Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 706844 times)

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3840 am: 08.11.2022 13:36 »
Und auch die Meinung der Kollegen ist rechtlich unbeachtlich noch kann sie Grund für ein Versagen des gesetzlichen oder tariflichen Anspruchs sein.

Flying

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3841 am: 08.11.2022 14:12 »
Durch meine Reduzierung mussten auch die restlichen Kollegen jeweils mehr bewältigen. Ist halt so..., auch wenn man schon sicher weiß, daß der AG nicht für Ersatz sorgt.

Nee, mussten sie nicht. Oder hat sich damit die Wochenarbeitszeit der Kollegen erhöht?

Ist bei uns auch so. Sobald jemand die Stunden reduziert, müssen die anderen Kollegen das auffangen. Neues Personal gibt es nicht. Daher wird der Reduzierung quasi nur zugestimmt, wenn die Kollegen die Arbeit auffangen (das ist natürlich nur inoffiziell)

Was aber ja rechtlich nicht haltbar ist, da es den Anspruch auf Reduzierung gibt.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3842 am: 08.11.2022 17:16 »

Durch meine Reduzierung mussten auch die restlichen Kollegen jeweils mehr bewältigen. Ist halt so..., auch wenn man schon sicher weiß, daß der AG nicht für Ersatz sorgt.
Korrekt wäre ja, du und deine Kollegen mussten dann, mit weniger zur Verfügung stehende Zeit, das selbe bewältigen.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3843 am: 08.11.2022 17:23 »
Das ist eine klassische Buchstabenaufteilung gewesen, die Fallzahlen wurden an die jeweils zu leisten Arbeitszeiten angepasst. Also bei mir (Zahlen ungefähr: 100 Fälle weniger, die anderen alle 20 Fälle mehr).

Opa

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3844 am: 08.11.2022 17:50 »
Arbeitet jetzt jeder deiner Kollegen pro Woche 60 Minuten länger, um deine 5 Stunden aufzufangen? Oder gibt es einen wundersamen Effizienzgewinn? Als Führungskraft würde ich mich dann wohl fragen, was die vorher in der Zeit gemacht haben…

Organisator

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3845 am: 08.11.2022 17:58 »
Arbeitet jetzt jeder deiner Kollegen pro Woche 60 Minuten länger, um deine 5 Stunden aufzufangen? Oder gibt es einen wundersamen Effizienzgewinn? Als Führungskraft würde ich mich dann wohl fragen, was die vorher in der Zeit gemacht haben…
Wird wohl zulasten der Qualität gehen.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3846 am: 08.11.2022 18:13 »
Arbeitet jetzt jeder deiner Kollegen pro Woche 60 Minuten länger, um deine 5 Stunden aufzufangen? Oder gibt es einen wundersamen Effizienzgewinn? Als Führungskraft würde ich mich dann wohl fragen, was die vorher in der Zeit gemacht haben…
Wird wohl zulasten der Qualität gehen.
Nicht wenn eine andere Verteilung der Zeiten erfolgt.
Wenn man 5arbeit+2pause+3arbeit macht ist mehr Leistung möglich als in 8,5 inkl. 30min pause

Opa

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3847 am: 08.11.2022 18:58 »
Arbeitet jetzt jeder deiner Kollegen pro Woche 60 Minuten länger, um deine 5 Stunden aufzufangen? Oder gibt es einen wundersamen Effizienzgewinn? Als Führungskraft würde ich mich dann wohl fragen, was die vorher in der Zeit gemacht haben…
Wird wohl zulasten der Qualität gehen.
Also unterliegt die Arbeitsleistung gewissermaßen ebenfalls einer „Inflation“, womit du elegant zum Thema zurück gekehrt bist.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3848 am: 08.11.2022 19:50 »
Nein, alles keine wirklichen Treffer.

Zunächst hat ja derjenige, der unter Vollzeitkräften mit wenigen Stunden Teilzeit macht, der Verlierer, da es zur Arbeitsverdichtung für ihn führt. Das ist ja der Hintergrund der wissenschaftlichen geforderten 30 Stunden - Woche. Es fallen also die - in Vollzeit wissenschaftlich notwendigen unproduktiven Pausen, z. B.  Laberrunden zu Teilen weg. Führt übrigens teils zu sozialen Brüchen ;) - daher ist so etwas besser über den Tarif gelöst.

Zum anderen gibt es seit über 5 Jahren einen Aufgabenzuwachs um 100 %, aber 100 % mehr Arbeitskräfte gibt es erst zum Januar 2023, es ist ehe Notstand.

Davon ab, die gesetellten Aufgaben kann man sehr effektiv angehen oder auch ganz lassen. Oder man hält sich an die Vorgaben vom Land. ::)


skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3849 am: 08.11.2022 20:42 »
In Frankfurt kostet der Döner jetzt 10 €.
Vor 5 Monaten noch 7 €.
Eine Steigerung von 43 %.
Nehmen wir mal den Döner und nicht mehr den BigMäc..um weltweit zu vergleichen..

Zum Thema..:
Die Preissteigerungen merke ich noch nicht so..
Leute.., das ist erst der Anfang..
Wir profitieren im Moment noch von alten Lieferverträgen im Einzelhandel..
Macht euch auf ein kaltes Frühjahr bereit.., denn dann explodieren die Preise.
Das und dann vor Weihnachten.., das ist Geplänkel..
Die Welle kommt erst noch..

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3850 am: 08.11.2022 21:15 »
Ach war es noch schön als es einen Döner für 2.50 gab.
Und es war halt ein halbes Fladenbrot was gefüllt wurde, nicht diese Nussschale, die man jetzt bekommt.

Ich nehe jede Welle wie sie kommt, mal durch tauchen, mal rein springen und mal drauf reiten.

Ne Glaskugel was wieviel mehr oder weniger next Year kostet habe ich leider verlegt.

Aber wie wir wissen Preise hoch, Nachfrage runter, Preise runter….
so die Theorie

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3851 am: 09.11.2022 06:39 »

Macht euch auf ein kaltes Frühjahr bereit.., denn dann explodieren die Preise.


Na hoffentlich, ich will steigende Dividende bei Unilever und Co.

Majon

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3852 am: 09.11.2022 08:21 »
In Frankfurt kostet der Döner jetzt 10 €.
Vor 5 Monaten noch 7 €.
Eine Steigerung von 43 %.
Nehmen wir mal den Döner und nicht mehr den BigMäc..um weltweit zu vergleichen..

Zum Thema..:
Die Preissteigerungen merke ich noch nicht so..
Leute.., das ist erst der Anfang..
Wir profitieren im Moment noch von alten Lieferverträgen im Einzelhandel..
Macht euch auf ein kaltes Frühjahr bereit.., denn dann explodieren die Preise.
Das und dann vor Weihnachten.., das ist Geplänkel..
Die Welle kommt erst noch..

Ich frage mich, was Sie dazu motiviert hier immer Weltuntergangsstimmung verbreiten zu wollen!

Meine persönlichen Erfahrungen aus den letzten "Krisen", die Deutschland bzs. wie Corona die ganze Welt heimgesucht haben, deuten viel eher darauf hin, dass es nie so schlimm kommt, wie es Menschen wie Sie ständig prognostizieren!

DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3853 am: 09.11.2022 09:10 »
Arbeitet jetzt jeder deiner Kollegen pro Woche 60 Minuten länger, um deine 5 Stunden aufzufangen? Oder gibt es einen wundersamen Effizienzgewinn? Als Führungskraft würde ich mich dann wohl fragen, was die vorher in der Zeit gemacht haben…
Wird wohl zulasten der Qualität gehen.

Qualität ist immer relativ. Wir haben vor einigen Jahren in fünf Verwaltungen die Personalabteilung durchleuchtet. Vier von fünf haben aus allen Löchern gepfiffen und gejammert, dass sie mit ihrer Arbeit nicht fertig werden und mehr Stunden brauchen. Ein Blick auf die Personalfälle pro Vollzeitäquivalent ergab folgendes Bild:

Abteilung A = 480 Fälle, Abteilung B = 560 Fälle, Abteilung C = 640 Fälle, Abteilung D = 640 Fälle, Abteilung E = 800 Fälle.

Die Abteilung, die am wenigsten gejammert hat, war übrigens Abteilung E. Das war die strukturierteste Ateilung von den fünfen, in der die Aufgaben am sinnvollsten verteilt waren und gleichzeitig die Arbeitsqualität und Rechtssicherheit am höchsten war.

Bei den Abteilungen A bis D gab es danach lange Gesichter und es wurden den Mitarbeitern zusätzliche Aufgaben übertragen, damit alle die gleiche Arbeitsbelastung haben. In der Folge sind die größten Schreihälse und "Ich-muss-verzweifelt-vor-meinem-leeren-Schreibtisch-sitzen-bleiben-und-Stunden-schieben"-Typen von sich aus gegangen und haben gekündigt, weil sie mit der neuen Arbeitsbelastung nicht zurecht kamen.

Die neuen Mitarbeiter in den Abteilungen beschweren sich übrigens nicht über die Arbeitsbelastung und haben nach wie vor auch Zeit für Privatgespräche...

Worauf ich hinaus will: In der hier häufig angesprochenen Privatwirtschaft geht es bei Effizienzsteigerungen darum die letzten 5 % der Organisation zu optimieren, da der Rest schon gut strukturiert ist. Im Öffentlichen Dienst kann man ohne weiteres 70 % der Organisation optimieren und findet immer noch was.

Garfield

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3854 am: 09.11.2022 09:15 »
In Frankfurt kostet der Döner jetzt 10 €.
Vor 5 Monaten noch 7 €.
Eine Steigerung von 43 %.
Nehmen wir mal den Döner und nicht mehr den BigMäc..um weltweit zu vergleichen..

Zum Thema..:
Die Preissteigerungen merke ich noch nicht so..
Leute.., das ist erst der Anfang..
Wir profitieren im Moment noch von alten Lieferverträgen im Einzelhandel..
Macht euch auf ein kaltes Frühjahr bereit.., denn dann explodieren die Preise.
Das und dann vor Weihnachten.., das ist Geplänkel..
Die Welle kommt erst noch..

So ist es. Also bitte alle in Panik ausbrechen. Danke.