Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489250 times)

TVWaldschrat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3975 am: 11.11.2022 11:55 »
Man hat ein Produkt und nutzt es. Dann kommt jemand und besitzt dieses Produkt und will es verleihen. Es liegt in der Natur der Sache, das das Produkt dann für den Nutzer teurer ist.
Schau Dir mal die langfristigen Eigenkapitalrenditen selbstgenutzter Immobilien an. Die sind jahrelang negativ gewesen.

Fun fact: Je reicher das Land, desto geringer die Hauseigentümerquote. :)

Eigentumsquote Norwegen: 80 Prozent. Da verhungern die Leute offensichtlich reihenweise auf der Straße.

In Norwegen schien es nach dem Wert aber auch etwas anders abzulaufen als in Deutschland bisher. Wobei sich dort ein wenig was zu ändern scheint:
https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/oslo-ist-der-nordische-traum-vom-eigenheim-bald-ausgetraeumt/#:~:text=Einen%20Abschluss%20machen%2C%20einen%20Job,Eigentumsquoten%20im%20europ%C3%A4ischen%20Vergleich%20verzeichnete.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3976 am: 11.11.2022 12:10 »
Man hat ein Produkt und nutzt es. Dann kommt jemand und besitzt dieses Produkt und will es verleihen. Es liegt in der Natur der Sache, das das Produkt dann für den Nutzer teurer ist.
Schau Dir mal die langfristigen Eigenkapitalrenditen selbstgenutzter Immobilien an. Die sind jahrelang negativ gewesen.

Fun fact: Je reicher das Land, desto geringer die Hauseigentümerquote. :)

Ich brauch kein reiches Land, ich brauch reiche Bürger.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3977 am: 11.11.2022 12:20 »

Und dieses Narrativ, das Medien und Politiker derzeit stets bemühen, ist Quatsch. Selbstverständlich haben Leistungsträger und Menschen in qualifizierten Berufen ebenfalls aufgrund der Inflation zu kämpfen. Als ob Durchschnitts- und Gutverdiener in den vergangenen Jahren nicht gewusst hätten wohin mit dem vielen Geld, das dann einfach auf dem Sparbuch abgelegt und vergessen wurde. Wenn ich die Einzahlungen in meine private Altersvorsorge um 12 Prozent reduzieren muss oder auf einmal die Immobilienfinanzierung wackelt, dann sind das tiefgreifende Einschnitte in die Lebensqualität und Lebensplanung. Aber das wird vollkommen ausgeklammert, was die "Hilfspakete", die sich nahezu auf die Unterstützung ungebildeter oder nicht-arbeitender Menschen beschränken, deutlich unterstreichen. Zumindest hat Lindner nun durchgeboxt, dass der kalten Progression entgegengewirkt wird, das sind zumindest mal ein paar Brotkrumen.

Das Schlimme ist, dafür muss man den Gelben noch dankbar sein. Rot, Grün und auch die Schwarzen hätten vermutlich wieder nur das Harz4 und Wohngeld Klientel bedacht.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3978 am: 11.11.2022 12:37 »
es sind aber 4% und das EK hat ja auch eine potentielle Verzinsung.
Sind derzeit meinst du, oder? Waren letztes Jahr 2% : Wohnung in Berlin die ich für meinem Bruder, 90% Finanzierung mit 30 Jahrenlaufzeit gekümmert habe. vorher Kaltmiete 800 jetzt 1200 Belastung, dafür keine Sorge mehr rausgeschmissen zu werden (ist ihn nämlich passiert, aus seiner 450€ Mietsbude)
Vorher hat es sich für ihn nicht gelohnt auf Eigenheim umzusteigen, letztes Jahr schon (besserer kalkulierte Rendite, plus Sicherheit) ->und zum Glück! gerade noch rechtzeitig, obwohl miese Teuer diese Buden da.
Jetzt wäre es eher keine Geschäft, da höherer Zins

Also ist Eigenheim wie ETF alles nur eine Frage des Timings.


DiVO

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3979 am: 11.11.2022 12:56 »
es sind aber 4% und das EK hat ja auch eine potentielle Verzinsung.
Sind derzeit meinst du, oder? Waren letztes Jahr 2% : Wohnung in Berlin die ich für meinem Bruder, 90% Finanzierung mit 30 Jahrenlaufzeit gekümmert habe. vorher Kaltmiete 800 jetzt 1200 Belastung, dafür keine Sorge mehr rausgeschmissen zu werden (ist ihn nämlich passiert, aus seiner 450€ Mietsbude)
Vorher hat es sich für ihn nicht gelohnt auf Eigenheim umzusteigen, letztes Jahr schon (besserer kalkulierte Rendite, plus Sicherheit) ->und zum Glück! gerade noch rechtzeitig, obwohl miese Teuer diese Buden da.
Jetzt wäre es eher keine Geschäft, da höherer Zins

Also ist Eigenheim wie ETF alles nur eine Frage des Timings.

Wer sich in den letzten fünf Jahren kein Eigenheim leisten konnte, wollte es entweder nicht oder verdient tatsächlich unterirdisch.

Wir haben vor drei Jahren eine 100% Finanzierung gemacht mit 1,45 % mit 30-jähriger Zinsbindung. Dazu gabs vom Freistaat Bayern und vom Bund noch 25.000 Euro als nachweisfreie Förderung on top. Was will man mehr?

Das Problem am Eigenheim in Deutschland ist, dass jeder unbedingt sein Traumhaus möchte und das Haus ist die bestmögliche Ausstattung haben muss auf 150 m2 mit Doppelgarage. Wenn die Leute sich das gleiche kaufen würden wie sie aktuell zur Miete bewohnen, dann würde es auch heute viel häufiger mit einer eigenen Immobilie klappen.

Hugo Stieglitz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3980 am: 11.11.2022 12:57 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3981 am: 11.11.2022 13:04 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker. Wieviele Miethäuser gibt es denn mit 160 m2?

Hugo Stieglitz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3982 am: 11.11.2022 13:19 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker. Wieviele Miethäuser gibt es denn mit 160 m2?
Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3983 am: 11.11.2022 13:44 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.
Wie ich schon darlegte, es ist eine Frage des Timings.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3984 am: 11.11.2022 13:46 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker.
Nein, das ist auch eine Frage des Timings.
Wie es sich bei meinem Bruderbeispiel oben zeigte.
Die Wohnungen haben sich nicht grundsätzlich voneinander unterschieden.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3985 am: 11.11.2022 13:50 »
Natürlich, dafür sind die Sachlagen ja auch zu verschieden.

Ist halt auch die Frage, welches Produkt man nimmt. Würde man die Mietimmobilien in der Größe nehmen wie die Immobilien wäre aber wohl immer die Immobilie renditestärker. Wieviele Miethäuser gibt es denn mit 160 m2?
Absolut, es gibt keine Standard-60qm-Wohnung. Aber selbst wenn man sich nicht vergrößert, hat man Instandhaltungs-, Kaufneben- und Betriebskosten sowie ein Klumpenrisiko. Baut einer eine Flüchtlingsunterkunft vor Dein Haus, war's das mit der Rendite. Es verschiebt die Chance auf eine bessere Rendite sicherlich etwas aber bei dem anstehenden demographischen Wandel und dem Klumpenrisiko, ist risikobereinigt die Rendite immer noch schlecht, gemessen an dem was man einsetzen muss, um sie überhaupt zu bekommen.
Das erfreuliche bei Immobilien ist, dass man da günstig an Geld rankommt, besagte Eigenkapital Renditen bei meinen 11O% und 100% finanzierten Objekten möchte ich lieber nicht ausrechnen.

Hugo Stieglitz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3986 am: 11.11.2022 14:13 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.
Wie ich schon darlegte, es ist eine Frage des Timings.
Dann sind wir uns ja einig, dass es nicht immer besser ist, gelle? BAT sagte ja zunächst, dass kaufen immer besser als mieten ist. Wenn wir jetzt Einigkeit haben, dass es aufs Timing ankommt, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3987 am: 11.11.2022 14:49 »

https://www.gerd-kommer-invest.de/wp-content/uploads/2016-Kommer-Mieten-oder-kaufen-V17.pdf
Ab Seite 9.

Seite 26 ;)

Nein, ernsthaft. Ein Investmenttyp rechnet mir vor, dass man auf Eigentum besser verzichtet und ein Investment macht?
Nun ja, es zählen Zahlen, Daten, Fakten. Einem Honorarberater vertraue ich da mehr, als dem Provisionsverkäufer der Spasskass. Es müssten sich ja irgendwo Daten finden lassen, die Deine Aussage, dass  grundsätzlich mieten teurer als kaufen ist, belegen.

Ich will hier niemandem das Eigenheim madig machen. Persönlich finde ich eine Investition in das eigene Wohlbefinden, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. In Einzelfällen kann es auch eine richtig gute Investition sein. Dies aber als ökonomisch grundsätzlich als beste Investition zu verkaufen, geht leider oft an der Realität vorbei.
Wie ich schon darlegte, es ist eine Frage des Timings.
Dann sind wir uns ja einig, dass es nicht immer besser ist, gelle? BAT sagte ja zunächst, dass kaufen immer besser als mieten ist. Wenn wir jetzt Einigkeit haben, dass es aufs Timing ankommt, dann sind wir ja schon einen Schritt weiter.
Absolut.
Es geht doch immer drum Chancen zu nutzen.
Ob Aktien oder Eigenheim oder Betongold
Die Frage ob
Miete und ETF vs Eigenheim
die bessere Anlagestrategie ist, ist halt nur an konkreten Objekten und Zeitpunkten vergleichbar.
Sonst ist es Milchmädchen gerechne vs Appel un Birn

Mein Bruderbeispiel ist da ein Paradebeispiel.
Und wer eine 600k teures Haus für 1000 mieten kann, der muss andere Gründe haben es zu kaufen, die aktuelle Renditekalkulation kann es nicht sein.

Schokobon

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3988 am: 11.11.2022 16:12 »
Möglicherweise interessieren sich manche Menschen nicht für die Rendite.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #3989 am: 11.11.2022 16:26 »
Möglicherweise interessieren sich manche Menschen nicht für die Rendite.
Absolut korrekt!
bzw. berechnen diese anders.
Wenn man nen Haus am See hat und darauf abfährt, dann ist man evtl. bereit für diese tägliche Lebensfreude auf zweistellige Renditen zu verzichten  ;D
Oder innerstädtisch zu leben und trotzdem einen unverbaubaren Blick ins Grüne zu haben.

Rendite: 100€ pro Stunde mit grinsen im Gesicht?  ;D