Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 706770 times)

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4365 am: 27.11.2022 14:20 »
Das erklärt einiges.

Klins Kauski

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4366 am: 27.11.2022 15:03 »
Das erklärt einiges.

Offtopic: Ich muss mir direkt mal wieder Motzki anschauen.

cyrix42

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4367 am: 27.11.2022 16:44 »
Tja.., der Tarifabschluss der Metaller und der Vwler sind keine gute Ausgangsbasis für uns.
Round about 2022 Inflationsrate 10%.
Ca. 7% in 2023.
Ca. und das ist von uns nur geschätzt ...mickrige 5% in 2024.
Ergibt 22% Inflationsrate..

Also unter den Annahmen an die Entwicklung der Inflationsrate ergibt sich eher eine Teuerung von 23,6% von 2024 gegenüber 2021...

Nur so am Rande.

Neipotz

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4368 am: 28.11.2022 06:34 »
Tja.., der Tarifabschluss der Metaller und der Vwler sind keine gute Ausgangsbasis für uns.
Round about 2022 Inflationsrate 10%.
Ca. 7% in 2023.
Ca. und das ist von uns nur geschätzt ...mickrige 5% in 2024.
Ergibt 22% Inflationsrate..

Also unter den Annahmen an die Entwicklung der Inflationsrate ergibt sich eher eine Teuerung von 23,6% von 2024 gegenüber 2021...

Nur so am Rande.

Nur mal so am Rande, die Inflationswerte sind Nettowerte. Mit der Tariferhöhung erhalten wir eine Bruttoerhöhung. Heißt von selbst 10 Prozent p.a. bleiben höchstens 5 bis 6 über. Demnach wird der Reallohnverlust ohnehin riesig ausfallen. Selbst bei guten Ergebnissen.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4369 am: 28.11.2022 06:57 »
Tja.., der Tarifabschluss der Metaller und der Vwler sind keine gute Ausgangsbasis für uns.
Round about 2022 Inflationsrate 10%.
Ca. 7% in 2023.
Ca. und das ist von uns nur geschätzt ...mickrige 5% in 2024.
Ergibt 22% Inflationsrate..

Also unter den Annahmen an die Entwicklung der Inflationsrate ergibt sich eher eine Teuerung von 23,6% von 2024 gegenüber 2021...

Nur so am Rande.

Nur mal so am Rande, die Inflationswerte sind Nettowerte. Mit der Tariferhöhung erhalten wir eine Bruttoerhöhung. Heißt von selbst 10 Prozent p.a. bleiben höchstens 5 bis 6 über. Demnach wird der Reallohnverlust ohnehin riesig ausfallen. Selbst bei guten Ergebnissen.

Laut dem Rechner hier, steigt der Nettolohn bei einer E7 ungefähr um 8 Prozent.

Alfi

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4370 am: 28.11.2022 09:05 »
Tja.., der Tarifabschluss der Metaller und der Vwler sind keine gute Ausgangsbasis für uns.
Round about 2022 Inflationsrate 10%.
Ca. 7% in 2023.
Ca. und das ist von uns nur geschätzt ...mickrige 5% in 2024.
Ergibt 22% Inflationsrate..

Also unter den Annahmen an die Entwicklung der Inflationsrate ergibt sich eher eine Teuerung von 23,6% von 2024 gegenüber 2021...

Nur so am Rande.

Nur mal so am Rande, die Inflationswerte sind Nettowerte. Mit der Tariferhöhung erhalten wir eine Bruttoerhöhung. Heißt von selbst 10 Prozent p.a. bleiben höchstens 5 bis 6 über. Demnach wird der Reallohnverlust ohnehin riesig ausfallen. Selbst bei guten Ergebnissen.


Das hatten wir hier schon mal.

Es kommt natürlich auf die Steuerklasse an, Kirchensteuer ja/nein und ob man ggf. über der Beitragsbemessungsgrenze liegt etc.
Bei mir wären 10 % Brutto ca. 8,5 % Netto.


BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4371 am: 28.11.2022 09:35 »
Ich habe schon irgendwas extra auf der Gehaltsabrechnung, weiß aber nicht was es ist:

JLL Auf. Urlaub Tag 01.09.22 - 30.09.22 9,67 X * 9,00 Tg

Hä?


Freizeitkicker

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4372 am: 28.11.2022 09:42 »
Hallo BAT,

Es handelt sich um den Urlaubsaufschlag.
Du hast im Juli 9 Tage Urlaub genommen und erhältst einen Ausgleich für die unständigen Bezügebestandteile  :D
Hier der entsprechende Passus von Haufe.

Ist der Mitarbeiter gewöhnlich im Schichtdienst, Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaftsdienst eingesetzt, so erhält er für tatsächlich geleistete Dienste Zeitzuschläge und Bereitschaftsdienst-/Rufbereitschaftsvergütung.

Während des Urlaubs oder einer Arbeitsunfähigkeit kann der Mitarbeiter diese Vergütungsbestandteile nicht erwirtschaften.

Als Ausgleich hierfür erhält er für jeden Urlaubs-/Krankheitstag einen Aufschlag.

Der Aufschlag beträgt 108 % des Tagesdurchschnitts der sog. unständigen Bezügebestandteile des vorangegangenen Kalenderjahres (§ 47 Abs. 2 Unterabs. 2 BAT).

Während für die Zahlung von Grundvergütung, Ortszuschlag und Zulagen das sog. Lohnausfallprinzip gilt, orientiert sich der Aufschlag am sog. Referenzprinzip, knüpft also an Durchschnittszahlungen in der Vergangenheit an.

Der Urlaubsaufschlag ist gemäß § 36 Abs. 1 Unterabs. 2 S. 2 und 3 BAT zeitversetzt im übernächsten Monat auszuzahlen. Daraus folgt, dass die Urlaubsvergütung in "zwei Etappen" gezahlt wird: Im Urlaubsmonat selbst erhält der Arbeitnehmer die Vergütung und die in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen als Teil der Urlaubsvergütung, der Urlaubsaufschlag wird dann im übernächsten Monat nach dem Urlaub ausgezahlt.

3.2.1 Unständige Bezügebestandteile
Zu den "unständigen Bezügebestandteilen" gehören

die nicht in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen (z.B. Erschwerniszulagen, die tageweise bezahlt werden)
die Zeitzuschläge für Sonntags-, Feiertags-, Vorfesttags-, Samstags- und Nachtarbeit (Der frühere Ausschluss der Zeitzuschläge für Nachtarbeit war unzulässig, vgl. – 8 AZR 404/87)
die Überstundenvergütungen und die Zeitzuschläge für Überstunden
die Mehrarbeitsstundenvergütungen für Teilzeitbeschäftigte
die Vergütungen für Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaften,
des vorangegangenen Kalenderjahres.

Grüße der Freizeitkicker

BAT

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4373 am: 28.11.2022 09:50 »
Danke Freizeitkicker, da bin ich schon etwas schlauer. Obwohl ich die Regelung - zumindest für meinen Fall - nicht für so ganz logisch halte.  ;)

Ich bin erst dieses Jahr mit der Bereitschaft angefangen.

cyrix42

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4374 am: 28.11.2022 10:05 »
die Inflationswerte sind Nettowerte. Mit der Tariferhöhung erhalten wir eine Bruttoerhöhung. Heißt von selbst 10 Prozent p.a. bleiben höchstens 5 bis 6 über. Demnach wird der Reallohnverlust ohnehin riesig ausfallen. Selbst bei guten Ergebnissen.

Da vergleichst du wieder Äpfel mit Birnen. Für dich relevant ist doch, um wie viel sich durch das Tarif-Ergebnis dein Netto-Lohn verändert. Also musst du den Netto-Lohn vorher mit dem nachher vergleichen. Und die  Nettolähne entwickeln sich -- bei Berücksichtigung der Steuersenkungen zur Abschaffung der kalten Progression -- ziemlich analog wie die Brutto-Löhne.

Der Fehler, den du hier machst, wenn du von der Lohnerhöhung Steuern und Abgaben abrechnest, ist, den Betrag der Netto-Lohn-Steigerung nicht relativ zum alten Netto-Lohn, sondern zum alten Brutto-Lohn zu setzen. Das ist aber ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen...

StefanJK

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4375 am: 28.11.2022 10:48 »
Meint ihr in der aktuellen Verhandlung wird nochmal an der Eingruppierung der IT gedreht? Die weicht ja deutlich von der Wirtschaft ab und Stellen sind kaum noch zu besetzen. Hab da was über keinen Kollegen der in der Gewerkschaft ist gehört.

Zweite Frage welche Gewerkschaft (keine Verdi) wäre den für IT im öD die richtige?

Kat

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4376 am: 28.11.2022 10:59 »
Also im Jobcenter kommen die 50% schon hin und es wird immer schlimmer seit der illegalen masseneinwanderung ab 2015. das neue Bürgergeld wird die Situation noch  weiter verschärfen. Mittlerweile ist es fast untragbar dort noch zu arbeiten. Nunja, ich schätze auf 6 Prozent und 1500 einmalig. Mehr sind wir den korrupten nicht wert.

welche illegale Masseneinwanderung? Wo sind die?

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4377 am: 28.11.2022 11:06 »
Meint ihr in der aktuellen Verhandlung wird nochmal an der Eingruppierung der IT gedreht? Die weicht ja deutlich von der Wirtschaft ab und Stellen sind kaum noch zu besetzen. Hab da was über keinen Kollegen der in der Gewerkschaft ist gehört.

Zweite Frage welche Gewerkschaft (keine Verdi) wäre den für IT im öD die richtige?
Da kommt doch die Aussage:
Wir müssen erstmal abwarten wie die gehaltssteigernden Änderungen in der EGO vom letztem Jahr die Situation entspannt. 8)

Wie ist eigentlich die tarifliche Eingruppierung in der Wirtschaft, hast du da irgendwelche Infos?

Rene

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4378 am: 28.11.2022 11:37 »
Danke Freizeitkicker, da bin ich schon etwas schlauer. Obwohl ich die Regelung - zumindest für meinen Fall - nicht für so ganz logisch halte.  ;)

Ich bin erst dieses Jahr mit der Bereitschaft angefangen.

Es wird nach veränderlichen Entgeltbestandteilen in den letzten 90 Tagen geguckt.
Hattest du bspw. eine Woche Rufbereitschaft im genannten Vorurlaubszeitraum sollte in dem Fall folgende Rechnung stattgefunden haben: 18 (2 Stunden- je Tag Mo-Fr, 4 Stundenentgelte Sa+So) * individueller Stundensatz (nehmen wir 30€) = 540€ geteilt durch die 90 Tage würden 6€ je Urlaubs- bzw. Krankentag ergeben.
Ausgezahlte Einsatzzeiten würden ebenfalls hinzugerechnet werden.

Silentgalaxy

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #4379 am: 28.11.2022 11:44 »
Also im Jobcenter kommen die 50% schon hin und es wird immer schlimmer seit der illegalen masseneinwanderung ab 2015. das neue Bürgergeld wird die Situation noch  weiter verschärfen. Mittlerweile ist es fast untragbar dort noch zu arbeiten. Nunja, ich schätze auf 6 Prozent und 1500 einmalig. Mehr sind wir den korrupten nicht wert.

welche illegale Masseneinwanderung? Wo sind die?

In Deutschland.