times)

Philipp

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3570 am: 18.10.2022 08:17 »
...
Nö, das willst du gerade nicht, denn das wäre eine vom Absolutbetrag gleiche Erhöhung für alle. Du willst dagegen, dass Leute, die schon bisher mehr Gehalt erhalten, auch einen größeren Anteil am "Kuchen", des für die Lohnerhöhungen insgesamt zur Verfügung stehenden Betrags, erhalten.
...


Habe überlegt auf deinen geistigen Durchfall einzugehen, habe dann aber mal wieder "Absolutbetrag" gelesen und werde es daher lassen :)

Wäre echt dafür, dass die Mauer wieder aufgebaut wird und dann kann jeder Sozialismusfetischist seine Koffer packen und in den Osten gehen.

Wer aus dem Osten möchte, kommt dann in Westen. Dann wird die Mauer dicht gemacht und ihr könnt eure Sozialismus Fantasien komplett ausleben. Bezahlt dem Kassierer genauso viel wie dem Arzt, Ingenieur und Informatiker. Dann seht ihr wo es hinführt.

Diesmal bleibt die Mauer dann aber bitte komplett geschlossen, wenn im Sozialismus alles in sich zusammenbricht.

An sich ja keine schlechte Idee.
Irgendwann ist der Abstand zwischen EG10 und EG13 so gering, dass ich meine persönliche Mindestdifferenz erreicht habe, die ich in Kauf nehme wenn ich im Gegenzug Personal- und Haushaltsmittelplanung, sowie die ständige Rumdiskutiererei mit der Ortspolitik nicht mehr in der Stellenbeschreibung habe.
Einfache Sachbearbeitung 9to5 fürs Geld einer Führungskraft. Why not.

heike2106

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3571 am: 18.10.2022 09:03 »
Das sind doch alles Hirngespinnste.
Selbst wenn sich die Differenz zur nächst höheren EG mal wieder etwas verringern sollte, einen Abstand wird es trotzdem immer geben. Und durch die prozentualen Erhöhungen bleibt es auch dabei.
Und ich wette, das keiner hier mit einer EG 10, 12, 13 was immer, eine Stelle der EG 9a, 8, 6 übernehmen wird.
1. Muss man dort übrigens auch arbeiten.
und 2. ist es am Ende eben doch zu wenig Geld, im Vergleich zu vorher.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3572 am: 18.10.2022 09:05 »
Das sind doch alles Hirngespinnste.
Selbst wenn sich die Differenz zur nächst höheren EG mal wieder etwas verringern sollte, einen Abstand wird es trotzdem immer geben. Und durch die prozentualen Erhöhungen bleibt es auch dabei.
Und ich wette, das keiner hier mit einer EG 10, 12, 13 was immer, eine Stelle der EG 9a, 8, 6 übernehmen wird.
1. Muss man dort übrigens auch arbeiten.
und 2. ist es am Ende eben doch zu wenig Geld, im Vergleich zu vorher.

Die letzte Tarifrunde, in welcher die Abstandswerte angepasst wurden, ist gar nicht so lange her.

Mag randständig sein, aber ich plane für meine letzten 5 oder 8 Jahre vor der Rente die Rückkehr in eine EG unterhalb von E9b.

Saggse

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3573 am: 18.10.2022 09:20 »
Selbst wenn sich die Differenz zur nächst höheren EG mal wieder etwas verringern sollte, einen Abstand wird es trotzdem immer geben.
Der Abstand zwischen EG12 Stufe 6 und EG13 Stufe 6 sind bereits jetzt gerade mal 25€ Monatsbrutto.

Zitat
Und durch die prozentualen Erhöhungen bleibt es auch dabei.
Wenn immer nur um absolute Beträge erhöht wird, stimmt auch das nicht. :)

OrganisationsGuy

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3574 am: 18.10.2022 09:22 »
Das sind doch alles Hirngespinnste.
Selbst wenn sich die Differenz zur nächst höheren EG mal wieder etwas verringern sollte, einen Abstand wird es trotzdem immer geben. Und durch die prozentualen Erhöhungen bleibt es auch dabei.
Und ich wette, das keiner hier mit einer EG 10, 12, 13 was immer, eine Stelle der EG 9a, 8, 6 übernehmen wird.
1. Muss man dort übrigens auch arbeiten.
und 2. ist es am Ende eben doch zu wenig Geld, im Vergleich zu vorher.

12 Stufe 4 VS 9a Stufe 4 sind laut Gehaltsrechner 600,00 € Netto unterschied im Monat. Jetzt machen wir nen Sockelbetrag in dieser Tarifrunde und der Unterschied liegt vielleicht bei 525,00 € Netto. in 24-36 Monaten machen wir das nochmal und wir haben noch 450,00 € Netto unterschied?

Wieso soll jemand für rund 450,00 € Netto mehr die Rolle von einem FBL übernehmen mit Personalverantwortung, Abenddiensten bei Gremiensitzungen, Fachbereichsleiterbesprechungen und vermutlich (in der Realität) regelmäßig mehr als 39 Stunden pro Woche. Da würde ich bei dem Unterschied an Leistung dann doch lieber die 9a Stelle besetzen. Ich lasse nach 39 Stunden den Stift fallen, habe nichts außerhalb der Kernarbeitszeit was ich besuchen muss und wenn schwierige Problemfälle auftreten geh ich, wie die 10 anderen Sachbearbeiter, zu dem Kerl der die 450,00 € Netto mehr im Monat verdient.

Schokobon

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3575 am: 18.10.2022 09:25 »
Und das ist auch der Grund warum wir keine Führungskräfte mehr finden und die, die wir haben am liebsten loswerden würden.

...oder glaubt jemand ernsthaft, dass sich eine Führungskraft für die paar Kröten mehr im Monat ein Bein ausreisst??

...und deshalb laufen die Behörden auch wie sie laufen.

Verdi verhandelt für seine Mitglieder.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3576 am: 18.10.2022 09:34 »
Und ich wette, das keiner hier mit einer EG 10, 12, 13 was immer, eine Stelle der EG 9a, 8, 6 übernehmen wird.
1. Muss man dort übrigens auch arbeiten.
und 2. ist es am Ende eben doch zu wenig Geld, im Vergleich zu vorher.

Da kann ich mit Familie auch gleich Bürgergeld beantragen.

tonystaks

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3577 am: 18.10.2022 09:59 »
...
Nö, das willst du gerade nicht, denn das wäre eine vom Absolutbetrag gleiche Erhöhung für alle. Du willst dagegen, dass Leute, die schon bisher mehr Gehalt erhalten, auch einen größeren Anteil am "Kuchen", des für die Lohnerhöhungen insgesamt zur Verfügung stehenden Betrags, erhalten.
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Habe überlegt auf deinen geistigen Durchfall einzugehen, habe dann aber mal wieder "Absolutbetrag" gelesen und werde es daher lassen :)

Wäre echt dafür, dass die Mauer wieder aufgebaut wird und dann kann jeder Sozialismusfetischist seine Koffer packen und in den Osten gehen.

Wer aus dem Osten möchte, kommt dann in Westen. Dann wird die Mauer dicht gemacht und ihr könnt eure Sozialismus Fantasien komplett ausleben. Bezahlt dem Kassierer genauso viel wie dem Arzt, Ingenieur und Informatiker. Dann seht ihr wo es hinführt.

Diesmal bleibt die Mauer dann aber bitte komplett geschlossen, wenn im Sozialismus alles in sich zusammenbricht.

Du solltest dir einmal die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl (auf Landesebene) anschauen. Dann wird dein Blick darauf, wo im Buntland BRD Sozialismusfantasien vorherrschen, etwas korrigiert.

Davon ab teile ich deine Meinung zum Thema Gehaltsgefüge.

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3578 am: 18.10.2022 10:38 »
...
Nö, das willst du gerade nicht, denn das wäre eine vom Absolutbetrag gleiche Erhöhung für alle. Du willst dagegen, dass Leute, die schon bisher mehr Gehalt erhalten, auch einen größeren Anteil am "Kuchen", des für die Lohnerhöhungen insgesamt zur Verfügung stehenden Betrags, erhalten.
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Habe überlegt auf deinen geistigen Durchfall einzugehen, habe dann aber mal wieder "Absolutbetrag" gelesen und werde es daher lassen :)

Wäre echt dafür, dass die Mauer wieder aufgebaut wird und dann kann jeder Sozialismusfetischist seine Koffer packen und in den Osten gehen.

Wer aus dem Osten möchte, kommt dann in Westen. Dann wird die Mauer dicht gemacht und ihr könnt eure Sozialismus Fantasien komplett ausleben. Bezahlt dem Kassierer genauso viel wie dem Arzt, Ingenieur und Informatiker. Dann seht ihr wo es hinführt.

Diesmal bleibt die Mauer dann aber bitte komplett geschlossen, wenn im Sozialismus alles in sich zusammenbricht.

Moment, bist du der selbe Typ, der im anderen Thread gefeiert hat, dass im Privatbetrieb der Ehefrau die TEILZEITaushilfe bald genau die selbe Prämie wie die Leitung ausbezahlt bekommt?

Frage dazu: Forderst du dann ein Besuchsrecht ein, damit du deine sehen kannst, wenn die Mauer steht?

heike2106

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3579 am: 18.10.2022 10:46 »
Das sind doch alles Hirngespinnste.
Selbst wenn sich die Differenz zur nächst höheren EG mal wieder etwas verringern sollte, einen Abstand wird es trotzdem immer geben. Und durch die prozentualen Erhöhungen bleibt es auch dabei.
Und ich wette, das keiner hier mit einer EG 10, 12, 13 was immer, eine Stelle der EG 9a, 8, 6 übernehmen wird.
1. Muss man dort übrigens auch arbeiten.
und 2. ist es am Ende eben doch zu wenig Geld, im Vergleich zu vorher.

12 Stufe 4 VS 9a Stufe 4 sind laut Gehaltsrechner 600,00 € Netto unterschied im Monat. Jetzt machen wir nen Sockelbetrag in dieser Tarifrunde und der Unterschied liegt vielleicht bei 525,00 € Netto. in 24-36 Monaten machen wir das nochmal und wir haben noch 450,00 € Netto unterschied?


Vielleicht bin ich ja die einzige hier für die 525 € oder 450 € monatlich eigentlich viel Geld ist.

Bin selber von EG 6 auf EG 9b gesprungen. Von 1000 Brutto mehr, bleiben mir 500 € netto monatlich. Bei gleich bleibenden Lebensumständen freut sich mein ETF gerade sehr

teclis22

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3580 am: 18.10.2022 11:20 »
Klar ist das Geld. Ob es viel Geld ist liegt im Auge des Betrachters.
Ich studiere seit bald 8 Jahren nebenberuflich. Auf eigene Kosten und mit Erholungsurlaub.
Wenn ich fertig bin möchte ich

a) das investierte Geld wieder reinverdienen
b) ein höheren Return on Invest haben, im Vergleich zu einem ETF

Mir ist bewusst einige Menschen propagandieren das huboldsche Bildungsideal.
Das tue ich nicht. Für mich ist Bildung zweckgebunden: Marktwert erhöhen


superbraz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3581 am: 18.10.2022 11:33 »
Der Abstand zwischen EG12 Stufe 6 und EG13 Stufe 6 sind bereits jetzt gerade mal 25€ Monatsbrutto.

Hö?
6089,52 - 5977,00 = 112,52 €

nicht groß der Abstand, aber immerhin mehr als 25 €

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3582 am: 18.10.2022 11:37 »
Der Abstand zwischen EG12 Stufe 6 und EG13 Stufe 6 sind bereits jetzt gerade mal 25€ Monatsbrutto.

Hö?
6089,52 - 5977,00 = 112,52 €

nicht groß der Abstand, aber immerhin mehr als 25 €
Hab nicht nachgerechnet/geprüft, aber ab EG13 sinkt nochmal die JSZ...

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3583 am: 18.10.2022 11:45 »
Es ist ja nicht nur der IT-, sondern auch der Ingenieurbereich und qualifizierte Führungskräfte.

Ich habe ja gelernt das Verdi nur für seine Mitglieder verhandelt. Bin ich dabei.
Warum Verdi bewusst gegen Führungskräfte, It-ler und Ingenieure verhandeln darf, habe ich leider immer noch nicht verstanden.

Hinzu kommt, dass auch den AG die Situation völlig am Allerwertesten vorbei geht.
Weil das ein reines AG Problem und verdi in der Tat am Arsch vorbeigehen kann.

Der AG bezahlt doch schon willig, dass doppelte für ITler, nur sind die nicht seine Angestellten.
Leider braucht es einen langen Atem, dass selbst der BRH diese Geldverschwendung erkennt und anprangert.

Und das dieses auch mal vom Grunde auf durch Fehlerkultur und analyse aufgearbeitet wird.
Aber solange die Kaspervereine wie ITZ Bund nur paperware in Form von Lastenheften ausspeien, werden sie halt von den Firmen mit dysfunktionaler Software verarscht.

Warum sind alle zentralisierten IT-Behörden solche Kaspervereine? IT.Niedersachsen produziert auch nur paperware in Form von Lastenheften. Die haben ein beinahe Milliarden-Budget um richtig was zu reißen, stattdessen kosten die Prozesse und Papierverbräuche gefühlt mehr, als die Projekte die erfolgreich durchgeführt werden.

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3584 am: 18.10.2022 11:48 »
Der Abstand zwischen EG12 Stufe 6 und EG13 Stufe 6 sind bereits jetzt gerade mal 25€ Monatsbrutto.

Hö?
6089,52 - 5977,00 = 112,52 €

nicht groß der Abstand, aber immerhin mehr als 25 €

Jahresbrutto E13, 6 = 76.227,39 €
Jahresbrutto E12, 6 = 75.924,64 €

Differenz = 302,75 €
d.h pro Monat 302,75/12 = 25,23 €


Danke Verdi!!!
Reduzierung zu Gunsten der unteren Stufen. Wie auch bei E9
Es lebe die Partei.