Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 706050 times)

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3975 am: 11.11.2022 13:04 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker. Wieviele Miethäuser gibt es denn mit 160 m2?

Hugo Stieglitz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3976 am: 11.11.2022 13:19 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker. Wieviele Miethäuser gibt es denn mit 160 m2?
Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3977 am: 11.11.2022 13:44 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.
Wie ich schon darlegte, es ist eine Frage des Timings.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3978 am: 11.11.2022 13:46 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker.
Nein, das ist auch eine Frage des Timings.
Wie es sich bei meinem Bruderbeispiel oben zeigte.
Die Wohnungen haben sich nicht grundsätzlich voneinander unterschieden.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3979 am: 11.11.2022 13:50 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker. Wieviele Miethäuser gibt es denn mit 160 m2?
Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.
Das erfreuliche bei Immobilien ist, dass man da günstig an Geld rankommt, besagte Eigenkapital Renditen bei meinen 11O% und 100% finanzierten Objekten möchte ich lieber nicht ausrechnen.

Hugo Stieglitz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3980 am: 11.11.2022 14:13 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.
Wie ich schon darlegte, es ist eine Frage des Timings.
Dann sind wir uns ja einig, dass es nicht immer besser ist, gelle? BAT sagte ja zunächst, dass kaufen immer besser als mieten ist. Wenn wir jetzt Einigkeit haben, dass es aufs Timing ankommt, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3981 am: 11.11.2022 14:49 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.
Wie ich schon darlegte, es ist eine Frage des Timings.
Dann sind wir uns ja einig, dass es nicht immer besser ist, gelle? BAT sagte ja zunächst, dass kaufen immer besser als mieten ist. Wenn wir jetzt Einigkeit haben, dass es aufs Timing ankommt, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter.
Absolut.
Es geht doch immer drum Chancen zu nutzen.
Ob Aktien oder Eigenheim oder Betongold
Die Frage ob
Miete und ETF vs Eigenheim
die bessere Anlagestrategie ist, ist halt nur an konkreten Objekten und Zeitpunkten vergleichbar.
Sonst ist es Milchmädchen gerechne vs Appel un Birn

Mein Bruderbeispiel ist da ein Paradebeispiel.
Und wer eine 600k teures Haus für 1000 mieten kann, der muss andere Gründe haben es zu kaufen, die aktuelle Renditekalkulation kann es nicht sein.

Schokobon

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3982 am: 11.11.2022 16:12 »
Möglicherweise interessieren sich manche Menschen nicht für die Rendite.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3983 am: 11.11.2022 16:26 »
Möglicherweise interessieren sich manche Menschen nicht für die Rendite.
Absolut korrekt!
bzw. berechnen diese anders.
Wenn man nen Haus am See hat und darauf abfährt, dann ist man evtl. bereit für diese tägliche Lebensfreude auf zweistellige Renditen zu verzichten  ;D
Oder innerstädtisch zu leben und trotzdem einen unverbaubaren Blick ins Grüne zu haben.

Rendite: 100€ pro Stunde mit grinsen im Gesicht?  ;D

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3984 am: 11.11.2022 16:43 »

Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.

Nein, diese Risiken bei Immobilien wie Flüchtlingsunterkünfte, Verkehrsstrecken, Kitas, etc. zerstreuen sich im Gesamtmarkt, sind randstänig. Ähnlich hoch dürften die Risiko bei Finanzinvestitionen, ich denke eher höher, sein (Nepper, Schlepper, Bauernfänger, eigene Dummheit, etc.)

Und was soll dieser Klumpen immer? Man kann ja Eigentum haben und zudem am Finanzmarkt unterwegs sein. Möglicherweise nach Verkauf der Immobilie ab 60 mit weit höheren Beträgen als sich andere träumen lassen dürften.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3985 am: 11.11.2022 16:47 »

Dann sind wir uns ja einig, dass es nicht immer besser ist, gelle? BAT sagte ja zunächst, dass kaufen immer besser als mieten ist. Wenn wir jetzt Einigkeit haben, dass es aufs Timing ankommt, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter.

Ich habe von fast gesprochen. Und auch nicht besser, das ist es für mich wirklich IMMER. Aber fast immer finanziell günstiger.

WasDennNun

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« Antwort #3986 am: 11.11.2022 17:47 »

Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.

Nein, diese Risiken bei Immobilien wie Flüchtlingsunterkünfte, Verkehrsstrecken, Kitas, etc. zerstreuen sich im Gesamtmarkt, sind randstänig. Ähnlich hoch dürften die Risiko bei Finanzinvestitionen, ich denke eher höher, sein (Nepper, Schlepper, Bauernfänger, eigene Dummheit, etc.)

Und was soll dieser Klumpen immer? Man kann ja Eigentum haben und zudem am Finanzmarkt unterwegs sein. Möglicherweise nach Verkauf der Immobilie ab 60 mit weit höheren Beträgen als sich andere träumen lassen dürften.
Der Klumpenrisiko Spruch kommt von der Seite; https://lazyinvestors.de/mieten-oder-kaufen-rechner/

Immobilien sind nun mal wirklich Klumpen: Sie sind gross, man kann sie anfassen, drin wohnen ....
Der einzige Unterschied zwischen nem Finanzmarktinvest und einer Immobilie:

Das ein kann man mit Glück in einer Sekunde verkaufen, dass andere dauert wesentlich länger.

Die Risiken die man haben kann? sehe ich gleich gross an.
Da kann man so ein golden Egg wie Yahoo im Nest haben und Schwups ist der Borkenkäfer im Gebälg

WasDennNun

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« Antwort #3987 am: 11.11.2022 17:51 »
Ich habe von fast gesprochen. Und auch nicht besser, das ist es für mich wirklich IMMER. Aber fast immer finanziell günstiger.
Also Immobilieninvest ist immer besser und fast immer rentabler.

War das ist jetzt deine Aussage?

Ramirez

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3988 am: 11.11.2022 19:23 »
...
Meine besten Freunde sind beides Führungskräfte in der freien Wirtschaft (einer beim Zulieferer eines großen Autoherstellers, Freundin Führungskraft in einem Chemieunternehmen) und die können sich an ihrem Wohnort nur mit den Gehältern und angespartem, ohne möglichen Erb-Zuschuss der Eltern, kein EFH leisten.

Dann sind es keine Führungskräfte, eher Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, eine Führungskraft erkennt wenn etwas sinnlos ist und ändert es.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3989 am: 12.11.2022 08:12 »
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Meine besten Freunde sind beides Führungskräfte in der freien Wirtschaft (einer beim Zulieferer eines großen Autoherstellers, Freundin Führungskraft in einem Chemieunternehmen) und die können sich an ihrem Wohnort nur mit den Gehältern und angespartem, ohne möglichen Erb-Zuschuss der Eltern, kein EFH leisten.

Dann sind es keine Führungskräfte, eher Mitarbeiter mit Personalverantwortung und Weisungsbefugnis, eine Führungskraft erkennt wenn etwas sinnlos ist und ändert es.
+1
letztes Jahr konnte man noch locker eine 600k Bude für 1-2k monatliche Belastung kaufen, wenn dass schon eine zu hohe Belastung ist…..