Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236952 times)

Pädi07

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #855 am: 27.06.2022 09:38 »
Warum sollte es im TVöD anders sein als im TV-L? Auch hier gab es eine Einmalzahlung und eine prozentuale Nullrunde.

Romsen

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #856 am: 27.06.2022 09:50 »
Warum sollte es im TVöD anders sein als im TV-L? Auch hier gab es eine Einmalzahlung und eine prozentuale Nullrunde.

komplett andere Situation und Vorzeichen.

Bzgl. "wie wird das Geld innerhalb der Tabelle aufgeteilt".

War wieder im ver.di Intranet unterwegs und einfach mal im dortigen Forum eine ähnlich gelagerte Diskussion gestartet: "Gute einkommen wie der der oberen EG können diese Belastungen durchaus selber tragen".

Bzgl. Arbeiterlosigkeit/Fachkräftemangel:" Haben doch immer noch 2 Millionen Arbeitslose"

Bzgl. Entlohnung zur Gesamtwirtschaft:" Naja, der öD verdient schon gut. Im Einzelhandel, Druck etc. sieht es ganz anders aus."

War selbst mir zu doof. 

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #857 am: 27.06.2022 09:54 »
Warten wir doch erstmal die "konzentrierte Aktion" ab. Danach sind wir auf jeden Fall schlauer und auch dümmer!

Pädi07

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #858 am: 27.06.2022 09:56 »
Und wie genau stellen sie sich dar, diese "komplett andere Situation und Vorzeichen."?

Silentgalaxy

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #859 am: 27.06.2022 10:31 »
Das Volumen der Erhöhungen scheint ja vorgegeben, fraglich ist also, auf wen sich das Füllhorn ergießt. Ich denke schon, dass 8 Prozent reale Erhöhung drin sind, aber unter der Bedingung, dass es ab 9b nur 1 bis 2 Prozent sein werden.

Na ja, die Steuer ist ja jetzt niedriger, und das rückwirkend ab Januar, läuft.

1-2 Prozent ab 9b. LOL. Dann melde ich mich das restliche Jahr krank.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #860 am: 27.06.2022 10:37 »
Das Volumen der Erhöhungen scheint ja vorgegeben, fraglich ist also, auf wen sich das Füllhorn ergießt. Ich denke schon, dass 8 Prozent reale Erhöhung drin sind, aber unter der Bedingung, dass es ab 9b nur 1 bis 2 Prozent sein werden.

Na ja, die Steuer ist ja jetzt niedriger, und das rückwirkend ab Januar, läuft.

1-2 Prozent ab 9b. LOL. Dann melde ich mich das restliche Jahr krank.
und warum nicht jetzt schon, wenn du doch krank bist. :-X

Yasper

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #861 am: 27.06.2022 10:42 »
Wovon träumt Ihr Nachts? Ihr meint wirklich Verdi fordert mehr als 6%? Nie im Leben.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #862 am: 27.06.2022 10:59 »
Du hast den Sockelbetrag vergessen!

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #863 am: 27.06.2022 11:45 »
Wovon träumt Ihr Nachts? Ihr meint wirklich Verdi fordert mehr als 6%? Nie im Leben.
Es wird zweistellig gefordert werden.

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #864 am: 27.06.2022 11:46 »
Forderung von 15% wird es nicht geben, das ist doch Wunschdenken.
Werden denke ich max. 12% fordern und einigen wird man sich auf 6% mit zwei Jahren Laufzeit sowie einer Einmalzahlung von 500€

Das ist das Worst-Case-Szenario. Das gerade noch vorstellbare Best-Case-Szenario sind die identischen Werte bei 18 Monaten Laufzeit. Aber um sich diese Zahlen rauszuquetschen müssen ja noch die obligatorischen Nächte durch "verhandelt" werden, bis dann endlich der weiße Rauch aus der Verdi-Zentrale steigt und sich alle gegenseitig auf die Schulter klopfen.

Flying

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #865 am: 27.06.2022 12:29 »
Wovon träumt Ihr Nachts? Ihr meint wirklich Verdi fordert mehr als 6%? Nie im Leben.

Bei diesen ganzen Ausssagen würde mich ja interessieren, wer von den Usern hier auch Mitglied bei Ver.di ist.

BATKFMaui

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #866 am: 27.06.2022 12:40 »
Meine Prognose: ver.di steigt mit der Forderung 5,8 % ein und liefert sogleich Argumente, warum die AG Seite dies auf gar keinen Fall bezahlen werden muß. ( Sicherer Arbeitsplatz; Krieg, leere Kassen...) Dann finden nach je 12 belegten Schnittchen eine Einigungen statt: 2,5 % bis Ende 2023 und  2,6 % bis 31.Juni 2025! 0,5 Std. längere wöchentlich Arbeitszeit und die kapitalstisch anmutenden Vgr. ab E11 und höher erhalten nur noch 33% Einmal-zahlung. 
LG

Amiga

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #867 am: 27.06.2022 12:42 »
Nicht nur das. Ich kenne auch keine "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf Sozialleistungen abseits Kindergeld hätte. Muss ein ziemlich schlechter Artikel sein.

Kindergeld ist keine Sozialleistung. Das wird zwar wiederkehrend behauptet, ist aber dennoch falsch.

Nunja TVÖD 8/3 Lohnsteuerklasse 3 sind wir bei 2400€ knapp. Dazu kommt Kindergeld in Höhe von 670€ Plus Elterngeld in Höhe von 400€. Miete beläuft sich in Düsseldorf bei knapp 90 m2 auf 1400€ ( Mieterhöhung steht noch aus)plus Nebenkosten auf mittlerweile 300€. 1700€ also nur Wohnkosten. Kitabeitrag in DD für unter 3 jährige: 225€ plus Essensgeld Höhe 60€. Bleiben genau etwas über 1400€ übrig. Davon muss Telefon&internet, Versicherungen etc. Bezahlt werden. Also 200€ sind wir über den Regelbedarf. Ich gehe also für 200€ mehr 39 Stunden pro Woche arbeiten

Ich bin ja ganz bei dir, dass es äußerst unzufrieden macht, wenn man sein Leben durchrechnet. Andere legen die Beine hoch und haben bei deutlich weniger Stress kaum weniger Geld zum Ausgeben. Einfach frech und dreist. Andererseits kann ich dir sagen, dass man für einen Kita-Platz in einer mir bekannten Kommune in Brandenburg 470 Euro (Krippe) bezahlt plus Essensgeld versteht sich. Die Mieten liegen vergleichbar auf ähnlichem Niveau.

In Berlin wiederum zahlst du Null Komma Nix für die Betreuung. Es ist zum Heulen. Und dann hast du noch die ganzen Möchtegern-Umverteiler, die einem erzählen, dass Deutschland so reicht und unfassbar groß ist. Da geht also noch was.

BTW: Hat sich denn der Flüchtlingsrat schon gemeldet, falls die armen Schlauchbootpaddler im Winter frieren? Die sind ja doch ein ganz anderes warmes Klima gewohnt. Die ukrainischen Flüchtlinge sind diesem ja egal, denn die haben die falsche Hautfarbe und sind durch kalte Winter abgehärtet. Jaja...

Verdi soll nicht mehr als 2% fordern, weil sonst die Kohle nicht mehr reicht für die ganzen Umverteilungspläne.  >:(
Es heißt übrigens bald nicht mehr "Deutscher", sondern "maximal besteuerte und geduldete Altlast ohne Migrationshintergrund".

Amiga

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #868 am: 27.06.2022 12:45 »
Wovon träumt Ihr Nachts? Ihr meint wirklich Verdi fordert mehr als 6%? Nie im Leben.

Bei diesen ganzen Ausssagen würde mich ja interessieren, wer von den Usern hier auch Mitglied bei Ver.di ist.

War ich einmal tatsächlich. Nachdem die für die IT-ler nichts gemacht haben, spare ich mir die Kohle. Das sind eh Steineschmeißer und Förderer linker Wirtschaftstheorien.
Es heißt übrigens bald nicht mehr "Deutscher", sondern "maximal besteuerte und geduldete Altlast ohne Migrationshintergrund".

BATKFMaui

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #869 am: 27.06.2022 13:11 »
Nicht nur das. Ich kenne auch keine "Normalverdiener"-Familie, die irgendeinen Anspruch auf Sozialleistungen abseits Kindergeld hätte. Muss ein ziemlich schlechter Artikel sein.

Kindergeld ist keine Sozialleistung. Das wird zwar wiederkehrend behauptet, ist aber dennoch falsch.

Nunja TVÖD 8/3 Lohnsteuerklasse 3 sind wir bei 2400€ knapp. Dazu kommt Kindergeld in Höhe von 670€ Plus Elterngeld in Höhe von 400€. Miete beläuft sich in Düsseldorf bei knapp 90 m2 auf 1400€ ( Mieterhöhung steht noch aus)plus Nebenkosten auf mittlerweile 300€. 1700€ also nur Wohnkosten. Kitabeitrag in DD für unter 3 jährige: 225€ plus Essensgeld Höhe 60€. Bleiben genau etwas über 1400€ übrig. Davon muss Telefon&internet, Versicherungen etc. Bezahlt werden. Also 200€ sind wir über den Regelbedarf. Ich gehe also für 200€ mehr 39 Stunden pro Woche arbeiten

Ich bin ja ganz bei dir, dass es äußerst unzufrieden macht, wenn man sein Leben durchrechnet. Andere legen die Beine hoch und haben bei deutlich weniger Stress kaum weniger Geld zum Ausgeben. Einfach frech und dreist. Andererseits kann ich dir sagen, dass man für einen Kita-Platz in einer mir bekannten Kommune in Brandenburg 470 Euro (Krippe) bezahlt plus Essensgeld versteht sich. Die Mieten liegen vergleichbar auf ähnlichem Niveau.

In Berlin wiederum zahlst du Null Komma Nix für die Betreuung. Es ist zum Heulen. Und dann hast du noch die ganzen Möchtegern-Umverteiler, die einem erzählen, dass Deutschland so reicht und unfassbar groß ist. Da geht also noch was.

BTW: Hat sich denn der Flüchtlingsrat schon gemeldet, falls die armen Schlauchbootpaddler im Winter frieren? Die sind ja doch ein ganz anderes warmes Klima gewohnt. Die ukrainischen Flüchtlinge sind diesem ja egal, denn die haben die falsche Hautfarbe und sind durch kalte Winter abgehärtet. Jaja...

Verdi soll nicht mehr als 2% fordern, weil sonst die Kohle nicht mehr reicht für die ganzen Umverteilungspläne.  >:(

Zu Berlin und KiTa-gebühren: : Sie bezahlen doppelt. Dann die RRGIIINNNEEENNN in Berlin verschenken das Geld, welches sie durch den Steuerzahler der "Geberländer" zum Verpulvern erhalten!