Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 236363 times)

veeam

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 129
  • Karma: +35/-148
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2445 am: 22.09.2022 12:21 »
Ich glaube er würde mit Claudia Roth Junimond singen...

Alles ist besser als Layla

was_guckst_du

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,801
  • Karma: +702/-1594
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2446 am: 22.09.2022 15:03 »
..ich glaube, er wäre über 30 Jahre älter und würde die Welt nicht mehr verstehen...und ich glaube  mit einer Claudia Roth hätte er nichts mehr am Hut
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

TVöDler2022

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 9
  • Karma: +0/-3
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2447 am: 22.09.2022 17:40 »
Nun, M.E. ist es unbedeutend, ob und wie viel ich / Familie "entlastet" werde! Denn letzendlich ist es immer mein / unser Steuergeld! Erhalte ich hier ein paar Euro, fehlen diese dann da und dort! Das Gemeinwohl und das "Europa-Wohl" wird so oder so mit Steuergelder finanziert! Einzig eine Modifikation der Prioritäten könnte Abhilfe leisten!
Ach du meinst die Subventionen? Auf viele Subventionen kann man getrost verzichten. Wie z.b 7% MwSt auf Bücher und Zeitschriften, Personennahverkehr, Tickets für ein Konzert sowie Theater oder Museen, lebende Tiere und Hotelübernachtungen sowie schnittblümchen.

Übrigens 0% gilt für umsatzsteuerfreie Dienstleistungen und Waren. Hierunter fallen beispielsweise Versicherungen, Kreditvermittlungen, See- und Luftverkehr, innergemeinschaftliche Lieferungen und Auslandslieferungen.

Versicherungen zahlen dafür Versicherungssteuer und die geht sicherlich auch an den Staat - schau dir dazu mal deine Rechnungen an (bzw. im Kleingedruckten, manchmal auch nur als Erläuterung auf der Rückseite der Rechnung).

Emmi87

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 76
  • Karma: +11/-46
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2448 am: 22.09.2022 21:05 »
Nun, M.E. ist es unbedeutend, ob und wie viel ich / Familie "entlastet" werde! Denn letzendlich ist es immer mein / unser Steuergeld! Erhalte ich hier ein paar Euro, fehlen diese dann da und dort! Das Gemeinwohl und das "Europa-Wohl" wird so oder so mit Steuergelder finanziert! Einzig eine Modifikation der Prioritäten könnte Abhilfe leisten!
Ach du meinst die Subventionen? Auf viele Subventionen kann man getrost verzichten. Wie z.b 7% MwSt auf Bücher und Zeitschriften, Personennahverkehr, Tickets für ein Konzert sowie Theater oder Museen, lebende Tiere und Hotelübernachtungen sowie schnittblümchen.

Übrigens 0% gilt für umsatzsteuerfreie Dienstleistungen und Waren. Hierunter fallen beispielsweise Versicherungen, Kreditvermittlungen, See- und Luftverkehr, innergemeinschaftliche Lieferungen und Auslandslieferungen.

Versicherungen zahlen dafür Versicherungssteuer und die geht sicherlich auch an den Staat - schau dir dazu mal deine Rechnungen an (bzw. im Kleingedruckten, manchmal auch nur als Erläuterung auf der Rückseite der Rechnung).

Provision auf Versicherungsvermittlung ? Ist wohl steuerfrei.

Kaiser80

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,113
  • Karma: +259/-932
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2449 am: 22.09.2022 21:11 »
Neben qualifizierten Finanz- und Fiskalpolitikern gibt's sogar pfiffige Steuerberater hier. Wahnsinn

TVWaldschrat

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 187
  • Karma: +21/-69
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2450 am: 22.09.2022 21:14 »
Neben qualifizierten Finanz- und Fiskalpolitikern gibt's sogar pfiffige Steuerberater hier. Wahnsinn

Und trotzdem sind alle im öD angestellt. Irre.

Babbe1986

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 23
  • Karma: +1/-41
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2451 am: 22.09.2022 21:56 »
Ich glaube er würde mit Claudia Roth Junimond singen...

Alles ist besser als Layla

Cordula Grün :D

Emmi87

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 76
  • Karma: +11/-46
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2452 am: 22.09.2022 22:35 »
Neben qualifizierten Finanz- und Fiskalpolitikern gibt's sogar pfiffige Steuerberater hier. Wahnsinn

Was der öffentlichedienst so kann, reste Rampe ÖD

teclis22

  • Full Member
  • ***
  • Beiträge: 181
  • Karma: +28/-107
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2453 am: 23.09.2022 09:18 »


Was der öffentlichedienst so kann, reste Rampe ÖD

Wir sind keine Rest-Rampe ! Wie sind die Reste die hoffe noch mal eine Rampe zu werden ! :P

DerLustigeOpa

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 32
  • Karma: +4/-35
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2454 am: 23.09.2022 09:44 »
Mit 3.000 Euro netto (ohne eventuelle Steuerrückerstattung) zu jammern, dass man damit unzufrieden ist macht mich dann doch ein wenig sprachlos und ich überlege, ob ich für dich sammeln gehe.

Warme Bude: 1000€
Auto mit allem Pipapo: 500€
Rücklagen: 500€

Bleiben dir 1000€ zum verballern. Wenn man Bafög oder einen Studienkredit zurückzahlen darf, wirds noch weniger.

Ich habe nicht behauptet dass man verhungert...

Und das ist schon recht simpel gerechnet.

Lebenserhaltungskosten müssten vor dem verballern noch raus. Lebensmittel, Getränke, Haushalts- und Hygieneartikel.

Kann man pro Person und Monat bei den aktuellen Preisen locker mal 200-300€ annehmen, wenn man mal von einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ausgeht, aber mit Discounter Produkten. Wenn man Wert auf regionale Bio Produkte legt, kannste nochmal 100€ draufpacken.

Dann kommen noch etwaige Versicherungen dazu. (Private Altersvorsorge sofern die nicht in den Rücklagen einberechnet war, Haftpflicht, Hausrat, Zahnzusatz und was man sonst noch so alles hat).

Weitere Kosten wie Telefon + Internet.

Ich wage zu Behaupten, dass die meisten selbst bei 3000 Netto davon nächstes Jahr keine 500€ mehr zurücklegen können, außer durch massive Einschränkungen im Lebensstandard.

Ich wage hingegen zu behaupten, dass hier wieder auf sehr hohem Niveau gemeckert wird. Die Hauptsache ist, die eigenen Ausgaben und das private (schlechte) Wirtschaften nicht kritisch hinterfragen zu müssen.

Wer von 3.000 Netto (als Single) nichts mehr zurücklegen kann, finanziert m. E. damit a) ein übermäßiges Konsumverhalten, dass den Planeten sowieso gegen die Wand fährt oder b) eine Horde an Nachwuchs, die durch ihre Existenz dazu beiträgt, den Planeten sowieso gegen die Wand zu fahren oder c) einen übermäßigen Fuhrpark, der... dürfte bekannt sein. Oder sogar Kombinationen von a), b) und c).

Und eine Immobilienfinanzierung ist nichts anderes als ein gehebelter Vermögensaufbau, zählt also als "zurücklegen".

_______________

Von 2,8k monatlich kann ich ~1,5k sparen und dass trotz 800€ für die warme (Single-)Bude mit allen sonstigen NK, einschließlich (Öko-)Strom, Internet, Handy etc. und ca. 50% Biolebensmitteln.

Floki

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 96
  • Karma: +14/-22
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2455 am: 23.09.2022 10:02 »

Von 2,8k monatlich kann ich ~1,5k sparen und dass trotz 800€ für die warme (Single-)Bude mit allen sonstigen NK, einschließlich (Öko-)Strom, Internet, Handy etc. und ca. 50% Biolebensmitteln.

Du bist wirklich lustig.

BAT

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,664
  • Karma: +192/-1320
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2456 am: 23.09.2022 10:09 »
Also auch ich bin ein Single mit 2.600 netto, Vollzeit wäre ich vielleicht auch schon nahe an den 3000 € dran.

Und ja, auch bei mir wird die Luft sehr dünn in Bezug auf die Lebenshaltung. Auch von mir werden nun laufend Investitionen zurück geschoben. Davon ab, lustiger Opa, gibt es nichts ökologischeres als kinderlos zu sein. Am besten auch ohne Haustiere. Deren Abdruck übersteigt bei weitem das böse Fliegen oder Autofahren.

Kubus

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 28
  • Karma: +5/-11
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2457 am: 23.09.2022 10:19 »
effektiv hatte ich bei vorherigen 2800€ netto, ca 150€ Dividendenauszahlung und 800€ Mieteinnahmen (=3750 Einnahmen) rechnerisch ca 2400€ übrig:

850€ Rate Wohnung -> davon sind 200 Zins (=650 werden "gespart")

200 Zins, 300 Essen, 100€ Sprit, 50 Versicherung, 50 Wartung, 50 Klamotten, 100 sonstiges, 30 Fitness, 20 GEZ, 400 Nebenkosten = 1300 Ausgaben

Klar, Urlaub geht noch ab. Ich habe aber trotzdem jährlich zwischen 20-30k zurücklegen können. Rechnet man jetzt die Wohnung noch ab (mieten würde ich vermutlich kleiner, also 950€ Warmmiete ca), wärens 750 weniger. Rechnet man das Auto noch zB mit 300€ Wertverlust ein, dann wärens 1050 weniger. Immer noch 1350 im +.

Und es würde natürlich noch viel "günstiger" gehen. Viele zahlen halt 50€ fürs iPhone, 50€ für DSL, 50€ für Streaminggedöns etc, Leasing ... die Liste lässt sich beliebig erweitern.

Ich spare schon seitdem ich ein kleiner Bub bin, als Teenie gejobbt und angelegt statt rausgehauen. Neben dem Job noch Minijobs gemacht oder selbstständig was gemacht usw.

ABER: Der größte Unterschied hat dann einen Jobwechsel aus dem normalen TVÖD raus gemacht. Jetzt verdiene ich alleine in dem Job 3,6 netto und ab Januar knapp 4. Nicht meckern, sondern was ändern.
Ich war aber selbst bis zu meinem 32 Lebensjahr im öD. War super um nebenbei zu studieren, aber wirklich brutal langweilig ((IT). Bin froh da raus zu sein.


DerLustigeOpa

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 32
  • Karma: +4/-35
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2458 am: 23.09.2022 10:49 »
Also auch ich bin ein Single mit 2.600 netto, Vollzeit wäre ich vielleicht auch schon nahe an den 3000 € dran.

Und ja, auch bei mir wird die Luft sehr dünn in Bezug auf die Lebenshaltung. Auch von mir werden nun laufend Investitionen zurück geschoben. Davon ab, lustiger Opa, gibt es nichts ökologischeres als kinderlos zu sein. Am besten auch ohne Haustiere. Deren Abdruck übersteigt bei weitem das böse Fliegen oder Autofahren.

Natürlich, mit den Kindern hast du vollkommen Recht. Insbesondere Kinder in der sog. "ersten" Welt schaden (aus ökologischer Sicht) dem Planeten wie kaum etwas Anderes.

Zur Lebenshaltung: Hängt schlussendlich vom Einzelfall und der persönlichen Situation ab. Es geht mir darum zu zeigen, dass Ausgaben nicht derart in Stein gemeißelt sind, wie es manche (hier und anderswo) aktuell suggerieren.
Es gibt immer viele Alternativen, gerade in der BRD/EU. In der Regel meckern aber leider meistens die Ignorantesten am lautesten.

Und ich bin nicht der einzige, siehe:

effektiv hatte ich bei vorherigen 2800€ netto, ca 150€ Dividendenauszahlung und 800€ Mieteinnahmen (=3750 Einnahmen) rechnerisch ca 2400€ übrig:

850€ Rate Wohnung -> davon sind 200 Zins (=650 werden "gespart")

200 Zins, 300 Essen, 100€ Sprit, 50 Versicherung, 50 Wartung, 50 Klamotten, 100 sonstiges, 30 Fitness, 20 GEZ, 400 Nebenkosten = 1300 Ausgaben

Klar, Urlaub geht noch ab. Ich habe aber trotzdem jährlich zwischen 20-30k zurücklegen können. Rechnet man jetzt die Wohnung noch ab (mieten würde ich vermutlich kleiner, also 950€ Warmmiete ca), wärens 750 weniger. Rechnet man das Auto noch zB mit 300€ Wertverlust ein, dann wärens 1050 weniger. Immer noch 1350 im +.

Und es würde natürlich noch viel "günstiger" gehen. Viele zahlen halt 50€ fürs iPhone, 50€ für DSL, 50€ für Streaminggedöns etc, Leasing ... die Liste lässt sich beliebig erweitern.

Ich spare schon seitdem ich ein kleiner Bub bin, als Teenie gejobbt und angelegt statt rausgehauen. Neben dem Job noch Minijobs gemacht oder selbstständig was gemacht usw.

ABER: Der größte Unterschied hat dann einen Jobwechsel aus dem normalen TVÖD raus gemacht. Jetzt verdiene ich alleine in dem Job 3,6 netto und ab Januar knapp 4. Nicht meckern, sondern was ändern.
Ich war aber selbst bis zu meinem 32 Lebensjahr im öD. War super um nebenbei zu studieren, aber wirklich brutal langweilig ((IT). Bin froh da raus zu sein.

BAT

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 2,664
  • Karma: +192/-1320
Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2459 am: 23.09.2022 10:56 »

Natürlich, mit den Kindern hast du vollkommen Recht. Insbesondere Kinder in der sog. "ersten" Welt schaden (aus ökologischer Sicht) dem Planeten wie kaum etwas Anderes.

Zur Lebenshaltung: Hängt schlussendlich vom Einzelfall und der persönlichen Situation ab. Es geht mir darum zu zeigen, dass Ausgaben nicht derart in Stein gemeißelt sind, wie es manche (hier und anderswo) aktuell suggerieren.
Es gibt immer viele Alternativen, gerade in der BRD/EU. In der Regel meckern aber leider meistens die Ignorantesten am lautesten.


Wobei ich eigentlich kein Freund davon bin, diesen ökologischen Fussabdruck gegeneinander abzuwiegen. Führt nur zu Zank und Streit. Aber wenn man mal ehrlich ist, der Club of Rome hat bereits 1972 die Vorgaben gemacht, allerdings noch nicht mit den Haustieren. Hier wäre eine starke Besteuerung mindestens in Höhe eines PKW notwendig.

Und in Bezug auf die Ausgaben ist man hier halt in einer anderen Dimension, die man nicht mit dem Regelsteuerzahler vergleichen kann. Meine Klientel, gerade wenn sie noch in Höhe der BBG KV verdienst hat die höchsten Belastungen. Das Meckern ist bereits von allen wirtschaftlichen Studien bestätigt, die Steuern und Abgaben sind in einigen Bereichen zu hoch. Erst dann kommt irgendwann mal das Ausgabeverhalten...